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bin verwirrt und brauch euren Rat


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Hallo liebe Leser und Leserin,

ich glaube es wird langsam mal Zeit, dass ich um Rat frage und hoffe, dass Ihr mir bezüglich meines Problems helfen könnt. Und zwar geht es darum, dass ich derzeit mein Zivildienst ableiste, welches am 30.08.2008 endet. Es stellt sich nur die Frage: „Was mach ich nachdem Zivildienst?“.

Ich habe bislang eine schulische Ausbildung zum kaufmännischen Assistenten für Wirtschaftsinformatik abgeschlossen und im nachhinein mein Fachabitur in Wirtschaft und Verwaltung erlangt. Bislang habe ich mich auf ca. 80 Stellen beworben und wurde zu ungefähr 11 Vorstellungsgesprächen eingeladen und bekam nur Absagen. Die Stellen für dich ich mich bewarb war der Beruf Fachinformatiker AE u. SI, sowie den Wirtschaftsinformatiker (BA) als Dualstudium. Ich habe mich auf alle Eignungstests und Vorstellungsgespräche so gut wie möglichst vorbereitet und kam des öfteren in die engere Wahl, aber wurde trotzdem im nachhinein abgelehnt.

Nun stelle ich mir die Frage, liegt es vielleicht an meiner Art. Einer der Ausbildungsleiter meinte aber, dass Sie lieber Studienabbrecher nehmen, da Sie der Meinung sind, dass diese nach der Ausbildung nicht mehr zum Studium gehen würden.

Ich finde es eine Frechheit, dass die Ausbildungsleiter für einen Beruf Leute nehmen, die überqualifiziert sind aber angeben, dass die Mindestvoraussetzung nur Realschulabschluss ist. Mit meinen Vorkenntnissen liege ich nach eigener Meinung im Bereich zwischen guten Abiturienten und Studenten und müsste rein theoretisch kein Problem haben in der Berufswahl, aber ich sag dazu nur „HAHA“ . Naja, weiterhin habe ich mich nach einem Studienplatz umgesehen in meiner Region und das passende Studium gefunden, leider lag der NC die letzten Jahren für den Wintersemester bei 2.7 und für den Sommersemester auf 3.4. Da ich einen NC von 3,1 habe gehe ich davon aus, dass ich im Sommersemester 1.3.2009 angenommen werde. Aber wiederum überlege ich eine verkürzte Ausbildung innerhalb 1 ½ - 2 Jahre zu machen um mich abzusichern, wenn ich das Studium doch nicht schaffen sollte.

Ich kenne einen alten Kollegen, der sich selbstständig gemacht hat und mir dies anbietet für den 01.09.2008, welches ich innerhalb von 2 Jahren machen kann und wenn ich gut genug bin auf 1 ½ Jahren verkürzen kann. Das Problem ist leider nur, dass der gewisse Kollege möchte, dass ich nach meinem Zivildienst jeden Tag bei Ihm bin und mich auf die Ausbildung vorbereite, also die Kunden usw… kennen lerne, welches für mich sehr schwer ist, da ich sowieso schon kaum Freizeit habe. Ich will mich eher auf andere Sachen konzentrieren im meiner Zivildienstzeit und Dinge erlernen, wo ich der Meinung bin, wofür ich in der Ausbildungszeit dann keine Zeit mehr haben werde. Ich müsste also von Montag bis Freitag + 2 Stunden extra nach dem Zivildienst arbeiten, wodurch ich dann erst um 18.30 Uhr zu Hause wäre, wobei ich um 5 Uhr morgens aufstehe.

Andererseits überlege ich, dass mir bleibt keine andere Alternative bleibt, da ich sowieso schon so gut wie am ***** bin, da ich noch nichts für dieses Jahre habe außer eine Zusage von der Schule B.I.B zum Wirtschaftsinformatiker… aber ehrlich gesagt ist es die gleiche Ausbildung wie der Assistentenkram nur eine andere Bezeichnung… was nützt mir staatlich anerkannt, heutzutage wird IHK verlangt.

Ich bitte euch um Hilfe, vielleicht könnt Ihr mir einen Rat geben oder Alternativwege nennen, etc… ich wäre euch sehr verbunden, dieses Thema liegt mir sehr am Herzen. Außerdem bin ich 21 Jahre alt und werde bald 22… mittlerweile fühle ich mich wie ein alter Mann  Sollte ich die Ausbildung absolvieren, wäre ich 24 und würde danach mein Studium beginnen und wäre dann mit 28 fertig… was sagt Ihr dazu?

Damit Ihr sehen könnt, was ich bislang gemacht habe, kopiere ich mal ein Tel meines Lebenslaufs mit hier rein:

Schulbildung

Aug. 2006 – Juli 2007 : Fachhochschulreife

Aug. 2004 – Juli 2006 : zweijährige Berufsfachschule

Wirtschaftsinformatik Assistent

Aug. 2003 – Juli 2004 : Abgangszeugnis,

Aug. 1997 – Juli 2003 : erweiterter Realschulabschluss,

Qualifikationen

Juli 2007 : Fachhochschulreife

Juli 2006 : Ausbildung zum kaufmännischen Assistenten

für Wirtschaftsinformatik-Softwareentwicklung

Juli 2003 : erweiterter Realschulabschluss

Praktika

Okt. 2007 – Nov. 2007 : Firma A, Systemintegration

März 2006 – Mai 2006 : Firma B, Wirtschaftsinformatiker

Nov. 2001 (2 Wochen) : Firma C, IT-Systemelektroniker

Berufserfahrung

seit Sep. 2007 : Pizza Joes, Aushilfe als Fahrer

Aug. 2006 (3 Wochen) : Aushilfe in der Zentralküche

Juli 2006 – Aug. 2006 : Aushilfe als Programmierer

Besondere Kenntnisse

Fremdsprachen : Englisch (Grundkenntnisse)

Türkisch (Muttersprache)

PC-Kenntnisse : WinXp, Linux, MS-Office, Java 2, C-Sharp, MySql, SQL,

HTML, PHP-Grundkenntnisse, Lexware, Photoshop,

Bildverarbeitung, Umgang mit Internet und Email,

Internet-Recherche

PLZ HELP ME, Thank you ;-)

Gruß

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Hallo,

kurz einleitend zu meinem Werdegang (damit du meinen Rat verstehst):

1.Abitur

2. Informatik-Studium TUM (abgebrochen nach einem Semester)

3. verkürzte Ausbildung FIAE in einem Unternehmen (dual mit Berufsschule)

Mein Rat: Entscheid dich - ganz oder gar nicht: Wenn du meinst, du packst das Studium (i.d.R. gibt es bspw. für Informatik Eignungstest - und auch die sollte man auch ruhig hören) dann studier und gib alles. Doch damit du klar siehst: Informatik ist ein sehr schwerer Studiengang und besonders Mathe ist das Ende viele enthusiastischer Studienanfänger. Zudem spielt die Wahl der Uni/FH eine Rolle: Die großes Unis (Karlsruhe, TUM usw.) sind verdammt hart - an der FH schafft man es mitunter auch, wenn man bereits an einer Uni gescheitert ist. Spricht mit sovielen Studenten wie möglich um dir ein Bild machen zu können.

Wenn du meinst du packst das Studium nicht - dann lass es erstmal und mach eine zweite Ausbildung.

Du musst das Studium jedoch nicht ganz aufgeben: Neben der Ausbildung (nicht ganz einfach) bzw. neben dem Job kann man ebenfalls studieren, beispielsweise an der FOM (in bestimmten Städten), wo es auch mehrmals die Woche Präsenzunterricht gibt (Abends und am Wochenende). Auch das ist nicht ganz einfach und deine Freizeit kannst du dann vermutlich wirklich erstmal vergessen (je nachdem wie gut dein Abschluss werden soll). Ich strebe Insha Allah ein Studium an der FOM (nebenberuflich) an sobald ich mit meiner Ausbildung fertig bin.

hier ein paar Eignungstest zum Informatik-Studium:

http://www.pms.ifi.lmu.de/eignungstest/

und hier eine Liste:

Liste mit Eignungstests

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Zu den vielen Absagen: Hast du während der Gespräche erwähnt, dass du nach der Ausbildung studieren möchtest? Wenn ja, könnte das der Grund für die Absage gewesen sein. Unsere Firma zum Beispiel stellt niemanden ein, der direkt nach der Ausbildung wieder verschwindet - es lohnt sich einfach nicht, jemanden 3 Jahre lang auszubilden und dann mit leeren Händen, sprich ohne ausgebildete Fachkraft, dazustehen. Das erklärt dann auch die Aussage, dass die Firmen lieber Studienabbrecher nehmen: Sie wollen keine überqualifizierten Leute, sondern Personal, dass über längere Sicht in der Firma bleibt...

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Hm.. das mit der Absicherung durch Ausbildung scheint mir eine gute Wahl nur das Problem beginnt wieder darin, wo finde ich eine qualitative Ausbildung? Mittlerweile ist es wie Lotto spielen geworden :-)

Also in den Vorstellungsgesprächen habe ich niemals gesagt, das ich anschließend Studieren möchte, sondern, dass ich mich in diesem Beruf endlich entfalten und beweisen möchte, weil mir darin sehr viel liegt.

Ich glaube mal die Unternehmen haben es einfach, es gibt x-beliebige Bewerber auf ein Platz.

Was machen Sie eigentlich "Karl Nickel" vom Beruf genau und wie ist Ihr alter, wenn ich fragen darf...

Naja, an engagement fehlt es mir nicht... aber was bringt es, wenn man keine Möglichkeit bekommt...

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Hi,

hast du die Unternehmen mal gefragt, warum sie dich abgelehnt bzw. was du besser machen könntest (mal abgesehen von dem Studienabbrechertyp)?

Ich weiss, dass heutzutage viele Unternehmen lieber garnix zu den Gründen sagen um nicht wegen Lappalien verklagt zu werden, aber vielleicht gibt dir der eine oder andere doch einen Tipp. Ansonsten würde ich dir mal raten ein professionelles Bewerbungstraining zu machen, denn 80 Absagen halt ich für deutlich zu viel um es auf die Unternehmen zu schieben. Irgendwas machst du falsch. Aber was - das kann dir hier glaub ich niemand beantworten.

Zum Thema erst Ausbildung dann Studium (im gleichen Berufszweig) ... naja ich halte es für "ineffektive Nutzung der Lebenszeit im Bezug auf das Berufsleben" (war das politisch korrekt?)... andere finden es toll und meinen irgendeinen Vorteil/Sicherheit darin zu sehen. Wie immer gilt: Jedem das seine.

ciao,

vic

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Hi,

ich hoffe zwar dass es sowas nicht mehr gibt aber hast du das subjektive Gefühl, das es an deiner Abstammung liegen könnte?

bei 80 Bewerbungen in verschiedenen Unternehmen (schätze ich) soll es an der Abstammung liegen? Hab garnicht mitbekommen, dass in Deutschland wieder der Nationalismus ausgebrochen ist?! Ich lese immer nur vom "linksruck" ...

Bei solchen Posts fällt mir echt nix mehr ein :rolleyes:

ciao,

vic

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Mein ehem. Chef ist Türke und hatte auch mal so ein Problem. Er hat tatsächlich den Test gemacht und die gleiche Bewerbung als Martin Müller nochmal an alle Unternehmen geschickt und 80% Einladungen bekommen. Vorher nur Absagen. Das ist verdammt traurig, aber scheinbar immer noch wahr :(

(Bei seiner jetzigen Firma hat er sich natürlich mit richtigem Namen beworben :) ).

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Hi,

die gleiche Bewerbung als Martin Müller nochmal an alle Unternehmen geschickt und 80% Einladungen bekommen. Vorher nur Absagen.

Ach die gleiche Bewerbung, mit identischem Lebenslauf. Das die Unternehmen das nicht gemerkt haben - komisch, komisch.

Und natürlich an alle Unternehmen in Deutschland oder was heisst "alle" - 1,2,5,10,50,100? Und wann war das - in den 60igern oder im globalisierten und liberalen 21 Jahrhundert?

Das ist verdammt traurig, aber scheinbar immer noch wahr

Das ist nicht traurig, sondern ein Ammenmärchen, nichts weiter. Jeder kennt solche Art von Geschichten von irgendwelchen Leuten. Und vielleicht kommt es tatsächlich in einem Promille der Unternehmen vor - aber dies dann als Begründung zu suchen ist doch einfach nur lächerlich.

Aber wer ne Ausrede braucht, findet immer eine ...

ciao,

vic

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Was machen Sie eigentlich "Karl Nickel" vom Beruf genau und wie ist Ihr alter, wenn ich fragen darf...

Ich bin FIAE, zarte 21 und wir suchen momentan einen Nachfolger für meine auslaufende Ausbildungstelle - und es ist entgegen deiner Aussage nicht einfach, jemanden qualifiziertes zu finden, da das Angebot bzw. die Auswahl daraus recht mager ausfällt. Und unsere Ansprüche sind nicht sonderlich hoch (mittlere Reife, die ich übrigens auch habe). Als ich mich damals nach Ausbildungsstellen umgeschaut habe, was das Echo einiger Firmen, dass sie nicht nur einen Azubi suchen, sondern jemanden, der auf längere Sicht dort bleibt. Mein jetziger Chef hat es auf den Punkt gebracht und gesagt, dass er kein Interesse an Leuten hat, die sich ausbilden lassen um dann wieder zu verschwinden. Ich gehe davon aus, dass die Firmen, die das etwas mit "auf längere Sicht" umschrieben haben, ähnlich handhaben. Allerdings muss ich dazusagen, dass ich mich ausschließlich bei kleineren Unternehmen beworben habe. Außerdem beruht meine Aussage auf eigene Erfahrung in den letzten Jahren. Das muss nicht heißen, dass es überall so sein muss. Den großen Ausbildern zum Beispiel dürfte das eher "egal" sein, was die Azubis nach der Ausbildung machen. Meistens wird dort eh nur die Crème de la Crème übernommen...

@victorinox:

Ich finde es sehr naiv zu glauben, dass bei Bewerbungen nicht auf die Herkunft/Aussehen geachtet wird. Es sollte nicht, aber es wird, wenn auch nicht immer offensichtlich. Um es mal drastisch auszudrücken: Jemand, der aussieht wie ein Terrorist, hat auf dem Stellenmarkt schlechte Chancen. Laut Umfragen haben 40% der deutschen Bevölkerung Angst vor Terror-Anschlägen im Inland. Man könnte also sagen, dass 40% der deutschen Bevölkerung Angst vor südländisch aussehenden Mitbürgern hat. Ähnlich verhält es sich bei Punkern, Gruftis und andere Gesellen, die nicht dem "Standard" entsprechen. Und wer, sei es nur wegen Tatoos, aus der Reihe tanzt, hat bei vielen Einstellungsgesprächen einfach sehr schlechte Karten. Solche Fälle gab es in der Vergangenheit immer wieder und wurden sogar schon vor Gericht verhandelt. Zu viele Leute denken in Schubladen - ganz aktuell beweist das Lidl mit seiner Mitarbeiter-Spionage. In was für einer Welt leben wir, in der eine Mitarbeiterin diskriminiert wird, weil sie tätowierte Unterarme hat? Ich bezweifel, dass solche Maßnahmen im Promille-Bereich angewandt werden...

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Ich hab das Thema zwar nur überflogen, aber bisher hat keiner erwähnt, dass sich während deines Zivis dein NC hebt.

Das ist ein kleiner Vorteil, das wird dir wie Wartesemester angerechnet(eher als mehr, glaube mindestens um 0,3), wenn du deinem Land gedient hast ;)

Ansonsten ist die Fragestellung ob Studium oder Ausbildung eher eine Frage deiner Zielsetzung.

Zwei Sachen sind da wichtig finde ich.

Zum einen hast du im Studium viele Freiheiten, mit den Freiheiten muss man auch erstmal umgehen lernen.

In der Ausbildung idR einen geregelten Arbeitsalltag. Da muss man sich halt vor Augen führen, was man lieber will, womit man besser zurecht kommt.

Zum Anderen deine Lebenszielsetzung, wo siehst du dich in 1,3,5,10,20 Jahren. Nach dem ich mir das klar gemacht hatte, hab ich mein E-Technik Studium geschmissen und eine Ausbildung zum FiSi angefangen. Hab also auch erst mit 21 angefangen, komme mir da auch manchmal komsich vor, vor allem weil die ganzen andern Azubis doch deutlich jünger sind als ich.

Dass sie Studienabbrecher lieber nehmen würde ich sagen, liegt daran, dass man davon ausgehen kann, dass die keine Probleme mit der Schule haben und wer schonmal ne Zeit an der FH oder Uni überstanden hat, muss selbstständig arbeiten können.

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Zu den vielen Absagen: Hast du während der Gespräche erwähnt, dass du nach der Ausbildung studieren möchtest? Wenn ja, könnte das der Grund für die Absage gewesen sein. Unsere Firma zum Beispiel stellt niemanden ein, der direkt nach der Ausbildung wieder verschwindet

Ich hatte bei meiner Firma (bei der ich jetzt auch bin) direkt beim Bewerbungsgespräch gesagt, dass ich ein späteres Studium anstrebe - allerdings nebenberuflich, wodurch ich der Firma ja erhalten bliebe - das kam bei praktisch allen positiv an. Wenn du natürlich Vollzeit studieren möchtest kommt das sicherlich nicht so gut.

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Hi,

Jemand, der aussieht wie ein Terrorist, hat auf dem Stellenmarkt schlechte Chancen. Laut Umfragen haben 40% der deutschen Bevölkerung Angst vor Terror-Anschlägen im Inland. Man könnte also sagen, dass 40% der deutschen Bevölkerung Angst vor südländisch aussehenden Mitbürgern hat.

zum einen weiss ich nicht woher du 40% hast bzw. wie die Zustande gekommen ist. Falls diese 40% stimmen, dann werden das die 40% der Mitbürger sein, die ihr Wissen/Meinungsbild aus der Bildzeitung haben und somit eher geringe Chancen haben auch nur annähernd an eine Entscheiderpostion in irgendeinem renommierten Unternehmen zu kommen.

Ähnlich verhält es sich bei Punkern, Gruftis und andere Gesellen, die nicht dem "Standard" entsprechen.

Das ist was völlig anderes. Hier geht es vornehmlich um Arbeitskleidung respektive Arbeitseinstellung - das hat mit der Herkunft nichts zu tun. Da gibt es bestimmt Einzelfälle die zurecht klagen und andere Fälle viele zurecht keinen Job bekommen.

Da dies aber OT, da die Herkunft ja nichts mit seiner Erfolgslosigkeit zu tun hat, bin ich jetzt mal lieber still.

ciao,

vic

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Erstmals danke an euch, dass Ihr euch Zeit genommen habt. Es ist sehr Interessant zu lesen, was Ihr davon hält und was Ihr dazu sagt. Ich gehe von meinem Aussehen eher nicht davon aus, da ich mehr Europäisch aussehe als ein Ausländer. Außerdem weiß ich, wie ich mich zu geben habe vor anderen Mitmenschen.

Es gab eine Interessante Aussage:

Zitat:

Ich finde es sehr naiv zu glauben, dass bei Bewerbungen nicht auf die Herkunft/Aussehen geachtet wird. Es sollte nicht, aber es wird, wenn auch nicht immer offensichtlich

Ich will es nicht glauben, aber muss vielleicht davon ausgehen. Aber wenn es der Fall seien sollte, dann glaub ich einfach eher, dass die Firmen noch keine Erfahrung mit türkischen Nationalitäten an Ihrem Arbeitsplatz im Bereich der Informatik gesammelt haben. Ich hab von meinem Stand einen sehr guten Einblick in die Lage der heutigen Zeit. Ich kenne die Chefs die im Bereich EDV, Wirtschaft, Veranstaltungen und Sicherheitsdienst tätig sind und sehe sehr stark eine Trennung von Nationalitäten 

EDV (Deutsche Mitarbeiter) = Maximum bei 10 Mitarbeiter 2 Ausländer.

EDV (Türkische Mitarbeiter) = Maximum bei 6 Mitarbeiter 0 Deutsche.

Ich weiß echt nicht was ich davon halten soll, ich bin eher traurig darüber. Aber trotzdem gibt es keinen Beweis dafür, dass es so ist!

Naja, ich sehe schon, wohin das Thema geht… bin trotzdem Positiv und denke darüber das es Schwachsinn sei und eher Menschen nur so denken, die keine Ahnung von der Welt haben.

Ich weiß aber trotzdem nicht, was ich jetzt machen soll. Liebend gerne würde ich eine verkürzte Ausbildung machen als Absicherung und daraufhin mein Studium. Zwar wäre ich dann erst 24, aber man sagt ja, man lernt nie genug dazu.

Nur ich mache mir sorgen, bei den Kollegen tätig zu sein, aber andersherum bleibt mir keine andere Möglichkeit, wenn ich schnell vorankommen möchte. Die Angst liegt darin, dass ich ausgebeutet werde…

Ein Meisterschüler bin ich nicht zwar, aber ein sehr Fleißiger und Zielstrebiger, der sein Ziel auf alle Fälle erreich, was derzeitig bisschen Chaotisch aussieht *g*. Ich gehöre eher zu den Kandidaten im Bereich 2,7 – 3 Note.

Hmmmmmmmm…… bin trotzdem verwirrt was ich machen soll…

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zum einen weiss ich nicht woher du 40% hast bzw. wie die Zustande gekommen ist. Falls diese 40% stimmen, dann werden das die 40% der Mitbürger sein, die ihr Wissen/Meinungsbild aus der Bildzeitung haben und somit...

Meine 40% waren aus einem älteren Fernsehbeitrag, den ich letztens gesehen habe. Aktuelle Zahle sprechen von knapp 80%. Die Umfragen sind von forsa, jedoch nur unter 1.000 Leuten gemacht worden. Sicherlich nicht repräsentativ, allerdings werden viele so ähnlich denken. Auch wenn der prozentuale Anteil bei einer bundesweiten Umfrage deutlich geringer ausfallen dürfte, wäre er IMHO immer noch zu hoch. Die Politik schafft mit der Terror-Gefahr ein neues Feindbild, durch das Bevölkerungsgruppen diskriminiert werden.

...eher geringe Chancen haben auch nur annähernd an eine Entscheiderpostion in irgendeinem renommierten Unternehmen zu kommen.

Ich lese zwischen den Zeilen, dass die Entscheidungsträger mittelständischer Unternehmen, die eindeutig einen größeren Teil unserer Wirtschaft ausmachen als die paar renomierten Firmen (meinst du "Vorzeigeunternehmen" wie die Post, die Bahn, Deutsche Bank, ect.? ;) ), von Angst geschürte Personen sind, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben. BTW ich habe vor einigen Jahren Kurt Beck im Mainzer Landtag Bild-Zeitung lesen sehen - während einer Sitzung...

Das ist was völlig anderes. Hier geht es vornehmlich um Arbeitskleidung respektive Arbeitseinstellung - das hat mit der Herkunft nichts zu tun. Da gibt es bestimmt Einzelfälle die zurecht klagen und andere Fälle viele zurecht keinen Job bekommen.

Nein, es ist exakt das Gleiche. Eine Person wird anhand irgendwelcher Trivialitäten wie Herkunft/Aussehen/Verhalten in eine Schublade gesteckt und von den Personalern aussortiert. Du sagst, diese Diskriminierung würde nicht oder nur kaum existieren. Das ist falsch - Personalentscheidungen werden subjektiv getroffen, was sicherlich nicht falsch ist. Schließlich muss man in das Unternehmen passen. Nur wenn die Personaler denken, dass ein Türke, hat er noch so gute Referenzen, im Untermehnen nichts zu suchen hat, ist das diskriminierend. Und sowas passiert ME ständig.

Da dies aber OT, da die Herkunft ja nichts mit seiner Erfolgslosigkeit zu tun hat, bin ich jetzt mal lieber still.

Ist in der Tat OT, ich schließe mich an. Ich will auch keinen Streit vom Zaun brechen :D

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Nein, es ist exakt das Gleiche. Eine Person wird anhand irgendwelcher Trivialitäten wie Herkunft/Aussehen/Verhalten in eine Schublade gesteckt und von den Personalern aussortiert. Du sagst, diese Diskriminierung würde nicht oder nur kaum existieren. Das ist falsch - Personalentscheidungen werden subjektiv getroffen, was sicherlich nicht falsch ist.

Wenn es wirklich der Fall seien sollte, was soll ich dann machen? Ich wollte in meinem Leben wirklich was bewegen und mein Berufswunsch geht in richtung IT Berater und irgendwann mal Ausbildungsleiter zu werden, damit ich Menschen eine Chance geben kann, die irgendwo anders keine bekommen.

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Hi,

Wenn es wirklich der Fall seien sollte, was soll ich dann machen?

wenn dem so wäre - was es nicht ist - könntest du nichts machen bzgl. deiner Herkunft. Insofern würde ich mich nicht an Dingen aufhalten, die du sowieso nicht ändern kannst. Lass dich nicht durch ein paar Schwarzmaler verunsichern. Alles ist gut.

Somit sind wir wieder am Anfang ... und ich kann dir nur - wie schon erwähnt - empfehlen mal mit Profis bzgl. deiner Bewerbung (Form,Inhalt) und deinem Auftreten zusammen zu sitzen um deine Chancen zu verbessern.

ciao,

vic

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Ich denke, dass jeder Personaler irgeneine Schwäche hat, also irgendeine Gruppe von Menschen anders sieht als die anderen. Meine Kollegen meinen z.B. dass es Frauen in der IT leichter haben, weil "viele Firmen gerne weibliche Unterstützung haben". Eine gute Freundin aus der IT meint, die Firmen würden sie bei Bewerbungen benachteiligen. So wird es auch mit dem Alter sein (Stichwort Altersarbeitslosigkeit) und mit der Herkunft und mit dem Aussehen, dem Akzent, der Bildung, der Nase, dem Papier der Bewerbung. Irgendwas ist immer :)

Einfach nicht entmutigen lassen!

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