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Rapid Prototyping? (Software-Programmierung)

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Hallo zusammen,

ich als nicht-Programmierer beschäftigte mich gerade mit dem Thema Rapid-Prototyping und stehe etwas auf dem Schlauch.

Der Begriff kommt ja eher aus dem 3D Drucker Bereich, zumindest kommt es mir so während meiner Recherche vor.

Grob gesagt, beschreibt der Begriff die schnelle Entwicklung einer Anwendung oder eines Projekts zu Testzwecken.

Im Gaming-Bereich kann ich mir das gut vorstellen. Beispielsweise soll ein Auto erstellt werden. Die Funktionen beschleunigen, bremsen und Hupe müssen funktionieren. Das Enddesign des Autos spielt in der Rapid-Prototyping Phase keine Rolle, daher ist das Auto ein viereckiger Kasten ohne Fenster und ohne Farbe. Richtig?

Aber wie lässt sich der Begriff bspw. für die Entwicklung eines Programmes wie Word oder Excel anwenden? Entweder sind alle gewünschten Funktionen gegeben und auswählbar oder die gewünschten Funktionen sind nicht gegeben, zumindest nach meiner Logik. Mit Design ist da ja nicht viel.

Mag und kann mir das vielleicht jemand erklären?

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Prototyping wird meistens verwendet, um die Kommunikation von Hersteller und Kunden zu vereinfachen, um möglichst die selbe Vorstellung des Projektes zu erhalten. So können "Klickdummies" auch einen "Prototyp" darstellen. Zum Beispiel bei Webseiten oder Apps, bei denen man von einer Seite/Ansicht zur anderen Wechseln kann, aber Formulare (anmelden, Daten verarbeiten usw). Oder bei Programmen die verschiedenen Formulare (im Sinne von Fenstern) und Dialogen.

Aber wie lässt sich der Begriff bspw. für die Entwicklung eines Programmes wie Word oder Excel anwenden? Entweder sind alle gewünschten Funktionen gegeben und auswählbar oder die gewünschten Funktionen sind nicht gegeben, zumindest nach meiner Logik. Mit Design ist da ja nicht viel.

Natürlich ist da viel Design. Die Menüleiste, Kontextmenüs, die ganzen Dialoge usw. Sehr sehr viel Design sogar. Unterschätze nicht Programme wie Word, da entwickeln seit jahrzehnten hunderte Entwickler dran. An manch einem Autoteil entwickeln weniger Menschen.

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Wie gesagt ist ein Prototyp immer eine gute Diskussionsgrundlage beim Gespräch mit Kunden oder Produktmanagern. Außerdem kann man mit einem Protoypen schon früh Proof of Concept Tests durchführen um zu sehen, ob Ansätze sich technisch realisieren lassen oder um Seiteneffekte früh zu erkennen.

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Vielen Dank schon mal für eure Antworten. Trotz pr0gg3r's ausführlichen Antwort kann ich ehrlich gesagt immer noch nichts genaues darunter vorstellen.

Eine vage Vermutung, am Beispiel einer Website wäre, dass Auf der Hauptseite ein einfacher Hyperlink zur Unterseite 1 führt. Von Unterseite 1 kommt man mittels Klick auf das Banner wieder zurück auf die Hauptseite. Dabei besitzt die Seite noch kein Template oder maximal ein 0815 Testdesign. Stimmt das so in etwa?

Der Kunde kann dann sagen, ob ihm der Klick auf das Banner ausreicht oder ob er bspw. im Footer noch einen extra Hyperlink haben möchte?

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Jein. Es kommt natürlich auf die Komplexität der Webseite an. Wenn es sich zB um eine Vereinswebseite mit ein paar Unterseiten handelt, könntest du recht haben, wobei da auch bei einem Prototyp meistens bereits einiges an Design (Platzierung des Logos, Sidebar, Contentbereich, Loginformular, ...) steht. Alles noch nicht endgültig, aber wie in etwa das aussehen könnte. Manchmal sind es auch einfach aus Photoshop oder Illustrator exportierte HTMl-Seiten, die man dann natürlich für das Endprodukt neu in validem Code schreiben muss. Aber es gibt dann noch kein CMS dahinter, Formulare funktionieren noch nicht bzw. man bekommt halt immer die gleichen Dummy-Ergebnisse bei der Suche wieder. Im Grunde kannst du dir vorstellen, dass ein Dummy bzw. Prototyp das "Look and Feel" verdeutlichen soll.

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Angenommen Du hast einen Kunden aus dem eCommerce-Bereich, der Dich beauftragt, einen Web-Shop zu bauen.

Wenn das Design und der Umfang besprochen, die User-Storis beschrieben sind, kannst Du anfangen, einen Prototypen zu bauen.

Dazu wirst Du ein Layout verwenden, was dem späteren Shop recht nahe kommt. Du wirst noch keine Kundendatenbank haben, sondern lediglich einen Demo-Benutzer mit dem Du Dich einloggen kannst. Der Produktkatlog wird nicht dem vollen Umfang entsprechen, sondern lediglich ein paar Beispiel-Artikel groß sein. Als Datenbank wirst Du maximal SQLite einsetzen. Artikel wirst Du nicht in einer Session vorhalten sondern eher im Localstorage des Browsers.

In dem Zusammenhang interessant sind moderne Webframeworks die (mehr oder weniger gut) die Möglichkeit zum https://en.wikipedia.org/wiki/Scaffold_(programming) bieten.

Damit kannst Du schnell ein bisschen MVC aus nix zaubern.

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