Reputationsaktivität
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tkreutz2 hat eine Reaktion von hackbert301009 in Was müsste Software heute können, um in 20 Jahren noch sinnvoll zu laufen?Ein Bild, das mir hilft:
Ich denke Architektur eher wie eine loseblättrige Wissenssammlung als wie ein eingefrorenes Programm.
Seiten können ergänzt oder ersetzt werden, aber das Buch als Ganzes bleibt lesbar – auch wenn manche Kapitel aus unterschiedlichen Jahrzehnten stammen.
Im KI‑QS‑System denke ich Architektur inzwischen wie eine Art externer Speicher fürs Denken:
Entscheidungen, Zustände und Argumente müssen außerhalb des flüchtigen Tools liegen.
Die Software selbst wird damit zu etwas Lebendigem –
nicht, weil sie ständig neu ist, sondern weil sie Gedanken und Strukturen über Zeit konserviert, auch wenn sich die Werkzeuge ändern.
Meine Erfahrung ist, dass Softwarearchitektur oft sehr abstrakt gelehrt wird –
der Bezug zu konkreten Best‑Practice‑Methoden und realen Entwicklungsprozessen fehlt dabei häufig.
Ich arbeite aktuell an einem Pilotprojekt mit zwei Säulen:
zum einen an einem KI‑QS‑System, zum anderen an einem Living‑Dokumentationssystem, das die Architektur während ihrer Entstehung kontinuierlich mitdokumentiert.
Ziel ist es, aus einer zunächst persönlichen Loseblattsammlung
in fest definierten Zyklen ausgewählte Kapitel zu konsolidieren und dauerhaft zu binden –
während der Rest weiter evolviert.
Architektur wird damit nicht nur beschrieben, sondern über Zeit nachvollziehbar gemacht.
Ein Aspekt aus meinem aktuellen Architekturentwurf:
Ich trenne bewusst zwischen einem deterministischen Kern (Zustände, Entscheidungen, Verlauf)
und probabilistischen Randkomponenten (z. B. KI‑Tools),
die jederzeit austauschbar oder abbrechbar sind, ohne den Gesamtzustand zu gefährden.
Das hat sich gerade bei KI‑Systemen als extrem hilfreich erwiesen.
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tkreutz2 hat eine Reaktion von hackbert301009 in Was müsste Software heute können, um in 20 Jahren noch sinnvoll zu laufen?Um zu verstehen, warum ich mich für diesen Stack (Go, Retro-Anbindung, kein modernes Web-UI-Bling-Bling) entschieden habe, möchte ich mein Positionspapier zur Informatikbildung teilen. Mir geht es darum, dass gerade Auszubildende wieder lernen, Systeme zu bauen und zu durchdringen, statt nur Oberflächen zu bedienen. Mein Projekt ist der technische Prototyp für genau diesen didaktischen Ansatz.
Positionspapier_Informatikbildung_Gestaltbare_Systeme.pdf
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tkreutz2 hat eine Reaktion von hackbert301009 in Was müsste Software heute können, um in 20 Jahren noch sinnvoll zu laufen?Danke für den Einwand, der ist absolut berechtigt – vor allem der Hinweis auf Schrift, Diakritik und exakte Reproduktion. Da würde ich gern etwas geraderücken, weil hier aus meiner Sicht zwei Dinge zusammenrutschen, die man trennen sollte.
Ich meine mit der Walther‑von‑der‑Vogelweide‑Analogie nicht, dass natürliche Sprache immer verlustfrei oder eindeutig bleibt. Natürlich braucht es heute Übersetzungen, Kommentare und Kontext – und ja, es gibt Gegenbeispiele wie Voynich oder Rongorongo. Das bestreite ich gar nicht.
Mir geht es eher um den Unterschied zwischen Bedeutung und exakter Reproduktion.
Bei Formularen, Steuerbescheiden oder Zolldokumenten ist exakte Reproduktion das Hauptziel. Da muss das Ergebnis stimmen, idealerweise identisch, und Interpretationsspielraum ist unerwünscht. Dafür sind formale Systeme genau richtig.
Bei Dingen wie Domänenmodellen, Regeln oder Wissen (und dazu zähle ich auch „Was ist ein Film in diesem System?“) ist das Ziel ein anderes: Dass ein Mensch auch in 20 oder 30 Jahren noch nachvollziehen kann, was gemeint war, selbst wenn die konkrete Umsetzung oder das Werkzeug längst weg ist. Das ist dann nicht bitgenau, aber oft erstaunlich robust.
Eine praktische Erfahrung aus meinem Alltag passt da ganz gut:
Ich habe mir einen Monsieur Cuisine gekauft, um überhaupt erst kochen zu lernen. Dabei nutze ich zwei Apps. In der Lidl‑Kochen‑App kann ich Rezepte einfach kopieren, abwandeln und in mein eigenes Kochbuch übernehmen. In der Monsieur‑Smart‑App sind die Rezepte komplett gegen Kopieren gesperrt.
Beides funktioniert – aber nur bei der ersten lerne ich wirklich etwas. In der zweiten führe ich Abläufe aus. Das Rezept ist dort kein Wissen, sondern ein geschützter Prozess.
Und genau diesen Unterschied meine ich auch in der Architektur:
Wenn Logik und Bedeutung zu tief in Tools, Formate oder Workflows eingebaut sind, ist das System zwar bequem, aber kurzlebig. Wenn die Bedeutung zuerst sauber beschrieben ist, kann man sie später immer wieder neu umsetzen – auch mit anderen Werkzeugen.
Kurz gesagt:
Formale, exakte Systeme sind unverzichtbar, aber sie sollten nicht der einzige Träger der Bedeutung sein. Die Bedeutung selbst muss irgendwo leben, wo sie auch Menschen noch verstehen können.
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tkreutz2 hat eine Reaktion von hackbert301009 in Was müsste Software heute können, um in 20 Jahren noch sinnvoll zu laufen?Danke für den Hinweis auf das Projekt N.O.M.A.D., das geht auf jeden Fall in die Richtung, die ich grundsätzlich gesucht habe.
Allerdings verfolge ich ein paar Ansätze, in denen sich meine Idee bewusst und grundlegend unterscheidet.
Mein Ziel ist vor allem:
a) eine langfristige Architektur – keine kuratierte Tool‑Sammlung
b) Text‑first – also nicht Browser‑first als primärer Zugang
c) Terminal‑ & Retro‑Zugriff: Ich bin noch im Verein aktiv (Atari ST). Dafür gibt es bei vielen modernen Lösungen – auch bei N.O.M.A.D. – naturgemäß keinen Ansatz
d) 20‑Jahre‑Kompatibilität – das ist für mich der wirklich wichtigste Punkt, der bei vielen bestehenden Lösungen leider fehlt
e) austauschbare Clients – für mich ein absolutes Muss‑Kriterium
N.O.M.A.D. halte ich trotzdem für ein sehr spannendes Projekt, gerade als Referenz dafür, wie viel heute offline‑first und Open‑Source möglich ist. Mein Fokus liegt allerdings etwas stärker auf dem architektonischen Grundgerüst als auf einem integrierten Anwendungspaket.
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tkreutz2 hat eine Reaktion von hackbert301009 in Entscheidungsräume, Wissenssysteme und der Erhalt menschlicher SouveränitätDer ursprüngliche Beitrag wurde von mir bereits öffentlich eingeordnet. Mehr habe ich dazu nicht hinzuzufügen.
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tkreutz2 hat eine Reaktion von hackbert301009 in Entscheidungsräume, Wissenssysteme und der Erhalt menschlicher SouveränitätVergesst den Beitrag bitte, die Idee dahinter war gut, aber die Ki-gestützte Unterstützung schlecht. Da ich den Ausgangsbeitrag nicht mehr löschen kann, kann ich das nur in dieser Form kommentieren.
Tut mir leid, war die Idee, ein Thema in einem Bild zu visualisieren, was leider in die Hose ging.
Meine ursprüngliche Idee war eigentlich eine Analogie zu einem Reel, was in Social Media existiert, bei dem ein Saal von Mönchen die Bibel mit der Hand transkribieren und dann der Chef kommt und sagt, wir haben leider eine kleine Änderung, der Name (von jemandem der in der ganzen Bibel durchgend genannt wird) ist doch nicht X sondern Y.
Die Aufgabe der Ki war eigentlich dieses Thema in einem Bild zu visualisieren, dass kleine Änderungsanforderungen große Folgen nach sich ziehen können.
Da wir mit Ki-Themen in neue Bereich vordringen und "glauben" die Produktivität steigern zu können, aber dabei vergessen, dass dadurch auch Nebeneffekte entstehen können, wollte ich eine Analogie von zwei Themen in einem Bild haben.
Das ging leider in die Hose, das Bild ist jetzt völlig überladen, enthält Fehler in der mathematischen Darstellung und das Kernthema kann auch nicht mehr visualisiert werden.
Also ein Fail, wenn ich so wollte. Mir ist das auch erst später klar geworden, als ich das Bild noch einmal genauer betrachtet hatte.
Das große Projekt, an dem ich immer noch arbeite, ist das Thema Ki gestützte Entscheidungsräume. Auf diesem Gebiet konnte ich den letzten 3 Monaten ein Menge Artefakte erzeugen, die ich noch am sortieren bin.
Wen es interessiert, den kann ich gerne per PN einen aktuellen Stand dazu senden.
In diesem Sinne !
Schönes Wochenende Allen !
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tkreutz2 hat eine Reaktion von Dakta in Entscheidungsräume, Wissenssysteme und der Erhalt menschlicher Souveränität -
tkreutz2 hat eine Reaktion von hackbert301009 in Mietpreise Europa - DE günstig im VergleichWürde ich nicht empfehlen, als Referenz zu nehmen. Das Mehrfamilienhaus meiner Eltern, was im Jahr 2018 verkauft worden ist, ist nie in einem der Portale erschienen bis heute, weder bei Vermietung noch bei Verkauf.
Das ist ähnlich wie "Preisvorstellungen" bei Ebay zu abenteuerlichen Preisen. Ob die Preise real erzielt wurden, müsste erst mal verifiziert werden. Selbst abgeschlossene Auktionen können kompletter Fake sein z.B. aus Marketinggründen.
Meine Erfahrung aus der Zeit, wo meine Eltern noch selbst vermietet haben ist die, dass die Portale unseriöse und lästige Spam Anfragen aller Art nachziehen, weswegen meistens über andere Wege vermietet wird.
Heißt konkret, Konditionen- und Preise sind alles andere als Transparent.
Es ist so ähnlich wie bei Stellenanzeigen, während die Jobs real bereits längst vergeben wurden oder sogar überhaupt nicht existieren.
Aus dem Grund ist die Frage nach einer validen Quelle durchaus berechtigt.
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tkreutz2 hat eine Reaktion von hackbert301009 in Ein alternativer Ansatz zur Bewertung von Fachinformatiker-ProjektanträgenHallo zusammen,
ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit der Analyse von Fachinformatiker-Projektanträgen und den dazugehörigen Diskussionen, insbesondere bei Grenzfällen. (Mit Hilfe eines Ki-Modells).
Dabei ist mir aufgefallen, dass viele Bewertungen stark über Begriffe wie:
- Komplexität
- Umfang
- Entscheidungsspielraum
- Technikanteil
geführt werden.
Ich habe deshalb versucht, ein einfaches Prüfmodell zu entwickeln, das die bisherigen Beobachtungen strukturierter beschreibt.
Die zentrale Hypothese lautet:
> Nicht die Entscheidungstiefe ist der erste Prüfpunkt, sondern der Berufsbild-Fit der eigentlichen Kernaktivität.
Das Modell arbeitet aktuell mit folgender Prüfkette:
Netto-Kernaktivität
↓
Berufsbild-Fit
↓
Entscheidungstiefe
↓
Skalierung
↓
Votum
## Kerngedanke
Zunächst wird versucht, die tatsächliche Kernarbeit eines Projekts zu bestimmen.
Dabei werden Produktnamen und Buzzwords gedanklich entfernt.
Beispiele:
- SharePoint
- SQL Server
- Cisco
- Microsoft 365
- Power Platform
sagen zunächst wenig über das Berufsbild aus.
Entscheidend ist die Frage:
> Welche fachliche Arbeit wird eigentlich durchgeführt?
Beispiele:
### Eher Fachinformatiker Systemintegration
- Infrastrukturintegration
- Serverbetrieb
- Netzwerkdesign
- Systemhärtung
- Rechte- und Berechtigungskonzepte
- Betriebs- und Sicherheitskonzepte
### Eher Fachinformatiker Anwendungsentwicklung
- Workflowlogik
- Datenmodellierung
- Formularlogik
- Geschäftsprozessabbildung
- Status- und Freigabelogiken
- Anwendungsverhalten
## Daraus ergibt sich eine These
Ein Projekt kann
- technisch anspruchsvoll,
- komplex,
- und entscheidungsreich
sein,
aber trotzdem für das gewählte Berufsbild ungeeignet sein.
Umgekehrt kann ein Projekt mit gutem Berufsbild-Fit zunächst zu dünn wirken, aber durch fachlich passende Vertiefung tragfähig werden.
## Beispiel
Ein Projekt auf Basis von Microsoft 365 oder SharePoint ist nicht automatisch ein FiSi-Projekt.
Die entscheidende Frage wäre:
> Besteht die Kernarbeit in Bereitstellung, Integration, Betrieb und Absicherung der Plattform?
oder
> Besteht die Kernarbeit in Workflowentwicklung, Prozessmodellierung, Formular- und Geschäftslogik?
Je nach Antwort könnte derselbe Produktname zu unterschiedlichen Berufsbild-Einordnungen führen.
## Offene Fragen
Mich würde interessieren:
1. Haltet ihr die Trennung von Berufsbild-Fit und Entscheidungstiefe für sinnvoll?
2. Habt ihr Beispiele, bei denen ein Projekt wegen des falschen Kompetenzraums abgelehnt wurde, obwohl genügend Entscheidungen vorhanden waren?
3. Wo seht ihr Schwächen dieses Ansatzes?
4. Welche Gegenbeispiele würden das Modell widerlegen?
Mein Ziel ist ausdrücklich nicht, eine IHK-Regel zu formulieren, sondern ein Analysemodell zur Diskussion zu stellen.
Ich freue mich über Kritik, Gegenbeispiele und Falsifikationen.
Muster_PA.pdf
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tkreutz2 hat eine Reaktion von hackbert301009 in Entscheidungsräume, Wissenssysteme und der Erhalt menschlicher Souveränität -
tkreutz2 hat eine Reaktion von hackbert301009 in Abschlussprojekt gefährdetFormell ist bei Umschülern der Bildungsträger der "Ausbildungsbetrieb" der Praktikumsbetrieb stellt lediglich einen Praktikumsplatz, auch wenn vor Ort Leute sind, die Ausbildungsberechtigt sind, ist es nicht vergleichbar wie in regulären Ausbildungsverträgen, die mit Betrieben direkt geschlossen werden.
Aus dem Grund ist die Wahl des Praktikumsbetriebes bei Umschülern immer mit einem ungleich höherem Risiko verbunden, als bei regulären Ausbildungsverhältnissen.
Was man tun kann, ist auf jeden Fall mit dem Praktikumsbetrieb ein Gespräch führen, ob eine Prüfungswiederholung möglich wäre, wenn die Prüfung nicht bestanden würde. Die meisten Betriebe zeigen sich hier kulant. Problem bei Umschülern ist halt, dass sie keine Ausbildungsvergütung vom Praktikumsbetrieb bekommen und ohne finanzielle Mittel sich kaum einer einen zweiten oder dritten Schuss leisten können. Da müsste auch die ARGE oder Rententräger, oder wer auch immer die Kosten trägt, die Zustimmung zu geben.
Mir sind Fälle bekannt, in denen dann der Bildungsträger für Abschlußprojekte eingesprungen ist als Praktikumsbetrieb, aber auch das ist keine Regel.
Frage an den Threadsteller wäre hier, um welchen Ausbildungsschwerpunkt es sich handelt. (FiSi, FiAE). Da von "eigener Hardware" die Rede ist, gehe ich mal von FiSi aus. Hier könnte das von mir geschilderte Szenario greifen, dass im äußersten Notfall der Bildungsträger einspringt.
Mein Rat, schnell die entsprechenden Gespräche suchen am Besten sofort, ohne Zögern.
Ja, PoC gilt auch für FiAE - aber im Zweifelsfall immer nach Absprache mit der regionalen IHK.
Und noch ein Hinweis ein den TE - Du musst Deine Abschlussarbeit selbst erstellen. Deine Kollegen sind da raus, sobald die Uhr tickt, das wäre auch in jedem anderem Betrieb nicht anders.
Viel Glück !
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tkreutz2 hat eine Reaktion von hackbert301009 in c# lernen und verstehenWie meine Vorposter bereits sagten, sind Bücher schon veraltet, wenn sie erschienen sind und es gibt auch nicht so viele gute Lehrbücher mehr.
Früher gab es die Website The Codeproject, bei der man zahlreiche Beispiele in C# anschauen konnte (praxisbezogen), leider ist die Site seit Oktober 2024 abgeschaltet.
Also wenn man jetzt gar kein Buch hat und eine absolut kleine Einstiegshilfe sucht.
Vielleicht dieses Buch vom Rheinwerk Verlag:
https://www.rheinwerk-verlag.de/einstieg-in-c-sharp-mit-visual-studio/?_gl=1*ifea4r*_up*MQ..*_gs*MQ..&gclid=Cj0KCQiA-aK8BhCDARIsAL_-H9ku4-bc5BCs6c-4-PW0ifzbFCiCs30gBQKb6pE5PKLSsLsue_amhlgaAlqdEALw_wcB
Es ist zwar aus dem Jahr 2022, sollte aber für den Einstieg genügen, vielleicht findet man es ja irgendwo für kleines Geld.
Die meisten Bücher sind leider themenbezogen oder eben auch eher langwierig zu lesen. Die englischen Autoren versuchen es etwas pragmatischer zu machen, da gibt es z.B. Titel wie:
The C# Player's Guide (5th Edition) Taschenbuch – 14. Januar 2022 von Whithacker
oder
C# 12 in a Nutshell: The Definitive Reference
Aber ich glaube, die meisten Bücher kann man wirklich nur als Ergänzung zum lernen sehen.
C# und .NET 8 – Grundlagen, Profiwissen und Rezepte (Hanser Fachbuchverlag)
Ansonsten wird wohl nur der Weg übers Üben gehen.
Viel Erfolg !
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tkreutz2 hat eine Reaktion von hackbert301009 in Pilotprojekt: High-Performance macOS-App (C++20/Metal) komplett von KI bauen lassen – Ein Erfahrungsbericht@hellerKopf
Ich glaube, mein Punkt wird schnell etwas härter gelesen, als ich ihn eigentlich gemeint habe.
Mir ging es weniger darum, Juniors pauschal die Fähigkeit abzusprechen, sondern eher um die aktuelle Situation im Zusammenspiel aus Ausbildung, Praxis und den sich verändernden Anforderungen.
Wir haben gerade einen ziemlich starken Wandel – insbesondere durch KI. Gleichzeitig hängen Ausbildung und Qualifizierung naturgemäß immer etwas hinterher.
Die spannende Frage ist für mich deshalb eher:
Wie lange dauert es, bis das Wissen, das heute eigentlich schon gebraucht wird, bei den aktuell Ausgebildeten wirklich ankommt und verinnerlicht ist?
Das betrifft ja nicht nur Juniors, sondern genauso bestehende Teams.
Der Unterschied ist nur, dass erfahrene Leute neue Werkzeuge schneller auf vorhandene Erfahrung aufsetzen können.
Daraus ergibt sich für mich dieser Effekt: Kurzfristig setzen Unternehmen stärker auf erfahrene Kräfte + KI, weil es einfach schneller Wirkung zeigt.
Aber im Hintergrund entsteht damit ein gewisser zeitlicher Versatz zwischen:
dem, was gebraucht wird
und dem, was vermittelt wird
Und genau das finde ich gerade spannend – weniger die Frage, wer etwas „kann“ oder „nicht kann“.
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tkreutz2 hat eine Reaktion von hackbert301009 in Pilotprojekt: High-Performance macOS-App (C++20/Metal) komplett von KI bauen lassen – Ein ErfahrungsberichtDanke dir für den Einwand – vor allem den letzten Punkt sehe ich ziemlich ähnlich.
Ich merke selbst, dass meine Aussage schnell in Richtung „KI macht alles einfacher“ gelesen wird. So war sie eigentlich nicht gemeint.
Mein Eindruck ist eher:
Der Einstieg wird einfacher, aber das eigentliche Problem verschiebt sich nur.
Früher hast du Fehler im Code gehabt – heute hast du sie eine Ebene drüber, in der Systemdefinition.
Und die sind meistens deutlich schwerer zu greifen.
Was du zum Thema Ausbildung schreibst, würde ich sofort unterschreiben.
Ich habe mich damit selbst mal etwas intensiver beschäftigt, weil ich genau da eine ziemliche Lücke sehe.
Mein Eindruck ist:
Wir bilden aktuell oft eher „Plattform-Nutzer“ aus als Leute, die Systeme wirklich verstehen oder gestalten können.
Viele Lernumgebungen sind so gebaut, dass sie Komplexität verstecken – was für den Einstieg gut ist, aber langfristig auch dazu führt, dass ein echtes Systemverständnis gar nicht erst entsteht.
Das wird mit KI aus meiner Sicht eher kritischer als besser.
Wenn du Systeme nicht verstehst, kannst du auch nicht beurteilen, was die KI da eigentlich produziert.
In dem Sinne sehe ich KI nicht als Ersatz für Fachkräfte, sondern eher als Verstärker: Gute Leute werden deutlich produktiver – aber ohne fundiertes Verständnis wird es schnell unübersichtlich.
Die Diskussion um Qualifizierung hinkt da aktuell auf jeden Fall hinterher.
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tkreutz2 hat eine Reaktion von hackbert301009 in Pilotprojekt: High-Performance macOS-App (C++20/Metal) komplett von KI bauen lassen – Ein ErfahrungsberichtIch habe versucht, das Ganze einmal zusammenzufassen und kritisch einzuordnen:
NeuesBerufsbild.pdf
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tkreutz2 hat eine Reaktion von hackbert301009 in Pilotprojekt: High-Performance macOS-App (C++20/Metal) komplett von KI bauen lassen – Ein ErfahrungsberichtGuter Punkt – und ich glaube, genau da liegt der eigentliche Kern der ganzen Diskussion.
Du beschreibst im Grunde das klassische Problem der Softwareentwicklung:
Spezifikation und Implementierung driften auseinander – selbst wenn man sich noch so viel Mühe gibt.
Der Unterschied, den ich im Projekt gerade konkret sehe (AXIOM Trader):
Bei menschlichen Entwicklern wird ein Teil dieser Lücke meist durch Erfahrung und Intuition kompensiert.
Bei der KI fällt diese Kompensation komplett weg – sie setzt exakt das um, was spezifiziert ist, inklusive aller Lücken.
Das führt zu einem interessanten Effekt:
→ Architekturfehler werden nicht mehr „verdeckt“, sondern sofort sichtbar und reproduzierbar.
Ich habe das im Projekt relativ deutlich gesehen:
Der größte Fehler war am Ende kein Bug im Code, sondern ein fehlender Datenfluss bei eigentlich korrekten Komponenten.
Das wäre in einem klassischen Team vermutlich länger „mitgeschleppt“ worden.
Deshalb sehe ich KI weniger als Ersatz für Entwickler,
sondern eher als Verstärker für Architekturqualität:
- saubere Spezifikation → sehr gute Ergebnisse
- unscharfe Spezifikation → zuverlässig schlechte Ergebnisse
Dein Punkt zur Planungsphase passt da perfekt rein.
Das Bottleneck verschiebt sich meiner Meinung nach von der Implementierung hin zur Definition von:
- Zuständen
- Datenflüssen
- Invarianten
Ich versuche das aktuell über relativ harte Guardrails + Pre-Check-Systeme zu erzwingen.
Der Code ist da fast nur noch „Konsequenz der Architektur“.
Was mich interessieren würde:
Hast du in deinen Projekten Ansätze gesehen, wie man diese Spec-Drift systematisch in den Griff bekommt?
Also eher methodisch (z. B. ArchUnit, Contracts, formale Constraints etc.) – unabhängig von KI?
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tkreutz2 hat eine Reaktion von hackbert301009 in Pilotprojekt: High-Performance macOS-App (C++20/Metal) komplett von KI bauen lassen – Ein ErfahrungsberichtGenau das ist für mich auch der entscheidende Punkt.
Ich sehe das weniger als Frage „KI vs. Mensch“, sondern als Frage der notwendigen Präzision in der Architektur.
Bei menschlichen Entwicklern können unklare oder unvollständige Vorgaben oft durch Erfahrung und Kreativität ausgeglichen werden. Das System bleibt trotzdem funktionsfähig.
Bei KI funktioniert das nicht. Sie setzt exakt das um, was spezifiziert ist – inklusive aller Lücken.
Für mich führt das zu der Konsequenz, dass Architektur und Spezifikation deutlich präziser und strukturierter gedacht werden müssen, wenn man KI ernsthaft einsetzen will.
Mein Ansatz mit dem AXIOM-Projekt geht genau in diese Richtung: Systeme so zu entwerfen, dass Zustände, Datenflüsse und Abhängigkeiten möglichst deterministisch und nachvollziehbar bleiben, anstatt sich auf implizite Annahmen zu verlassen.
In dem Sinne passt der Vergleich eigentlich sehr gut – nur dass die fehlende „Kompensation“ der KI die Schwächen der Architektur deutlich sichtbarer macht.
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tkreutz2 hat eine Reaktion von hackbert301009 in Pilotprojekt: High-Performance macOS-App (C++20/Metal) komplett von KI bauen lassen – Ein ErfahrungsberichtKurzes Update zum Projekt – inzwischen ist einiges passiert.
Ich bin mittlerweile aus der reinen Experimentphase raus und habe das System einmal komplett refaktorisiert und stabilisiert.
## 🔧 Stand aktuell
Die komplette Pipeline ist jetzt durchgängig:
SQLite → Core → UI → Rendering
Das hatte ich am Anfang tatsächlich nicht sauber geschlossen – das System hatte einen klassischen "Silent Failure":
→ Daten waren korrekt vorhanden
→ wurden aber nicht dargestellt
Am Ende war das kein Bug, sondern ein Architekturproblem.
## 🧠 Wichtigste Änderung: Determinismus
Ich habe im Rahmen des Refactorings eine harte Entscheidung getroffen:
→ vollständiges Verbot von float/double im Core
Stattdessen läuft alles über ein eigenes Fixed-Point System auf int64-Basis.
Grund:
- reproduzierbare Ergebnisse
- keine Rundungsfehler
- plattformunabhängig
## 🧱 Architektur
Ich habe die Struktur jetzt komplett klar gezogen:
- Core (C++20, deterministisch, ohne UI)
- Mapping Layer (DB → Core)
- SQLite (DAO Pattern)
- UI (Dear ImGui)
- Rendering (Metal)
Wichtig: Kein Layer kennt Funktionen eines anderen, die er nicht kennen darf.
## 🔧 Refactoring-Erkenntnis
Der spannendste Punkt war ehrlich gesagt:
Der größte Fehler im System war kein Code-Fehler,
sondern ein fehlender Datenfluss.
Das hat man erst gesehen, als alles „eigentlich korrekt“ war.
## 🌍 Ergebnis
- Trades werden jetzt korrekt aus SQLite geladen
- im Core deterministisch berechnet
- im UI dargestellt
- und auf der Weltkarte visualisiert
## 🚀 Nächster Schritt
- Async DB Worker (kein I/O im UI Thread)
- Interaktion auf der Map (Zoom / Selection)
- Weiter Richtung Simulation / Constraints statt Logging
## 🧠 Fazit bisher
Die eigentliche Schwierigkeit ist nicht:
„Kann KI Code schreiben?“
sondern:
„Kann man die Architektur so präzise definieren, dass KI gar nicht falsch arbeiten kann?“
Falls Interesse besteht, kann ich gerne nochmal detaillierter auf das Refactoring eingehen – das war tatsächlich der lehrreichste Teil.
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tkreutz2 hat eine Reaktion von hackbert301009 in Pilotprojekt: High-Performance macOS-App (C++20/Metal) komplett von KI bauen lassen – Ein ErfahrungsberichtKurzes Update dazu:
Ich habe die daraus entstandene Architektur-Anpassung inzwischen sauber in das ADR-0004 überführt und versioniert.
Konkret wurde dort jetzt explizit festgehalten, dass:
__int128 keine valide Grundlage für Cross-Platform-Code ist
und alle entsprechenden Operationen über Compiler-Guards bzw. Intrinsics abgesichert werden müssen
Das war im ursprünglichen ADR so nicht sauber formuliert und ist erst durch den Pre-Check sichtbar geworden.
Für mich bestätigt das aktuell den Ansatz ganz gut: → reale Probleme führen zu architektonischen Präzisierungen, nicht nur zu Code-Fixes.
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tkreutz2 hat eine Reaktion von hackbert301009 in Pilotprojekt: High-Performance macOS-App (C++20/Metal) komplett von KI bauen lassen – Ein ErfahrungsberichtHallo @Wodar Hospur,
guter Punkt – das wirkt auf den ersten Blick tatsächlich wie ein Widerspruch, ist aber im Kern eine bewusste Designentscheidung, die ich gerade aufgrund eines KI‑Prechecks angepasst habe.
Zur 64‑bit vs. 128‑bit Frage:
Im ADR ist bewusst festgelegt:
Persistenz / Datenmodell → int64_t (Fixed Point, skalierte Ganzzahlen)
128‑bit → nur als intermediäre Rechenhilfe (Multiply/Divide), nicht als Data-Type
Das Problem ist durch den Pre‑Check jetzt sichtbar geworden:
Damit verletze ich mein eigenes Blender-/DNA-Prinzip:
Das ist kein Optimierungsproblem, sondern ein architektonischer Regelbruch.
Deshalb die Anpassung:
64‑bit bleibt der definierte Datenraum
128‑bit wird nicht mehr als „implizit vorhanden“ angenommen
sondern über:
Compiler-Guards
oder platform-spezifische Intrinsics (_umul128 etc.)
explizit behandelt
Das ADR ist an der Stelle aktuell noch nicht nachgeführt – das ist genau der Punkt, den dieser Pre‑Check sichtbar gemacht hat.
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tkreutz2 hat eine Reaktion von hackbert301009 in Pilotprojekt: High-Performance macOS-App (C++20/Metal) komplett von KI bauen lassen – Ein ErfahrungsberichtHallo @hellerKopf ,
exakt an diesem Punkt schließt sich der Kreis zu meinem neuen Pre-Check-System. Du hast vollkommen recht: Wenn ich den Code genauso mühsam Zeile für Zeile prüfen muss, habe ich zeitlich nichts gewonnen.
Genau deshalb zwinge ich die KI, die Beweislast umzukehren und das Konformitäts-Audit vorab selbst zu schreiben. Als menschlicher Architekt lese ich nicht mehr kopflos C++ Code, sondern prüfe primär die Plausibilität der von der KI gelieferten Beweiskette gegen meine Invarianten.
Und hier ist der direkte Praxis-Beweis, wie dieses System ein rein menschliches Review schlägt:
Ich habe die KI über meine Pipeline das Refactoring der Festkomma-Arithmetik (ADR-0004) in die Sandbox docs/pre-checks/0004-fixed-point-review.md generieren lassen. Beim Überfliegen des von der KI geschriebenen Audits fiel der Blick sofort auf Kapitel 4: „Grenzen und Risiken – Compiler-Unterstützung“.
Die KI stellte dort in ihrem eigenen Audit fest: „Implementierung nutzt int128. Wenn der Compiler keine int128-Unterstützung bietet (z. B. MSVC ohne Emulation), schlägt die Compilation fehl.“
Einem menschlichen Junior-Entwickler (und Hand aufs Herz: auch vielen Senioren!) wäre dieser plattformspezifische Fehler beim schnellen Tippen unter macOS niemals aufgefallen. Sie hätten den Code eingecheckt, und das Windows-Build-System wäre Stunden später auf die Nase geflogen.
Weil meine Pipeline die KI aber dazu zwingt, ein eigenes Risiko-Audit abzuliefern, wurde diese architektonische Sollbruchstelle sichtbar, bevor auch nur eine einzige Zeile Code live in den Core geflossen ist.
Ich habe die KI aufgrund ihres eigenen Audits nun angewiesen, ein plattformunabhängiges Fallback via Compiler-Guards und x64-Hardware-Intrinsics (_umul128 / _udiv128) für den MSVC-Compiler auf Windows einzubauen, um das Blender-Prinzip (vollkommene OS-Unabhängigkeit) zu wahren.
Der Code sieht im Pre-Check für Windows nun so aus:
Vollständiger Source ist im Repository
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tkreutz2 hat eine Reaktion von hackbert301009 in Pilotprojekt: High-Performance macOS-App (C++20/Metal) komplett von KI bauen lassen – Ein ErfahrungsberichtHallo zusammen,
ich möchte die methodische Diskussion hier direkt aufgreifen und euch den nächsten Evolutionsschritt meines Experiments vorstellen. Die Frage, wie man die unzuverlässige „Junior-KI“ bändigt und reproduzierbare „Senior-Ergebnisse“ erzielt, hat mich zu einem radikalen Umdenken im Workflow gezwungen.
Reines Prompt-Tuning in der IDE reicht ab einer gewissen Projektgröße nicht mehr aus. Wenn die KI direkt im Quellcode arbeitet, entstehen die von euch völlig zu Recht kritisierten Brüche (wie die Float-Leichen oder redundante Implementierungen).
Ich habe daher ein automatisiertes KI-QS- und Pre-Check-System direkt in das Repository integriert. Die KI arbeitet ab sofort nicht mehr direkt auf den Quellcodedateien, sondern durchläuft eine strikte Vier-Phasen-Governance-Pipeline:
Die Invarianten (decisions/prompt-guardrails.md): Hier sind die harten Architektur-Gesetze (wie das plattformunabhängige Blender-Prinzip, das absolute Float-Verbot und das Allokations-Verbot im Hotpath) maschinenlesbar für die KI hinterlegt.
Die Sandbox (Pre-Check-Phase): Die KI darf bestehenden C++ Code nicht mehr direkt verändern. Sie muss jeden Code-Vorschlag zuerst in einer isolierten Review-Datei im neuen Verzeichnis docs/pre-checks/ablegen.
Der Konformitäts-Beweis: In dieser Review-Datei muss die KI vorab schriftlich und logisch beweisen, dass ihr generierter Code-Vorschlag keine einzige Regel der Guardrails verletzt.
Die Dialog-Historisierung: Parallel dazu wird der vollständige Konversations- und Prompt-Verlauf als Markdown-Dokument im Git-Repository versioniert. Wer das Repo klont, sieht somit in Zukunft nicht nur das fertige Produkt, sondern die lückenlose Evolution der "Mensch-Maschine-Diskussion".
Die Praxisprobe läuft gerade:
Ich habe die von euch angestoßene Architekturentscheidung ADR-0004 (Einführung von plattformunabhängiger FixedPoint-Arithmetik via int64_t zur Eliminierung aller Floats) ins Repo gepusht. Die Windows-Dev-Umgebung auf meinem Handheld steht.
Die Entwickler-KI hat nun den Auftrag erhalten, das großflächige Core-Refactoring exakt nach diesem neuen Pre-Check-Muster in docs/pre-checks/0004-fixed-point-review.md vorzubereiten. Sobald die KI den Code und ihren Konformitätsbeweis dort abgelegt hat, werde ich als menschlicher Chef-Architekt das finale Review durchführen, bevor der Code live in den Xcode-Core fließt.
Ich halte euch über die Ergebnisse dieses kontrollierten KI-Einsatzes auf dem Laufenden!
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tkreutz2 hat eine Reaktion von hackbert301009 in Pilotprojekt: High-Performance macOS-App (C++20/Metal) komplett von KI bauen lassen – Ein ErfahrungsberichtHallo @hellerKopf ,
deine strukturierte Gegenüberstellung der LLM-Antworten deckt das Kernproblem perfekt auf. Sie zeigt genau das, was ich die „KI-Varianz-Krise“ (oder das Overconfidence-Pattern) nenne: Die KI optimiert auf Eloquenz, nicht auf Wahrheit (p. 6). Sie listet im Chat brav alle 20 RAII-Regeln auf, bricht diese aber im echten Code-Generierungsprozess, sobald der Kontext komplexer wird (p. 6). Sie verhält sich exakt wie ein Junior-Entwickler in der Theorieprüfung vs. Praxis.
Um die KI auf das Level eines Seniors zu hieven, reicht rein esoterisches Prompt-Tuning oder das Erweitern von Text-Guidelines ab einem gewissen Punkt nicht mehr aus. Man muss die Software-Architektur selbst als Kontrollmechanismus aufbauen.
Ich habe für diesen Zweck ein übergeordnetes Framework entwickelt, das ich als „Living Architecture Library“ (basierend auf einem SYNAPSE-CPP Kern) in meinen Projekten einsetze (pp. 1, 19). Das Ziel ist eine KI-Governance, die auf einem Drei-Instanzen-Modell basiert (pp. 1, 9):
Instanz 1: Der Generator (Probabilistisch): Das ist die Entwickler-KI (wie Copilot oder Claude) (p. 9). Ihr Output ist grundsätzlich „untrusted“ (p. 9). Sie liefert lediglich Lösungs-Hypothesen im Akkord (Junior-Level) (p. 9).
Instanz 2: Der Falsifikator (Antagonist): Ein separates KI-Agenten-System mit dem expliziten, destruktiven Auftrag: „Suche systematisch nach Fehlern, Memory Leaks und Logikbrüchen im Code von Instanz 1“ (p. 9).
Instanz 3: Der Evaluator (Deterministisch): Ein harter, in C++20 geschriebener Kern, der nicht mehr auf Wahrscheinlichkeiten basiert (p. 9). Er prüft den generierten Code und die Systemzustände gegen unverrückbare mathematische und architektonische Invarianten (p. 9).
Angewandt auf dein RAII-Beispiel:
Wenn Instanz 1 Code generiert, jagt Instanz 3 (der Evaluator) diesen durch eine automatisierte Kette (z. B. zyklomatische Komplexitätsprüfung \(\le 10\), Clang-Tidy Matcher auf new/delete und automatisierte Test-Suites) (p. 9). Verletzt die KI eine dieser Invarianten, wird der Code rigoros verworfen, und das System triggert mit dem Fehlerprotokoll eine neue Iteration (p. 17).
Erst durch diese deterministische Kontrollschicht (Instanz 3) wird die unzuverlässige „Junior-KI“ gezwungen, Code auf absolutem „Senior-Niveau“ abzuliefern (p. 9). Das System sichert sich selbst ab (p. 19).
Dieses Prinzip der Markt- und Code-Governance nutzen wir auch im Axiom Trader (p. 16), um die KI-Autonomie mathematisch zu bändigen. Wenn dich (oder die anderen) die genauen mathematischen Invarianten-Prüfungen dieses Setups interessieren, kann ich das gerne mal näher aufdröseln!
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tkreutz2 hat eine Reaktion von hackbert301009 in Pilotprojekt: High-Performance macOS-App (C++20/Metal) komplett von KI bauen lassen – Ein ErfahrungsberichtHallo @hellerKopf ,
du triffst hier einen extrem wichtigen Punkt. Ein Experiment ohne klare Metriken und Definition von „Grenzen“ läuft Gefahr, rein anekdotisch zu bleiben. Vielen Dank für diesen methodischen Anstoß!
Zu deiner Frage, was ich genau erfahren will und wo ich die Grenzen ziehe:
Meine primäre Hypothese ist: Kann eine KI komplexe, plattformspezifische Systemarchitekturen (wie hardwarenahes Metal-Rendering gepaart mit deterministischer Trading-Logik) fehlerfrei verwalten, wenn der Mensch ausschließlich abstrakte Regeln vorgibt?
Die Grenze ziehe ich da, wo die KI architektonische Brüche erzeugt (wie die von dir/Claude entdeckte Dreifach-Implementierung der Persistenz), weil der Kontext-Fenster-Horizont oder das logische Verständnis für das Gesamtgefüge reißt.
Zu den Metriken (Quantitativ & Qualitativ):
Da ich das Projekt alleine in meiner Freizeit hochziehe, sind vollumfängliche Langzeitstudien schwer machbar. Aber ich tracke für mich bereits einige Daten, die ich gerne im Verlauf des Projekts teilen kann:
Entwicklungszeit (Time-to-Market): Wie viele Minuten vergehen vom Architektur-Konzept in der ARCHITECT.md bis zum kompilierbaren Feature in Xcode? (Spoiler: Bei UI-Prototypen extrem schnell, bei Refactorings im Core bricht die Geschwindigkeit ein).
Fehlerrate / Regressionen: Wie oft führt ein neuer Prompt dazu, dass eigentlich funktionierende Features an anderer Stelle unbemerkt wegbrechen?
Zu deiner Frage bezüglich der Formulierungen (Best-Practice-to-generate):
Ja, absolut! Das ist im Grunde der Kern der ARCHITECT.md. Ich teste intensiv, welche Detailtiefe die KI benötigt.
Meine bisherige Erkenntnis: Allgemeine Phrasen wie "Schreibe performanten Code" bewirken gar nichts. Die KI benötigt restriktive, imperative Verbote und mathematische Konzepte. Ein Beispiel: Erst als ich die Regel "Nutze RAII" durch die konkrete Anweisung "Nutze ausnahmslos std::unique_ptr oder Stack-Allokation für Ressourcen in src/core/" ersetzt habe, sank die Memory-Leak-Rate im generierten Code gegen Null.
Ich dokumentiere diese Erkenntnisse parallel. Wenn daraus am Ende eine Art strukturiertes „Best-Practice-Template“ für C++20-Generierung entsteht, teile ich das sehr gerne hier im Forum!
Die "feine Klinge" (Fixed-Point-Math für die Währungen) schlage ich übrigens gerade ein – ich poste das Update, sobald die Pipeline fehlerfrei steht.
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tkreutz2 hat eine Reaktion von hackbert301009 in Pilotprojekt: High-Performance macOS-App (C++20/Metal) komplett von KI bauen lassen – Ein ErfahrungsberichtVielen Dank für das ehrliche und detaillierte Feedback!
Genau das ist der springende Punkt: Es gibt hier definitiv noch einiges zu tun. Einige Funktionen und optimierte Codepfade sind aktuell auch bewusst temporär ausgeschaltet oder als Prototyp hinterlegt, während an ganz anderen Baustellen parallel weitergearbeitet wird.
Man muss bei diesem Projekt massiv berücksichtigen, dass hier absolut iterativ vorgegangen wird. Der Code, den du jetzt siehst, ist der Zustand eines fließenden Übergangs. Insgesamt ist das ein völlig neuer, experimenteller Workflow, den es so in klassischen, (echten) Produktiv-Projekten eins zu eins wahrscheinlich nie geben wird – da dort von Anfang an ganz andere Code-Reviews und statische Analysen greifen.
Es ist und bleibt ein Experiment, um die Grenzen der rein KI-gesteuerten Generierung auszuloten. Aber dafür ist es immerhin schon ein ganzes Stück weit gekommen und liefert eine stabile, native Metal-Oberfläche auf macOS, auf der wir jetzt die feineren architektonischen Klingen (wie Fixed-Point für Geldwerte und Allokations-Stopps im Hotpath) iterativ schleifen können.
Ich halte euch hier über die nächsten Refactoring-Schritte auf dem Laufenden!