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Referenzen (Empfehlungsschreiben von Ex-Kunden)?


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N'Abend allerseits!

Ich fange nach längerer selbständiger Tätigkeit, Insolvenz (seufz) und erfolgreicher Umschulung zum FISI nun an, mich zu bewerben. Da es aufgrund meines bisherigen Lebenslaufes mit Zeugnissen mehr als dünn aussieht, möchte ich zur Anhübschung meiner Bewerbungsunterlagen zwei bis drei Referenzen (nicht im Sinne von Arbeitsproben, sondern im Sinne von Empfehlungen zufriedener Kunden) einholen.

Habt Ihr Erfahrungen mit so etwas (ob nun positiv oder negativ) und Tips, wie solche Schreiben sinnvollerweise aufgebaut sein können bzw. sollten? Sollte so etwas einem Arbeitszeugnis sehr ähnlich sein, nur eben "Aufträge" statt "Arbeiten", "Ansprechpartner" statt "Mitarbeiter" usw.? Oder eher ein "Leumundszeugnis", also Darstellung der soft skills im Sinne von "Mit Herrn X waren wir so richtig glücklich!!!" ohne allzu konkrete Tätigkeitsbeschreibungen? Gibt es absolute No Gos? Was ist Eure Meinung dazu?

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Also ein Arbeitszeugnis, wie es ein Mitarbeiter einer Firma normalerweise erhält finde ich etwas merkwürdig an dieser Stelle. Denn so wie ich es verstehe, warst du ja nicht 40 Stunden die Woche beim kunden vor Ort - oder? Ich denke interessant ist hier eher folgendes:

  • War der Kunde zufrieden?
  • Gab es Probleme und wenn ja wie und vor allem wie schnell hast du sie gelöst?
  • Entsprach das Endergebnis den Erwartungen - übertraf es diese ggf sogar?
  • Wie ist die Qualität des Endproduktes? Würde der Kunde nochmal zu dir kommen?

So in etwa - natürlich gibt es noch ein paar mehr Sachen auf die man eingehen könnte.

MFG,

AbdSabour

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Haben deine Kunden nichts besseres zutun als die Empfehlungen auszustellen? Ich würde doof gucken wenn ich für einen Dienstleister jetzt ein "Arbeitszeugniss" ausstellen soll.

Ein Referenzschreiben zu bekommen, ist gerade für Einzelkämpfer und für den Nachweis einer erfolgreichen Selbständigkeit wichtig.

Und gute Kunden schreiben gerne ein Einseitenpampflett. Sie kennen den Markt und können sich dadurch unter Umständen teilweise selbst profilieren.

PS. Die Zusammanarbeit ist dann schon eher stark bis sehr stark, anstatt eine einmalige Schraubenlieferung.

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Warum solltest Du so ein "Zeugnis" nicht verwenden. Im Gegensatz zun einem Arbeitszeugnisses (das der Arbeitgeber ja ausstellen muss), ist eine Aussage von einem ehemaligen Kunden doch viel höher zu bewerten.

Allerdings musst Du dann natürlich auch mit Fragen zu den Gründen der Insolvenz rechnen, wenn Du die Selbstständigkeit durch diese Zeugnisse in´s Scheinwerferlicht ziehst...

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Warum solltest Du so ein "Zeugnis" nicht verwenden. Im Gegensatz zun einem Arbeitszeugnisses (das der Arbeitgeber ja ausstellen muss), ist eine Aussage von einem ehemaligen Kunden doch viel höher zu bewerten.

Allerdings musst Du dann natürlich auch mit Fragen zu den Gründen der Insolvenz rechnen, wenn Du die Selbstständigkeit durch diese Zeugnisse in´s Scheinwerferlicht ziehst...

Wer sagt was davon, das er die Insolvenz erwähnen sollte? Er kann das Geschäft doch auch aus persönlichen Gründen aufgegeben haben (zu wenig Zeit, Wunsch nach Sicherheit, etc). Er hat ja nicht mit einer GmbH pleite gemacht...

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Wer sagt was davon, das er die Insolvenz erwähnen sollte? Er kann das Geschäft doch auch aus persönlichen Gründen aufgegeben haben (zu wenig Zeit, Wunsch nach Sicherheit, etc). Er hat ja nicht mit einer GmbH pleite gemacht...

Na ja, erinnert mich an etwas, das ich vorhin noch in der Zeit las, in Deutschland ist Scheitern nicht akzeptiert. Wenn man in den USA auf die Nase fällt, steht man halt wieder auf, hier verhält man sich still und unauffällig. Wenn die Selbständigkeit nicht funktioniert (versucht und dabei zunächst in Richtung AE orientiert, irgendwann überfordert gewesen von wachsendem Projekt und privaten Problemen, nicht mehr rechtzeitig umzusteuern in der Lage gewesen), dann vertrete ich das lieber aufrichtig als daß ich irgendeine Legende stricke... Davon abgesehen fiele es mir sonst (nach einer erfolgreichen Selbständigkeit) womöglich schwer, die Umschulung zum FI argumentativ zu begründen, so war das halt eine Zeit der "Sammlung und Neuorientierung".

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Da hast Du sicher Recht. Das scheitern mit einer Firma wird einem sehr negativ ausgelegt -> Versager. In den USA bekommt man sogar leichter einen Kredit, denn nun hat derjenige sogar die Kenntnis, wie er/sie es nicht machen sollte.

Deine Offenheit ehrt dich (Ich würde es vielleicht auch so machen, wenn meine Firma Pleite gehen sollte). Einen Gefallen tust Du dir mit dem offenen Umgang bei diesem Thema aber hier in D mglw. nicht.

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Wer sagt was davon, das er die Insolvenz erwähnen sollte?

Stimmt - lasst es mich anders formulieren: Sei drauf gefasst, nach den Gründen für die Beendigung der Selbstständigkeit gefragt zu werden.

Prinzipiell halte ich es immer für eine gute Sache wenn jemand Erfahrungen aus einer Selbstständigkeit hat, weil ihm dadurch unternehmerisches Denken nicht fremd ist. - Und gute Gründe für ein Scheitern gibt es viele.

Bearbeitet von sunny.p
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