Alle Beiträge von Schliepi
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Informatikstudium unnötig?
Das kommt jetzt nicht ganz überraschend, denn ein Bachelor in Wirtschaftsinformatik soll üblicherweise nicht auf Administratortätigkeiten vorbereiten. Viele Leute die ich kenne, ohne dir das zu unterstellen, wählen die Wirtschaftsinformatik nicht aus dem besonderen eigenen Interesse an der Verknüpfung Informatik mit der Betriebswirtschaft, sondern weil sie "Respekt" vor dem Studium der reinen Informatik haben. Insbesondere was die Anteile an Mathematik angeht. Diese Abschlüsse sind anders und bereiten auf ganz andere Themen vor. Natürlich ist jeder schlecht beraten, der ein Studium dafür absolviert, hinterher der Tätigkeit eines Fachinformatikers nachzugehen. Wenn drei Jahre Studium keinen Mehrwert gebracht haben, dann waren die drei Jahre defintiiv schlecht angelegt, was dann aber eher an der Studien(ein)richtung liegt. Und dennoch gibt es deutlich mehr Leute, die nach der Fachinformatiker Ausbildung noch über ein Studium nachdenken, als es Personen mit Informatikbachelor gibt, die noch eine Ausbildung anhängen möchten. Wie auch immer das in Zukunft weiterlaufen wird, aber Theoriewissen und die Herausforderungen eines intensiven Studiums rentieren sich eher langfristig als kurzfristig. Ich glaube, dass insbesondere das Thema "KI" dazu führt, dass Leute mit oberflächlichem Wissen weniger gefragt sind, als Leute, die tiefergehendes Verständnis haben um Ergebnisse bewerten zu können.
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Informatikstudium unnötig?
Ich möchte nicht den Anspruch erheben, auf die hier aufgeworfenen Fragen eine abschließende Antwort zu haben. Aber dennoch fühlen sich viele Antworten hier etwas "biased" an, was den Stellenwert eines Studiums angeht. Jetzt muss man heutzutage leider einfach konstantieren, dass es viele schlechte (meiner Meinung nach überwiegend private) Hochschulen gibt, deren Absolventen eine zweifelhafte Qualität aufweisen. Aber die gleichen Personen, die hier in einem Thread argumentieren, dass durch die Akkreditierung alle Hochschulabschlüsse gleichwertig sind, stellen in einem anderen Thread fest, dass die Stellensuche mit einem Jodeldiplom einer privaten Hochschule doch nicht so einfach ist. Natürlich gibt es diese Problemfälle auch auf staatlichen Hochschulen, nur eben in anderer Quantität. Gleichwohl kann man hier im Forum bzw. besonders auch auf Reddit viel über Auszubildende lesen, die weite Teile ihrer Berufserfahrung im First Level Support (ausschalten, einschalten) sammeln: hier würde ich die Berufserfahrung am Ende der Ausbildung auch nicht überbewerten wollen. Das, was dann von der Berufsschule kam und in AP1 und AP2 abgeprüft wurde ist mMn schon recht überschaubar in Komplexität und Tiefe. Das ist kein Vorwurf, aber es ist einfach etwas anderes als ~20 Modulprüfungen eines 180 ECTS Studiengangs. Ich würde sagen, dass ein durchschnittlicher frischer Bachelorabsolvent mehr gelernt hat, als ein durchschnittlicher frisch-ausgebildeter Fachinformatiker. In beiden Lagern gibt es dann bessere und schlechtere, ohne Frage. Auch kann der jeweilige Fokus recht verschiedenen sein, denn "den Studiengang" und "das Studium" gibt es ohnehin nicht. In Bewerbungsprozessen wird ggf. immer genau das grade fehlen, was gerade nicht vorhanden ist. Dem Fachinformatiker wird erzählt, dass eigentlich jemand mit einem Studium gesucht wird, und dem Studienabsolventen wird erzählt, dass mehr Berufserfahrung erwartet wird.
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Datenbankmodelle
Es wäre mal interessant zu prüfen, ob sich seit der Einführung der "KI" die mittlereile Fragelänge von neuen Threads geändert hat. Meine (subjektive) Wahrnehmung ist, dass es kaum noch über Promptlänge hinausgeht. Es geht (gefühlt) immer mehr in Richtung "hier ist mein Einzeiler, mehr war es mir nicht wert, jetzt springt mal bitte alle für mich".
- Noel Lang
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Umfrage: KI-Ausbildung für Fachinformatiker – sinnvoll oder übertrieben?
Wenn lediglich einige Stunden Aufwand nötig sind, um eine spürbare Qualifikationsverbesserung zu erreichen, erschließt sich mir nicht, was einen Ausbildungsbetrieb ernsthaft davon abhalten sollte. Angesichts der Tatsache, dass die Zahl neuer KI-Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt nahezu explosionsartig wächst (vgl. Linkedin et al.), dürfte dies auch personell kaum ein Hindernis darstellen. Gleichwohl bleibe ich bei dem Grundsatz: "A fool with a tool is still a fool." Wenn es an der Fähigkeit fehlt, Probleme eigenständig und ohne KI-Unterstützung zu lösen, werden einige Stunden KI-Training daran wenig ändern. Entscheidend ist nicht das Werkzeug, sondern das Verständnis und die methodische Kompetenz derjenigen, die es nutzen. Genau darin liegt für mich auch der Schwachpunkt deiner Umfrage. Es wird eine "gezielte" einer "speziellen" "KI"-Ausbildung gegenübergestellt. Ich verstehe zwar den Gedanken hinter dieser dichotomen Auswahl, halte sie aber für zu unscharf. Es macht einen erheblichen Unterschied, ob das Thema lediglich für eine Stunde angerissen wird oder ob dafür ein eigenes Lernfeld geschaffen werden soll. Man könnte sogar argumentieren, dass der Begriff "gezielte KI-Ausbildung" theoretisch auch einen Anteil von 0 % umfassen könnte.
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KI in der Fachinformatiker-Ausbildung – verboten, verpönt oder unverstanden?
Mein Verständnis von KI-Skills ist idealerweise eine fundierte Ausbildung -- etwa im Bereich Data Science oder Machine Learning -- sowie die Fähigkeit, sowohl mit klassischen ML-Verfahren als auch mit künstlichen neuronalen Netzen eigenständig Modelle zu entwickeln. Dazu gehört ebenso, diese Systeme für konkrete Anwendungsfälle zu optimieren, kritisch zu evaluieren und nachhaltig in bestehende Prozesse zu integrieren. Was häufig als KI-Skills bezeichnet wird ist die Nutzung eines vorgefertigten Systems, welches -- nicht selten von externen Anbietern -- über eine einfache Eingabemaske oder Schnittstelle bereitgestellt wird. Manche fühlen sich bereits dann als Experten, wenn sie glauben, Anfragen besonders geschickt formulieren zu können (Prompting). Eine andere Variante besteht darin, fertige Modelle herunterzuladen und einzubinden, ohne deren Funktionsweise wirklich zu verstehen. Dies in der Hoffnung, dass bei der Integration in Geschäftsprozesse und Entwicklungsprozessen schon nichts schiefgehen wird. Nach meiner Einschätzung lässt sich dieses oberflächliche Niveau an Kompetenz innerhalb weniger Tage erreichen. Es spricht nichts dagegen, solche Werkzeuge in Ausbildung und Studium einzusetzen. Mit echter fachlicher Kompetenz oder nachhaltigem Skill-Aufbau hat das aus meiner Sicht jedoch nur begrenzt zu tun. Die Wahrscheinlichkeit ist recht hoch, dass die Person am Ende weder eigene Fähigkeiten hat, noch diese Systeme sinnvoll einsetzen kann. Die Leute, deren Mehrwert nur daraus besteht von ChatGPT und Co. zu copy&pasten, sind die ersten, für die es später keinen Platz mehr geben wird.
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KI in der Fachinformatiker-Ausbildung – verboten, verpönt oder unverstanden?
Wenn das Thema eines Moduls die Funktionsweise eines Taschenrechners wäre, würdest du dann auch schreiben, dass im Studium ein Taschenrechner erforderlich ist um Bestnoten zu erreichen? Ich empfinde das als eine extreme Vereinfachung des Sachverhalts, nur um als Argument dienen zu können. Mir fällt es vorallem deshalb schwer, weil sich die getätigten Äußerungen nicht mit meiner Wahrnehmung der Realität decken. Und ich vermute, dies ist auch bei anderen der Fall, die ebenfalls aus diesem System kommen oder besser kennen. Es gibt nicht "DEN" Umgang mit KI im Studium und deshalb auch noch keine Erfolge, die man übertragen könnte.
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KI in der Fachinformatiker-Ausbildung – verboten, verpönt oder unverstanden?
Ja, das ist genau richtig. Es ist richtig, dass Hochschulen damit beginnen einen Umgang mit KI bei häuslichen Arbeiten wie Seminar- und Hausarbeiten zu finden. Keine Hochschule würde verbieten, KI zu verwenden, um beim Lernprozess zu unterstützen, nur dass dies eben auf eigene Gefahr passiert. Warum ich mich hier jedoch einklinke ist das verzerrte Bild, welches diese Aussage hier erzeugt: Es ist etwas völlig anderes, wenn sich eine private oder staatliche Hochschule nicht völlig der KI versperrt oder Methoden suchen, einen sinnvollen Umgang damit zu finden. Dies zeigt auch dein Beispiel von der Hochschule Bochum. Ich würde auch behaupten, dass es mehrheitlich an den Hochschulen den Konsens gibt, dass auch aus rechtlichen Gründen die Anwendung von KI nicht grundsätzlich untersagt werden kann. Es ist aber etwas völlig anders, dass der Einsatz vorgeschrieben ist, erwartet wird oder gar Voraussetzung für eine Bestnote ist. Das nur allein mit "KI" überhaupt eine 1.0 erreicht werden kann, mag auf einer einzelnen pay2win Hochschule der Fall sein, ist es aber bei einer staatlichen Hochschule mitnichten. Sorry, dass ich das so klar formulieren muss. Ich will an dieser Stelle nicht persönlich werden, aber wer sich als Hochschullehrer bezeichnet, was man rechtlich (mit wenigen Ausnahmen in vereinzelten Bundesländern) nur als Professor oder Privatdozent nach einer Habilitation ist, sollte meiner Meinung nach nicht ein so falsches Licht auf die Hochschullehre werfen.
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KI in der Fachinformatiker-Ausbildung – verboten, verpönt oder unverstanden?
Du hast ja ganz sicher deine Erfahrungen gemacht und das möchte ich dir nicht absprechen. Aber es ist nicht redlich hier von "die Hochschulen" zu sprechen, als ob dies eine geschlossene Gruppe mit abgeschlossener Meinungsbildung wäre. Es mag einzelne, insbesondere private Hochschulen geben, die solche Schritte gehen, aber es ist ganz sicher nicht die breite Masse. Wenn du es so formulierst wirkt das allquantifizierend und davon kann keine Rede sein. Auch wenn ich dabei mein Gebiet etwas verlasse: Vorgeschriebener Einsatz halte ich nur schwer mit der Freiheit von Forschung und Lehre vereinbar. Aber wie gesagt, das ist nur meine Einzelmeinung. Immerhin sollten wir zumindest nicht so tun, als ob das alles in "den Hochschulen" schon geklärt wäre, nur weil es erste Gehversuche (mit unbekanntem Ausgang) gibt, solche Werkzeuge in ein Curriculum zu integrieren.
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KI in der Fachinformatiker-Ausbildung – verboten, verpönt oder unverstanden?
An einigen Hochschulen geregelt? Ja, vielleicht. Aber so geregelt, dass LLMs in Prüfungen nach freiem belieben eingesetzt werden können? Das wird kaum irgendwo der Fall sein. Daher wäre meine Frage, an welcher Stelle genau das in die Ausbildung eingebaut werden sollte. Die Ausbildung soll doch genau dafür sein, die Grundlagen zu verstehen, auf denen unsere digitale Welt basiert. Wo genau bleibt bitte das Verständnis, wenn man das Nachdenken an eine Maschine auslagert. Ich bin für den Einsatz von solchen Hilfswerkzeugen, auch schon deshalb, weil sie da sind und man langfristig im Wettbewerb mithalten muss. Aber niemand der Anwesenden hier wird den Standpunkt vertreten, dass man Taschenrechner schon ab der ersten Klasse in der Grundschule einführen sollte "nur weil er halt da ist" und deshalb sollte man meiner Meinung nach LLMs auch nicht für Prüfungen in der Ausbildung nutzen lassen.
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Bachelor oder CCIE?
Glückwunsch! Danke auch, für die Rückmeldung!
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Teil der Projektpräsentation von KI sprechen lassen – erlaubt / sinnvoll?
a) Eine Prüfung ist dazu da, dass DU zeigst, was du kannst (oder nicht kannst). b) Das ganze Netz wird grade mit KI slop geflutet. Meinst du wirklich solchen KI Unsinn auch noch in eine Präsentation einzubauen wird diese ganz besonders innovativ wirken lassen? Jedes Kleinkind vermag diese Werkzeuge zu benutzen. Das wird kein "aha"-Moment sondern deutlich eher ein "uff"-Moment werden.
- Nach Ausbildung Fachabi nachholen – Nachteil im Lebenslauf?
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Ist mein IHK-Abschlussprojekt technisch tief genug (FIAE)
Traurig genug, aber eine Prüfung ist eine Prüfung. Für jede Person mit einem IQ knapp über 80 ist erkennbar, dass dein Vorschlag aus einer Maschine stammt. Ich würde dir dringend empfehlen, in Vorbereitung, Durchführung und Präsentation einer Prüfungsleistung sehr penibel darauf zu achten, einen solchen Eindruck nicht aufkommen zu lassen. Ansonsten schließe mich den Vorrednern an: Du verschwendest hier Zeit von Menschen und da gebietet der Respekt einfach, dass die Frage bzw. der Vorschlag schon einen gewissen Reifegrad hat und nicht nur das Produkt eines Einzeilers ist.
- FiSi-Umschüler mit Ende 30 und schlechtem Lebenslauf
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Die Gestaltung der Präsentation
Zur Frage der Zielgruppe kann sicher jemand anderes besser beraten. Ich würde vermutlich sowohl technische als auch wirtschaftliche Aspekte anschneiden. Aber: Die Aussage ist wertlos. Du denkst vielleicht damit clever die Unvollständigkeit an einigen Punkten heilen zu können. Aber dann wird aus "es ist Unvollständig" einfach ein "die Prioritäten wurden falsch gesetzt". Alles was du machst und tust ist immer eine Auswahl von dir. Es wird dir nichts helfen darauf hinzuweisen.
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Datenschutzerklärung in der Projektdoku. AP-2
Es ist richtig, dass die DSGVO nur den Schutz personenbezogener Daten bei natürlichen Personen einschlägig ist. Somit ist diese bei juristischen Personen (z. B. Aktiengesellschaften) erstmal nicht anwendbar. Aber in der Pauschalität kann man das trotzdem nicht sagen. Bei der ersten Einzelunternehmung als Personengesellschaft hast du den Bezug zu einer natürlichen Person. Es ist auch schon dann vorbei, wenn eine natürliche Person in der Kontaktadresse erkennbar wäre (max.mustermann@firma.de). Hier würde ich daher deutlich vorsichtiger sein.
- Datenschutzerklärung in der Projektdoku. AP-2
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Datenschutzerklärung in der Projektdoku. AP-2
Wenn du Kundendaten an einen externen Dienstleister übermittelst, müsstest du hierfür eine Rechtsgrundlage haben. Darüber hinaus muss noch geprüft werden, inwieweit hier eine Auftragsverarbeitungsverhältnis vorliegt (oder nicht). Beides würde nicht von den erforderlichen technischen und organisatorischen Maßnahmen entbinden, die ebenfalls noch zu prüfen wären. Ferner muss es in der Datenschutzerklärung nach Art. 13 DSGVO berücksichtigt sein. Der einzige sinnvolle Vorschlag den es hier dafür geben kann ist der, dass du den Hinweis einfügst, dass eine Klärung zum Datenschutz im Falle eines produktiven Einsatzes erforderlich ist. Bitte sieh davon ab, selbst eine solche Prüfung durchzuführen. Es kann nicht die Erwartung an einen Fachinformatiker sein, eine abschließende rechtliche Prüfung durchzuführen. Und bevor man sie schlecht macht, und glaub mir, sie würde schlecht sein, macht man sie besser gar nicht. Das ist dann eine Baustelle für andere Leute.
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Diese Fehler solltest du niemals machen, wenn du die Note "Sehr Gut" haben möchtest!
Einen Fachhochschulabschluss hat man üblicherweise erst, wenn man die Fachhochschule absolviert. Das konnte ich aus deiner Erläuterung zum Besuch des Abendgymnasiums nicht entnehmen. Ich sage das nur, damit du die Formulierung nicht in einem Bewerbungsschreiben oder ähnliches wiederverwendest, denn das könnte zu Irritationen führen.
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Fachinformatiker AP1 Lernzettel (ab 2025)
Der Lernzettel ist wirklich außerordentlich gut und präzise. Sehr beeindruckend!
- 8 Kommentare
- 3 Bewertungen
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Anerkennung von Informatikabschlüssen an der AKAD oder FOM ohne berufliche IT-Erfahrung: Chancen und Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt
Vielleicht sollte man der Fairness halber noch sagen, dass die Meinungen zur „Wertigkeit“ von solcher Abschlüsse schon in diesem Forum unterscheiden und niemand seriös seine als die bessere bezeichnen kann. Akkreditierung ist und bleibt aber kein Garant für Qualität. Es gibt nicht ohne Grund Vorbehalte und Skepsis gegenüber Abschlüssen von privaten Hochschulen. Die gibt es nicht nur in diesem Forum, sondern auch bei Arbeitgebern. Ich denke, das muss dein Bestreben nicht maßgeblich beeinflussen. Wenn die private Hochschule das ist, was du machen willst, dann tu das. Niemand kann vorher wissen, wie dies bei einem zukünftigen Arbeitgeber eingeschätzt wird. Aber du solltest es auch in erster Linie für dich tun.
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Schlechte Noten auf dem Zeugnis
SAP geht auch noch nach Hemispherektomie! Sorry für den Spam, konnte nicht widerstehen!
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Fernstudium IT-Management
Nein, diesen Vergleich führe ich nicht. Natürlich ist es weiterhin entscheidend, wo der Abschluss erworben wurde: auch in der Informatik. Alles andere ist einfach nur Wunschdenken. Damit habe ich alles gesagt, was von meiner Seite zu sagen war.
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Fernstudium IT-Management
Ganz genau so ist es. Ich fürchte du musst akzeptieren, dass die Akkreditierung allein keine abschließende Aussage über die Qualität des Studiums erbringt. Jeder, der mal bei einer Akkreditierung eines Studiengangs mitgearbeitet hat, weiß das auch. Auch die Frage ob der Abschluss von einer Universität oder (Fach)hochschule kommt, kann je nach Zielrichtung einen Unterschied machen. So wurde auch höchstrichterlich entschieden, dass ein abgeschlossenes Fachhochschulstudium nicht automatisch ein wissenschaftliches Hochschulstudium (im Sinne der Patentanwaltsordnung) ist und somit keine Zulassung zur Weiterbildung zum Patentanwalt erteilt werden muss [1]. Damit gibt es eine rechtliche Ungleichbehandlung und ganz sicher kann es auch im Auge jener Personen eine geben, welche die Entscheidungen über Einstellungen und Weiterentwicklungen treffen. Ich möchte das nicht zu hoch hängen, denn ich glaube, dass Eigenschaften der Person selbst viel wichtiger sind als der Name der Schule, die auf dem Jodeldiplom steht. Aber wer denkt, dass der IU Abschluss von allen Menschen in gleicherweise anerkannt werden muss wie der Universitätsabschluss ist m. M. n. naiv. Ich verbleibe bei meiner persönlichen Meinung hierzu, ob sie dir passt oder nicht. Hat mich auch überrascht. [1] https://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=2013&Seite=7&nr=66956&pos=215&anz=3204&Blank=1.pdf