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CS --> Amoklauf


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(Hoffentlich) Guten Morgen,

Schaut euch mal das an:

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Ein Computerprogramm der Firma Sierra Entertainment hat den Amokläufer von Erfurt trainiert

Was ging in dem Kopf des Amokläufers von Erfurt vor? Die Antwort darauf steht auf diesen Seiten. Das populäre und indizierte Computer onlinespiel "Counterstrike" simuliert Terror- und Antiterrorkriegsführung in Echtzeit. Über das Internet spielen überwiegend jugendliche Spieler in Terror- oder Antiterrorgruppen - nach Angaben des Herstellers sind zu jeder beliebigen Zeit 500000 Spieler eingeloggt. Es geht um die Besetzung von Gebäuden, die Sprengung von Fahrzeugen, um die Befreiung von Geiseln - oder, wenn man die Gegenseite spielt - um deren Gefangennahme. Das Waffenarsenal ist gewaltig, der Munitionsvorrat, eine prekäre Ressource, muß während des Spiels immer wieder aufgestockt werden. Robert Steinhäuser war, wie seine Mitschüler berichten, ein begeisterter "Counterstrike"-Spieler.

Und das Spiel, in dem man vom Polizisten (sogar die GSG 9) über den Passanten bis hin zum Schulmädchen jeden erschießen soll, ehe man selber erschossen wird, liefert einen Handlungs code für den Amoklauf von Erfurt; es ist das meistgespielte Online-Computerspiel der Welt. Wie im Spiel, wo der Spieler mit einer Primär- und einer Sekundärwaffe, nämlich Gewehr und Pistole ausgestattet ist, versah sich der 19jährige mit Pumpgun und Revolver und einer riesigen Menge Munition. Seine Maskenverkleidung schaute er sich den Spielfiguren ab. Und die Empfehlung, die auf der Seite von amazon.com gegeben wird, man solle, wenn man in dem Spiel VIPs erschieße, an Leute denken, die man nicht mag, hat Robert Steinhäuser ebenfalls ganz wörtlich genommen.

Ob der Massenmord für ihn Spiel oder das Spiel schon Mord war, werden Psychologen erkunden. Doch das Inventar der Haßindustrie wird täglich wirklichkeitsnäher. "Erschieß mich doch", hat der Lehrer zu Steinhäuser gesagt, der ihm die Kapuze und damit die Rolle vom Leib riß. Und der Mann, der soeben siebzehn Menschen ermordet hatte, antwortete wie Kinder, die den Computer abschalten: "Ich habe jetzt keine Lust mehr". F.A.Z.

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 28.4.2002

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Ist das nicht ein bisschen Krank? Gestern war auf RTL (Spiegel TV) genau das gleiche dran ("...solche HORRORSPIELE wie QuakeIII und CS" "...wo man willkürlich auf alles schießt was sich bewegt, damit das Blut nur so spritzt!").

Urtelen die nicht ein bisschen schnell? Niemand kann Computerspiele, Filme oder Musik für geisteskranke verantwortlich machen!

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Original geschrieben von capitanx

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Ein Computerprogramm der Firma Sierra Entertainment hat den Amokläufer von Erfurt trainiert

(...)

Und das Spiel, in dem man vom Polizisten (sogar die GSG 9) über den Passanten bis hin zum Schulmädchen jeden erschießen soll, ehe man selber erschossen wird, liefert einen Handlungs code für den Amoklauf von Erfurt;

(...)

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 28.4.2002

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Ich finde auch, dass da etwas vorschnell geurteilt wird. Dieser obige Satz zeigt das ja schon: Wo man in Counterstrike Passanten oder Schulmädchen erschiessen soll, das muss mir mal jemand erklären... Die haben das ja völlig falsch verstanden, schliesslich ist es weder die Aufgabe der Ts, noch der CTs, Geiseln zu erschiessen. OK, man könnte sagen dass es generell unmoralisch ist, in Computerspielen auf "Menschen" zu schießen, insbesondere wenn diese von echten Leuten gespielt werden.

Andererseits denke ich mir, wenn man nicht fähig ist, die virtuelle Welt von der Realität zu trennen, dann muss der Typ schon vorher psychisch krank gewesen sein. Ich meine wenn man bei gesundem Menschenverstand ist, würd man doch nie auf die Idee kommen, Menschen unzulegen bloß weil man vorher 'n paarmal CS gezockt hat.

Vielleicht hat er einfach nur gemerkt, dass er durch das Ballern on Counterstrike Erfolg und Anerkennung bekommen konnte, und er war dann so krank, zu glauben das er das gleiche in der Realität erfährt. Man wird es nie erfahren, aber man sollte die Schuld nicht allein den ach so bösen Computerspielen zuschieben.

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