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GoaSkin

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Alle Beiträge von GoaSkin

  1. GoaSkin hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Eigenständig - nicht eigenständig - sei mal dahin gestellt. In der Antwort, die du erhalten hast, wird schon gesagt "Arbeitgeber und externe Jobbörsen". Das heisst mit anderen Worten, dass externe Jobbörsen alle ihre Einträge mit dem Server der Arbeitsagentur synchronisieren können, ohne dass der Inserierende sich darum selbst kümmern muss. Da inseriert man an 2 oder 3 Stellen und hat dabei bewusst oder unbewusst einen "Kooperationspartner" erwischt. Wenn ein Arbeitgeber ausschließlich bei einem totalen Exoten inseriert, um dort (nicht) gefunden zu werden, kann man ihm auch nicht helfen.
  2. GoaSkin hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Ich weiss nicht, was die in der Doku für Hypothesen aufstellen, aber Fakt ist, dass die Server der Arbeitsagentur ihre Spider am laufen haben, um die Stellendatenbank mit Einträgen aus allen gängigen Jobbörsen und seriösen Zeitungen erweitern. Die meisten nicht gemeldeten Stellen sind daher der Arbeitsagentur bekannt und wer über den Online-Zugang einen Job sucht, erhält auch Treffer, die direkt auf das Ergebnis anderer Portale verlinken. In sofern dürften der Agentur recht wenige Jobs völlig unbekannt sein - ob gemeldet oder nicht.
  3. GoaSkin hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Kleine Firmen können durchaus einen Reiz haben. Man hat die Freiheit, mit eigenen Strategien ein Ziel zu erreichen, statt nach Schema F in vorgegebenen Strukturen arbeiten zu müssen, ist während der Arbeit weniger mit betrieblichen Formalitäten beschäftigt und das Verhältnis zu den Kollegen ist niemals wie bei Stromberg und auch nicht wie der Schulhofalltag. Man wird weder permanent zugeblubbert, noch fordert jemand aus einem heraus, dass man ihn zublubbert. Man muss getrost nicht opportunistisch sein und auch nicht so tun, als hätte man genau die Meinung und den Geschmack, der im betrieblichen Umfeld besonders gut ankommt. Außerdem wirkt sich die eigene Arbeit viel sichtbarer auf den Erfolg des gesamten Unternehmens aus.
  4. GoaSkin hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Eine kleine IT-Firma, die nicht in der Lage ist, sich mit ihren Azubis vernünftig zu beschäftigen, sollte das Ausbilden auch besser sein lassen. Ansonsten wäre hier der Azubi per Definition nur eine billige Arbeitskraft, die sich alles, was sie lernen soll, schon an Vorerfahrung mitbringen muss. Eine Firma, die nicht ausbildet, weil sie im Grune genommen nicht ausbilden kann, ist da einfach nur ehrlich.
  5. GoaSkin hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Ein Studium verfällt, sobald der erste richtige Job nach dem Studium rum ist. Warum sucht man denn so häufig Akademiker zum Kabelstecken oder zum Rechner-Rollout. Bestimmt nicht wegen ihrer Qualifikation, sondern weil sie noch nie in ihrem Leben eine Firma für längere Zeit von innen gesehen haben und das betriebliche Umfeld kaum mit dem einer anderen Firma vergleichen können. Man kann dadurch eine gewisse Unvoreingenommenheit und auch eine gewisse Naivität einkalkulieren. Wer aus einer anderen Firma kommt oder auch nur bei einer anderen Firma gelernt hat, der denkt sich möglicherweise "vorher war alles besser" - und das macht Angst.
  6. GoaSkin hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Ein Studium hat - auf eine andere Art - eine ganz andere Bildungsrendite, die nicht dem Arbeitnehmer etwas bringt, sondern den Unternehmen. Akademisches Personal muss man nicht selbst ausbilden und hat dadurch auch keine Ausbildungskosten. Die Bildungsausgaben hat dann der Staat. Durch die richtige Lobbyarbeit von Unternehmen und anderen Interessenverbänden hat man dafür gesorgt, dass zahlreiche neue akedemische Ausbildungsmöglichkeiten entstanden sind, die einem "Studium Light" entsprechen und Personal rekrutieren, das man eigentlich auch selbst ausbilden könnte. Natürlich hat man eh nicht vor, diese Leute einmal besser zu bezahlen, als das Bildungsbürgertum. Man darf dabei nicht nur den IT-Azubi sehen, der aufgrund seiner Vorkenntnisse als billige Arbeitskraft eingestellt wurde. Es gibt auch Berufsausbildungen, die für die Unternehmen richtig teuer sind - insbesondere im medizinischen oder naturissenschaftlichen Umfeld. Die Ausbildung eines Chemie-Laboranten kostet ein Unternehmen ca. 450.000 Euro. Der Bachelor- oder BA-Chemiker hingegen nichts. Darum sind die Unternehmen an diesem Studien-Wahn auch interessiert.
  7. GoaSkin hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Ein gewaltiger Unterschied zwischen einer IT-Ausbildung und der Ausbildung zum Altenpfleger ist, dass eine abgeschlossene Ausbildung als Altenpfleger zugleich Vorschrift ist, um bestimmte Arbeiten ausführen zu dürfen (z.B. Spritzen geben). Somit sind im Pflegebereich an der einen oder anderen Stelle qualifizierte Fachkräfte per Gesetz vorgeschrieben. Für die Tätigkeiten eines Informatikers ist keine Qualifikation per Gesetz vorgeschrieben. Machen dürfen tut die Arbeit prinzipiell jeder. In den besten Wirtschaftswunderjahren, in dem ein Fachkräftemangel ganz andere Qualitäten hatte, als heute, hat ein Unternehmen alles getan, um vorhandene, geringer qualifiziertere Kräfte so weiterzubilden, dass sie höherwertigere Jobs machen konnten. Wer sich angestrengt hatte, konnte mit einer einfachen Ausbildung oder gar als Quereinsteiger einmal Jobs machen, für die man heute nur noch Hochschulabsolventen einsetzt und auch vergleichbar verdienen. Und wer von einer Hochschule kam, hatte ferner auch garnicht so schlechte Chancen, als Angestellter in Führungspositionen eine steile Karriere zu machen, die heute eher wie ein 6er im Lotto sind. Heute habe ich den Eindruck, viele Arbeitgeber wollen garnicht mehr so recht, dass ihre Leute im Job weiterkommen. "Die Leute müssen dann ja mehr verdienen und was die Personalkosten betrifft, gäbe es ja dann kein zurück mehr - also lassen wir das sein".
  8. GoaSkin hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Es ist ein Armutszeugnis, dass man überhaupt schon über Zuwanderung von außerhalb der EU nachdenken muss. Wir haben eine Massenarbeitslosigkeit in Spanien, Griechenland und Portugal, wo es wirklich qualifizierte Leute gibt, die in ihren Ländern zum Großteil keine realistische Chance auf einen Job haben. Sie dürften im Rahmen der seit vielen Jahren existierenden EU-Freizügigkeit ohne besondere Formalitäten in Deutschland arbeiten. Dennoch kommen kaum Leute aus den Krisenländern hier her. Warum wohl? Natürlich weil sie auf dem deutschen Arbeitsmarkt keiner will - mangels fachlicher Eignung. Sind wir mal ehrlich: Wir haben nicht nur deshalb einen Fachkräftemangel, weil die Arbeitgeber nicht bereit sind, ordentliche Gehälter zu bezahlen, sondern weil sie auch dazu neigen, bis aufs letzte Detail die eierlegende Wollmilchsau einstellen zu wollen, die sie aufgrund ihrer hohen Ansprüche einfach nicht finden. Die Unternehmen sind garnicht bereit, sich Mühe zu geben, um jemanden, der im Ausland genernt hat und zunächst nur gebrochen deutsch spricht, in das Unternehmen und seinen Job zu integrieren. Genauso wenig ist die Bereitschaft vorhanden, sich die Mühe zu machen, eigene Leute zur "fehlenden Fachkraft" weiterzuqualifizieren. Man träumt davon, dass der perfekte Bewerber eines Tages zugeflogen kommt, ohne selbst aktiv etwas dafür tun zu müssen. In dem man Blue Cards vergibt, träumt man davon, durch mehr Bewerber den perfekten Kandidaten endlich leichter finden zu können. Aber ganz ehrlich: Ich glaube, dass es Inhaber einer Blue Card auf dem deutschen Arbeitsmarkt sehr schwer haben werden und von vielen Unternehmen niemals eingestellt werden würden, die auch in ferner Zukunft immernoch einen Fachkräftemangel beklagen werden.
  9. Passt ja irgendwie zusammen. Mirco Nontschew wollte bei RTL Samstag Nacht einmal ein Haus mit großem Speicher haben, weil er den für sein neuen Computer brauchte. Nachdem man ihm dann erklärt hat, wie ein Computer funktioniert, wollte er dann aber doch keinen mehr. "Menü mit Maus" fand er dann ekelhaft.
  10. Das Arbeitsamt bietet haufenweise Online-Zertifikate an, auf die man gelangt, falls man dort ein Bewerber-Profil hat und eingeloggt ist. Man sollte sich dann aber auf die Drittanbieter-Zertifikate beschränken, die dort verfügbar sind. Das Arbeitsamt hat in diesem Bereich auch ein Haufen eigenen Kram, wo dann hinterher im Zeugnis ein großes Arbeitsamt-Zeichen zu sehen ist - und das ist ziemlich peinlich.
  11. Lebst du in den 1980ern? Mit der Yuppie-Kultur ist es doch gottseidank vorbei.
  12. GoaSkin hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Es gibt tatsächlich garnicht so wenig Leute, die sich auf IT-Stellen bewerben, für die man viel Fachwissen benötigt und dann auf die Frage mit dem Gehaltswunsch 20.000 Euro antworten - für Jobs, in denen die meisten Leute das Doppelte und mehr bekommen. Manche Firmen wissen das und suchen so lange, bis sie den Depp vom Dienst endlich gefunden haben, auch wenn die ausgeschriebene Stelle viele Monate unbesetzt bleibt. Bis dahin kann ja schließlich die vorhandene Belegschaft mehr arbeiten, der man wiederum erzählen kann, dass man leider keine Verstärkung findet, aber händeringend suchen würde.
  13. 31 Millionen würde ich der CDU unter der Bedingung spenden, dass sie strengeren Abgasnormen zustimmt. *g*
  14. E7 ist für diese Stelle angemessen, da es sich im Prinzip um sehr einfache Aufgaben handelt. Viele Leute, die in einem solchen Arbeitsfeld tätig sind, haben entweder garkeine IT-Ausbildung oder ihre Ausbildung mit Mühe und Not abgeschlossen, ohne großartig Spezialkenntnisse dabei erworben zu haben. Teilweise machen das gewöhnlich auch Schüler und Studenten nachmittags oder in den Ferien als Aushilfe. Du bist im Wesentlichen damit beschäftigt, Rechner zu "betanken" (automatisiert und ohne Intervention Software aufzuspielen), den Leuten ihre Hardware anzuschließen und - wenn ein Anruf kommt - Antworten aus einer Wissensdatenbank abzulegen oder (falls nicht möglich) an höhere Support-Ebenen weiterzuvermitteln. Du verwaltest eine IT-Infrastruktur, die du nicht selbst aufgebaut hast und bis auf die relevanten Dinge um einen Rollout zu bewerkstelligen auch nicht verstehen musst. Die Chancen, höher zu kommen sind bei diesen Aufgaben gewiss nicht gegeben. Es sagt allerdings auch niemand, dass du in der Behörde nur in diesem Aufgabenfeld arbeiten könntest.
  15. GoaSkin hat auf hund555's Thema geantwortet in Plauderecke
    Wenn man sich für Aktien entscheidet, sollte man allerdings nicht davon träumen, durch Kursgewinne de facto Zinsen erzielen zu können, wie man sie bei keiner Bank bekommt. Man sollte besser nur Aktien kaufen, bei denen jährlich eine Dividende gezahlt wird und bei denen man sich sicher sein kann, dass man sie zu einem Kurs losbekommt, der den Kaufkurs und sämtliche entstandene Gebühren abdeckt. Man sollte sich auch nicht für Aktien entscheiden, die gerade steigen und darum weiter steigen könnten, sondern eher dann, wenn sie sich in der Nähe eines Kurses befinden, über den die Charts aussagen, dass der Kurs historisch gesehen ab dann nicht mehr viel weiter runter geht. Von Unternehmen, die ihre Dividende im Mai ausbezahlen (das sind die meisten!!!), sollte man gerade unbedingt die Finger lassen. Die Kurse sind zum Großteil nur dort wo sie sind, da es in ein paar Tagen Dividende gibt und die Leute die Aktien nur kaufen, um quasi den "schnellen Zins" zu bekommen. Am Tag nach der Dividende rutscht der Kurs bei vielen Aktien um einen Betrag, der höher ist als die Dividende selbst nach unten, wenn diese erstmal durch ist.
  16. GoaSkin hat auf hund555's Thema geantwortet in Plauderecke
    Von Immobilien würde ich absolut die Finger lassen - es sei denn, man möchte kaufen, um mietfrei zu wohnen. Derzeit ist die Nachfrage nach Immobilien so hoch, weil die Kreditzinsen so niedrig sind, die Leute aber auch über andere Anlageformen nicht viel Zinsen für ihr Geld bekommen. Immobilien werden vor allem als Kapitalanlage gekauft und nicht, weil der Bedarf an Wohnraum so hoch ist. Die Immobilienpreise könnten bald wieder schrumpfen, d.h. wer jetzt kauft, hat ggf. zu viel gezahlt. Ich kaufe mir lieber Aktien mit hoher Dividende und mäßigem Kursrisiko. Ich habe z.B. bei der Telekom Zugeschlagen, als der Kurs unter 8.20 gefallen war. Jetzt gibt es demnächst Dividende und derzeit haben sie über 10% Kursgewinn zum Verkaufstag. Aktien sollte man allerdings nur mit gesetztem Limit kaufen - und zwar knapp über dem Jahrestief angesetzt. Man sollte sich auch Zeit lassen und nicht meinen, schnell welche gekauft haben zu müssen.
  17. Wer im Öffentlichen Dienst als Fachinformatiker arbeitet, der kann sich noch glücklich schätzen. Leute mit einem Hochschulabschluss in Berufen, die fast nur für den Öffentlichen Dienst zu gebrauchen sind (z.B. Pädagogik) verdienen deutlich weniger als Fachinformatiker. Größtenteils ohne jegliche Chance auf Höhergruppierung. Und warum? Eben weil diese Leute keine Kollegen in der freien Wirtschaft haben, die mehr verdienen und die Behörden nicht befürchten müssen, dass die guten Leute in die freie Wirtschaft gehen.
  18. GoaSkin hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Das Argument mit dem fehlenden Wirtschaftswissen ist lächerlich. Weder in den IT-Ausbildungen, noch an den Hochschulen werden großartig Wirtschaftskompetenzen vermittelt. Und gerade die Ausbildungsbetriebe sparen sich die Mühe, ihre Azubis etwas machen zu lassen, womit sie ihr betriebswirtschaftliches Wissen ausbauen können. Aber dann hinterher beklagen, dass die ITler nichts von Wirtschaft verstehen.
  19. GoaSkin hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Es geht nicht darum, die Ausbildung zu bezahlen, sondern Maßnahmen, die eine Migration in ein anderes Land zum Zwecke einer Ausbildung oder Arbeitsaufnahme erweitern. Das sollte aus EU-Mitteln finanziert werden und auch EU-weit angeboten. Aktuell gibt es z.B. in Spanien eine große Wirtschaftskrise und eine Jugendarbeitslosigkeit von fast 50%. Würde ein Teil der Leute in Deutschland arbeiten, wären hier freie Stellen besetzt und in Spanien werden die Sozialkassen entlastet. Vor ein paar Jahren war hier die Arbeitslosigkeit sehr hoch, während es in Spanien einen Fachkräftemangel gab. Damals hätte das Ganze umgekehrt geholfen. Die Bereitschaft der Leute im Ausland zu arbeiten ist durchaus vorhanden. Jedoch fürchten viele die Sprachbarrieren, den Aufwand erst einmal eine Wohnung im Ausland zu finden und all die Dinge, mit denen sie zurecht kommen müssen. Dafür fehlt eben eine gezielte Förderung.
  20. GoaSkin hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Fachkräftemangel hin oder her - es gibt so oder so keinen politischen Handlungsbedarf. Es gibt die Freizügigkeit im Schengenraum und derzeit viele EU-Länder mit einer hohen Arbeitslosigkeit. Bevor man wieder über Greencards für Inder spricht, sollte man sich lieber darum kümmern, dass man es Arbeitslosen aus dem EU-Ausland attraktiver gestaltet, Stellen in Berufen anzunehmen, in denen es wirklich einen Fachkräftemangel gibt. Und dazu sollte die EU Maßnahmen finanzieren, die es Arbeitssuchenden erleichtert, einen Job im Ausland erfolgreich ausüben zu können und dabei helfen, Barrieren zu überwinden. Dadurch entlastet man zugleich das Sozialsystem in EU-Ländern, die gerade wirtschaftliche Schwierigkeiten haben und sorgt indirekt dafür, dass die betroffenen Länder nicht so schnell unter den Rettungsschirm müssen, da den Menschen, die nur einen Kostenfaktor darstellen eine Möglichkeit im Ausland geboten wird. So ein Debakel wie im beschriebenen Spiegel-Artikel kann man verhindern, in dem man die Leute im Ausland schon vorab auf eine Migration vorbereitet - durch Kurse und Unterstützung durch Sozialpädagogen. Man braucht kein geändertes Zuwanderungsgesetz, da die EU hier genug Möglichkeiten bietet, die kaum genutzt werden.
  21. GoaSkin hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    So lange es Fachkräftemangel gibt, haben Leute ohne akademischen Abschluss gute Möglichkeiten, Jobs zu ergattern, die üblicherweise von Akademikern besetzt werden, sofern sie zum Job passende Spezialkenntnisse mitbringen. Man kann sich als Fachinformatiker ruhig auf Tätigkeiten bewerben, bei denen "Diplom oder vergleichbarer Abschluss" verlangt wird und hat garnicht so schlechte Chancen, einen gut bezahlten Job zu bekommen, sofern man ein paar Spezialkenntnisse mitbringt. Man darf einfach Stellenangebote, bei denen man die geforderten Voraussetzungen nicht alle erfüllt, nicht gleich zur Seite legen. Und dies ist auch der Weg zu einem besser bezahlten Job. Viele Leute trauen sich einfach nicht, sich auf Stellen mit komplexeren Aufgaben zu bewerben. Solange man sich in Zeiten von Fachkräftemangel auf First-Level-Support, Rechnerschraub- und Rollout-Tätigkeiten o.Ä. bewirbt, verdient man selbst nicht viel und nimmt zu gleich un- und angelernten Kräften die Chance auf einen erfolgreichen Quereinstieg weg.
  22. GoaSkin hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Verallgemeinern will ich das ja nicht. Wer allerdings die Möglichkeit nicht nutzt, seine bestehenden Leute weiterzubilden, der braucht aber auch nicht darüber zu jammern, keine Fachkräfte zu finden. Und leider gibt es genug Pappenheimer, die nicht bereit sind, etwas in die Qualifikation ihrer Mitarbeiter zu investieren, aber es für selbstverständlich halten, dass es diese auf dem freien Arbeitsmarkt gibt. Und man führt sich dabei nicht vor den Augen, dass deren Qualifikation einmal entweder aus Steuermitteln von der Allgemeinheit oder durch andere Firmen ermöglicht wurde.
  23. GoaSkin hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Ich habe den Eindruck, dass sich viele Unternehmen momentan etwas stur anstellen und einerseits über Fachkräftemangel beklagen, aber andererseits auch nicht bereit sind, die Ansprüche an ihr Personal runterzuschrauben. Zum Vergleich: Nach dem Krieg gab es überall viel Arbeit zu erledigen. Die großelterliche Generation meiner Verwandtschaft hat in Osteuropa gelebt und wurde vertrieben. Sie waren seit Generationen ausgewandert, kannten Deutschland überhaupt nicht und stammten aus einem Dorf, in dem es noch nicht einmal Strom gab. Dennoch fanden sie alle gute Jobs und machten ihren Weg. Die Bereitschaft war vorhanden, auch Leuten mit weniger Skills eine Chance zu geben und diese zu befähigen. Heute würde es sich anbieten, Leuten mit lückenhaften Lebensläufen und Quereinsteigern eine Chance zu geben. Stattdessen erwartet man von seinen Azubi-Kandidaten weiterhin, dass sie möglichst ein Abitur mitbringen, Vorerfahrungen haben und die Softskills schon beim ersten Eindruck passen mit der Folge, dass der Aufschwung an der jungen Generation vorbei geht. Die Bereitschaft ist einfach nicht vorhanden, sich auch auf Leute einzulassen, die dem Arbeitgeber zumindest vorerst mehr Mühe bereiten. Wäre das vor 60 Jahren genauso wie heute gewesen, dann hätte ich Deutschland zu einem einzigen sozialen Brennpunkt entwickelt.

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