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Projektarbeit: Programmentwicklung für FISI?


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Hallo allseits.

Ich bin derzeit im 3. LJ als FISI durft jedoch die ganzen Jahre ausschließlich Programmieren und mal hier und mal da etwas eher FISI-bezogeneres machen. Den Weg zur IHK hab ich bisher gescheut da ich aufgrund meiner Noten eigentlich froh um die Arbeit war und bei einem Bruch mit dem Arbeitgeber und einer Kündigung wegen "gestörtem Lehrverhältnis" vorbeugen wollte.

Nun steht die Projektarbeit ins Haus und mein Chef möchte allen ernstes, dass ich ein Programm in C++ inkl Benutzeroberfläche erstelle. Und dies ohne Formdesigner, da dies den Source "verschlimmert". Das Programm soll am Ende auslieferungsfertig sein und mit dem System als solches zusammenarbeiten (Signal- und Eventverarbeitung).

FIAE's haben 70h bearbeitungszeit, FISI's nur 35h. Erstens möcht ich keine berufsfremde Projektarbeit ablegen und dann denke ich dass ich es innerhalb dieser Zeit definitiv nicht schaffen kann/werde das geforderte Ziel zu erfüllen.

Die Firma selbst zahlt einen sittenwiedrigen Lohn welchen ich bisher aus o.g. Gründen nicht näher zur Strafanzeige (Lohnwucher) bzw vor das Arbeitsgericht brachte (282 Eur). Weiterhin sollte ich noch erwähnen dass neben dem Chef einzig 1 Angestellter beschäftigt ist... wer die A-Karte zieht wenn er sich gegen die heiligen Worte des Cheffes wehrt dürft damit klar sein.

Selbst eine Abmahnung wegen Arbeitsverweigerung erhielt ich, da ich 1h vor Dienstschluss einen PC bei einem Kunden abliefern sollte - Fahrtzeit 1 Strecke 1,5-2h. Dies verweigerte ich mit Verweis auf den Ausbildungsvertrag und dessen Arbeitszeiten. Mit Handreichung der Abmahnung gab es noch das Kommentar "wenn ich es nicht will, lernen sie hier auch nicht - es gibt genug Abmahngründe!"

Nun bin ich etwas Ratlos und hoffe, dass mir jemand helfen kann. Würde die IHK einem solchen Antrag stattgeben? Was wäre wenn sich würd der Lehrling mal an die IHK mit den Bedingungen wenden? Was wäre im Fall einer ausserordentlichen Kündigung. Bis das Arbeitsgericht die Ungültigkeit überprüft hat können Jahre vergehen welche sich auf meinen Berufsweg auswirken. Was wäre das sinnvollste? Normalerweise würd ich noch stillhalten die letzten Monate jedoch könnte die Projektarbeit meine gesamte Ausbildung versauen.

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So wie das klingt, ist dein Ausbildungsbetrieb ein kleiner Horrorladen was deine Ausbildung betrifft. Ist ja die völlig falsche Richtung des Betriebes, wenn du als FISI-Azubi fast überwiegend nur dort programmierst.

Daher die Frage: Wie schlimm soll es für dich denn noch werden, bevor du zur IHK gehst? Du bist im 3. LJ und sollst sogar ein reines C++ Projekt als Abschlussprojekt beantragen? Dann wird es erst recht allerhöchste Eisenbahn, denn mit reinen Programmierkenntnissen ist die FISI-Prüfung kaum zu schaffen. Zudem ich mir kaum vorstellen kann, dass die IHK ein solches Projekt als FISI genehmigt. Klar darf in einem FISI-Projekt auch Programmierung drin sein. Muss man das je nach Firma als FISI später ja auch gelegentlich mal machen. Mein Projekt beinhaltete u.A. PHP und Datenbankprogrammierung, jedoch nur zu einem gewissen Teil.

Bedenke: Es ist DEINE Ausbildung und DEINE Zukunft und nicht die deines komischen Ausbildungsbetriebes. Doch wenn du bis zum Schluss den Kopf einziehen möchtest und dir dadurch evtl. die Prüfung versaust, sei mir nicht böse, aber dann bist du selber schuld, weil du dich nicht rechtzeitig gewehrt hast.

Außerdem denke ich, dass bei einem Azubi hinsichtlich einer anstehenden außerodentlichen Kündigung durch den Ausbildungsbetrieb die IHK auch ein Wörtchen mitzureden hat. Inwieweit das in deinem Fall zutrifft kann ich logischerweise nicht sagen. Am besten bei deiner IHK anrufen und dich genau erkundigen, denn aufgrund von Vermutungen, "was könnte passieren, wenn ..." kommst du nicht weiter.

Also, wenn es deinen Ausbildunsgbetrieb nicht interessiert, was du als Azubi für Rechte hast und welche Pflichten er dir und deiner Ausbildung gegenüber hat, dann gibt es wahrscheinlich nur den Weg über die IHK.

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Dass das nach einem Horrorbetrieb klingt, würde ich auch so sehen.

Das Projekt geht ziemlich wenig in die Richtung eines FISI, sondern trifft FIAE vollkommen.

Die IHK bietet i.d.R. einen Vermittlungsausschuss, der bei Problemen in der Ausbildung gerade die Rechte des Auszubildenden stärken sollen.

So wie es sich anhört, scheint eine vernünftiges Gespräch mit deinem Chef wohl nicht in Aussicht zu stehen - von daher würde ich die einen Termin oder ein Telefonat mit dem Ausschuss ans Herz legen - dafür ist er da.

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Ich würde an Deiner Stelle auch zur IHK gehen.

Nachdem ich auch ständig Ärger mit meinem Ausbilder hatte (ständig C/Java-Programmierung) und ich als Höhepunkt eine Abmahnung,weil ich etwas lernen will, bekam, bin ich auch zur IHK gegangen. Meine Lehrer haben es mir auch geraten. Der zuständige Berufsberater hat eine ganze Liste an Ausbildungsbetrieben, die Azubis suchen und wo welche abgesprungen sind.:rolleyes:

Als er meine Geschichte hörte, hat er den Kopf geschüttelt und gesagt, dass andere Betriebe sich über solche Azubis freuen würden. Er hat mir auch von Azubis, wie Dich, erzählt. Viele wehren sich erst kurz vor der Abschlussprüfung und bemerken dann, dass ihnen der Stoff fehlt.

Dass ich das schon vor der Zwischenprüfung mach, fand er bewundernswert.

Ich kann Dir nur raten: Gehe zur IHK!

Die Berufsschule bei uns hat auch gute Kontakte. Mein Klassenlehrer will jetzt im nächsten Block von mir einen Bericht über die jetzige Ausbildungssituation haben.

Im Jahresbericht habe ich etliche Ausbildungsbetriebe gesehen, die Fachinformatiker-Azubis aufnehmen, die es im momentanen Betrieb nicht mehr aushalten, und auch kurzfristig Abschluss-Projekte anbieten, weil die Azubis nichts in ihrem Betrieb angeboten bekommen.

Diesen Weg würde ich an Deiner Stelle zusätzlich nehmen.

Bei Notfällen dauert es auch bei der IHK nicht lange und bis zum Arbeitsgericht muss man auch nicht gehen. Verstößt der Betrieb gegen das Gesetz, kannst Du ihm kündigen und Dich vermitteln lassen!

Schließlich kannst Du dann auch nachweisen, dass Du gekündigt hast und nicht der Betrieb Dir.;)

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Hallo,

vielen Dank für Eure Antworten. Ich werde bei der IHK vorsprechen.

2 kleine Dinge noch:

1. Meine Arbeitszeit deckt sich mit den Zeiten des zuständigen der IHK. Kann/ Muss der Betrieb mir für diese Zeit "frei" geben? Gehört dies zur Ausbildungszeit, da ja ausbildungsbezogen, oder aber müsste dies in Form von Überstunden wieder ausgeglichen werden?

2. Der Ausbildungsnachweis ist zwar in digitaler Form geführt auf die Stunde genau, jedoch ohne Unterschrift. Der Ausbilder drang mich dazu, dass ich andere Eintragungen als "Telefondienstlicher Kundensupport" und "Programmierung in C++ mit der QT-GUI-Erweiterung" vornehme, da wochenlang das gleiche "bei der IHK wohl zu Problemen" führe. Ausserdem wurde mir untersagt diesen während der "Arbeitszeit" zu führen. Ich habe auf dem Heimweg im Bus genausogut auch Zeit... Welche Auswirkungen hat die fehlende Unterschrift? Laut IHK Prüfungsverordnung ist "ein schriftlich geführter Ausbildungsnachweis" voraussetzunge. Es steht jedoch nichts von unterschriebenem. Auch kam vom Betrieb keine Anmahnung auf Vorlage des Nachweises o.ä. wie es z.B. auf der Rückseite des Vertrages steht.

Ihr habt mir echt weitergeholfen und trotz Beschwerde bei IHK Mut gemacht, danke.

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Du gehst mit deiner Fragestellung hier schon wieder in die komplett falsche Richtung. Egal ob IHK-Termin, Ausbildungsnachweis oder sonstiges, ich würde an deiner Stelle keinerlei Risiko eingehen und mich mit allem absichern, bevor es bei dir im Betrieb weiteren Streit gibt.

Sagt die IHK beispielsweise, dass du für einen persönlichen Termin bei denen freizustellen bist, dann kannst du dich im Betrieb darauf berufen. Du wirst dich kaum auf die Aussage aus einem Forum berufen können.

Also ruf bei deiner IHK an und kläre solche offenen Fragen mit denen, dann bist du auf der sicheren Seite.

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