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Bitte bewertet mal ein älteren Zeugnis (Praktikum) von mir.

Herr *****, geboren am ***, wohnhaft **** hat in der Zeit vom *** - *** bei uns ein Betriebspraktikum absolviert.

*** wurde vorwiegend in der PC-Produktion eingesetzt. Alle ihm übertragenen Arbeiten hat er selbstständig und gewissenhaft zu unserer vollsten Zufriedenheit ausgeführt und unsere Erwartungen in jeder Hinsicht erfüllt. Hervozuheben ist seine Bereitschaft konstruktive Vorschläge und deren Realisation kompromisslos zu unterstützen.

Vorwiegend war er beschäftigt in der

Produktion:

- Assemblierung von PC's

- Endkontrolle und Funktionstest der PC's

- Installation von Betriebssystemen

- EInfach Fehlerbehebung

Service:

- Aufstellung und INbetriebnahme von PC's und Peripherie direkt beim Kunden

Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Arbeitskollegen war stets einwandfrei. Seine Freundlichkeit, Übersicht und Hilfsbereitschaft sind besonders hervorzuheben.

Wir wünschen Herrn *** für seine Zukunft alles Gute.

...

Würde mich einfach mal interessieren, ob man das für später eventuell noch nutzen kann oder eher nicht.

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Aua...

Ich nehme das Zeugnis mal Stück für Stück auseinander, um zu zeigen, wo Klopfer versteckt sind. Dabei überspitze ich meine Interpretation durchaus, um auf bestimmte Elemente hinzuweisen. Viel wird ja in dem Zeugnis nicht gesagt, aber das, was gesagt wird, hat es in sich.

*** wurde vorwiegend in der PC-Produktion eingesetzt. Alle ihm übertragenen Arbeiten hat er selbstständig und gewissenhaft zu unserer vollsten Zufriedenheit ausgeführt und unsere Erwartungen in jeder Hinsicht erfüllt.
"Zu unserer vollsten..." ist eine Zwei, mehr nicht. Eine Eins hiesse "stets zu unserer vollsten...". Der Klopfer liegt allerdings in "Alle ihm übertragenen Aufgaben...": du hast gemacht, was gesagt wurde (das auch recht ordentlich), aber keinen Handschlag mehr.

Hervozuheben ist seine Bereitschaft konstruktive Vorschläge und deren Realisation kompromisslos zu unterstützen.
Dieser Satz schmerzt und kann dir bei weiteren Bewerbungen durchaus das Genick brechen.

Ich übersetze: Herr XXX hatte zwar ganz gute Verbesserungsideen, liess sich aber von denen nicht abbringen und hat sie auf Biegen und Brechen durchaus auch gegen den Willen der Geschäftsleitung durchgesetzt. Nein, mit so einem Satz im Zeugnis kommt man nicht weit.

Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Arbeitskollegen war stets einwandfrei.
Halt, Stop, hier kommt der nächste Hammer. Du hattest direkten Endkundenkontakt, warst also eher bei einem dienstleistungsorientierten Unternehmen angestellt? Dann müssen hier die Kunden an die erste Stelle. Hier werden die Kunden überhaupt nicht erwähnt. Nichtgesagtes lässt den gewieften Zeugnisleser aufhorchen. Nichtgesagtes ist das böse schwarze Loch. Nichtgesagtes ist oft deutlich negativer als Gesagtes. "Stets einwandfrei" ist nicht "vorbildlich" und erst recht nicht "stets vorbildlich", ich möchte das eher in den Bereich 3 und schlechter einordnen.

Seine Freundlichkeit, Übersicht und Hilfsbereitschaft sind besonders hervorzuheben.
Freundlich und Hilfsbereit warst du, aber wie war die Qualität deiner Arbeitsleistung? Auch hier gilt: Nichtgesagtes lässt Schlimmstes vermuten.

Wir wünschen Herrn *** für seine Zukunft alles Gute.

Was hast du in der Firma angestellt, um ein derartiges Zeugnis zu bekommen? Der letzte Satz ist durchaus als Tritt in den Allerwertesten zu verstehen.

In die Schlussformel eines Zeugnisses gehört der Grund des Ausscheidens. Fehlt der: es lässt Schlimmes vermuten.

Es fehlt zudem jegliches Bedauern, dass der Arbeitsvertrag endet. Auch das ist wieder negativ.

Wertung des Schlusses: 5-6.

Das Zeugnis taugt in meinen Augen nur für die grosse Rundablage (Papierkorb), bewerben kann man sich damit nicht.

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Schon krass wie sich das Blatt wenden kann...

Ich werde mein Zeugnis auf jeden Fall von dir analysieren lassen :mod::P

Aber machen sich die Leute die so Zeugnisse ausstellen die gleichen Gedanken. Arbeiten sie auf der gleichen Grundlage ("Zu unserer vollsten..." ist eine Zwei, mehr nicht. Eine Eins hiesse "stets zu unserer vollsten...")?

Und meint der Chef es vielleicht eigentlich nur gut?

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Ich danke euch fürs Feedback.

Das war nur eine befristete Praktikumsstelle... hatte mir mühe gegeben und der junior chef war sehr zufrieden mit mir - dachte ich. das zeugnis selber wurde vom senior chef erstellt... den ich zum ersten mal gesehen habe, als mir das zeugnis zum gegenlesen überreicht wurde.

wenn ich das feedback so lese wird mir fast himmelangst ;-)

ich lass das zeugnis dann besser weg...

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Ich kann da Chief Wiggum nicht so ganz zustimmen. Seiner Aussage nach bescheinigt dir der Arbeitgeber zwar, dass Du deine Arbeit zu seiner vollsten (und das ist eine 1 im übrigen, 'stets zu unserer vollen' wäre eine 2) Zufriedenheit erledigt hast, auf der anderen Seite schreibt er, lauf Chief Wiggum aber, dass Du es nicht drauf hast, dich nicht eingliedern kannst und er froh ist dich los zu haben.

Hmm seh nur ich da einen kleinen Widerspruch?

Sofern Du noch Gelegenheit hast, solltest Du mal mit dem Aussteller sprechen, denn da es sich wohl um einen Kleinbetrieb handelt, kann es duchaus sein, dass wie Du schon vermutet hast, die Formulierungen nicht dem entspricht was in diversen Mustertexten als gut und schlecht betrachtet werden.

Das Arbeitszeugnis - die häufigsten Fragen

Dim

PS: Wie würdest Du denn diesen Ausschnitt beurteilen:

Herr xy verfügt über eine sehr gute Auffassungsgabe. Die übertragenen Aufgaben erledigte er immer sehr sorfältig und zuverlässig. Herr xy hat sich alle Kenntisse und Fertigkeiten eines Fachinformatikers angeeignet und kann diese auch äußerst erfolgreich in die Praxis umsetzen. Sein Verhalten zu Kunden, Vorgesetzten und Kollegen war stets freundlich und entgegenkommend.

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Dr. Dimitri: die Formulierung des Zeugnissuperlatives solltest du dir noch einmal anschauen.

Stets verstärkt nochmal die Wertung.

Somit ist "stets zu unserer vollen ..." weniger wertig als "stets zu unserer vollsten ..."

Es gibt Mischformen, für eine eins kristallisiert sich aber "stets + Superlativ" heraus.

Eine einzige positive Bewertung reisst das Zeugnis aber nicht raus.

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Naja solange Du nicht sagst, dass Du in der Personalabteilung einer größeren Firma arbeitest halt ich mich an den geposteten Link.

Wie dem auch sei - es bleibt trotz allem der Widerspruch in dem Zeugnis nach dem Motto:

Chief Wiggum ist ein hervorragender und geschätzter Moderator, hat aber durch seine beleidigende Art und Weise viele User aus dem Forum vertrieben. Wir sind froh das er fort ist.

Unabhäging vorm Wahrheitsgehalt :D passt das nicht zusammen oder?

Dim

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Das war ein satirischer Hinweis auf ein Arbeitszeignis, welches auf der einen Seite sehr positive, aber auf der anderen Seite sehr negative Bewertungen enthält (bzw. enthalten soll).

Nicht mehr und nicht weniger. Ersetze Moderator und Chief Wiggum durch Benutzer und dr.dimitri wenn das in irgendeiner Art und Weise dein Ehrgefühl berührt haben sollte.

Dim

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(...)dass Du deine Arbeit zu seiner vollsten (und das ist eine 1 im übrigen, 'stets zu unserer vollen' wäre eine 2) Zufriedenheit erledigt hast(...).

Also, wenn man es nicht wirklich weiß, sollte man es lieber sein lassen. Aber nicht andere verbessern, obwohl sie das richtige sagen.

"... stets zu unserer vollsten ..." --> 1

"... zu unserer vollsten ..." / "... stets zu unserer vollen ..." --> 2

"... zu unserer vollen ..." --> 3

Quellen gibts dazu viele, z.B. hier:

Sie haben also die gestellten Aufgaben zur vollen Zufriedenheit Ihres Arbeitgebers erfüllt? Klingt schön, bedeutet jedoch bloß eine mittelmäßige Drei. Erst wenn Sie - scheinbar überflüssigerweise - bestätigt bekommen, dies "stets" erreicht zu haben, können Sie von einem "guten" Zeugnis sprechen.

Da das ganze ein befristetes Praktikum war, und keine feste Arbeitsstelle, würde ich das Zeugnis trotzdem nicht ganz so schlecht sehen, wie der Chief, aber gut ist dennoch was anderes.

Dass jemand nur die ihm übertragenen Aufgaben erledigt in einem Praktikum, ist denke ich durchaus normal, und auch dass kein Grund für's Ausscheiden da steht, ist bei einer befristeten Sache nicht wirklich schlimm.

Aber die Sache, dass z.B. keine Kunden vorkommen, ist wirklich nicht toll, und dass eben auch nichts über die Ergebnisse der Arbeit steht..

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der vorschlag mit dem abändern wird glaube ich nicht realisierbar sein. das praktikum war noch vor meiner ausbildung als FiSi. *g*

hab gehofft, dass es insgesamt wenigstens ein "gut" ist... bin selber beim erneuten lesen des zeugnisses ein wenig gestolpert über die letzten absätze.

aber umso mehr muss ich auf mein nächstes zeugnis achten

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Bitte bewertet mal ein älteren Zeugnis (Praktikum) von mir.

Ohne zu wissen, wie lange das Praktikum gedauert hat (zwei Wochen oder ein halbes Jahr ist da schon ein grosser Unterschied) und was für ein Praktikum das war, kann man das Zeugnis nicht beurteilen und jede Interpretation einzelner Abschnitte ist möglicherweise mehr "raten" als alles andere.

bimei

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Wie dem auch sei - es bleibt trotz allem der Widerspruch in dem Zeugnis nach dem Motto:

Chief Wiggum ist ein hervorragender und geschätzter Moderator, hat aber durch seine beleidigende Art und Weise viele User aus dem Forum vertrieben. Wir sind froh das er fort ist.

Tja Doc, wieder mal aufgefallen?

Chief ist lange genug dabei, integer und besitzt auch genug characterstärke, um auf die Unterstützung Dritter zu verzichten. Trotzdem wäre es angebracht wenn du in deinen Beispielen nicht die Namen von Forenteilnehmern benutzt. Wenn überhaupt dein Zitat als Beispiel herhalten soll, wäre es angebracht deinen Namen dort einzusetzen; Und nun auf zur nächsten Provokation!

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