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IT an den Nagel hängen ja oder nein
Hallo, bei dem Arbeitgeber handelt es sich um IT Niedersachsen. Ich werde die Stelle wohl erstmal annehmen beim IT.N. Eine Stelle in einem großen Unternehmen mit mehr Gehalt ist zwar sehr verlockend aber die Tatigkeiten passen einfach nicht zu meinen Interessen. Falls es beim IT.N mit der Fortbildung nicht klappt kann ich immer noch nach anderen Stellen suchen. Auf jeden Fall habe ich dann Berufserfahrung im IT Bereich gesammelt. Ich traue mir die Fortbildung auf jeden Fall zu. Behörden sind oft aber einfach stur besonders in der Personalpolitik. Trotzdem gehe ich jetzt erstmal positiv an den zukünftigen Job heran. Das Personaler gern hochstapeln ist mir klar. Jedoch habe ich viele Stellen gesehen bei denen ich einfach sagen muss "davon habe ich keine Ahnung". Studium hin oder her. Trotzdem werde ich es in Zukunft einfach versuchen wenn es eine interessante/passende Stelle ist. So viele Admin Stellen gibt es hier im Norden nicht. Noch kurz zum Thema Studium ohne eine große Diskussion auslösen zu wollen. Ein reines Informatik Studium ist mir einfach zu schwer. Ein Wirtschaftsinformatik Studium ist auch schwer und passt meiner Meinung nach auch nicht ganz in das Aufgabengebiet eines Administrator. Oder anders gesagt: Ich möchte einfach auf Nummer sicher gehen. Daher wäre die Fortbildung beim IT.N für mich die beste Option. Vielen dank für eure Antworten. Gruß Andreas
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IT an den Nagel hängen ja oder nein
Hallo, ich bin 26 Jahre alt, gelernter Fachinformatiker/Systemintegration und arbeite befristet als IT-Allrounder im ÖD. Mein Aufgabenfeld ist groß da ich in unserer Behörde der einzige "IT-Spezialist" bin. Meine meiste Zeit verbringe ich mit klassischen Anwenderproblemen wie "mein PC geht nicht" oder "kannst du mir mal eben helfen". Natürlich administriere ich auch Windows Server, tausche Hardware aus und halte letztendlich alles am laufen. In Zukunft wird die IT des ÖD im Land Niedersachsen zentralisiert. Das bedeutet es gibt in den Behörden keine "IT-Spezialisten" mehr. Ich würde in der neuen Behörde einen unbefristeten Vertrag bekommen. Allerdings arbeite ich dann im First-Level-Support. Das bedeutet hauptsächlich Störungen annehmen und weiterleiten. Viele Tätigkeiten die ich jetzt ausführe werden dann von anderen Mitarbeitern ausgeführt. Jetzt der große Haken an dem Jobwechsel: Ein Aufstieg z.B. zu einem Windows Administrator ist nur mit einer internen 3-jährigen Fortbildung möglich oder mit einem abgeschlossen Studium. Zu dieser Fortbildung muss ich natürlich erstmal zugelassen werden. Das bedeutet gute Leistungen im Job bringen. Die 2. Hürde ist dass diese Fortbildung nicht einfach ist. Man muss Prüfungen ablegen in Mathe, Physik/Elektrotechnik etc. Das nötige Wissen soll man sich wohl im Job aneignen (man durchläuft alle IT-Abteilungen der Behörde) sowie natürlich Zuhause im Selbststudium. Ich halte die Fortbildung für sehr anspruchsvoll nur um einen Job als Administrator zu bekommen. Ob ich die Fortbildung machen darf und auch schaffe ist eine andere Frage. Deshalb gucke ich mich natürlich auch immer auf dem Stellenmarkt um. Das Angebot an Arbeitsplätzen auf denen ein Bachelor in Informatik/Wirtschaftsinformatik nicht gefordert wird ist ziemlich klein. Ich mache mir Gedanken ob der Beruf des Fachinformatikers in Zukunft überhaupt noch eine Rolle spielt. Deshalb gucke ich jetzt auch nach Stellen die nicht im klassischen IT-Bereich einzuordnen sind. Ich habe mich bei einem großen Unternehmen auf die Stelle "Koordinator für Stammdaten" beworben. Dieses Unternehmen muss ein großen Projekt umsetzen indem sehr viele Daten gesammelt und koordiniert werden müssen. Die Pflege von Datenbanken ist wohl Hauptaufgabe in dem Job. Man arbeitet mit Programmen wie GIS, SAP Classic, IS-U und easy+. Das Vorstellungsgespräch fand auch schon statt. Auf mich haben die Personaler einen guten Eindruck gemacht und das Unternehmen gut präsentiert. Ich habe mich nur gewundert das fast keine Fachfragen gestellt wurden. Es sind wohl keine tiefen Kenntnisse für den Job erforderlich. Das steht natürlich im krassen Gegensatz zu anderen Stellen. Ich würde nach 2 Jahren einen unbefristeten Vertrag bekommen. Für das Projekt sind 10 Jahre eingeplant. Ich befürchte allerdings das der Job ziemlich monoton ist. Eventuell könnte man auch vor Ablauf der 10 Jahre innerhalb des Unternehmens wechseln. Aber vorrangig ist man für den Job eingeplant. Falls ich eine Zusage bekomme weiß ich nicht ob ich den Job annehmen soll. Mein Gehalt wird dort höher sein als jetzt. Allerdings entferne ich mich von dem was ich eigentlich machen möchte. Wie würdet ihr in meiner Situation handeln? Ich weiß das ich den Job noch nicht habe und vielleicht auch gar nicht bekomme. Aber auch für die Zukunft stelle ich mir die Frage in welchem Bereich ich arbeiten soll bzw. arbeiten kann. Ich interessiere mich für Netzwerktechnik (mache aktuell den CCNA). Danach möchte ich mich gerne noch ausführlich mit dem Betriebssystem Linux beschäftigen. Das tue ich in meiner Freizeit ohne Förderung durch den Arbeitgeber. Allgemein sehe ich meine Interessen schon sehr im Aufgabenbereich eines Fachinformatiker/Systemintegration. Das Problem ist einfach das man für viele dieser Aufgaben heutzutage einen Bachelor braucht. Ich habe schon ein Studium abgebrochen und möchte auch nicht nochmal ein Studium anfangen. Da der Trend aber in Richtung Studium geht weiß ich nicht wie ich weiter planen soll. Eure Meinung interessiert mich sehr. Es gibt hier sicher User die in einer ähnlichen Situation sind oder schon einmal waren. Mir ist kein besserer Begriff als das Wort "IT-Spezialist" eingefallen. Die Aufgaben im IT-Bereich sind dafür einfach zu vielfältig. Ein Jobwechsel ist natürlich immer möglich. Allerdings weiß ich nicht wie und wo ich gute Berufserfahrung sammeln soll in Zeiten der Bachelor und Master. Gruß Andreas
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