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gutgemeinte Warnung vor Klagenflut...


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Hallo zusammen,

auch auf die Gefahr hin das ich mich jetzt bei einem Großteil hier unbeliebt mache...

... ich habe mich heute hier mal durch die diversen Threads gelesen und doch einige gefunden in denen immer wieder die Rede von Klagen gegen die Wiederholung der Prüfung die Rede ist.

Versteht mich nicht falsch, ich kann den Ärger gut verstehen und ich würd' mich sicher auch aufregen. Um ehrlich zu sein hab ich mich schon vor einem halben Jahr aufgeregt als ich meine Prüfung in Köln gemacht habe (auch damals gab es schon einige, nennen wir sie mal vorsichtig, "Unstimmigkeiten").

Aber man sollte es sich schon sehr genau überlegen bevor man rechtliche Schritte einleitet. Ich habe heute mit einem Mitglied des FI Prüfungsausschusses in Köln gesprochen der bei uns in der Firma arbeitet.

Ich war einfach mal neugierig und wollte wissen was sich denn die IHK in Köln so für Gedanken macht wegen der Sache.

Also, mein Kollege vertritt die Ansicht, und der stimme ich auch zu, das es prinzipiell 100%ig korrekt war die Prüfung nicht durchzuführen. Schließlich liegt hier eindeutig ein Fall von Betrug vor. Was jedoch eindeutig nicht korrekt ist, ist die Tatsache das es in dieser Beziehung keine einheitliche bundesweite Handlungsweise aller IHK's gegeben hat.

Wohlgemerkt, das ist die Ansicht der IHK Köln, rein rechtlich gesehen dürfen die IHK's auch solche Entscheidungen wohl individuell fällen!!!

Was den "Schuldigen" angeht, so würde ich persönlich eher vermuten das er von außerhalb der IHK's kommt, denn meines Wissens nach kommen die Prüfungen versiegelt bei den IHK's an und werden erst kurz vor den Prüfungen geöffnet. Aber auch außerhalb der IHK gibt es eine ganze Menge in Frage kommende Personen (ZPA, Korrekturleser, Druckerei... usw.), so daß die Suche nach dem wahren Schuldigen sehr schwierig sein dürfte. In jedem Fall hat derjenige der die Informationen schließlich ins Net stellte den Azubis keinen Gefallen getan, im Gegenteil!

Nun aber zurück zum Punkt, ... Rechtsmittel!

Bevor ihr rechtliche Schritte einleitet solltet ihr Euch über möglichen/wahrscheinlichen Folgen im klaren sein.

Punkt 1: die deutsche Gerichtsbarkeit ist, wie viele andere deutsche Institutionen nicht gerade für ihre schnelle Arbeit bekannt. Eine Klage gegen die IHK auf Anerkennung der Prüfungen wird sich also bestenfalls mehrere Monate durch die Gerichte ziehen, meiner Meinung nach eher so im Berecih von 1 bis 1,5 Jahren. Der Meinung ist auch mein Kollege, er meint inklusive aller anhängigen Verfahren müßte man in einem solchen Fall wohl mit bis zu 2 Jahren Dauer rechnen !!! 2 Jahre!!! Das bedeutet bevor die Prüfung eventuell anerkannt wird vergehen Monate wenn nicht Jahre!

Punkt 2: Eine Klage kann sich im Prinzip nur gegen eine generelle Aberkennung der Prüfung richten, d.h. es gibt keine Einzelfälle die anerkannt werden können oder nicht. Das erschwert das Ganze sicher enorm da in eineigen IHK's die Prüfungen garnicht oder nicht komplett geschrieben worden sind!

Punkt 3: Die Kosten für eine solche Aktion sollte man auch im Auge behalten!

So, mehr will ich eigentlich gar nicht sagen...kingt irgendwie seltsam bei dem ganzen Kram den ich hier jetzt schon abgelassen hab'...

Also, überlegt Euch gut ob ihr gerichtlich vorgeht gegen die IHK. Es könnte sein das ihr dann monate bzw. evtl. jahrelang auf eine eventuelle Anerkennung Eurer Prüfung wartet!!! Oder aber Ihr macht die Prüfung im Juni noch einmal und besteht sie dann!

Ich wünsche Euch in jedem Fall viel Glück.

E-Sorcerer

*derfrohistdasereinhalbesjahrverkürzthat*

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Moin Moin E-Sorcerer

Deinen konstuktiven, vermittelnden Beitrag in allen Ehren, aaaber:

_ich_ bin - als Umschüler - zwei Jahre lang "verar..." worden, was Lehrinhalte, Material, Dozentenwissen angeht, wieso soll ich sowas wieder akzeptieren?

_drei_ Jahre meines Lebens haben sich auf den 15. Mai kristallisiert, meine sozialen Beziehungen waren an dem Tag schon auf _höchstem_ Krisenniveau! Wieso soll ich das nochmal akzeptiern?

Die IHK prüft mich auf _genau_ die Dinge, die _die_ falsch gemacht haben? WO ist da noch die Logik???

Schlußfolgerung:

Ich bin´s _echt_ leid, von Stümpern, Verstaubten, Hofpolitikern verar.... zu werden! Ich bin´s Leid, für diesen Sch... "Gesellenbrief" mich wie ein 14-jähriger behandeln zu lassen. Und ich bin´s _mehr als Leid_ daß jemand (die IHK) - uuups - die Macht der "neuen Medien" unterschätzt hat, und _mir_ daraus einen Vorwurf macht, ebendiese adüquat genutzt zu haben!

Also, an alle IHK Administratoren: holt schon ´mal "Hackers Guide" aus der Bibliothek! - Ihr habt ~ 10.000 wütenden, enttäuschte, rachsüchtige FACHINFORMATIKER gegen Euch!

P.S. damit das klar ist: ich rufe hier NICHT zu Straftaten auf, und distanziere mich von Aktionen, die gegen geltende Gesetze verstoßen!

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Ich weiß, ich weiß, ich war vor einem halben Jahr nach meiner schriftlichen Prüfung auch ein klitzekleines Bischen sauer.

Zufälligerweise bin ich auch seit damals hier im Forum registriert ;-)

Ich sehe allerdings nicht in der IHK das Problem sondern eher im System der zentralen Prüfungsausrichtung. Und dieses Problem ist auch innerhalb der IHK durchaus bekannt und schon oft diskutiert worden. *Es zahlt sich aus in einem Großen Betrieb zu arbeiten, der viele Leute in den entsprechenden Ausschüssen sitzen hat*

Dei IHK Köln z.B. würde liebend gern regionale Prüfungen ausrichten die dann auch genau auf das ausgerichtet sind was in den Kölner Betrieben und BS vermittelt wird.

Leider werden solche Initiativen immer wieder durch "Politik" torpediert, soll heißen es gibt einige (leider sehr einflußreiche) "betagtere" Leute (der sog. alten Schule) die nicht wollen das sich etwas ändert.

So werden Veränderungen erschwert und hinausgezögert. Wie ich schon irgendwo mal erwähnt habe kann sich meiner Meinung nach nur etwas ändern wenn IHK, ZPA, Azubis und Ausbilder näher zusammenrücken und mehr zusammenarbeiten.

In kön ist man da schon sehr angagiert und ich hoffe mal (auch für die Auszubildenden aus meinem Betrieb) da sich da in der nächsten Zeit mal was tut.

Das ist natürlich wenig tröstlich für die die ihre Prüfung eventuell wiederholen müssen. Aber ich sehe für oben erwähnte Klagen wenig Möglichkeiten. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

In diesem Sinne,

alles Gute ... wird schon werden ;-)

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Moin Moin nochmal E-Sorcerer

Wir wissen doch beide, daß die Prüfungsfragen NICHTS mit dem Anforderungsprofil der "freien Wirtschaft" zu tun haben, daß "realitätsfremd" unterrichtet wird und die meisten Azubis von "Personen" / "Institutionen" unterrichtet / geprüft (!) werden, die nicht ´mal wissen, wo bei´m Nagel das gefährliche Ende ist, oder???

Wer von den FiSi lernt denn, wo man einen MacIntosh anschaltet, Solaris installiert, einen Netzteillüfter leiser lötet, Häää?

P.S: alles Aufgaben, die während meines Praktikums _vorausgesetzt_ wurden!

Hey, wir sind die Priester des 21. Jhdts. - der ägyptischen gleich, die zwischen dem "neuen Gott" und den DAUs vermitteln sollen!

Moores Gesetz müsste eine Kammer doch schon zum Nachdenken bringen... aber NEIN, die glauben noch an Ihre Logen, Bruderschaften und Wirtschaftskontakte - welche gaaar nicht so repräsentativ sind, wie ebenjene glauben -

Ich sehe es einfach nicht - mehr - ein, als erwachsener, mündiger, zahlender Bürger / Prüfling meines Wissens kastriert zu werden!

O.K.?

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Jetzt muss ich mich da auch mal einklinken. Also wenn ich mich recht entsinne. Dann haben wir zumindest in Bayern die mündliche Prüfung zwischen dem 12.06. und dem 22.07.. Wenn die bei uns jetzt die Prüfung am 21.06. schreiben wollen, und da fallen dann Leute durch. Die müssten dann ja eigentlich in eine Ergänzungsprüfung. Aber am Tag der mündlichen Prüfung erfährt man, ob man "bestanden" oder "nicht bestanden" hat. D.h. es verschiebt sich alles nach hinten. Muss ja dann wohl so sein.

Was ist aber wenn du einen Arbeitsvertrag unterzeichnet hast zum 01.08. ?

Der Betrieb stellt dich nur ein wenn du ausgelernt hast. Oder gibt's da etwa Ausnahmen ?

Also wenn das schon mal kein Grund ist zu klagen !?! Und dann noch die ständige Fahrerei. Sind ja auch Kosten ! Also ich verdien als Azubi nicht so viel, dass ich jedesmal meinen Tank für die IHK füllen kann. Wär fast schon der zweite Grund !?!

Jetzt ist noch die Frage mit den Leuten die einen Urlaub gebucht haben und ihn deswegen stornieren müssen. Punkt 3.

Ich glaub da gibt's bestimmt noch mehr, aber mich interessiert nur ob sich das die IHK leisten kann. Teuer, teuer, teuer

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@Le Dompteur

Ganz so krass würde ich es nicht ausdrücken, aber ich verstehe was Du meinst.

@Orlando

zu 1.) korrekt, die Ausbildung ist erst mit Bestehen der Abschlußprüfung beendet, dürfte auch so im Vertrag stehen

zu 2.) ich bezweifle das die IHK diese Kosten übernehemn muß, da sie rechtlich gesehen völlig korrekt gehandelt hat wenn sie die Prüfung abgesagt hat (einzige Ausnahme sind hier vielleicht die IHK's die ihren Prüflingen das "unter Vorbehalt" verschwiegen haben)

zu 3.) ob Du Urlaub gabucht hast oder nicht ist total irrelevant für die IHK und muß auch in keiner Weise berücksichtigt werden

...und die Kosten trägt sowieso der Steuerzahler bzw. derjenige der für den ganzen Ärger verantwortlich ist (falls man ihn jemals erwischen sollte)

in diesem Sinne,

einen schönen Tag nich und Kopf hoch;-)

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Hallo Leute,

Ein Kommentar dazu aus Bayern:

Du hast schon recht, dass es utopisch ist dagegen zu klagen, dass die Prüfung abgesagt wurde.

Aber bei und IT-Se´lern in Bayern ist es anders abgelaufen!

In vielen Orten (wie bei uns in Traunstei) haben wir erst nach der gesamten Prüfung erfahren, das ein Teil der Prüfung annuliert werden sollte!

Und dass hätte man uns entweder vor oder unter der Prüfung sagen müssen!

Nach der Prüfung ist rechtlich unzulässig!

...und das ist es, was wir uns nicht gefallen lassen wollen!

Und wir wollen mit dieser Drohung nur duchsetzen, das die bayrischen IHKs Hannover nachziehen und wollen nicht unbedingt vor Gericht müssen!

Und: Würzburg gibt uns schon mal recht!

Jetzt heißt es Hoffen, dass die anderen IHKs auch Ihre Fehler einsehen und nachziehen... :rolleyes:

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Morgen Ihr,

also ich kann nicht verstehen, warum hier so viel gegen die IHK geschossen wird. Ich vermute, das die die am lautesten schreien eben die größten Vorteile aus der Vorveröffentlichung hatten. Aus der Sicht derjenigen die diese Prüfung mit Wissen und lernen gut hingekriegt haben, kann es doch nur Fair sein, diese zu wiederholen, um eben dieser Wetttbewerbs-Verzehrung entgegenzuwirken.

Wohinn wollen wir den kommen, wenn wir unseren "Start (bzw. Neustart)"ins Berufsleben mit einem Betrug an uns selbst beginnen.

Grüße an alle Elo

:confused: :confused: :confused:

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nochmal hallo an e-scorer und allen anderen,

welchen betrug meinst du???

vielleicht weißt du nicht das der arme typ von dem dauernd geschrieben und gesprochen wird KEINE arbeit in das netzt gestellt hat. ich habe die berüchtigte sammlung von themen die unter dem angegebenen link der IHK war gesehen. die hälfte der themen war schon vor tage von lehrern gesagt worden...

die andere von dozenten der IHK bei deren seminare.

also wo ist da der betrug???

gruss

€nt€

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Also, soweit ich weiß sind im Netz teilweise die exakten Formulierungen der Aufgaben aufgetaucht, das mit "Gedächtnisprotokoll" zu erklären fällt etwas schwer.

Und wenn man eine Prüfung ablegt bei der man die Aufgaben schon vorher kannte, dann ist das per Definition ein "Täuschungsversuch" bzw. eben Betrug.

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