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Ausbildungsbetrieb wechseln, in meiner Situation möglich?


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Vorab, ich bin selber total down, daher bitte keine Antworten wie "Selber Schuld". Das sag ich mir oft genug.

Zunächst einmal zu mir: Habe relativ viele Vorkenntnisse was bspw. Programmieren angeht (vorallem C++/C#). Habe auch bereits ein Studium begonnen, was ich allerdings krankheitsbedingt abbrechen musste (hatte mir ein weiteres Studium zu der Zeit auch nicht zugetraut, daher Ausbildung nun). So, nun aber zum eigentlichen Problem. Mein Chef schreibt einen Programmierstil vor, der meines erachtens nicht viel zur Produktivität beiträgt (bsp folgen unten) zum anderen mich eben nicht weitebringt - im Gegenteil - wenn ich mir sowas aneigne wird mein Programmierstil nur noch schlechter,...

Beispielsweise werden grundsätzlich alle Variablen am Anfang der Funktion deklariert, egal wie viele es sind. Es ist ja die Regel, dass man Variablen erst dann deklariert, wenn man sie braucht. Dann haben alle Variablen eine Vorsilbe innerhalb Funktionen, genauso wie innerhalb von Klassen, jedoch alle die gleiche (möcht aus Diskretion nicht konkret werden).

Dann soll ich bei jeder Kleinigkeit, auch da wo offensichtlich keine Exception ausgelöst werden kann try-catch verwenden (=unperformant - meines Erachtens).

Dann werden im Betrieb (old) VB Funktionen implementiert, wobei es dazu schon pendants in C# gibt, also quasi sinnlos das Rad neu erfunden. Grund ist halt, das der Chef eben aus einer "anderen Zeit".

Achja, und Kommentieren ist auch ein Fremdwort...

Was mich auch stört ist, dass ich eine Aufgabe bekomme, diese Erledige und dann (trotz Nachhaken) manchmal Tage warten muss, bis es angeschaut wird...

Wie gesagt, ich bin nicht der einzige der eben Unstimmig mit den Gegebenheiten ist, aber als Azubi im 1. Lehrjahr das Maul aufzureisen... wenn sich das nicht mal die Festangestellten trauen.

Ich werde natürlich für meine Kenntnisse bezügl. Billigarbeitskraft ausgenutzt. Beigebracht wird mir natürlich nichts.

Könnte ich in der Richtung hin argumentieren, wenn es um einen Ausbildungsplatzwechsel geht? Welche Bedingungen müssen erfüllt werden, meint ihr das würde gehen? Gute Connections zu einem professionelleren Betrieb hab ich bereits (die hätten mich auch genommen:().

Das verleitet einen echt wieder dazu, zu studieren... Vorallem wie Kleinkindlich man in der Berufsschule behandelt wird:rolleyes:

LG

Warder

Bearbeitet von Warder
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Hallo,

Beispielsweise werden grundsätzlich alle Variablen am Anfang der Funktion deklariert, egal wie viele es sind. Dann haben alle Variablen eine Vorsilbe innerhalb Funktionen, genauso wie innerhalb von Klassen

Ja das ist aber soweit auch richtig, dass man die Variablen am Anfang einer Funktion Deklariert. Das Hilft bei größeren Projekten, die Übersicht zu behalten. Das mit der Vorsilbe/Präfix ist genau so wichtig, um zu sehen woher die Variable stammt, aus einer Funktion und oder Klasse?

Dann werden im Betrieb (old) VB Funktionen implementiert, wobei es dazu schon pendants in C# gibt, also quasi sinnlos das Rad neu erfunden. Grund ist halt, das der Chef eben aus einer "anderen Zeit".

Das wird dir auch in einem anderen Betrieb begegnen, dass dort das Rad immer wieder neu erfunden wird. Das ist normal.

Achja, und Kommentieren ist auch ein Fremdwort...

Ja dar muss ich dir zustimmen, dass ist ein absolutes No-Go.

Ich werde natürlich für meine Kenntnisse bezügl. Billigarbeitskraft ausgenutzt. Beigebracht wird mir natürlich nichts.

Wenn du natürlich unzufrieden bist, würde ich an deiner Stelle versuchen den Betrieb zu wechseln.

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Beispielsweise werden grundsätzlich alle Variablen am Anfang der Funktion deklariert, egal wie viele es sind. Es ist ja die Regel, dass man Variablen erst dann deklariert, wenn man sie braucht.

Das man zumindest die wichtigsten Variablen am Anfang deklariert bzw. definiert, ist jetzt nicht so ungewöhnlich. Wenn es um temporäre Variablen geht oder um Schleifen-Variablen, dann würde ich das auch für übertrieben halten.

Dann haben alle Variablen eine Vorsilbe innerhalb Funktionen, genauso wie innerhalb von Klassen, jedoch alle die gleiche

Halte ich auch nicht für ungewöhnlich. Wenn das Präfix überall gleich ist, dann ergibt das natürlich keinen Sinn, aber es kommt schon vor, dass man Präfixe benutzt um so etwas wie einen Namespace nachzubilden, Variablen bestimmter Module zu kennzeichnen oder den Typen einer Variable hervorzuheben ($iZahl für Integer, $bVariable für Boolean etc.).

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Das man zumindest die wichtigsten Variablen am Anfang deklariert bzw. definiert, ist jetzt nicht so ungewöhnlich. Wenn es um temporäre Variablen geht oder um Schleifen-Variablen, dann würde ich das auch für übertrieben halten.

Ja darüber kann man streiten, aber es geht um alle Variablen, auch um welche, die vielleicht gar nicht benutzt werden. Und Präfix-Notationen sind in Zeiten von Intellisense, zumindest für mich mehr oder weniger überflüssig. Wenn dann als postfix (tempStr).

Das wird dir auch in einem anderen Betrieb begegnen, dass dort das Rad immer wieder neu erfunden wird. Das ist normal.

In einem professionellen halte ich das für unwarscheinlicher, denn das würde bestätigen, dass die, die das festlegen sich noch kein Fachbuch zu gemüte geführt haben (so zumindest der Eindruck).

Also erstmal den Zuständigen in der Berufschule fragen, was der mir rät?

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Den Programmierstil find eich jetzt (abgesehen von den Kommentaren) auch nicht schlimm. Wie schon geschrieben, ist das je nach Projekt auch sinnvoll. Wenn Du allerdings nur produktiv eingesetzt wirst aber kein Wissenstransfer stattfindet, liegt da mMn das eigentliche Problem. Du machst die Ausbildung nicht zum Selbstzweck, sondern, weil man etwas lernen, sich selbst verbessern und sich eine berufliche Zukunft aufbauen will. Wenn Du das gefährdet siehst und Dich außerdem auch nicht mehr wohlfühlst, wäre das in meinen Augen ein Grund zum Wechseln.

Wenn Du noch in der Probezeit bist, kannst Du ohne Angabe von Gründen fristgerecht kündigen. Wenn Du nicht mehr in der Probezeit bist, kannst Du nur dann fristgemäß kündigen, wenn Du die Aufbildung abbrichst. Möchtest Du wechseln und die Ausbildung fortsetzen, kannst Du nur fristlos kündigen oder einen Aufhebungsvertrag abschließen. Für ersteres brauchst Du einen triftigen Grund. Das kann z.B. die fehlende Ausbildung sein. Das soltle dann aber eine IHK genauso sehen, dass keine Ausbildung erfolgt. Personal- und lebenslauftechnisch ist ein Aufhebungsvertrag die bessere Wahl.

Zu diesen Dingen kann Dich Deine IHK beraten. Bevor man die anruft, sollte man aber grundsätzlich das Gespräch in der Firma gesucht haben.

Aus eigener Erfahrung würde ich empfehlen, mit einer Entscheidung zum Wechsel nicht zu lange zu warten.

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In einem professionellen halte ich das für unwarscheinlicher, denn das würde bestätigen, dass die, die das festlegen sich noch kein Fachbuch zu gemüte geführt haben (so zumindest der Eindruck).

Was heißt den heutzutage professionell? In den meisten Betrieben, auch größere herrscht einfach Chaos.

Außerdem ist es so, dass keine Zeit ist, um alte Sachen neu/aktueller Stand zu entwickeln.

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Was heißt den heutzutage professionell? In den meisten Betrieben, auch größere herrscht einfach Chaos.

Außerdem ist es so, dass keine Zeit ist, um alte Sachen neu/aktueller Stand zu entwickeln.

ja, scheint wirklich überall so. Und überall fliegt es ihnen früher oder später um die Ohren...

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Also doch ein Studium? Sollte ich mal Selbsständig sein, gibt es so was nicht :-P

Bin trotzdem der Meinung, dass sowas vermeidbar ist und eben letzendlich sich stark auf die Produktivität früher oder später auswirkt.

Was ich vorallem auch lernen wollte, ist - wie die Unternehmen das mit den Schichtenmodell regeln... ist hier leider auch Fehlanzeige...

Die haben sich bei mir nicht als hilfreich erwiesen, sondern immer nur wieder gesagt, wie schade sie das doch finden.

Okay, dann red ich mal mit dem Chef :pssst:

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Irgendwie passt das nicht zusammen, sorry.

Du bist im 1ten Lehrjahr und beschwerst dich darüber, dass du nichts beigebracht bekommst.

Gleichzeitig beschwerst du dich aber auch über deren Programmierstil usw.

Andere Azubis im 1ten Lehrjahr können nichtmal programmieren, da kann man denen tatsächlich ab dem ersten tag was beibringen.

Was soll dir denn gelehrt werden, wenn du dich schon bei solchen Formalitäten sträubst?

Denke ich bin eigentlich immer der letzte der bei sowas auf nen TE losgeht, aber ich finde, dass da was nicht zusammen passt.

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Dann möchte ich eben Sachen gemäß meines Wissenstandes lernen. Aber dies wird auch nicht im 3. Lehrjahr der Fall sein :-(.

Daher wie gesagt immer noch eine große Tendenz zum Studium, bewerben kann ja nicht schaden.

PS: Sträuben tu ich mich nicht, ich mache alles gemäß wie man es mir sagt, nur eben mit einem schlechten Gewissen.

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Irgendwie passt das nicht zusammen, sorry.

Du bist im 1ten Lehrjahr und beschwerst dich darüber, dass du nichts beigebracht bekommst.

Gleichzeitig beschwerst du dich aber auch über deren Programmierstil usw.

Andere Azubis im 1ten Lehrjahr können nichtmal programmieren, da kann man denen tatsächlich ab dem ersten tag was beibringen.

Demnach soll sich der Ausbilder solange nen Lenz machen, bis der Azubi lt. Rahmenrichtlinien der Ausbildungsordnung einen Zeitpunkt erreicht hat, ab dem die Kenntnisse des Azubis nicht mehr denen des zu diesem Zeitpunkt vorgesehenen Lehrstoffs entsprechen?

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