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Hallo zusammen,

ich weiß aktuell nicht weiter und habe das Gefühl ich drehe mich nur noch im Kreis.
Um mich zu verstehen, fange ich mal an meinen Werdegang zu beschreiben.
Ich versuche mich so positiv wie möglich auszudrücken, entschuldigt gewisse Übertreibungen.

Ich habe nach meinem Realschulabschluss 2010 direkt eine Ausbildung als Informatikkaufmann angefangen.
Die Ausbildungsfirma war im nachhinein ein kompletter Griff ins Klo.
Der Chef und ich waren die einzigen in der Abteilung und ich musste größtenteils Interne-IT Themen übernehmen.
Ich war der erste (und bis jetzt letzte) Auszubildende in dieser Firma und mein Chef konnte Themen nie gut rüberbringen.
Lösungen habe ich größtenteils selbstständig erarbeitet und Verantwortung von Anfang an übernommen.
Weil ich von Tag 1 von meinem Chef als billige Arbeitskraft benutzt wurde (Drucker warten, Rechner tauschen... )  hatte ich in der Lehre nie die Möglichkeit Praxis in dem Kaufmännischen Bereich zu erhalten.

Die Ausbildung habe ich befriedigend abgeschlossen. Habe mich damals zu wenig auf das wesentliche Konzentriert und wollte irgendwie durchkommen.
Nach der Ausbildung habe ich 2 Jahre weiter im Ausbildungsbetrieb gearbeitet. Aufgrund der eintönigen Arbeiten wollte ich jedoch irgendwann mehr machen/können.
Hatte von einem Bekannten den Tipp für ein mittelständischen Rechenzentrums Dienstleister in der Region erhalten.

Ab 2015 war ich dann als Servicedesk Mitarbeiter dort tätig und kümmerte mich um den First Level Support in einem 10 Mann Team.
Am Anfang war die Stelle aufgrund der Professionalität in dem Unternehmen sehr fordernd für mich, habe mich jedoch schnell eingearbeitet.
Mit dem Schichtbetrieb und der Rufbereitschaft kam ich gut zurecht.

Im laufe des ersten Jahres bin ich im Betrieb durch die Qualität meiner Arbeit (Voranalyse, Kundenkommunikation) sehr Positiv aufgefallen.
Meine technischen Kenntnisse konnte ich hier jedoch auch nicht weiter nach vorne bringen.
Das Aufgabengebiet einer anderen Abteilung in der Firma hatte mich sehr interessiert.

Durch eine interne Bewerbung auf die Stelle konnte ich dann zum Januar 2018 in die Abteilung der Application Adminstration wechseln.
Das Aufgabengebiet war hier umfassender. Hier werden unter anderem die Software auf den Systemen der Kunden installiert und geupdated.
Eine Woche nachdem ich meinen Wisch zur neuen Stelle unterschrieben habe wurde bekannt, dass es eine Umstrukturierung geben soll.
Die Abteilung in die ich gewechselt habe, wurde von 7 Leuten auf 3 Leute (inklusive mir) reduziert.

In der Zeit bis jetzt konnte ich gute Erfahrung mit RedHat und Middleware Komponenten sammeln.
Aber alles nur selber beigebrachte Kenntnisse, keine Kurse oder Weiterbildungen.

Aus verschiedenen Gründen bin ich nicht mehr glücklich mit dieser Stelle.

- wöchentliche Wartungsarbeiten außerhalb der regulären Arbeitszeiten (Anzahl steigend)
- technische Durchführungen werden wenige, mein Chef nutzt mich mehr als Koordinator und Planer von Themen
- Uneinsichtige Führungskräfte die Probleme nicht einsehen wollen oder ignorieren

Im Grunde sehe ich hier auch aktuell meine Stärken.. Planen, Kommunizieren und strukturiert Lösungen Ausarbeiten. 
Ich habe aber das Gefühl, dass meine Karriere in eine "falsche" Richtung abbiegt.

Ich bin jetzt 26 Jahre alt, habe Realschulabschluss und eine Ausbildung die von manchen Informatikern belächelt wird.
Auf ausgeschriebenen Stellen scheue ich mich zu bewerben, da ich kaum Qualifikationen vorzeigen kann.

Bin aktuell am überlegen ob ich nochmal dual Studieren sollte (sollte ich denn irgendwo genommen werden).
Ich habe aber Angst durch die lange Auszeit von der Schulbank/Ausbildung die Anforderungen an das Studium nicht zu erfüllen.

Den Arbeitgeber würde ich jedoch aufgrund der aktuellen Situation auf jeden Fall wechseln, ich suche nur noch nach "passenden" Stellen.

Danke im voraus,
VG DonP

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Was möchtest du studieren?

Dual studieren, bedeutet nochmal eine Ausbildung verknüpft mit einem Studium oder meinst du hauptsächlich arbeiten und studieren?

Ich gehe einfach mal davon aus, du möchtest Informatik oder ähnliches studieren.

Solltest du nebenbei studieren und arbeiten, kostet das je nach Art des Trägers eine Menge Kohle. Bei der FOM zb. bist du locker bei 15k für 7 Semester. FOM würde ich dir nur raten wenn du mehr in die BWL Schiene willst, die bieten zwar Wirtschaftsinformatik an, aber wenn man sich die Module anschaut ist das sehr wirtschaftlastig. Alternativ kannst du an die Uni-Hagen, "richtiges" Informatik studieren. Dauert nur mindestens 9 Semester oder sogar mehr, bin gerade nicht sicher. Und hier musst du prüfen ob du zugelassen werden kannst, 5 Jahre Berufserfahrung in der IT sollte nach meinem Kenntnisstand reichen um dort angenommen zu werden auch wenn du kein Abi hast. 

Mathe wird der Knackpunkt sein, an deiner Stelle würde ich mir mal Vorbereitungskurse anschauen und für dich bewerten wie viel du aufholen musst. 

Sonst mit 26 Abi nachholen auf dem 2. Bildungsweg. 3 Jahre durch. Und mit 29/30 anfangen zu studieren. Dann musst du dich aber auf 6 Jahre limitierten Lebensstandard einstellen.

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Ich bin FISI und war mit meinem Ausbildungsbetrieb auch nicht zufrieden. Jetzt studiere ich ohne Abitur Informatik. 

Mit deiner Berufserfahrung bist du elternunabhängig Bafög-berechtigt und seit diesem Semester wird dir zusätzlich die Krankenkasse gezahlt. Viele Hochschulen bieten Studenten ohne Abitur Vorbereitungskurse für Mathe an. 

Ich habe mich gegen ein Duales Studium entschieden, weil ich schon Fachinformatiker bin und ein anständiges Studium absolvieren wollte. Ich habe es bis jetzt nicht bereut. Die Angebote für Werkstudenten waren auch ganz gut. 

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Am 17.11.2019 um 21:09 schrieb Def_Con:

Dual studieren, bedeutet nochmal eine Ausbildung verknüpft mit einem Studium

Nicht zwingend! Ein duales Studium ist nicht immer mit einer Ausbildung verbunden, sondern bedeutet lediglich, dass man neben dem Studium an einer (Fach-)Hochschule, auch praktisch in einem Unternehmen arbeitet. Ob man das nun ausbildungsbegleitend oder berufsbegleitend macht, ist dabei abhängig davon, wie das jeweilige Angebot des Arbeitgebers aussieht. Hier ein Link zu den verschiedenen Typen eines dualen Studiums.

Am 17.11.2019 um 21:09 schrieb Def_Con:

Alternativ kannst du an die Uni-Hagen, "richtiges" Informatik studieren. Dauert nur mindestens 9 Semester oder sogar mehr, bin gerade nicht sicher.

Das stimmt so auch nicht. Man kann das Bachelor-Studium zum Informatiker in 6 Semestern beenden. Ob man das Lernpensum des Vollzeitstudiengangs jedoch neben einem normalen, beruflichen Alltag schafft, sei mal dahingestellt. Aber es liegt an einem selber, ob man sich für die Vollzeitvariante, die auf 6 Semester ausgelegt ist, entscheidet. Weitere Infos dazu hier.

Neben den privaten Hochschulen gibt es übrigens auch zunehmend von staatlichen (Fach-)Hochschulen das Angebot, ein Studium neben dem Beruf zu bestreiten. Dazu muss du auch nicht explizit einen Arbeitgeber haben, der ein duales Studium anbietet, da diese Studiengänge so ausgelegt sind, dass sie abseits der regulären Arbeitszeit stattfinden und du auch keine längere Freistellung benötigst. Da sei z.B. das Verbundstudium für Wirtschaftsinformatik der TH Köln und TH Dortmund genannt.

Mittlerweile kann man sich fast überall auch als "beruflich Qualifizierter" für einen Studiengang eisnchreiben bzw. bewerben. Die formalen Voraussetzungen sollten durch deine Ausbildung und der Berufserfahrung gegeben sein. D.h. das Nachholen einer (Fach-)Hochschulreife hat eigentlich keinen wirklichen Mehrwert und würde nur mehr Zeit kosten.
Was die Ansprüche an Mathematik etc. angeht, gibt es fast überall Vorbereitungskurse, die man besuchen sollte, wenn man kein Abitur hat oder dieses sehr weit zurück liegt oder man nie wirklich stark war in diesem Fach.

Sofern man es sich leisten kann, würde ich übrigens immer zu einem regulären Vollzeitstudium raten.

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