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Hans Meiser

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Alle erstellten Inhalte von Hans Meiser

  1. @Daiana Dafür hat man dann zum einen Bafög und hat auch genügend Zeit für irgendwelche studentischen Nebenjobs. Meine Freundin studiert momentan, die bekommt 520,- EUR an Bafög und jobbt an den Wochenende, so dass sie im Monat rund 1.100,- EUR zur Verfügung hat, und davon läßt es sich wirklich locker leben. Naja, ein kurzer Vergleich, wie wenig Diplom-Informatiker ohne Job da sitzen und wie viele Fachinformatiker sollte doch eigentlich schon offenbahren, wie wichtig ein möglichst prunkvoller Zettel in Deutschland ist, unabhängig von irgendwelchen Fähigkeiten.
  2. @Delryn Prinzipiell schon, allerdings kommt es drauf an, aus welchem Gründen das Studium abgebrochen wurde / werden mußte. Fällst du beispielsweise zum dritten Mal durch die Vordiplomsprüfung, wirst du zwangsexmatrikuliert und darfst in Deutschland dein Studium in dem Fachbereich nicht mehr fortsetzen. In anderen Fachbereichen, die einer NC-Beschränkung unterliegen, mußt du nach einer Höchstzahl von Semestern dein Vordiplom erreicht haben, auch sonst wirst du zwangsexmatrikuliert.
  3. @Der Kleine GoaSkin sprach aber von einer Überbrückung der Arbeitslosigkeit, nicht von einem langfristigen Existenzaufbau. In dem Fall muß man natürlich anders an die Sache herangehen.
  4. @SNOWMAN Ich denke, dass es früher schlimmer als heute war. Ich habe nach wie vor Bekannte in der Branche, die regelmäßig eine 40-Stunden-Woche haben. Es gibt allerdings immer ein paar Phasen im Entwicklungszyklus, wo wirklich Stress angesagt ist. Das sind meistens Milestones und Messen, da können dann wirklich schonmal 14-Stunden-Tage zur Regel werden. Ich kenne da durchaus noch schlimmere Geschichten, aber so ein Bild wirst du heute nicht mehr erleben. Hättest die Frau lieber mal fragen sollen, von wann diese Erfahrung stammte. Vor der Games Convention beispielsweise habe ich auch mal eine 50-Stunden-Woche geschoben : Von Montag morgen bis Mittwoch Abend. Aber nur, weil eine Demo für den Publisher fertig werden mußte, das war aber wirklich nur die absolute Ausnahme. Danach haben dann aber auch alle Mann bis Dienstag Urlaub bekommen, ohne dass gefragt wurde, sondern vom Management aus als Dank, dass wir uns so hinter das Projekt geklemmt haben. Oder mitunter hat man vor einem Termin bei einem Publisher auch mal bis 6:00 morgens gearbeitet, weil noch einige Fehler raus mußten, aber auch dann ist man erst am nächsten Tag wieder zur Arbeit gegangen. Dass heutzutage noch ein einziger Programmierer an einem Projekt arbeitet, ist so gut wie unmöglich, weil die Projekte von der Komplexität einfach zu groß geworden sind. Bei meinem letzten Arbeitgeber waren wir z.B. 12 Programmierer und hatten trotzdem noch sehr viel zu tun. Und davon abgesehen sieht es finanziell so mies auch wieder nicht aus. Von der Professionalität hinken wir dem Ausland aber nach wie vor meilenweit hinterher, auch wenn sich schon sehr viel getan hat.
  5. @Der Kleine Wenn du dich normalerweise in die Selbständigkeit wagst und keine Aufträge an Land ziehst, kommen teils hohe Kosten auf dich zu, die du nicht zahlen kannst. Mit den Hartz-Modellen wird dieses Risiko für dich als Klein-Unternehmer minimiert, indem du verhältnismäßig umfangreich bezuschusst wirst, und mit denen du den Schritt auch wagen kannst, ohne eine wirklich überzeugende Perspektive zu sehen.
  6. Hi. Jeder dieser Wege kann in meinen Augen gut ausgehen, muß aber nicht. Hängt glaube ich auch stark von der Perspektive ab und in welcher Form die einzelnen Wege umgesetzt würden. Kurse / Zertifikate : Es kommt immer ganz auf die Art des Zertifikats an. Zertifizierung der eigenen Fähigkeiten über die großen IT-Unternehmen machen sich immer gut, irgendwelche Abendkurse an der Volkshochschule bringen dagegen auf dem Jobmarkt quasi gar nichts. Zeitarbeit / Minijobs : Zur Überbrückung kurzer Phasen ohne Arbeit sind sie aus Sicht der Firmen eine gute Sache, aus zwei einfachen Gründen : Du sammelst Praxiserfahrung und du bist dir nicht zu schade auch für einen Nicht-gerade-Traum-Job zu ackern. Macht sich in jedem Fall besser als längere Abschnitte im Lebenslauf ganz ohne Job, allerdings würde ich versuchen, alsbald möglich wieder in einem geregelten Arbeitsverhältnis zu landen. Selbständigkeit : In die Selbständigkeit braucht man eigentlich nicht gehen, wenn man keine überzeugende Perspektive für sich selbst sieht, nur um die Zeit zu überbrücken. Wenn du für dich eine Perspektive siehst und auch die Möglichkeit siehst, als Selbständiger Aufträge an Land zu ziehen, kann das aber beispielsweise über die Ich-AG eine recht risikofreie Möglichkeit sein, den Schritt zu wagen. Neben all diesen Möglichkeiten würde ich aber noch etwas weiteres vorschlagen : Sich an Projekten zu beteiligen und sich weiterzubilden. OpenSource und freie Software sind für so etwas ja geradezu prädestiniert.
  7. Hi, dein Beitrag erinnert an das Phänomen, von welchem man in den letzten Jahren leider viel zu oft hören mußte : Im IT-Boom geliebt, nachher im Schein-orientierten Deutschland während der Rezession vergessen. Ganz naiv würde ich sagen : Wenn du keinen Job hast und die Auftragslage deiner Firma nicht gerade rosig ausschaut, dann solltest du genügend Zeit haben, dich zumindest privat intensiv mit Datenbanken, Netzwerk-Programmierung, etc. auseinanderzusetzen, um deine Chancen bei Bewerbungen in der Zukunft zu erhöhen. Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob dich eine Umschulung in dem fortgeschrittenen Alter noch viel weiter bringt, nur des Titels wegen, denn auch unter den ausgebildeten Fachinformatikern sitzen ja sehr viele auf der Straße oder arbeiten zu unterdurchschnittlichen Konditionen. Eigentlich solltest du ja inzwischen in einem Alter angekommen sein, in dem die zuvor erbrachte Arbeitsleistung in den vorherigen Projekten der vergangenen Jahre eher bei der Jobsuche helfen sollten als ein Ausbildungsnachweis oder ähnliches. Das ist vermutlich eine Frage, bei der dir niemand behilflich sein kann, weil dein Wesen und deine weiteren Interessen nicht bekannt sind. Ich denke du solltest einfach mal in aller Ruhe deine Interessen und Vorstellungen ordnen und überlegen, in welchen Jobs du persönlich eine Zukunft für dich sehen könntest, wenn nicht in der IT-Branche. Erst dann kann man eigentlich sinnvoll diskutieren, ob ein Branchenwechsel sinnvoll ist, weil auch dann erst die Zukunftsaussichten, welche dich über einen Wechsel nachdenken lassen, einfließen. In der Vergangenheit habe ich viele Leute kennengelernt, die durch einen verhältnismäßig späten Berufswechsel glücklich geworden sind, sei es vom Chirurgen zum Programmierer oder vom kaufmännischen Angestellten zum Zimmermann.
  8. @SNOWMAN Die geforderte Erfahrung in den Job-Openings spiegelt eigentlich eher das Idealprofil wider, nicht die notwendigen Anforderungen. Es werden ja auch nicht nur Lead Programmer oder ähnliche Positionen besitzt, sondern durchaus auch Einsteigerpositionen, die zwar schon erhebliche Grundkenntnisse voraus setzen, welche aber mit ein wenig Hartnäckigkeit und Enthusiasmus zu meistern sind. Wenn man in die Branche rein will, ist es aber zwingend notwendig, sich intensiv schon vor dem Berufseintritt mit diesen auseinanderzusetzen. Wichtig für eine Bewerbung sind sehr gute und auch visuell eindrucksvolle Demos, damit machst du Leute auf dich aufmerksam und überzeugst sie von deinen (hoffentlich vorhandenen) Fähigkeiten.
  9. @Delryn Das ist zumindest schonmal die richtige Einstellung, um das Studium zu scaffen, ohne ein totales Genie zu sein. Mal abgesehen von 2 oder 3 Leuten im Jahrgang muß sich da jeder total reinknien und abquälen. Aber mich würde mal interessieren, was ihr im ersten Lehrjahr von dem Stoff gemacht habt ? Bekannte in der Ausbildung waren immer der Meinung sie hätten von dem ganzen Unfug noch nie was gehört (mal abgesehen von logischen Grundlagen und Schaltungsminimierung).
  10. @Delryn Der Zeitaufwand im Grundstudium an der Uni geht zu 3/4 für Mathematik-Vorlesungen drauf (Lineare Algebra & Analysis), die Informatik-Inhalte sind zumindest Anfangs vergleichsweise _sehr_ einfach.
  11. @Der Kleine Weniger als 2 Jahre. Das kritische Verhalten der Spielebranche gegenüber regulären Berufsabschlüssen liegt darin begründet, dass diejenigen für die Branche wichtigen Skills nicht in einer solchen Berufsausbildung oder an der Universität erworben werden, sondern durch jahrelange eigenständige Anstrengungen. Das heißt nicht, dass eine abgeschlossene/s Berufsausbildung / Studium nicht nützlich sein kann, aber es reicht eben nicht aus, um ohne lange Einarbeitungszeiten produktiv an einem Projekt mitzuwirken. Und insbesondere in Deutschland sieht es in der Spielebranche leider finanziell nicht so rosig aus, so dass es sich nur die wenigsten Firmen leisten können und wollen, einen neuen Angestellten erst einmal 3-6 Monate einzuarbeiten, bevor dieser sich produktiv einbringt.
  12. @sandrin & snowman Habe selbst mal in der Branche gearbeitet, daher mal meine Erfahrungen dazu. Was in der Branche zählt, ist das Können. Ob du Diplom, Ausbildung oder gar nichts hast, bleibt sich gleich, solange du gut bist. Das ist der große Unterschied zu den anderen IT-Branchen in Deutschland. In den Beruf kommst du auch nicht über das, was du in deinem normalen Ausbildungsbetrieb lernst, sondern über die Inhalte, die du dir in deiner Freizeit beibringst. Wenn du also in die Branche willst, dann solltest du dich darauf einstellen, erstmal einige Freizeit zu opfern, nur um die relevanten Grundlagen kennenzulernen, sowie dich in deiner Freizeit an Hobby-Projekten beteiligen, denn da lernst du insbesondere, was man tunlichst vermeiden sollte. Das soll nicht bedeuten, dass du keine Ausbildung machen solltest, nur weil du Spieleentwickler werden möchtest. Denn die meisten Menschen arbeiten ja doch nicht ihr gesamtes Leben in der Branche und um sich Alternativen offen zu halten, ist eine abgeschlossene Ausbildung in Deutschland einfach lebensnotwendig, zumal die Branche hierzulande eh sehr unterentwickelt ist. Ein extrem ausgeprägtes grafisches Vorstellungsvermögen ist generell _nicht_ notwendig. Es gibt ja nicht nur Menschen, die Grafik-Engines programmieren, sondern auch Netzwerk- oder Game-Code. Grundlagen in analytischer Geometrie sollte man beherrschen, programmieren können, und das Wichtigste ist, seinen Verstand einzusetzen. @honey Muß dir leider widersprechen. Siehe auch unten. C++ muß man fließend sprechen, C ist heutzutage überholt. OpenGL und DirectX dagegen sind Schnittstellen, die man sich schnell beibringt. Wichtiger als die Kenntniss von OGL oder DX ist es, die Konzepte dahinter verstanden zu haben, zumal du als Spieleprogrammierer nicht in Berührung mit diesen APIs kommen wirst, solange du nicht als Engine-Programmierer angestellt wirst. Eine breit gefächerte Bildung was Algorithmen betrifft, Kenntniss verschiedenster Techniken, eine schnelle Auffassungsgabe und ständige Lernbereitschaft sind dagegen deutlich wichtiger. Das halte ich für ein Gerücht. Das, was die meisten Leute in der Zeit bis 16 Jahre lernen, ist so rudimentär, dass man es später innerhalb deutlich kürzerer Zeit aufholen kann. Wirklich zu programmierern lernen die meisten erst deutlich später.

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