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Maxxi

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  1. Bei mir stehen 2-3 Flaschen Getränke, paar Blätter, 1 Bleistift, 2 Kugelschreiber, das wars auch schon. Keine Pflanzen, keine Familienbilder, keine Stofftiere wie ich es durchaus bei Kollegen sehe. Übersichtlich, man kann schon sagen: Kahl. Mehr brauche ich einfach nicht. Ich hab es da nicht nötig, mich wie Zuhause zu fühlen, schließlich ist das ein Großraumbüro ohne jedwede Privatsphäre. Dafür sieht es am PC etwas chaotischer aus. 80 Desktop-Icons, unzählige virtuelle Maschinen (bei einigen weiß ich einfach nicht mehr, ob ich die jemals noch brauchen werde), alle 26 Laufwerksbuchstaben sind natürlich schon belegt (Folge: ein reges Netzlaufwerk-Jockey). Projekt-Daten liegen zwar einigermaßen nach Projektnamen geordnet, aber die Daten sind über die Laufwerke verteilt, teils gespiegelt, einerseits weil der Netzlaufwerk-Mount zum Server nicht zuverlässig klappt (und ich die Daten brauche), anderseits weil immer wieder mal zu wenig freier Platz auf der lokalen Festplatte ist (der Chef nickt Aufstockung nur in Trippelschritten ab statt einfach mal ne 8TB-Platte einbauen zu lassen). Arbeiten geht so zwar schon, ist nur halt suboptimal. Gut finde ich aber, dass es für Aufgaben wenigstens ein zentrales Ticket-System gibt und auch klar definiert ist, wann wer was machen muss. Es fällt bei mir kaum Papier an, so bleibt mein Arbeitsplatz übersichtlich.
  2. Wenn im Vertrag steht: Vor der Vertragsunterzeichnung selbst entwickeltes Material (wie Software etc.) ist dem Arbeitgeber schriftlich mitzuteilen. Bei der Unterzeichnung wird versichert, dass kein nicht schriftlich angezeigtes Material vom Arbeitnehmer existiert. Taucht dennoch Material auf, wird vermutet, dass sie im Rahmen des Arbeitsverhältnisses für den Arbeitgeber entwickelt wurde. Die "gewerbliche Verwertung" von privat geschaffenes Material bedarf schriftlicher Erlaubnis, die aber nicht ohne Grund verwehrt werden darf. Ist das so überhaupt rechtmäßig? Was geht dem Chef an, was privat entwickelt wurde, als noch kein Arbeitsverhältnis da war? Müsste man in etwa auch seine ganzen Jugendsünden beichten, wenn unter den Eigenentwicklungen auch unanständige Sachen (Sex-Simulatoren, Cheating-Tools, Trojaner etc.) dabei wären? Wenn es so gültig ist, könnte der Chef theoretisch auch die Quelltexte, Grafiken und Melodien von, sagen wir mal, ganz anderen, selbstgemachten Amiga-Spielen einfordern, wenn diese dem Chef nie gezeigt wurden? Und zum 3. Punkt: Müsste man dem Chef etwas vom Mining von Crypto-Währungen erzählen, wenn in der Firma in PHP+Frameworks/.NET/Java/HTML+CSS+JavaScript/Bash/PowerShell entwickelt wird und man dafür privat in C, Bash und Python Tausende Zeilen geschrieben hat, ohne den Code jemals jemanden gezeigt oder verkauft zu haben und ohne dass der Code jemals einen Firmenrechner gesehen hat und sehen wird?
  3. Maxxi hat auf jk54h795es4's Thema geantwortet in Security
    VDS = Voratsdatenspeicherung Ich kann verstehen, wenn man nicht bis auf letzte Detail transparent im Netz unterwegs sein will, aber hier muss ich fragen, was eigentlich konkret erreicht werden soll?Wenn du über deinen VServer gehst, dann bist du äußerlich mit einer statischen, unveränderlichen IP-Adresse unterwegs. Wenn du dich darüber auch noch bei Facebook & Co. anmeldest, stündest du sogar noch schlechter da, da man dank der statischen IP noch leichter ein umfassendes Profil erstellen kann als mit einer vom Provider zugewiesenen, dynamischen IP-Adresse.
  4. Maxxi hat auf sdgz23's Thema geantwortet in Plauderecke
    Die PaySafeCard ist dank des Überwachungswahns, der Paranoia der Bundesregierung, quasi tot. Das Totschlag-Argument kennt man schon: "Geldwäsche" und "Terrorismus". Man muss beim Kauf ab 100 Euro bereits seinen Personalausweis vorzeigen - so steht es im Gesetz (https://www.paysafecard.com/de/business/verkaufsstellen/verkaufshinweise/). Die PSC (PaySafeCard) ist im Internet außerdem eher schlecht als recht als Zahlungsmittel zwischen mehreren anonym agierenden Parteien geeignet. Wie will man sonst unterscheiden, ob ein weitergereichter PSC-Code schon von Anfang an ungültig war oder ob ihn irgendjemand anders auf dem Wege irgendwo heimlich eingelöst hat? Nur ein lizenzierter Händler kann überhaupt offiziell die PSC-Codes in Euro umtauschen, während jeder mit den Bitcoins dezentral handeln kann. Ist die Transaktion einmal mehrere Blöcke tief in der Blockchain vergraben, so ist man auch garantiert im Besitz der überwiesenen Summe, solange man es schafft, die privaten Schlüssel geheim zu halten. Der Bitcoin ist außerdem international bekannt und wird beim Kauf diskreter ausländischer Dienstleistungen (wie anonyme Offshore-Server) akzeptiert. Theoretisch ist es möglich Bitcoin durch vereinbarte Treffpunkte, Bitcoinmixer und Tor anonym zu handhaben. Wie die Praxis aussieht, ist eine andere Frage.
  5. Ich muss auch sagen, dass man lernen muss, sich richtig zu verkaufen. Mache nicht den Fehler, andauernd alles offen zu halten sprich man sollte schon irgendwann eine Richtung einschlagen, wofür man sich spezialisiert. Ansonsten kann es passieren dass du so viel Pech hast wie ich und man irgendwann in einer Mädchen-für-Alles-Webagentur landet, wo man andauernd neue Programmiersprachen und Frameworks lernt, ohne wirklich weiterzukommen. Ende vom Lied: 10+ Jahre Berufserfahrung als Fachinformatiker, 2300 Butto/Monat und ne klinische Depression, die man jetzt vorm Arbeitgeber verstecken darf. Wechseln ist auch nicht mehr möglich, da man mit der Erkrankung überall als "Low-Performer" durchs Raster fällt und man froh sein kann, überhaupt noch einen Job zu haben.

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