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IT-Recht eSports

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Hallo,
kennt sich jmd im IT-Recht aus?
Folgendes Szenario:

Person X möchte eine eSport Platform als Webseite betreiben.
Nutzer können Videospiele gegeneinander spielen und voher Wetten auf den eigenen Sieg abschließen, der mitspieler wettet natürlich dagegen.
Die Nutzer haben jeweils ein "virtuelles Konto", auf welches sie per bspw. Paypal Geld ein- sowie auszahlen lassen können. Das Guthaben auf den virtuellen Konton, welche 1:1 von eine voher festgelegte Währung (Euro oder US-Dollar) übernommen wird, wird in den Spielen "gesetzt". Optional wird ein kleiner Prozentsatz (bspw. 1%) als Vermittlungsplattform (sowie Validierungsinstanz der Siege) bzw. Treuhände einbehalten. Alternatives Finanzierungmodell können Werbebanner (bspw. Adsense) oder Popups sein.

Ich hoffe ich konnte das Vorhaben verständlich darstellen.
Rein technisch ist das Ganze ja relativ simple zu realisieren.
Kopfzerbrechen bereiten mir die rechlichen Aspekte.

Das ergaben die bisherigen Recherchen.

1) Da Gewinnabsicht -> Gewerbe anmelden -> erstmal Kleinunternehmerreglung d.h. Steuererklärung mit einfacher Gewinn/Verlust Aufstellung.
2) Laut Telemediengesetz -> Impressumspflicht
3) DSGVO -> Datenschutzerklärung und sonstiges(?)

Kann jemand der sich mit der Materie auskennt evtl. mal eine kleine Auflistung machen, wie das Ganze rechtlich bzw. Abmahnsicher zu realisieren ist?
Für so ein kleines Hobbyprojekt sehr teure Abmahnung zu riskieren soll minimiert werden.

Bezüglich 3) Ich würde ausschließlich Nutzernamen, Passwort, eMail, InGame Account Namen und Guthaben speichern. Geht das überhaupt so, muss ich jedem Nutzer für jede Transaktion eine Rechnung ausstellen? Geht das überhaupt "anonym" oder müssten Vornamen, Nachnamen, Adressen mit gespeichert werden? Was sicherlich weiteren Handlungsbedarf bezüglich der DSGVO mit sich bringen würde.

Fragen über Fragen 😉

Gruß,
0x41414141

 

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vor 5 Minuten schrieb 0x41414141:

kennt sich jmd im IT-Recht aus?

Ja, sicher, dein Anwalt kennt sich damit aus.

 

vor 5 Minuten schrieb 0x41414141:

Nutzer können Videospiele gegeneinander spielen und voher Wetten auf den eigenen Sieg abschließen, der mitspieler wettet natürlich dagegen.

Dein Anwalt wird dir dann auch erklären, ob das nun noch unter "Geschicklichkeitsspiel im Internet" oder zu einem illegalen Glücksspiel zählt.

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Gast Arvi

Keine Rechtsberatung nur meine persönliche Meinung:

Das mit den Wetten wird ganz sicher unter Glücksspiel fallen und dann kannst du das mit der Kleinunternehmer und überhaupt mit einem Deutschen Unternehmen sowieso vergessen. Schau dir an wo die ganzen "Deutschen Größen" so hocken in dem Wettgeschäft. Die sitzen alle irgendwo in Gibraltar oder sonstigen Staaten in irgendwelchen Grauzonen.

Ich denke mal dein Anwalt wird dir raten, eine LLC im Ausland über eine Agentur zu gründen, um das ganze rechtliche Wirrwarr in Deutschland und den Regularien zu entgehen. So wie es die Anderen halt auch machen.

Gerade da wo die rechtslage fragwürdig ist, würde ich persönlich niemals ein Geschäftsmodell betreiben, wo ich mit Privatvermögen hafte.

bearbeitet von Arvi

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Ich sehe da jetzt kein Glückspiel. Spieler A zahlt 1€ ein, Spieler B zahlt 1€ ein, der Gewinner erhält 2€. Ein Videospiel (bspw. Shooter) werden ja eher durch Geschicklichkeit als durch Glück entschieden. Ob das auch so ist wenn der Startpunkt auf einer Karte zufällig ist,...keine Ahnung.

Das Ganze soll ja eher ein Hobbyprojekt als eine Firma mit reinen Gewinnabsichten werden, ein unternehmen im Ausland würde bestimmt einiges an Initialkapital benötigen.

Aufgrund der Haftbarkeit würde evtl. auch eine deutsche UG infrage kommen, bringt aber auch den ganzen Buchführungskram etc mit sich.

Naja schwierig ich werde es vllt coden aber nie veröffentlichen. Irgendwie schade, dass man durch die ganze Bürokratie irgendwie total gehemmt wird in irgendeiner Art und Weise unternehmerisch tätig zu werden. Ob das wohl so gewollt ist? Ich kann mich auch nicht daran erinnern in der Schule auch nur ein kleines bisschen Unternehmertum zu lernen. Fängt ja schon beim verpflichtenden Impressum selbst für rein private (öffentlich zugängige) seiten an, die usa macht es diesbezüglich(!) besser wie ich finden. Aber jetzt schweife ich echt vom Thema ab :P

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Zitat

Warum gelten Sportwetten als Glücksspiel?

Die Definition stammt in Deutschland von staatlicher Seite. Im Staatsvertrag steht geschrieben, dass Glücksspiel dann vorliegt, wenn der Zufall eine große Rolle spiele. Allerdings mit dem entscheidenden Zusatz „Wetten gegen Entgelt auf den Eintritt oder Ausgang eines zukünftigen Ereignisses sind Glücksspiele“ (§3, Abs. 1 Glücksspielstaatsvertrag).

https://www.wettmaxx.com/ratgeber/sind-sportwetten-legal/sind-sportwetten-gluecksspiel.html

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Hallo 0x41414141,

ich habe vor einiger Zeit mehr oder weniger professionell Fifa gespielt. 

Auf Virgingaming (jetzt heißt es glaub "WorldGaming") konnte man früher so ziemlich genau das machen, was du beschrieben hast.

Man hatte vorher einen bestimmten Betrag gesetzt und der Sieger bekam alles. In den meisten Fällen waren es so um die 3-5 Dollar.

Ich habe mir dadurch damals recht ordentlich mein Taschengeld aufgebessert ^^

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vor 14 Stunden schrieb 0x41414141:

Und damit hat sich die Geschichte erledigt. Schade

Naja, nur ein kleiner Denkanstoß - wie wäre es, wenn es jedes Spiel ein Preisgeld gibt? Und das Preisgeld wird von den Teilnehmern finanziert.  Möglich geht das über "Voucher" die x € kosten und die du brauchst um an einem Turnier teilzunehmen.

Möglichkeit wäre: 1on1 - Ein Voucher benötigt Preisgeld beträgt 2€

5on5 - Teilnahme p.P. kostet ein Voucher, wäre 10€ für das gewinnende Team.

Das könntest du natürlich mit Abstufungen und höheren Einsätzen machen. Das wäre dann kein Wetten mehr, sondern ganz einfaches Preisgeld. 

(Angaben ohne Gewähr)

bearbeitet von Gottlike

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