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Wirtschaftsinformatik Erfahrungen/Alternativen zur FOM


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Hallo,

ich interessiere mich für den Studiengang Wirtschaftsinformatik (B.Sc.). 

Da ich nebenberuflich studieren möchte, ein typisches Fernstudium aber nichts für mich ist, gefällt mir das Konzept von der FOM sehr gut. Hier hat man jeden Freitag/Samstag Vorlesungszeiten. 

Leider habe ich keinen vergleichbaren Anbieter gefunden, der solche Zeitmodelle anbietet.

Kennt jemand Alternativen (kein Fernstudium) im Raum Magdeburg/Leipzig/Berlin? 

Ich habe kein Abitur, aber erfülle durch meine Ausbildung zum Informatikkaufmann und eine 3 jährige Berufspraxis in diesem Bereich die Anforderungen der FOM.

Hat jemand schon Erfahrungen mit der FOM gemacht?

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

Bearbeitet von -polar-
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Ich studiere an der FOM, habe alle Prüfungen bestanden und schreibe gerade an meiner Bachelor Thesis. Vor 8 Monaten habe ich bereits einen Vollzeitjob angenommen, für das mich das WI Studium qualifiziert. Bin mehr als zufrieden. Hast du denn spezielle Fragen?

Nach meinem Kenntnisstand ist die FOM die einzige Hochschule die Abends Vorlesungen unter der Woche anbietet. Ansonsten gibt es nur noch Verbundsstudiengänge staatlicher Hochschulen, die allerdings entweder Vorlesungen nach dem "Block Modell" anbieten oder es grundsätzlich ganz auf das Wochenende verlagern.

Bearbeitet von Liwjatan
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Danke für die Antwort. 

Wie viele Stunden (ca.) hast du neben den Vorlesungstagen wöchentlich in das Studium gesteckt bzw. wie groß war der wöchentliche Arbeitsaufwand?

Sind die Vorlesungstage wie eine Art Stundenplan eingeteilt oder behandelt man den ganzen Tag das gleiche Thema?

Gibt es ein Online Portal, in dem man alle erforderlichen (didaktisch aufbereiteten) Dokumente findet oder muss man sich den Lernstoff ggf. im Nachgang der Vorlesungen selbst aus Büchern/Skripten recherchieren?

 

 

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Moin,

ich würde da anders rangehen. Als was arbeitest du denn momentan und ist das deine Traumstelle (Gehalt, Kollegen, etc.)?

Was du Alternativ machen könntest: Such dir eine FH und schreib dich da ganz normal ein und such dir einen Werkstudentenjob (vielleicht in der Firma in der du aktuell bist)? Oder reduziere die Stelle auf Halbzeit. Dann hast du einerseits das Geld (je nach Stelle können schon 1000 € netto übrig bleiben), aber auch viel wichtiger, die Zeit vor Ort die Vorlesungen zu besuchen und auch mit anderen mal in Kontakt zu kommen.

Ich persönlich bin vom Konzept der FOM und anderen privaten Anbietern nicht überzeugt. Einerseits sind die Zeitmodelle auf den ersten Blick schön und gut, aber das muss man dann auch wirklich so lange und konstant durchhalten. Eine Bekannte (auch an der FOM gewesen) hat mir damals mal erzählt, dass die Lehrenden anhand der Bewertung der Studis einen Bonus bekommen (keine Ahnung, ob das heute noch so ist) und dementsprechend die Erwartungshaltung: Ich bezahle hier ordentlich Kohle, also mach mir eine entspannte Vorlesung und eine Klausur bei der ich mit wenig Aufwand gut bestehen kann. 

@Liwjatan kann da aber bestimmt einen besseren Eindruck geben. Was machst du denn, wofür dich dich WI Studium qualifiziert hat? Schreibst du deine BA im Unternehmen oder arbeitest du Vollzeit und machst die nebenbei?

 

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vor 16 Stunden schrieb -polar-:

Wie viele Stunden (ca.) hast du neben den Vorlesungstagen wöchentlich in das Studium gesteckt bzw. wie groß war der wöchentliche Arbeitsaufwand?

Schwierig zu sagen. Der Arbeitsaufwand hängt immer davon ab, wie du studierst und wie du dich auf die Klausuren vorbereitest.

Ich würde sagen, dass man mit 5-10 Stunden pro Woche den Stoff gut und lückenlos aufarbeiten kann (Zusammenfassungen + Karteikarten). 10 Stunden wenn man inhaltlich sehr umfangreiche Module hat (z. B. BWL) oder halt einfach auch üben muss (Mathematik). 5 Stunden dann eher später, wenn Prüfungsleistungen auch mal aus Haus- und Seminararbeiten und Präsentationen bestehen. Da kann man dann wenn man schnell ist auch mal ein Modul in 2 Wochen abhaken. Das war das was ich so investiert habe und mein Schnitt liegt zurzeit bei 1,7. Bei den Prüfungen lag ich immer im oberen Drittel. Die Streuung ist halt auch wie an der staatlichen Hochschule sehr groß. Es gibt genug Leute dort, die durchfallen oder sich im 3er bis 4er Bereich bewegen.

Für die Prüfungen habe ich mir meistens Urlaub genommen. Wenn man während des Semesters den Stoff ordentlich aufbereitet hat, kann man so ein Modul in 10-14 Tagen sehr gut lernen. Ich habe auch ein paar Module ohne Urlaub absolviert. Da habe ich dann aber schon mal 6-8 Wochen für eine gute Vorbereitung gebraucht. Das widerrum hängt dann schon eher von deinen Arbeitsbedingungen und deiner Belastung auf der Arbeit ab. Ich habe dann meistens 2 Stunden vor der Arbeit gelernt und dann abends noch mal 1-2 Stunden. Grund: Für 4 Stunden war ich abends einfach zu müde. Da muss man ein bisschen flexibel und ehrlich zu sich sein (von wegen "lieber abends nach der arbeit lernen dann hab ich meine Ruhe" und abends dann "ich bin so müde, lerne morgen" :P) ...

Mein Buchtipp an der Stelle:

Bestnote: Lernerfolg verdoppeln, Prüfungsangst halbieren  - von Martin Krengel.

Interessant an dem Buch sind weniger die konkreten Handlungsempfehlungen, sondern das Mindset dahinter. Das gibt einem zusammen mit der eigenen Erfahrung ein Gefühl dafür, wie man an bestimmte Module herangeht und welche Lernmethoden sich für bestimmte Module besser eignen. Hat man diese "Archetypen" mal identifiziert, hat man es nachher sehr einfach. Leider braucht man dafür aber auch 2-3 Semester um ein Gespür zu entwickeln. Mir hat es beim reflektieren meines Zeitmanagements und meiner Herangehensweise sehr geholfen.

vor 16 Stunden schrieb -polar-:

Sind die Vorlesungstage wie eine Art Stundenplan eingeteilt oder behandelt man den ganzen Tag das gleiche Thema? 

Du hast im Schnitt 3-4 Module pro Semester. Zu jedem Modul gibt es ~9-14 Vorlesungen, wobei du halt 2-3 Vorlesungen pro Woche hast. An einem Vorlesungtermin wird immer nur ein einziges Modul behandelt. Du hast also beispielsweise dann Donnerstag 2-3 Stunden Objektorientierte Programmierung. Welche Themen da behandelt werden, hängt davon ab, wie weit der Professor in seinem Skript ist. Das Skript ist nach Kapiteln gegliedert wobei sich ein Kapitel auch schon mal über mehr als einen Vorlesungstermin erstrecken kann.

vor 16 Stunden schrieb -polar-:

Gibt es ein Online Portal, in dem man alle erforderlichen (didaktisch aufbereiteten) Dokumente findet oder muss man sich den Lernstoff ggf. im Nachgang der Vorlesungen selbst aus Büchern/Skripten recherchieren? 

Die FOM hat ein Online Portal "Online Campus". Den Online Campus gibt es auch als App im Android Store ("Online-Campus mobil"). Dort hast du zu jedem Modul alle Unterlagen - also auch die Skripte - und daneben Zeitplaner, die Prüfungsanmeldung, Literaturrecherche usw.

Die Skripte sind didaktisch so aufbereitet, dass du keinerlei externe Literatur mehr benötigst für die Prüfungen. Ansonsten wäre so ein Studium neben dem Beruf auch nicht in 3.5 Jahren möglich.

vor 14 Stunden schrieb Cometcola:

Ich persönlich bin vom Konzept der FOM und anderen privaten Anbietern nicht überzeugt. Einerseits sind die Zeitmodelle auf den ersten Blick schön und gut, aber das muss man dann auch wirklich so lange und konstant durchhalten.

Kann ich so bestätigen. Ein Nebenberufliches Studium ist definitiv anstrengend und fordert seinen Tribut. Insbesondere Gruppenarbeiten sind schwierig zu koordinieren, so dass ich tatsächlich für einen Master an die IUBH gehen würde um zeitlich maximal flexibel zu sein (Online Klausuren per Webcam, zu jeder beliebigen Tageszeit). Aber ich glaube das wird in diesem Leben nichts mehr :) ...

vor 14 Stunden schrieb Cometcola:

Eine Bekannte (auch an der FOM gewesen) hat mir damals mal erzählt, dass die Lehrenden anhand der Bewertung der Studis einen Bonus bekommen (keine Ahnung, ob das heute noch so ist) und dementsprechend die Erwartungshaltung: Ich bezahle hier ordentlich Kohle, also mach mir eine entspannte Vorlesung und eine Klausur bei der ich mit wenig Aufwand gut bestehen kann. 

Es ist tatsächlich ganz anders und differenzierter.

Die "Bewertung" ist die Evaluierung der Lehre, die es auch an staatlichen Hochschulen gibt. Der Unterschied ist allerdings, dass an der FOM die Professoren nicht verbeamtet sind. Wenn der Professor eine schlechte Lehre abliefert oder einfach nicht dozieren kann, zieht die Hochschule aus schlechten Bewertungen tatsächlich auch strukturelle und personelle Konsequenzen (natürlich beobachtet das die FOM auch über die Semester hinweg, das ist also kein willkürliches Racheinstrument der Studenten). Das führt aber nicht dazu, dass die Professoren sich deswegen zum Bitsteller machen. Denn genau das würde ebenso schlecht bewertet werden. Die Leute verbringen nicht 2-3 Abende pro Woche in einer Vorlesung, bezahlen eine Menge Geld, um dann dort um "Inhalte beschissen" zu werden, sondern um etwas zu lernen. Es gibt einen Druck seitens der Hochschule, dass die Professoren eine inhaltlich gute Lehre abliefern, weil das ihr Job ist. Und ehrlich gesagt: Das funktioniert wunderbar. Seitdem verstehe ich auch, warum viele Länder eine Verbeamtung von Lehrern und Professoren strikt ablehnen. Es erhöht einfach den "Servicelevel" und damit die Lehre insgesamt, und schafft keine Hürden durch Machtausübung von Egoismen, die verbeamtet und praktisch unkündbar sind, solange sie "überhaupt etwas machen".

Die Qualität der Lehre bemisst sich übrigens nicht linear in der Schwierigkeit der Klausuren. Eine sehr verbreitete Denkweise in Deutschland ist ja: Schwierige Klausur = Viele fallen durch= Hohes Niveau = Gute Lehre. Eigentlich ist das Paradox, denn wenn die Lehre wirklich gut ist (sprich Wissen vermittelt wurde), wie können dann > 80% in einer Klausur (aka. "Siebfach") durchfallen? Einfach mal zu nachdenken ^^ ...

vor 14 Stunden schrieb Cometcola:

@LiwjatanWas machst du denn, wofür dich dich WI Studium qualifiziert hat? Schreibst du deine BA im Unternehmen oder arbeitest du Vollzeit und machst die nebenbei? 

Ich arbeite als Analyst bei einem Softwarehersteller in der Energiebranche. Ich koordiniere dort in der Konstruktion Entwicklerteams und mache die Anforderungs- und Prozessanalyse, Abnahmen und Reviews der Implementierung, baue Datenmodelle usw.

Bearbeitet von Liwjatan
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Entschuldigt den aufeinanderfolgenden Post. Ich habe den letzten Abschnitt übersehen und würde den gerne noch beantworten, kann aber nicht mehr editieren.

vor 14 Stunden schrieb Cometcola:

@Liwjatan Schreibst du deine BA im Unternehmen oder arbeitest du Vollzeit und machst die nebenbei?

Ich arbeite Vollzeit und mache die nebenbei. Das Thema kommt aber aus meinem Arbeitsumfeld.

Bearbeitet von Liwjatan
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Danke für den Einblick. Deiner Aussage stimme ich dir grundsätzlich zu. 

vor 8 Stunden schrieb Liwjatan:

Die Qualität der Lehre bemisst sich übrigens nicht linear in der Schwierigkeit der Klausuren. Eine sehr verbreitete Denkweise in Deutschland ist ja: Schwierige Klausur = Viele fallen durch= Hohes Niveau = Gute Lehre. Eigentlich ist das Paradox, denn wenn die Lehre wirklich gut ist (sprich Wissen vermittelt wurde), wie können dann > 80% in einer Klausur (aka. "Siebfach") durchfallen? Einfach mal zu nachdenken ^^ ...

vor 22 Stunden schrieb Cometcola:

Ich persönlich finde es eine Gratwanderung. Die Studiengebühren sind schon extrem hoch, da besteht immer eine gewisse Erwartungshaltung als Studi (nur gute Lehre und das Zeit-Modell reichen da in meinen Augen nicht) und das ist unter anderem ja auch das Geschäftsmodell von den privaten Anbietern. Aber unterm Strich hängt es davon ab, was man selbst draus macht. 

 

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vor 41 Minuten schrieb Cometcola:

Studiengebühren sind schon extrem hoch, da besteht immer eine gewisse Erwartungshaltung als StudiDieStudiengebühren sind schon extrem hoch, da besteht immer eine gewisse Erwartungshaltung als Studi (nur gute Lehre und das Zeit-Modell reichen da in meinen Augen nicht) und das ist unter anderem ja auch das Geschäftsmodell von den privaten Anbietern.

 

Die FOM ist zwar in privater Trägerschaft, allerdings ist der Träger eine gemeinnützige Stiftung. Die FOM ist daher auch eine Gemeinnützige GmbH (gGmbH) , sprich die Gewinne fliessen in die Erweiterung des Hochschulebetriebs und in die Lehre (und nicht in die Taschen von Investoren) . Das ist anders als bei anderen privaten Hochschulen. 

Das Geschäftsmodell der FOM ist Ermöglichung eines Hochschulbetriebs der auf die Anforderungen von Berufstätigen und Auszubildenen ausgerichtet ist. Die meisten Studenten sind dort im Rahmen von Weiterbildungsprogrammen ihrer Arbeitgeber. Siemens schickt beispielsweise jedes Jahr mehrere dutzend Auszubildene an die FOM,  Firmen wie BP, Aldi , McKinsey und viele andere sehe ich auch regelmäßig. 

Die Erwartungshaltung das man da für Geld "einen Abschluss geschenkt kriegt" wird jedenfalls nicht erfüllt werden. Soviel kann ich aus meiner Zeit sagen. Die Studiengebühren finde ich eher im Rahmen. Staatliche Hochschulen bieten teilweise Programme an, die erheblich mehr Kosten. Und natürlich kriegst du auch keine promovierten erfolgreichen Praktiker als Dozenten, wenn du die als Hochschule nur mit Bananen bezahlen kannst. Da dozieren auch Leute die grosse Firmen besitzen ^^... 

Die FOM hat auch ihre Macken. Nicht falsch verstehen. Ich sehe bei ihr aber keine Probleme im grundsätzlichen Ablauf. Die Hochschule ist sehr gut organisiert und die Professoren sind gut. Ansonsten hätte ich auch gewechselt, da ich die zeitliche Flexibilität bspw. an der IUBH sehr schätze. Ein Kollege von mir macht dort gerade seinen Master in Wirtschaftsinformatik. 

 

 

Bearbeitet von Liwjatan
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