21. August21. Aug Hallo ihr Lieben!ich mache es kurz: ich bin dabei meinen Projektantrag zu schreiben und gleich vorweg (ich weiß, dass das Thema ausgelutscht ist und vielleicht bei der ein oder anderen Person ein Augenrollen provoziert- sry )Ich bin Umschülerin und mein Unternehmen betreut viele Kunden, die aus bekannten Gründen von VMware umsteigen. Mein eigentlich angesetztes Projekt war für eine Gemeinde, mit größerer Serverlandschaft und Augenmerk auf Redundanz und neues Backup-Konzept. Das wurde nun aber zeitlich so verschoben, dass es für mich nicht mehr realisierbar ist. Mein neues Projekt hat folgende Rahmenbedingungen Ingenieursbüro für Planung audiovisueller Medientechnik1 physischer Server mit 5 VM's (dieser soll wiederverwendet werden)VMware, dessen Lizenz abläuftgeplant ist: (erstmal allgemein- ich muss überlegen, was davon mein Anteil wird)Evaluierung einer neuen, wirtschaftlicheren Alternative zu VMwareEvaluierung einer neuen, wirtschaftlicheren Alternative zu VMwareUpgrade Veeam 11 zu 13Backup aus ESX und Uminstallation auf neuen HypervisorInstallation neuer Domain Controller + Neuerstellung vorhandener Benutzer, Erstellung GruppenrichtlinienInstallation PowerChute Business Edition in jede VMEinrichtung Power Chute (Einrichten und Test für sicheres Herunterfahren)Migration der VMs auf neuen HypervisorIch habe leider keine große Alternative zu diesem Projekt und muss nun schauen, was und wie ich davon IHK tauglich umsetze. Mein Gedanke war, mich auf die Evaluierung des neuen Hypervisors zu fokussieren und Backup und Migration im Rahmen eines POC in einer Testumgebung zu erproben. Mir stünde dafür in unserem LAB entsprechende Hard- und Software zur Verfügung. ich würde dort sowieso parallel zum Kundenprojekt üben und mich ausprobieren. Oder sollte ich das lieber offen halten und meine Ergebnisse aus Lab und Kundenumsetzung in der Doku verwursten?Mein Praktikumsbetreuer zieht die Proof of Concept Variante vor und das würde dann in etwa so aussehen (erstmal nur ganz grob, das ist ein erster Versuch)Analysephase (4 Stunden)Dokumentation der bestehenden Umgebung (Server, VMs) und Ableitung der Anforderungen, unter Einbeziehung verfügbarer Informationen aus dem Kundenprojekt (4h)Planungsphase (9 Stunden)Hypervisor-Vergleich mittels gewichteter Nutzwertanalyse, ergänzt um eine SWOT-Betrachtung (4h)Wirtschaftlichkeitsbetrachtung inkl. Amortisationsrechnung (3h)Migrations-, Backup- und Fallback-Konzept sowie Testplan erstellen (2h)Umsetzungsphase (16 Stunden) Aufbau der isolierten Testumgebung (ESXi-Ausgangssystem mit Test-VMs) (3h) Installation und Grundkonfiguration der gewählten Zielplattform (4h) Vollständige Sicherung (Full-Backup) der Quell-VMs (2h) Migration/Wiederherstellung der VMs aus dem Backup auf die Zielplattform (4h)Feinkonfiguration und Einbindung in die Backup-Lösung (3h)Test- und Qualitätssicherungsphase (6 Stunden)Durchführung festgelegter Tests (Checkliste), Konsistenzprüfung nach Restore (3h)RTO-Messung, Soll-Ist-Vergleich, Performance-Vergleich (3h)Doku- und Abschlussphase (5 Stunden)kommt nochIch würde mich sehr über eure Anregungen, Gedanken und Kritik freuen, da ich mich eigentlich auf das andere Projekt eingestellt hatte und nun kurzfristig umschwenken muss. Vielen Dank schonmal vorab!
21. August21. Aug Prinzipiell würde ich sagen kann man machen.vor 7 Minuten, Mata2.0 hat gesagt:Mein Praktikumsbetreuer zieht die Proof of Concept Variante vor und das würde dann in etwa so aussehen (erstmal nur ganz grob, das ist ein erster Versuch)Die Frage wäre, wenn du ein Proof of Concept aufbaust, wo für ist es ein Proof of Concept? Was ist die Problemstellung, welche das Proof of Concept beheben soll?Wichtig ist, dass es beim Vergleich mindestens drei Produkte sind. Lies dir bitte noch andere Anträge hier im Forum durch, damit du ein besseres Gefühl für die Zeitplanung bekommst.vor 12 Minuten, Mata2.0 hat gesagt:Dokumentation der bestehenden Umgebung (Server, VMs) und Ableitung der Anforderungen, unter Einbeziehung verfügbarer Informationen aus dem Kundenprojekt (4h)Aufsplitten in Ist-Analyse und Soll-Konzept.vor 14 Minuten, Mata2.0 hat gesagt:Vollständige Sicherung (Full-Backup) der Quell-VMs (2h)Würde ich nicht erwähnen, denn was machst du effektiv, 2h den Fortschrittsbalken beobachtenßvor 15 Minuten, Mata2.0 hat gesagt:Konsistenzprüfung nach Restore (3h)Hast du das nicht schon zwei Punkte vorher gemacht?vor 16 Minuten, Mata2.0 hat gesagt:Doku- und Abschlussphase (5 Stunden)Bleib hier bei den 8h die die meisten verwenden.
21. August21. Aug Autor Hallo cortez,ich danke dir erstmal sehr für deine Fragen und Anregungen!vor 34 Minuten, cortez hat gesagt:Die Frage wäre, wenn du ein Proof of Concept aufbaust, wo für ist es ein Proof of Concept? Was ist die Problemstellung, welche das Proof of Concept beheben soll?Das ist tatsächlich einer von mehreren Punkten, mit denen ich mich aktuell noch unwohl fühle. Ich hatte mit meinem Ausbilder darüber gesprochen, dass ich gern im LAB einiges von dem realen Projekt umsetzen möchte zum Üben aber auch, damit ich evtl Screenshots/ Bildmaterial sammeln kann, weil ich noch gar nicht weiß, inwieweit das dann vom Kundensystem möglich ist und Sorge hatte, zu wenig Material für die Doku zu haben.Dann habe ich darüber nachgedacht, dass der Wechsel des Hypervisors ja ein destruktiver Prozess ist und die Migration davon abhängt, ob die Wiederherstellung der VMs aus dem Backup auch zuverlässig funktioniert. Ich könnte auch die unterschiedlichen Möglichkeiten zum Restore über Veeam ausprobieren um zu prüfen, welcher effizient und zuverlässig ist und dachte, dass man dadurch die Downtime beim Kunden besser planen kann.Ob das so sinnvoll ist, weiß ich nicht, deswegen bin ich unsicher, ob ich das überhaupt so (also als POC in Labumgebung) deklarieren sollte oder es bei dem Kundenprojekt offiziell belasse und zusätzlich meine Erfahrungen im Lab sammle.Denkst du, dass es thematisch ausreicht vom Umfang her und ausreichend Entscheidungsprozesse (ich weiß, das die IHK das liebt) gegeben sind? Bei meinem ursprünglichen Projekt hätte es da wesentlich mehr an technischer Tiefe, Auswahl von Hard- und Software gegeben und ich habe zwar thematisch sehr Lust auf dieses Projekt, will aber auch nicht, dass es am Ende nur auf Installation und VMs hin und herschieben hinausläuft in den Augen der IHK. Bearbeitet 21. August21. Aug von Mata2.0
21. August21. Aug vor 58 Minuten, Mata2.0 hat gesagt:Denkst du, dass es thematisch ausreicht vom Umfang her und ausreichend Entscheidungsprozesse (ich weiß, das die IHK das liebt) gegeben sind? Bei meinem ursprünglichen Projekt hätte es da wesentlich mehr an technischer Tiefe, Auswahl von Hard- und Software gegeben und ich habe zwar thematisch sehr Lust auf dieses Projekt, will aber auch nicht, dass es am Ende nur auf Installation und VMs hin und herschieben hinausläuft in den Augen der IHK.Ich glaube hier haben wir das Problem. Manches sieht wie entscheidungen aus es sind aber keine Entscheidungen, als Beispiel. AMD Epyc oder Intel Xeon, es ist in den Zusammenhang keine relevante Entscheidung. Der Hypervisor braucht nur die Cores.Was meines erachtens nach ein Ansatz sein könnte, wäre zusagen "Hey, Broadcom zieht die Kosten für VMware und unseren Kunden wird es zu teuer. Im Rahmen des Projektes schaue ob es noch wirtschaftlich ist oder Alternativen besser sind". Als Alternativen nehme ich mal Hyper V und Proxmox. Du baust die Umgebungen eines Kunden in einer Testumgebung nach und schaust in wie weit das klappt, oder ob ein anderer Hypervisor da Probleme macht. Gerade, wenn es viele kleinere Kunden sind, wäre es wichtig, dass man diese Ergebnisse schnell replizieren kann. Hier kannst du dann auch gut auf mehreren Ebenen argumentieren.Wie sieht es mit Lizenzen aus? Kann man die Backupsoftware, so weiter verwenden? Müssen die Mitarbeiter geschult werden (was gerade bei einem externen Dienstleister relevant ist) ? Gibt es technische Probleme, welche dafür sorgen das man Maschinen neu aufsetzen muss? Ist ein Wechsel wirtschaftlich oder muss man da die leicht erhöhten Kosten weitergeben? Am Ende ist der FISI ein kaufmännischer Beruf. Eine reine Migration des Kunden von VMWare nach zb. nach Hyper-V wäre ein Arbeitsauftrag.
24. August24. Aug Am 21.8.2026 um 19:35, cortez hat gesagt:Manches sieht wie entscheidungen aus es sind aber keine Entscheidungen, als Beispiel. AMD Epyc oder Intel Xeon, es ist in den Zusammenhang keine relevante Entscheidung. Der Hypervisor braucht nur die Cores.Das wäre und ist auch immer meine dringste Warnung. Wenn wir von "drei Produkten" reden, im Vergleich, für eine Entscheidung, dann meinen wir Lösungsalternativen. Nicht kaufmännische Alternativen. Das können: verschiedene, ähnliche Hardwarekompnenten für eine komplexe Aufgabe mit entsprechender Software sein, mit entspr. KonzeptHier ist entscheidend, dass es integriert wird (Systemintegration). Heißt, ein neues System erfüllt eine neue Aufgabe in vorhandener Umgebung,mit den dortigen Gegebenheiten.verschiedene Vorgehensweisen der Migration sein (VMs verschieben, Postfächer verschieben...)Beispiel aus meiner Ausbilderpraxis: Hatte mal eine Mailmigration von einem Insel-Tobitserver zum vorhandenen (!) Exchange der Muttergesellschaft.War überhaupt kein Problem als Prüfungsprojekt, weil der Fokus auf dem Weg lag WIE die E-Mails (und Archive, und Kalender und Kontakte) auf demvorhandenen Exchange landeten. Nicht, dass man ja nun eine neue Maillösung braucht.Und hier sehe ich, beim zweiteren Punkt, auch dein Projekt, wenn es ein PoC wird:Du sollst darstellen, wie der Weg ist, und was er kosten wird. Und wie du für den Betrieb die Ausfallzeiten so gering wie möglich hälst.Es ist immer eine Frage der (smarten) Ziele, der Bedingungen und der daraus sich ergebende Weg.
24. August24. Aug Autor Vielen Dank für eure wertvollen Tipps, ich habe einiges davon hier auch schon gelesen aber es fällt mir etwas schwer, das auf mein neues Projekt zu übertragen.Ich habe jetzt mal einen ersten Entwurf und würde mich freuen, wenn ihr den nochmal kritisch betrachten könntet.Thema der ProjektarbeitEvaluation und Erprobung eines Migrationskonzepts für kleine virtualisierte ServerumgebungenGeplanter BearbeitungszeitraumAusgangssituationMein Ausbildungsbetrieb *PIEP* betreut als IT-Systemhaus die IT-Infrastruktur zahlreicher Kunden, darunter auch kleinere virtualisierte Serverumgebungen auf Basis von VMware ESXi. Bei einem konkreten Kunden, einem mittelständischen Ingenieursbüro für die Planung audiovisueller Medientechnik, besteht eine solche Umgebung. Dort wird ein einzelner physischer Server betrieben, auf dem mehrere virtuelle Maschinen unter VMware ESXi laufen. Die bestehende Umgebung wird über eine vorhandene Backup-Lösung gesichert.Aufgrund veränderter Lizenz- und Kostenbedingungen bei VMware besteht bei kleineren Kunden zunehmend die Fragestellung, ob der bisher eingesetzte Hypervisor weiterhin wirtschaftlich betrieben werden kann oder ob eine alternative Virtualisierungsplattform sinnvoller ist. Der vorhandene physische Server soll dabei weiter genutzt werden.Die besondere Rahmenbedingung eines einzelnen physischen Hosts schränkt die möglichen Vorgehensweisen ein, da Quell- und Zielhypervisor nicht parallel auf derselben Hardware betrieben werden können. Zusätzlich müssen die vorhandene Backup-Infrastruktur, die Wiederherstellbarkeit der virtuellen Maschinen, die zu erwartende Ausfallzeit sowie ein Fallback-Szenario berücksichtigt werden.Da eine Änderung am Produktivsystem mit Risiken wie Datenverlust, Inkompatibilitäten und ungeplanter Ausfallzeit verbunden ist, soll die Vorgehensweise zunächst in einer isolierten Testumgebung des IT-Labors untersucht und praktisch erprobt werden. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen als Entscheidungs- und Umsetzungsgrundlage für den konkreten Kundenfall sowie für vergleichbare kleinere Kundenprojekte dienen.ProjektzielZiel des Projektes ist die Entwicklung, praktische Erprobung und Bewertung eines technisch und wirtschaftlich geeigneten Migrationskonzepts für kleine virtualisierte Serverumgebungen mit nur einem physischen Host.Die Bewertung berücksichtigt neben technischen, wirtschaftlichen und betrieblichen Kriterien auch Aspekte der Informationssicherheit, insbesondere den Schutz der Backup-Daten, Zugriffskontrolle, Wiederherstellbarkeit und das Fallback-Szenario.Dazu wird die relevante Ausgangssituation des Kunden in einer isolierten Testumgebung nachgebildet. Geeignete Virtualisierungsplattformen und technisch mögliche Migrationswege werden anhand definierter Kriterien untersucht und bewertet. Die Auswahl der Zielplattform und des Migrationsweges erfolgt erst im Rahmen des Projektes und wird nachvollziehbar begründet.Das Projekt gilt als erfolgreich abgeschlossen, wenn:die bestehende Ausgangssituation und die technischen sowie betrieblichen Anforderungen dokumentiert sindgeeignete alternative Virtualisierungsplattformen anhand eines gewichteten Kriterienkatalogs technisch und wirtschaftlich verglichen und bewertet wurdenmindestens zwei technisch mögliche Migrationswege für die Einzelhost-Situation untersucht und hinsichtlich Aufwand, Ausfallzeit, Zuverlässigkeit und Fallback-Möglichkeit bewertet wurdendie Auswirkungen auf die bestehende Backup- und Wiederherstellungsstrategie untersucht und ein geeignetes Backup-/Restore-Vorgehen festgelegt wurdeeine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung unter Berücksichtigung von Lizenz-/Betriebskosten, erforderlichen Anpassungen und Migrationsaufwand vorliegtdie ausgewählte Variante im IT-Labor praktisch umgesetzt und anhand repräsentativer Test-VMs erprobt wurdeFunktions-, Restore- und Fehlerfalltests durchgeführt und die Ergebnisse dokumentiert wurdendie zu erwartende Ausfallzeit bzw. Wiederherstellungszeit für den realen Kundenfall anhand der Testergebnisse abgeschätzt werden kannein dokumentiertes, auf vergleichbare kleinere Kundenumgebungen übertragbares Migrationskonzept als Ergebnis vorliegtDie praktische Erprobung der ausgewählten Variante erfolgt zunächst in einer isolierten Testumgebung. Eine anschließende Übertragung der erarbeiteten Vorgehensweise auf das Produktivsystem des Referenzkunden ist nicht Voraussetzung für den erfolgreichen Projektabschluss und erfolgt nur, sofern dies innerhalb des Bearbeitungszeitraums betrieblich möglich und freigegeben ist.ZeitplanungAnalysphase 4h:Ist-Analyse der Referenzumgebung; Aufnahme von Anforderungen, technischen Rahmenbedingungen und Abhängigkeiten; Betrachtung der Einzelhost-Situation und der vorhandenen Backup-InfrastrukturPlanungs- und Entscheidungsphase 11h:Definition der Bewertungskriterien; Vergleich geeigneter Virtualisierungsplattformen mittels Nutzwertanalyse; Untersuchung möglicher Migrationswege; Wirtschaftlichkeitsbetrachtung; Planung von Backup, Fallback, Ausfallzeit und TestsUmsetzungsphase 13h:Aufbau der isolierten Testumgebung; Installation und Grundkonfiguration der ausgewählten Zielplattform; Vorbereitung des externen Speichers; Sicherung der Test-VMs; praktische Durchführung der ausgewählten Migration; Einbindung und Konfiguration der Backup-/Restore-Funktion Test- und Evaluationsphase 4h: Durchführung der definierten Funktions-, Restore- und Fehlerfalltests; Messung der Wiederherstellungszeit; Soll-Ist-Vergleich; Bewertung der Ergebnisse und Übertragbarkeit auf den Kundenfall Dokumentations- und Abschlussphase 8h: Erstellung der Projektdokumentation; Aufbereitung der Entscheidungsfindung; technische Dokumentation; Wirtschaftlichkeits- und Ergebnisdarstellung; Zusammenfassung und Übergabe der ErgebnisseNehmt es gern auseinander
24. August24. Aug vor 1 Stunde, Mata2.0 hat gesagt:Die Bewertung berücksichtigt neben technischen, wirtschaftlichen und betrieblichen KriterienZeit ist ein maßgebliches Kriterium. Du wirst, egal welchen Kunden, nicht 3 Tage lahmlegen können.Kosten aufschlüsseln: Du hast ja eine konkrete Anfrage, also wäre eine realistische Kosteneinschätzung definitiv wichtig!Was kostet das PoC und was kostet es hinterher dem genannten Kunden es so umzusetzen. Und in die Kosten des Kundenzählt ggf. auch der Arbeitsausfall in der Währung des Kunden.
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