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pr0gg3r

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  1. pr0gg3r

    Meinung zu Braindumps / Verwendung? / Betrug?

    Kann man so sehen und kann man auch so machen. Man muss sich halt fragen, ob das zielführend ist. Du kannst den einfachen Weg durchs Studium nehmen und dann nichts können oder du setzt dich mit der Thematik auseinander. Ich kenne solche und solche und glaub mir, die richtig geilen Jobs haben nachher die, die fachliches Wissen haben und was drauf haben. Aber vermutlich wollen die anderen halt auch n chilligen Job und das ist auch wiederum OK (aber dafür muss man eigentlich auch nicht studieren oder Zertifikate machen). Beim Zertifikat das gleiche: Wenn man Technologie verstehen will und Bock hat, sich damit auseinander zu setzen, ist die Prüfung sehr gut machbar. Und dann hat die auch einen Wert bei Arbeitgebern. Kein Arbeitgeber bezahlt jemanden dafür, dass er Lösungen auswendig lernt, sondern dafür, dass man Lösungen entwickelt und umsetzt. Es ist für beide Seiten auch eine schlechte Situation, wenn der Arbeitnehmer mit Hilfe von Zertifikaten verspricht, was er so tolles alles kann, aber es sich dann herausstellt, dass er überfordert ist. Das ist leider immer wieder (auch mit studierten Fachkräften) der Fall. Letztendlich muss das jeder selber wissen. Ich halte so Braindumps nicht für notwendig, es macht den Arbeitsmarkt intransparenter und ist eben für die Anbieter eine Goldgrube. Kann man von halten was man will, ich halte nichts davon. Ich halte viel mehr von tatsächlicher fachlicher Kompetenz als von jemandem, der sich ein Zertifikat erschleicht und damit angibt.
  2. pr0gg3r

    Mit welchem FISI Job kann man bis 50k verdienen?

    Wie wäre es denn, wenn du dich dort bewirbst und im Bewerbungsgespräch nach dem Gehalt fragst? Bzw. du wirst dabei wahrscheinlich selbst nach deinen Gehaltsvorstellungen gefragt. Du kannst die Gehaltsvorstellungen auch bei der Bewerbung angeben (falls gefordert). Das ist jetzt nicht der einfache Weg, aber woher sollen wir denn wissen, welches Gehalt welche Firmen in welcher Position zahlen? 50k sind als Fisi realistisch, kommt aber auch immer drauf an in welchem Bereich, in welcher Stadt, bei nem großen oder kleinen Unternehmen. Am besten schaust du, dass du dich auf etwas spezialisieren und fortbilden kannst. Dann sollten die 50k eigentlich drin sein (vielleicht nicht sofort, aber du kommst diesen einen Schritt näher).
  3. Die Schwierigkeit bei Android ist nicht die Sprache, sondern die Architektur. Wenn ihr für Android in C# programmiert, dann nehme ich an, dass ihr Xamarin verwendet. Auch hierbei musst du dich an die Androidarchitekur einarbeiten und ein Wechsel zu Java (oder besser noch: Kotlin) wird dann einfach sein. Also lass dich am besten einfach mal überraschen, das wird alles gar nicht so schlimm, wie du es dir im Moment vorstellst.
  4. pr0gg3r

    Freie Wirtschaft oder Staat? (FISI)

    Es gibt eine viel wichtigere Frage, als "ÖD vs. Privatwirtschaft". Und zwar wo du dich fachlich und persönlich hin entwickeln möchtest und wo du das kannst. Welche Technologien gefallen dir, wie stellst du dir deinen Arbeitsplatz und -alltag vor? Und dann solltest du dir erst überlegen, welcher AG dir das erfüllen kann. Ich habe nie im ÖD gearbeitet und kann deshalb nicht allzu viel dazu sagen. Man hört jedoch, dass es dort eher "lahm" zugeht. Und das ist im IT-Sektor nicht unbedingt von Vorteil, denn unsere Branche entwickelt sich rasant. Was jedoch nicht heißt, dass es in der freien Wirtschaft keine altbackende IT gibt, jedoch hat man dort denke ich mehr Auswahl und Chancen auf interessante Technologie. Ja das ist es halt, IT ist meist immer stressig. Ich kann absolut verstehen, wenn das jemand nur begrenzt mitmacht und es irgendwann ruhiger haben möchte. Man wird ja auch älter und wenn man zB eine Familie gründet, will man nicht mehr zig Überstunden machen. Es hat so alles sein Vor- und Nachteile. Aber auch wenn du dich jetzt entscheidest, heißt das nicht, dass du niemals von einem ins andere wechseln kannst. Vielleicht sollte man sich auch ein bisschen auf sein Bauchgefühl verlassen, wenn alle anderen Faktoren (Gehalt, Fahrtzeit, nette Kollegen...) in etwa gleich sind.
  5. pr0gg3r

    Wie beruflich PHP-Entwickler werden?

    Das ist vermutlich das, was PHP-Entwickler unter Dependency Injection verstehen. Ein netter zusätzlicher Effekt ist, dass dadurch die Software auch viel besser testbar ist. Das ist mir vorhin nicht aufgefallen (bzw. ich habe nicht darauf geachtet), aber man sollte sich auch immer angewöhnen, sogenannte Unit-Tests zu schreiben und nur Branches zu mergen, bei denen die Tests nicht fehlschlagen. Das bringt mich auch gleich auf einen weiteren Punkt: Du nutzt zwar Git, aber du hast keinen Workflow dahinter. Ein Workflow wäre z.B., dass du den Master schützt, so dass niemand direkt in diesen Pushen kann. Stattdessen legt man weitere Branches an (sogenannte Feature-Branches oder Branches für Bugfixes), die dann in den Master gemerged werden (aber erst, wenn sie von jemandem approved wurden). Und um das agile Arbeiten noch abzurunden, kannste dir mal ein paar Scrum- oder Kanban-Software anschauen. Dann fehlt mir im Git noch eine Lizent-Information. Erst mal nicht weiter schlimm, aber ich persönlich mag es gar nicht, wenn ich eine coole Lib nicht nutzen kann, nur weil die Lizenz fehlt.
  6. pr0gg3r

    Wie beruflich PHP-Entwickler werden?

    Das sieht doch schonmal besser aus, als du vermutlich denkst 😊 Was mir auf die Schnelle aufgefallen ist (habe zwar länger kein PHP mehr gemacht, aber sollte nichts ausmachen): Du arbeitest mit Klassen, das ist schonmal sehr gut! Wieso sind die dann im Verzeichnis "Interfaces"? Klassen und Interfaces sind ein Unterschied Du könntest einen Autoloader verwenden, damit fallen dann deine ganzen Includes weg Deine Methodennamen haben am Anfang einen Großbuchstaben. Ein ungeschriebenes Gesetzt ist, dass man nur Klassennamen groß schreibt und Methodennamen klein, damit es übersichtlicher ist Die kommentierst zu viel. Beim __constructor() muss z.B. nicht dran stehen, dass es der Constructor ist oder beim Logout, dass es der Logout ist. Meistens macht man es so, dass man nur die Stellen kommentiert, deren Sinn sich nicht erschließt, wenn etwas z.B. bewusst anders programmiert wurde, als man es eig. machen würde. Was der Code an sich macht, sollte man von ihm ablesen können, dabei helfen gut benannte Variablennamen. Du kannst dir auch mal Javadoc anschauen, für PHP gibt es sicher was ähnliches. Für die Datenbankgeschichten benutzt du zwar mysqli, aber du könntest das noch besser machen, indem du ORM verwendest Du trennst nicht Logik von Design. Du hast im Verzeichnis "session" jede menge echos. Das möchte man eigentlich vermeiden indem man entweder eine Template-Engine verwendet oder gleich noch besser, eine MVC-Architektur. Deine Datenbank hast du in SQL-Queries definiert und zwar alles in einzelnen Dateien. Mach lieber eine Datei, das ist für andere dann besser für den Import. Außerdem fehlen da die Relationen zwischen den Datenbanken (Stichwörter: Foreign Key, Constraint) Du hast kein Logging implementiert Die UI ist jetzt nicht das schönste, was ich je gesehen habe, aber es geht ja gerade um PHP (ansonsten wären mir Themen wie Responsive usw. wichtig) Fazit: Der Code ist weniger schlimm, als der von vielen PHP-Anfängern (inkl. mir damals!) und du scheinst zu wissen, was du machst. Ich denke sogar, damit kann man eine Junior-Stelle finden, denn das was mir z.B. aufgefallen ist, wirst du dann eh auf der Arbeit relativ schnell lernen. Ansonsten, versuche dich mit den Themen die ich oben geschrieben habe auseinander zu setzen, dann bist du auf einem ganz guten Weg. Weiterhin viel Erfolg!
  7. pr0gg3r

    Wie beruflich PHP-Entwickler werden?

    Kein Mensch entwickelt eine größere Webseite mehr mit reinem PHP. Stattdessen wird z.B. für Onlineshops gerne Magento verwendet oder Projekte mit dem Laravel-Framework oder anderen Frameworks realisiert. Kenntnisse darin bieten dir ganz neue Optionen bei der Stellensuche. Ansonsten ist im Frontend-Bereich React und Angular sehr gefragt. Das ist zwar anders als PHP, aber hat durchaus seinen Reiz, wenn du HTML, CSS und JS magst. Wenn du hier dann noch serverseitig gehen möchtest, wäre NodeJS und MongoDB ein Blick wert (Stichwort MEAN-Stack). Es kommt weniger darauf an, was du programmierst, sondern eher, wie du das programmierst. Gerade mit PHP kann man da viel falsch machen. Du kannst das aber auch objektorientiert und mit einer super-duper MVC-Architektur realisieren. Du brauchst halt Referenzen. In einem Bewerbungsgespräch kann man recht schnell das Level eines Entwicklers feststellen. Jemand, der das drei Jahre in der Ausbildung gemacht hat, ist hier natürlich fitter als jemand, der sich das selbst (evtl. sogar falsch) beibringt. Ansonsten gibt es aber auch viele andere Wege: Praktika, Zertifikate, Onlinekurse (Udemy oder wie das Zeugs heißt), ein Github-Profil mit nem eigenen Projekt, Mitarbeit an nem OpenSource-Projekt uvm. Das Problem ist halt, dass jemand, der sich das selber beibringt, sich auf einem anderen Level belegt als jemand, der in der Ausbildung einen kompetenten Ausbilder / Mentor zur Seite hat. Da kann man dann in 3 Jahren viel mehr lernen als jemand, der sich das 10 Jahre selbst beibringt und sich viele Fehler angeeignet hat. Vielleicht solltest du dir überlegen, noch eine Ausbildung zum FIAE zu machen. Von mir aus, lad deinen Code in ein Repo hoch und ich schaus mir mal an. Bei Praktikanten gibt es immer mehrere Probleme. Erst einmal, muss es genug Arbeit in der Firma haben, sonst sitzt der Praktikant nur rum, was für beide Seiten eine blöde Situation ist. Dann kommt es natürlich drauf an, was der Praktikant machen kann. Ein Praktikant, der bereits ein wenig Grundlagen beherrscht, kann sicherlich mehr machen als jemand, der kein CSS und keine Schleife kann. Ich denke auch, dass viele Firmen einfach nicht direkt danach suchen, aber dennoch Praktika möglich sind. Einfach mal initiativ bewerben. Und eine reguläre duale Ausbildung (ggf. verkürzt, weil du ja schon eine hast)?
  8. Kann ich so nur unterschrieben (studiere auch Medieninformatik und bin fast fertig). Medieninformatik hat ein breites Spektrum und bietet einem die Möglichkeit, sich auf einen Bereich zu spezialisieren: sei es Programmierung, UI/UX, Machine Learning, AI, VR, AR, Mobile, Gaming oder viele andere Bereiche. Für alle, die Bock auf Technologie haben, ist MI auf jeden das Richtige. Natürlich gibt es auch immer "nervige" Module. Zum Beispiel Mathe oder für die, die nur Design machen wollen Programmierung. Kommt halt auch immer drauf an, in welche Richtung man möchte. Bei meiner FH kann man zum Glück im Hauptstudium sehr viel wählen, wodurch man die Chance hat, sich auf einen Bereich zu spezialisieren. UXD ist auf jeden Fall ein Bereich, in dem immer mehr Fachkräfte gesucht werden. Wenn du in diesen Bereich möchtest, ist MI auf jeden Fall das Richtige.
  9. pr0gg3r

    Wieviele Mitarbeiter sollte das Team haben?

    Sorry, dann ist aber eure Architektur und/oder Dokumentation Schrott. Ist ja auch nicht verwunderlich, da es nicht so aussieht, als ob dafür viel Zeit übrig bleibt.
  10. Bei Java ist die Programmiersprache das eine, das Tooling und Frameworks drum rum das andere. Befasse dich dann am besten mit Java EE, Springboot, JPA, ... Das ist recht gefragt bei (größeren) Firmen und auch die Gehälter sind in diesem Bereich recht gut . Gerne auch in Verbindung mit Angular. Am besten einfach mal in Jobbörsen schauen, was für Anforderungen an (Junior) Java-Entwickler gestellt werden.
  11. pr0gg3r

    Wieviele Mitarbeiter sollte das Team haben?

    Ich habe einfach mal euer Tagesgeschäft gegliedert: Support der laufenden Anwendungen (8 insgesamt, 3 mit viel Supportaufwand) Weiterentwicklung von 4 Anwendungen Administration Web- und Datenbankserver Um das mit 3 Mitarbeitern zu "jonglieren", braucht man sehr gutes und effizientes Projektmanagement. Das hat nun aber den Nachteil, dass das dann auch ganz schnell ein Fulltime-Job wird, dann also noch eine Person in der Umsetzung fehlt. Rein theoretisch könnte man nun sagen, dass jeweils ein MA sich um eine Aufgabe am Tag kümmert könnte. Jedoch ist es bei Softwareentwicklung s, dass man nicht hier mal ein Tag, da mal ein Tag dran entwickeln kann, sondern besser "am Ball dran bleiben sollte". Dennoch halte ich es nicht für sinnvoll, dass ein Entwickler durch Support unterbrochen wird. Die Zeit, sich wieder in die Arbeit einzufinden, kostet alleine jedes mal 15 Minuten. Da ist einfach mal die Firmenleitung nicht kompetent. Man rechnet eigentlich mit ca. 250 Arbeitstagen (je nach Bundesland auch mehr) minus Urlaubstage (je nach Vertrag) und - Krankheitstage (10 im Schnitt). Und von dem Ergebnis nimmt man auch nicht 100%, sondern vielleicht 80%, die ein MA effektiv an Projekten mitarbeitet. Nun weiß man, wie viel Manpower man hat. Jetzt müsst ihr den Aufwand kalkulieren: Wie viel Aufwand habt ihr in der Entwicklung, wie viel im Support, wie viel bei der Administration. Bei euch wird sicher der Aufwand die zur verfügung stehende Manpower übersteigen. Aber dann seht ihr ca. wie viele MA eigentlich im Team sein sollten - ohne, dass Überstunden anfallen oder durch Krankheit / Urlaub zusätzlicher Stress entsteht. Das Nächste was ich bei euch sehe ist die Verteilung der Aufgaben. Wieso sollte ein Entwickler Support machen oder Server administrieren? Wieso sollte ein Serveradmin entwickeln? Vermutlich wäre es besser, Experten in ihrem Gebiet einzustellen anstatt jeden alles machen zu lassen. Wenn jemand viele Kompetenzen hat, ist er nicht so effektiv, wie ein Profi im jeweiligen Bereich.
  12. pr0gg3r

    zeugnis fälschen?

    Wenn man sich unsicher bei einem Bewerber fühlt, sollte man ihn nicht nehmen. Das ist für beide Seiten besser, als wenn sich später herausstellt, dass der Bewerber doch nicht ins Unternehmen passt (aus welchen Gründen auch immer, sei es fachlich oder persönlich). Ich bezweifle außerdem, ob Noten tatsächlich aussagekräftig sind. Beispiele: Es gibt Lehrer, die sehr tolerant benoten. Es gibt Lehrer, die immer die gleichen Arbeiten schreiben, da reicht es, wenn man die Arbeiten von jemand anderem bekommt und schon hat man eine 1-2. Es gibt auch Schüler, die sich besser auf Papier als mündlich ausdrücken können und andersherum. Deswegen muss das Zeugnis noch nicht gefälscht sein. Oder er war, wie schon genannt, einfach nur nervös. Im Zweifel würde ich ihn ein oder zwei Tage zum Probearbeiten kommen lassen, damit ihr euch ein genaueres Bild machen könnt.
  13. pr0gg3r

    Chancen für Ausbildung

    Ich frage mich: Wieso bewirbst du dich nicht einfach? Ich kenne dich nicht, aber wie man das so liest, liegt das an deinem Selbstvertrauen: "ich traue mich nicht zu bewerben, also suche ich im Forum nach Bestätigung". Das kann ich dir geben! Ich habe Azubis gesehen, die sehr viel weniger Referenzen hatten als du, aber sich selbstbewusst verkauft haben und genommen wurden. Solange du nicht anfängst, Bewerbungen zu senden sind deine Chancen = 0. Schreibst du Bewerbungen, steigern deine Chancen mit jeder Bewerbung. Wenn du dich immer noch nicht traust oder nur Absagen erhälst, stelle deine Bewerbung anonymisiert hier rein und die "FI-Bewerbercoaches" helfen dir Dazu muss man sagen, dass es ja auch eine andere Zeit war. Damals gab es weniger Ausbildungsstellen für FI (zumindest an der Berufsschule, an der ich damals war gibt es mindestens eine Klasse mehr), aber auch mehr Bewerber (da sich auch immer mehr für ein Studium entscheiden). Von dem Standpunkt aus stehen die Chancen ganz gut, wenn man sich ordentlich bewirbt und beim Bewerbungsgespräch kompetent auftritt.
  14. pr0gg3r

    FIAE Zukunftssicher ?

    Ich habe zuerst eine Ausbildung zum FIAE gemacht und studiere gerade Medieninformatik an einer FH und bin fast fertig. Deshalb folgend meine Meinungen, damit sich der ein oder andere ein Bild machen kann. Dauer Eine Ausbildung dauert in der Regelzeit 3 Jahre, ein Bachelorstudium um die 7 Semester (3,5 Jahre) in Regelstudienzeit. Eine Ausbildung kann man verkürzen, ein Studium theoretisch auch, was aber in der Realität eher nicht machbar ist. Bei einem Studium kann man sich dafür mehr Zeit lassen. Auslandserfahrungen So gut wie alle Unis und Hochschulen haben Partner-Universitäten im Ausland und bieten Austauschprogramme an. Wenn man also unbedingt Auslandserfahrung sammeln möchte, bietet sich hier ein Studium eher an. Natürlich kann es auch Ausbildungsbetriebe geben, die ihre Azubis ins Ausland schicken, wobei die Möglichkeiten bei einem Studium wohl eher vorhanden sind. Fachliche Tiefe Fachlich vermittelt ein Studium tieferen theoretischen Einblick. Zum Beispiel haben wir, was Softwareentwicklung angeht, im ersten Semester viel mehr gehabt als in der gesamten Berufsschulzeit. Der Unterschied ist jedoch, dass beim Studium viel mehr Theorie dran kommt. So wendet man z.B. in der Berufsschule Pattern an, ohne es wirklich zu wissen. Erst durch das Studium war mir klar, wieso man was wie besser machen kann und welche Vor- und Nachteile es gibt. Praxisbezug Meistens wird genannt, dass die Ausbildung mehr Praxisbezug hat, als ein Studium. Ich denke, auch hier muss man differenzieren, was im Betrieb vermittelt wird. Auch beim Studium (zumindest bei mir an der FH) gibt es sehr viele Dozenten, die aus der Praxis kommen und Dinge vermitteln, die ich in der Ausbildung nicht gelernt habe. Zusätzlich hat man auch bei Studium meist ein Praxissemester. Hier lernt man die praktische Anwendung. Das geht zwar nur ein halbes Jahr, aber es kommt ja auf die Lernkurve an. Ich denke, diese ist am Anfang am steilsten und flacht dann ab, also man lernt in den ersten drei Monaten am meisten. Ob man dann noch drei Monate, oder noch 2,5 Jahre Praxis hat, macht nicht den großen Unterschied aus. Wobei das auch immer auf das Aufgabengebiet bezogen ist und durchaus auch anders sein kann. Aktuelle Themen Auch hier kommt es auf den Betrieb und die Uni an. Die Berufsschullehrer waren auf keinem aktuellen Stand. In der Uni wurden viel mehr neue Themen und Technologien behandelt und diskutiert, als im Betrieb. So es Docker, CI, GraphQL, AI, ML, etc. Wer also eher Technikvernarrt ist, für den ist ein Studium vermutlich doch das interessantere. Wissenschaftliches Arbeiten Um erst mal die Angst zu nehmen: so krass wissenschaftlich ist ein Studium auch nicht. Also man braucht nicht denken, dass man da wahnsinnig forschen kann (außer, man macht an entsprechenden Projekten mit). Natürlich ist und bleibt wissenschaftliches Arbeiten immer wieder ein Thema, was aber auch gut so ist, da das eine andere Herangehensweise ist, die gelernt werden muss. Spezialisierung Eine Spezialisierung ist während dem Studium, als auch während der Ausbildung möglich, sofern der Ausbildungsbetrieb das fördert. Es gibt jedoch Gebiete in der IT, die eher schwierig ohne ein Studium sind. Damit meine ich nicht das Programmieren, sondern Gebiete, für die tiefgründiges Wissen vonnöten ist wie z.B. ML, KI. Wer sich also solche Bereiche vorstellen kann, sollte eher zu einem Studium greifen. Networking Ein Studium bietet neben den Vorlesungen auch viel drum herum. So gibt es bei uns Karriere-Marktplätze, Exkursionen, Talks, Gastdozenten, uvm. Hier kann man sehr gute Kontakte knüpfen und Firmen kennen lernen. Work-Life-Balance Dazu braucht man nicht viel sagen, im Studium ist man flexibler. Man muss selber entscheiden, welche Vorlesung man besucht und wann man nicht hin geht. Jedoch kann es auch sein, dass interessante Vorlesungen erst abends statt finden. Diese Eigenverantwortung ist aber auch nicht für jeden was, es gibt immer wieder welche, die gar nicht kommen und dann auch entsprechend schlecht sind. Verdienst Es wird im Forum öfter genannt, dass man während einer Ausbildung Geld verdient. Als Informatik-Student hat man absolut keine Probleme, einen Nebenjob oder eine Werktstudentenstelle zu finden. Viele (u.a. ich) verdienen sich so 400-800€ im Monat dazu, was dann auch nicht so viel weniger als bei einer Ausbildung ist (vor allem wenn man noch BAföG bekommt). Der Stundensatz liegt sogar gleich hoch oder höher wie bei einer Ausbildung, so kenn ich Kommilitonen mit einem Stundensatz von bis zu 25€. Schwierigkeit Wenn man ein wenig IT-Affin ist, braucht man in der Ausbildung nicht allzu viel zu lernen und ist mit Noten 1-2 dabei. Wenn man das im Studium halten muss, muss man schon etwas mehr dafür lernen. Wobei das auch immer auf das Modul ankommt. Da gibt es Module, da lernt man zwei Tage vorher und kommt easy durch, dann gibt es Module bei denen zwei Wochen nicht ausreichen (z.B. Mathe). Das hat aber denke ich weniger mit Intelligenz zu tun, sondern eher mit Fleiß. Wer also nicht bereit ist, sich ab und an mal hinzusetzen, für den wird ein Studium eher nicht das Richtige sein. Fazit Ich würde niemals eine Ausbildung oder ein Studium schlecht reden. Beides ist sehr gut, hat Vor- und Nachteile. So habe ich mich vor der Ausbildung bewusst für diese entschieden, weil ich es für mich persönlich zu dem Zeitpunkt als richtig empfunden habe. Ich habe auch in der Ausbildung und vor allem im Berufsleben viel gelernt, was ich nicht im Studium hatte, aber auch anders herum. Letztendlich ist es vor allem Typsache.
  15. pr0gg3r

    Android App mit VS-Xamarin

    Wenn du nur für Android entwickelst, rate ich dir zum Android Studio und die App in Java oder Kotlin zu entwickeln. Xamarin ist dazu da, um Apps für iOS und Android zu entwickeln. Dabei kann man die Business-Logik nur 1x abbilden, jedoch muss man trotzdem die Views nochmal für iOS und Android entwickeln. Wenn du aber sowieso nur für Android entwickeln möchtest, kannst du das auch direkt. Der Einstieg in Xamarin ist nicht einfach, da man dennoch die Eigenheiten der Zielplatform kennen muss. Deshalb ist es auch nicht falsch, erst einmal nativ in Java/Kotroin bzw. Objective-C/Swift zu entwickeln, dann ist der Umstieg auf Xamarin deutlich leichter.

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