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Leidiges Thema "Stärken / Schwächen"


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Meine Vorbereitung auf's Bewerbungsgespräch ist bei "Stärken/Schwächen" angekommen.

Bisher habe ich folgendes:

Stärken:

„Allrounder - Es gibt nichts, für das ich mich nicht begeistern kann!“

Ich komme sehr schnell in einer neuen Umgebung mit neuen Aufgabenfeldern zurecht.

In meinen bisherigen Beschäftigungen bin ich mit den verschiedensten Anforderungen

konfrontiert worden, und konnte allen innerhalb kurzer Zeit zur vollsten Zufriedenheit

meiner Vorgesetzten gerecht werden.

Im direkten Vergleich (ohne damit eine negative Bewertung abgeben zu wollen) zeichnete

mich in meinen bisherigen Tätigkeiten eine deutlich höhere Arbeitsgeschwindigkeit gegenüber

den Kollegen aus. Durch Kleinigkeiten wie die Nutzung von Shortcuts, oder dem einfachen

optimieren der Laufwege, arbeite ich von Grunde auf sehr effizient. Selbstverständlich litt

dadurch nie die Qualität meiner Arbeit.

Schwächen:

Ich neige zum Perfektionismus. Es ist für mich nicht außergewöhnlich, wenn ich bei der

Bearbeitung einer mir zugeteilten Arbeit auf der Hälfte des Weges komplett von vorne

anfange, weil ich schon bei der Bearbeitung Optimierungsmöglichkeiten entdecke und

diese auch nutzen will. Letzten Endes haben mich aber die Ergebnisse immer in meiner

Vorgehensweise bestärkt.

(Nebenbei hängen an meiner Pinnwand auch alle Bilder zu 100% gerade ausgerichtet…)

Mangelndes Fachwissen im Bereich Programmierung. Ich habe nie die Zeit und die richtige

Umgebung gefunden, mich wirklich fachlich mit Programmiersprachen auseinanderzusetzen,

obwohl ich mich schon seit Turbo Pascal in der Schule dafür interessiere. Gerade in diesem

Bereich freue ich mich auf den Erwerb von fundierten Grundkenntnissen!

Wollte dann zu den Stärken noch Beispiele aus meinen bisherigen Tätigkieten geben.

Sind auch wirklich "meine" Stärken/Schwächen, wobei ich mich bei den Schwächen dem

Prinzip "eine auch als Stärke einzustufende Schwäche" bedient habe.

Was meint Ihr dazu?

Teamfähigkeit, Zuverläßigkeit und Lernbereitschaft wollte ich schon in dem Teil

"Was qualifiziert Sie für das Berufsbild des FiSi" mit einfließen lassen, weil das natürlich auch

zu meinen Stärken gehört, aber irgendwie keine "persönlichen" Stärken sind.

Bin wieder für jedes feedback dankbar ;)

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Moin,

mein Tip: Vergiss den Perfektionismus. Dieser wird von 95% aller Bewerber angegeben. Das ist genau das, was die meisten Fachbücher zu diesem Thema sagen, nämlich eine Stärke als Schwäche darzustellen.

Viel besser ist es, eine wirkliche Schwäche anzugeben, die allerdings nicht in direktem Zusammenhang mit dem Job stehen sollte. Die Angabe einer echten Schwäche zeugt davon, dass Du wirklich in der Lage bist, selbstkritisch deine Schwächen zu reflektieren. Jedoch ist es wichtig, dann auch eine Strategie zur Überwindung dieser Schwäche darzulegen.

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Achso,... andere Schwächen darstellen:

Ich kann nicht so gut Fußball spielen,... deshalb will ich Bäcker werden.

Ich habe ein Problem mit Chemikalien, deshalb will ich lieber Musiker werden.

Ich weiß ja nicht ob das so zieht.

Wie wärs denn damit:

Mein Englisch ist in der Kommunikation nicht so gut, aber programmieren etc. macht mir Spaß und die Englischen Begriffe machen mir dort keine Problem.

Das wäre eine ehrliche Antwort, aber damit fliegst du garantiert raus :)

Deshalb mal wieder meine Meinung: Wer solche Fragen stellt will angelügt werden und lügen wird dort im Alltag normal werden. Willst du dort langfristig arbeiten?

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Der sog. Perfektionismus kommt bei mir so an:

Du legst ohne sinnvolle Planung los und verzettelst Dich, weil Du wg. der mangelnden Planung wieder vorne anfangen musst. Dir würde demnach die Konsequenz fehlen, an Entscheidungen festzuhalten.

Dazu passt, dass Du nie die Zeit findest, Dir Programierung reinzupfeifen, obwohl Du das selbst als Manko empfindest. Du schilderst aus meiner Sicht eine Schwäche, an der Du nicht arbeitest.

Und das setze nun in Bezug zur Aussage, dass Du Dich für alles begeistern kannst. Das wirkt in dieser Gegenüberstellung nicht gut. Oder Du hast Deine wirkliche Herausforderung noch nicht gefunden.

Du bräuchtest wohl im Sinne der von Racker angemahnten Strategie einen ganz konkreten Plan, wie Du - evtl im Rahmen einer Weiterbildung (Bsp. zertifizierter Software Developer, Projektkoordinator?) - eigenverantwortlich Deine Potentiale besser erschließen möchtest.

Stärken, wie ich sie Deiner Schilderung entnehme:

- Eine schnelle Auffassungsgabe (scheint echt da zu sein) und

- Freude an der Arbeit in dem beruflichen Umfeld

- Dann scheinst Du einen gewissen Ehrgeiz zu haben, besser als Deine Kollegen zu sein.

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Worauf berufen sich diese Aussagen 1pruefer?

Das sind Aussagen ohne "Beweise". Wer kann das nicht sagen? Ich bin Perfektionist, Teamplayer und was weiß ich noch alles...

Belegen kann man das nicht.

Und wer gewinnt? Der der sich am besten verkaufen kann und nicht der, der die beste Arbeit abliefert, mit den Kollegen klar kommt, aber keine Birne für einen Apfel verkaufen kann.

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Worauf berufen sich diese Aussagen 1pruefer?

Das sind Aussagen ohne "Beweise". Wer kann das nicht sagen? Ich bin Perfektionist, Teamplayer und was weiß ich noch alles...

Belegen kann man das nicht.

Und wer gewinnt? Der der sich am besten verkaufen kann und nicht der, der die beste Arbeit abliefert, mit den Kollegen klar kommt, aber keine Birne für einen Apfel verkaufen kann.

Es geht hier nicht um Beweise. Die Fragen zu Bewerbungsschreiben in diesem Forum gehen darum, welche Eindrücke andere Teilnehmer aufgrund ihrer jeweiligen Erfahrung haben.

Ich gebe meine persönlichen Eindrücke aus dem Schreiben von Star69 wieder. Ob er diese Eindrücke als gültig akzeptiert, ist seine Sache. Es kann sein, dass ich völlig daneben liege, oder er etwas ganz anderes ausdrücken möchte. Beide Möglichkeiten kann er in seiner persönlichen Bewertung meines Beitrags abwägen.

"Zufällig" habe ich seit Mitte der 90er Jahre Hunderte von Einstellungsinterviews geführt, daher sehe ich mich durchaus in der Lage, eine Meinung zu äußern.

Behaupten darf erst einmal jeder alles. Und im Interview wird jedem gezielt auf den Zahn gefühlt, ob die Aussagen des Bewerbers glaubwürdig sind. Blabla fällt kundigen Einstellverantwortlichen auf. Das rächt sich dann.

Dass Schwätzer woanders auch leicht(er) durchkommen können, das gehört zu den Ungerechtigkeiten des Lebens. Das wird es immer geben.

Das sollte aber nicht dazu führen, dass man sich nicht bemüht, seine eigenen Leistungen und Kompetenzen angemessen darzustellen; es gibt viele Leute in den Unternehmen, die die Problematik durchaus kennen und Fehlgriffe vermeiden wollen.

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Hi,

Das wäre eine ehrliche Antwort, aber damit fliegst du garantiert raus

wieso? Wenn er Verkäufer im englischsprachigem Raum werden möchte, mag das stimmen, aber als AZUBI mit Sicherheit nicht.

Das sind Aussagen ohne "Beweise".

Wie soll man im Vorstellungsgespräch so etwas denn beweisen? Da müsste man schon ein Assessment Center besuchen. Wer sich gut verkaufen kann, hat immer die Nase vorn.

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@racker

Leider ist meine größte Schwäche tatsächlich, dass mir selten etwas gut

genug ist, ich enorm pedantisch bin und ich mir damit öfter selber im Weg

stehe. Ich halte das schon für eine Form des Perfektionissmus, der mir auch

ein Leben lang gewisse Bereiche der Kreativität verwehren wird. Meine

Lebensgefährtin z.B. ist auf künstlerische Weise sehr kreativ, malt und

gestaltet viel und gerne. Die bekommt immer nen halben Herzinfakt, wenn

ich z.B. die Wohnung für Ihren Geburtstag oder eine vergleichbare Feier

dekoriere. (...und man quasi mit dem Maßband millimetergenaue Abstände

zwischen den 100% waagerechten Dekomaterialien abmeßen kann.)

@1pruefer

Deine Interpretation meiner Schwächen ist zum großen Teil mein Problem mit

dem herkömmlichen Bewerbungsweg! Es wird von vornherein davon ausgegangen,

dass die Bewerber aus taktischen Gründen nicht die Wahrheit sagen, und man

in das, was gesagt wird, möglichst das schlechteste hineininterpretiert.

Deine Sichtweise ist vollkommen legitim, aber es ist immer sehr ernüchternt

dargelegt zu bekommen, dass das was man sagen möchte, und das, was

jemand daraus liest, oft nicht das selbe sind.

Meine Art an Problemstellungen heranzugehen ist durchweg systematisch,

und nach bester Möglichkeit vorbereitet. Trotzdem kommt es oft vor, dass

ich eine anfangs für optimal gehaltene Strategie im Laufe der entwicklung

anpasse/optimiere, bis hin zum "über den Haufen werfen". Mir ist es auch noch

nie passiert, dass sich ein in der Theorie gefaßter Plan in der Praxis als

100%tig beste Lösung erwiesen hat. Meiner Meinung nach liegt das an der

grundsätzlich unterschiedlichen Beschaffenheit von Theorie und Praxis ;)

Zum Teil mit den Programmiersprachen:

Es gibt wahnsinnig viele Interessen, für die ich nie die Zeit hatte, oder die

Richtige Umgebung. Ich habe nach dem Abitur z.B. ein Studium auf Lehramt

SekII (Physik+Sport) begonnen, welches nahezu meine gesammte Zeit in

Anspruch genommen hat. Nachdem mein Vater verstarb, und meine Mutter

damit zur Alleinverdienerin wurde, kam zum studieren noch das Geldverdienen

für das tägliche Leben, die Unterstützung meiner Mutter, und das Abbezahlen

von Schulden, die sich im Zusammenhang mit der Situationsveränderung

ergaben. (Beerdigung etc.) Bitte kein Mitleid ;)

Während meiner Studienzeit habe ich meine Lebensgefährtin kennengelernt,

womit meine geringe Freizeit auch äußerst sinnvoll gefüllt war. Produkt dieser

"Freizeitaktivitäten" ist unser gemeinsamer, mittlerweile 5 jähriger, Sohn.

Das einzige von mir geleistete, mit dem ich zu 100% zufrieden bin!!!:D

Neben Studium, Geldverdienen, Familie, Sport, sozialen Kontakten, eigenen

Interessen usw. usw. sind viele interessante Themen in den Hintergrund

getreten. Dazu gehörte bei mir (inzwischen leider) auch das Programmieren.

Ich will/wollte nie Programmierer werden, weil ich denke, das ist schon mehr

eine Berufung als ein Beruf. Aber ich freue mich darauf, im Zuge einer

Ausbildung zum FiSi, die Möglichkeit zu haben, mich auch beruflich mit dem

Programmieren zu befaßen! Endlich ;)

Langer Rede, kurzer Sinn:

Ich schreibe gerne und viel, ich versuche stets verbal-argumentativ zu sein,

ich akzeptiere jegliche persönliche Meinung, versuche jedoch stets meine

Position so gut wie möglich zu vertreten.

Und: Ich bin ziemlich nervös, weil ich innerhalb eines Bewerbungsgespräch

eben nicht die Chance dazu habe, mich so zu zeigen, wie ich wirklich bin.

Viel mehr zählt der erste Eindruck, bzw. die jeweiligen Vorlieben der Bewerter.

Und das bei mehreren Terminen mit jeh 20 Bewerbern in 2 Stunden, um 5

Stellen zu besetzen.

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Moin moin,

ich sag ja nicht, dass es nicht so ist. Aber für den Personalverantwortlichen kommt das wie "einstudiert" rüber. Und das einfach deswegen, weil das, wie ich schon schrieb, einfach zuviele Bewerber sagen.

Ich habe Interesse halber am Wochenende mal mit einem Bekannten am Rande eines "Söhnefußballspiels" darüber gesprochen. Er ist Personalreferent in einem mittelständischem Betrieb (Metallverarbeitend).

Er sagte zu mir, wer mit einer zur Schwäche gemachten Stärke, beweist ihm zwar, dass der Bewerber sich mit der einschlägigen Literatur vertraut gemacht habe, aber das Selbstreflektion gänzlich fehlen würde.

Hth.

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Ich hab nen lustigen, wenn auch grundlegend echt fiesen, Tipp bekommen,

was das Thema "Schwäche" angeht:

Ich leide an nervösen Zuckungen.Dem verbreiteten Augenbrauen zusammen-

ziehen, Zucken der Augen, imaginäres Schulter-Nacken Verspannungsgefühl,

leichtes Zucken des Kopfes.

Es hält sich im Rahmen, und wird auch eigentlich nicht als Tick bezeichnet,

aber wer mich eine Weile innerhalb einer Stresssituation erlebt hat, wird

danach ohne Zweifel erkannt haben, dass ich gewisse unkontrolierbare

Zuckungen habe. Ich gehe souverän damit um (stört mich natürlich!), aber

ein Kollege hat mir jetzt den Tipp gegeben, genau dieses als Schwäche

anzugeben. Gerade aus dem Grund, weil man ja eigentlich gar nichts dafür

kann.

Beruflich habe ich jetzt spürbar nie darunter gelitten, denke ich. Pokerspielen

ist halt z.B. doof :D Aber wie wirkt sowas auf Personaler? Gerade, wenn man

in der Stadtverwaltung stolz darauf ist besonders Behindertenfreundlich zu sein,

Beschäftigte mit Migrationshintergrund einzustellen, und auch in allen Belangen

versucht den Frauen den Berufseinstieg zu erleichtern.

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Moin Moin,

Warum das wohl die ganzen FACHBÜCHER sagen? schon komisch.....

Glaubst du, die erzählen nur Müll?

Was ich glaube, tut nicht zur Sache. Mit Sicherheit stehen in den meisten dieser FACHBÜCHER einige gute Tipps drin.

Kauf Dir ein neueres FACHBUCH, oder besser: Gehe in eine Unibibliothek und suche nach Literatur für Personalverantwortliche. In einem solchen Buch wirst Du mit hoher Wahrscheinlichkeit das lesen, was ich gesagt habe.

Und noch eins hinterher: hältst Du Personalverantwortliche für blöde? Was glaubst Du, würdest Du denken, wenn 90 % aller Bewerber Dir eine Stärke anstatt einer Schwäche um die Ohren hauen (obwohl explizit nach einer Schwäche gefragt wurde)? BTW.: Auch Personalentscheider lesen die "ganzen FACHBÜCHER", sicher haben die bereits ein oder zwei mehr als Du und ich davon gelesen.:D

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Hab selber schon aufgrund meiner Tätigkeit in der Jugendvertretung an Gesprächen teilgenommen. Niemand erwartet bei der Frage wirklich eine Schwäche. Es geht mehr darum ob derjenige sich auf das Gespräch vorbereitet hat oder nicht. Falls eine der üblichen Standardantworten kommt ist die Sache erledigt und hat keine weitere Bedeutung. Wenn natürlich jemand sagt er kommt öfters mal zu spät oder sonst was gibt es einen dicken Minuspunkt. Pluspunkte bei der Frage sammeln ist nahezu unmöglich das es ja um eine Schwäche geht.

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