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  1. Schließe mich dem an. Wie ich auch schon sagte fängt man bei Verkürzung eigentlich im 2. Jahr an, und alles andere macht für mich auch keinen Sinn. Das 1. Jahr ist bedeutend leichter aufzuarbeiten als das 3, ich denke das sehen die meisten so. Die Auskunft von der IHK macht keinen Sinn, auch weil das 2. Halbjahr im 3. Lehrjahr praktisch nur Prüfungsvorbereitung und daher doch eher wichtig ist für die meisten. Ich empfehle dir auch eindringlich, möglichst zu verlangen das 1. Jahr zu überspringen und nicht das letzte. Wünsche dir aber auch viel Erfolg, egal wie du dich entscheidest.
  2. Es tut mir wirklich leid, dass du in so eine Situation geraten bist. Mach dir vor allem klar, dass das nicht deine Schuld ist und auch wirklich nichts über deine berufliche Eignung aussagt. Sexismus hat am Arbeitsplatz nix verloren, selbst wenn man den fadenscheinigen Vorwand als glaubwürdig ansehen könnte. Wenn es auch nur halb so schlimm ist, wie es sich anhört, ist Rat suchen bei der IHK und Anzeige erstatten bei der Polizei der richtige Weg. Das sagt sich sicherlich leichter als es ist, aber du wirst in deiner aktuellen Situation ja seelisch krank, d.h. der Weg des geringsten Widerstands kommt nicht in Frage. Die Vermittlung von Ausbildungsinhalten (in der richtigen Fachrichtung) ist keine großzügige Geste des AG sondern seine Pflicht. In der Berufsschule werden größtenteils eher Konzepte vermittelt, die berufliche Praxis gehört natürlich in den Betrieb. Ein Ausbilder sollte das eigentlich wissen, vielleicht tut ihm eine Auszeit (Entzug der Ausbildungsbefugnis) mal ganz gut, um sich da weiterzubilden. Ich halte es auch für Unsinn dich direkt an ein konkretes Projekt zu setzen, ohne dass man dir vorher die Grundlagen vermittelt hat. Klar, es gibt auch Azubis, die schon Programmiererfahrung haben, wenn sie anfangen. Das klärt man als Ausbilder dann aber vorher und passt die Ausbildung am Anfang entsprechend an.
  3. Ich glaube er macht eine betriebliche Umschulung und die dürfte deuschlandweit 24 Monate dauern bzw. 18 bei Verkürzung. Das was du schilderst mit Bildungsträger etc. klingt eher nach einer schulischen Umschulung/Ausbildung.
  4. Niemand ist typisch irgendwas, jeder ist ein Individuum, auch wenn Springer und Co. dich vielleicht etwas anderes glauben lassen wollen. Du hast exakt gar nichts dazu geschrieben, was diese formelle Unterscheidung in der Praxis bedeuten soll - abgesehen von den beiden Punkten, die ich auch genannt habe, d.h. im Grunde stimme ich dir ja sogar zu. Von daher verstehe ich nicht, warum du dich so aufführst und auch noch persönlich wirst. Ich habe bereits in meinem ersten Post erklärt, dass ich knapp ein Jahr Umschüler war, aber ab diesem Monat als Azubi übernommen werde. Dies wurde mir vom Betrieb angeboten als kleine Anerkennung meiner Leistungen, um so einige hundert Euro mehr im Monat zu haben und nicht mehr von H4 abhängig zu sein. Prüfungstermin ändert sich nicht. Wie genau das rechtlich mit der IHK gehandhabt wird weiß ich nicht, ist aber m.E. Sache des Betriebs und nicht meine, aber definitiv auch nicht deine. Ich für meinen Teil gebe nur dem Jobcenter Bescheid.
  5. Ich habe eigentlich alles sehr strukturiert dargelegt. Tut mir sehr leid, wenn Du es dennoch einfach nicht verstehst. Ich verstehe es sehr gut, da ich es ein Jahr lang mitgemacht habe. Ich weiß auch nicht, wo die Feindseligkeit nun herkommt, aber sei's drum. Halten wir einfach fest, dass es faktisch keinen Unterschied bei Ausbildungsinhalten und Berufsabschluss gibt, wohl aber bei finanziellen Aspekten und eben der Ausbildungsdauer. Die rechtlichen Formalien sind wirklich eher Nebensache und haben in der Praxis wenig bis gar nichts mit dem Alltag zu tun.
  6. Ich sehe da keinen Widerspruch. Es ist eine Unterscheidung ohne Unterschied, abgesehen von der automatischen Verkürzung und dem finanziellen Aspekt. Natürlich kommt man bei einer Ausbildung auch aus dem menschenunwürdigen H4-System raus, wobei man während der Umschulung ohnehin nicht viel vom Jobcenter hört. Ob die Verkürzung Vor- oder Nachteil ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Was das finanzielle angeht, habe ich ja auch geschrieben, dass ich seit diesem Monat das Glück habe Auszubildender zu sein, d.h. mein Vertrag wurde bzw. wird umgewandelt. Ich stimme dir also grundsätzlich zu, dass eine Ausbildung besser ist, weil finanziell für die meisten sicherlich attraktiver. Rein inhaltlich und was den IHK-Abschluss angeht, handelt es sich aber in der Praxis um denselben Ausbildungsgang. Man wird im Betrieb gleich behandelt (ist zumindest so gedacht) und was Berufsschule und Prüfung angeht läuft ebenfalls alles ganz normal, wie eingangs von mir ausgeführt.
  7. (Disclaimer: Ich mache derzeit auch eine Umschulung (FIAE) und bin nach den Sommerferien im 3. (bzw. zeitlich für mich 2.) Lehrjahr. Alle Angaben beziehen sich im Zweifelsfall auf Nordrhein-Westfalen und es mag regionale Unterschiede, auch zwischen IHKs im selben Bundesland, geben.) Du steigst als Umschüler (und auch als verkürzender Azubi) im 2. Lehrjahr ein, wie andere schon gesagt haben. Das 1. Lehrjahr ist auch nach der neuen Ausbildungsordnung von 2020 noch ziemlich inhaltsleer und lässt sich relativ stressfrei nachholen (subjektive Meinung, aber nicht nur meine). Die berufsbezogenen Sachen sind noch ziemlich grundlegend und für IT-affine Menschen nichts neues. Wirtschaft sollte man vielleicht nacharbeiten, zumindest habe ich das getan, da Wirtschaft nicht so mein Fall ist. Da du angibst Vorwissen zu haben, wirst du dich höchstwahrscheinlich mindestens im 1. Lehrjahr in der Berufsschule sehr langweilen. Unter die neue Ausbildungsordnung falle ich leider (alle Verträge ab 1.8.2020) und ich werde daher die Prüfung auch nach der neuen Ausbildungsordnung ablegen müssen, obwohl alle Berufsschulen ja noch nach dem alten Lehrplan unterrichten. Dir sollte folgendes klar sein: Wenn du verkürzt (also 2 Jahre brauchst), wirst du unter den ersten sein, die regulär nach dieser neuen Ordnung geprüft werden. Wenn du 3 Jahre brauchst, wird es immerhin schon ein paar Erfahrungswerte dazu geben. Ob das für deine Entscheidung eine Rolle spielt weiß ich nicht, aber es ist sicher gut zu wissen. Das ist so nicht ganz richtig. Für die IHK ist man eigentlich nichts anderes als ein regulärer Auszubildender, der das 1. Lehrjahr übersprungen hat. Auch bei einer normalen Ausbildung kann man dies ja tun, wie allgemein bekannt sein dürfte. An einigen Stellen findet sich die Bezeichnung "Umschüler", z.b. habe ich keinen Ausbildungsvertrag, sondern einen Umschulungsvertrag. In der Praxis wird man jedoch nach allem was ich bisher mitbekommen habe exakt gleich behandelt - auch im Betrieb, aber das mag natürlich je nach Betrieb variieren. Richtig ist allerdings der finanzielle Aspekt. Du wirst in aller Regel bei einer regulären Ausbildung besser vergütet (mehr dazu im nächsten Teil). Der Abschluss ist am Ende jedoch derselbe IHK-Abschluss wie bei einer regulären Ausbildung. Warum das weniger wert sein bzw. einen schlechteren Ruf als eine Ausbildung haben sollte verstehe ich nicht und halte ich in diesem Zusammenhang für mindestens fragwürdig, vielleicht auch etwas zu subjektiv (ohne etwas unterstellen zu wollen!). Falls eine schulische Ausbildung gemeint ist, kann ich das Argument schon wieder nachvollziehen, aber es war ja von einem Umschulungs- bzw. Ausbildungsbetrieb die Rede, d.h. auch die Umschulung ist in diesem Fall eine (verkürzte) duale Ausbildung! Man bekommt weiterhin Hartz 4 bzw. ALG II (bei ALG I Bezug bin ich nicht informiert, sorry), der Regelsatz beträgt 446 €. Ferner bekommt man vom Betrieb 100 € monatlich gezahlt und zusätzlich entweder ein Monatsticket für ÖPNV oder Kilometergeld (sofern man mit dem PKW unterwegs ist), um zum Betrieb und zur Berufsschule respektive wieder nach Hause zu kommen. Ein weiterer Aspekt: Man bekommt (auf Antrag beim Jobcenter) bei bestandener Zwischenprüfung (bzw. Abschlussprüfung Teil 1) 1000 € und bei bestandener Abschlussprüfung (bzw. Teil 2 dieser) weitere 1500 €. Wenn du keine unfassbar langen Arbeitswege hast, wirst du vermutlich nicht über 600 € hinauskommen. Immerhin ist der Betrag aber dann quasi "netto", d.h. KV etc. zahlt auch weiterhin das Jobcenter. Die meisten FI Azubis bekommen schon im 1. Lehrjahr mehr und in den darauffolgenden ja noch etwas dazu. Bei der Umschulung ändert sich an dem Geld nichts, außer der Hartz 4 Satz wird angehoben. Ich persönlich habe das große Glück, dass mein Betrieb mich seit diesem Monat als regulären Azubi beschäftigt und ich dadurch >300 € netto mehr bekomme als vorher. Und das Monatsticket für den ÖPNV bekommen in meinem Betrieb alle Mitarbeiter auf Nachfrage. Bei einer geschätzten Restausbildungszeit von 11 Monaten bin ich damit finanziell besser dran, selbst wenn ich die o.g. Bonuszahlungen für die Prüfungen mitrechne. Meine Empfehlung: Mach eine reguläre Ausbildung, aber verhandle mit dem Chef, dass du direkt von Anfang an das 1. Lehrjahr überspringen möchtest. Die Verkürzung ist m.E. der einzige Vorteil der Umschulung, und den nimmst du auf diese Art mit, ohne die Nachteile zu haben. Von Seiten der IHK gibt es viele Faktoren, die für sich allein schon ausreichen, um um 12 Monate zu verkürzen: Vorkenntnisse (nachweisbar und/oder vom Betrieb bestätigt), bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen, (Fach-)Abitur... Nachtrag: Ich habe vergessen zu erwähnen, dass das Jobcenter auch sog. ubH (umschulungsbegleitende HIlfen) finanziert, falls du dies in Anspruch nehmen möchtest. Diese sind analog zu den sog. abH (ausbildungsbegleitende Hilfen). Hierbei handelt es sich quasi um Nachhilfe für Azubis/Umschüler und kann dir ggf. dabei helfen, die Inhalte aus dem 1. Lehrjahr nachzuarbeiten. In der Regel kannst du mit dem jeweiligen Bildungsträger absprechen, in welchen Bereichen du Hilfe benötigst. Ich habe dies aber nur wenige Male wahrgenommen: Zum einen wegen der Pandemie, zum anderen hatte ich es aber auch nicht wirklich nötig (mein Zeugnis besteht nur aus "gut" und "sehr gut").

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