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externer Prüfling?


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Hallo,

entschuldigt bitte die Frage, aber die Suche hat mir leider nicht wirklich weitergeholfen. Daher mal ein paar Fragen zum Thema externer Prüfling.

1. Muss man als externer Prüfling irgendwie beweisen, das man fachlich Ahnung hat bsp. durch Berufserfahrung oder ein Studium im selbigen Bereich? Wenn ja, in welcher Form, würden Arbeitszeugnisse, Studienabschluss o.ä. ausreichen, oder kann man sogar einfach mal so sagen: "Ich probiers mal"?

2. Als externer Prüfling muss man ja auch Projektantrag, theoretische sowie praktische Prüfung machen, oder?

3. Gibt es für externe Prüflinge irgendwelche Sonderauflagen, wenn diese z.B. Themenfremd sind, bsp. ein Koch der seit 5 Jahren als Koch arbeitet, jedoch privat viel verständnis hat und büffelt, müsste der danach bsp. in dem Bereich arbeiten o. ein Praktikum absolvieren, wenn er zugelassen werden würde? (Krasses realitätsfremdes Beispiel, sorry)

4. Was kostet so eine externe Prüfung ca.? Hat jemand damit Erfahrungen?

5. Kann es generell Probleme geben, sodass man nicht zur Prüfung zugelassen wird, bsp. weil zuviele Leute geprüft werden sollen und Prüfungernotstand ist, sodass externe Prüflinge benachteiligt werden?

Sind jetzt viele theoretische Fragen, die sich nur auf allgemeines Interesse (hat also nichts mit meinem o. dem Leben eines Bekannten zu tun) beziehen und gewiss die Boardsuche um einiges erweitern würden, falls doch mal jemand sich die selben Fragen stellen sollte. Vielen Dank vorab für eure Hilfe.

Mfg

Christian, 19, B.

PS: Bitte das Bundesland eurer Erkenntnisse mitangeben sowie die IHK Stelle.

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Nabend,

dann mal Infos aus erster Hand:

Zuerst einmal: gesetzliche Grundlage einer "Externenprüfung" ist § 45 Absatz 2 BBiG:

Zur Abschlussprüfung ist auch zuzulassen, wer nachweist, dass er mindestens das Eineinhalbfache der Zeit, die als Ausbildungszeit vorgeschrieben ist, in dem Beruf tätig gewesen ist, in dem die Prüfung abgelegt werden soll. Als Zeiten der Berufstätigkeit gelten auch Ausbildungszeiten in einem anderen, einschlägigen Ausbildungsberuf. Vom Nachweis der Mindestzeit nach Satz 1 kann ganz oder teilweise abgesehen werden, wenn durch Vorlage von Zeugnissen oder auf andere Weise glaubhaft gemacht wird, dass der Bewerber oder die Bewerberin die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigt. Ausländische Bildungsabschlüsse und Zeiten der Berufstätigkeit im Ausland sind dabei zu berücksichtigen.

Den Nachweis kann man meistens (so jedenfalls bei mir) durch Zeugnisse vom Arbeitgeber, durch Zertifikate, die man erlangt hat usw. erreichen. Dies sollte man am besten vorher mit dem zuständigen Ausbildungsberater der zuständigen IHK abklären. Im Gegensatz zur hier gerade in Prüfungszeiten kursierenden Meinung fressen IHK-Mitarbeiter keine Prüflinge, sondern helfen doch sehr engagiert weiter (so jedenfalls meine Erfahrung).

Zweite Frage:

Ein externer Prüfling wird in den klassischen, normalen Prüfungsablauf integriert, sitzt also in den Klausuren zwischen den "normalen" Azubis und muss genau die gleiche Prüfung ablegen. Es gibt keine andere Prüfung für die Externen.

Dritte Frage:

4,5 Jahre Berufstätigkeit im Berufsfeld. Um bei deinem Beispiel zu bleiben: jemand, der Zeit seines Arbeitslebens Koch war, kann nicht zur Fachinformatiker-Prüfung zugelassen werden.

Vierte Frage:

Unterschiedlich, hängt von der zuständigen Kammer ab, allerdings sind Prüfungsgebühren bis zu 500 Euro (IHK Hannover) drin.

Fünfte Frage:

Unbekannt. Kann ich als Externer keine Antwort geben.

Falls noch Fragen sind, auch von Leuten, die sich vielleicht für die externe Prüfung anmelden wollen: Fragt nach!

-------------------

Link zum BBiG:

http://bundesrecht.juris.de/bbig_2005/__45.html

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Hallo,

Vielen Dank Chief Wiggum, das klärt doch einige meiner Fragen und bereichert die Suche sehr! =D

Nur eine noch, es heißt 1 1/2 Fache Zeit der Ausbildungszeit. Welche ist hierbei gemeint, die Ausbildungszeit i.d. Schule (im geringsten Fall 1 Jahr) oder die im Betrieb (im geringsten Fall 1 1/2 o. 2 Jahre glaube ich) oder geht man hierbei vom normalfall also 3 Jahre aus?

mfg

Christian, 19, B.

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Nachtrag zur ersten Frage noch:

Ich würde den Akt der Prüfung, speziell den theoretischen nicht unterschätzen. Auch externe Prüflinge schreiben exakt dieselben Tests, Projektdokus, Präsi und Fachgespräch. Der Inhalt des Fachinformatikerhandbuchs sollte soweit begriffen sein .... und unterschätze nicht den Teil WiSo. Selbst wer jahrelang schon erfolgreich in der Praxis gearbeitet hat, hat dieses Wissen oft nicht drauf...

und zur fünften Frage: definitiv NEIN. Die PAs werden nach Anzahl Prüflingen aktiviert ... nicht umgekehrt. Jede Kammer hat einen Pool von Prüfern ;)

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Nabend,

dann mal Infos aus erster Hand:

Zuerst einmal: gesetzliche Grundlage einer "Externenprüfung" ist § 45 Absatz 2 BBiG:

Den Nachweis kann man meistens (so jedenfalls bei mir) durch Zeugnisse vom Arbeitgeber, durch Zertifikate, die man erlangt hat usw. erreichen. Dies sollte man am besten vorher mit dem zuständigen Ausbildungsberater der zuständigen IHK abklären. Im Gegensatz zur hier gerade in Prüfungszeiten kursierenden Meinung fressen IHK-Mitarbeiter keine Prüflinge, sondern helfen doch sehr engagiert weiter (so jedenfalls meine Erfahrung).

[/QOUTE]

Dem mag ich so nicht zustimmen, das hängt individuell vom IHK Mitarbeiter ab manche sind da nett, andere weniger kooperativ. Im Endeffekt ist es aber so das der IHK Mitarbeiter bei Eindeutigkeit die Prüfung genehmigen kann oder in Fragwürdigen Entscheidungen dem Prüfungsausschuss vorlegen.

Der Prüfungsausschuss wiederrum ist an die genannten Paragraphen gebunden. Wenn du da z.b. zwei Schreiben von AG vorlegst die die Zulassung zur prüfung Empfehlen und bestätigen das du die notwendige Handlungsfähigkeit hast die die zulassung zur Prüfung rechtfertigen können sie dich kaum ablehnen.

Und wenn doch könntest du die Entscheidung juristisch anfechten.

Wenn du allerdings 5 Jahre koch warst und nur nebenbei ein bischen Programmiert hast kommt denke ich eher eine Umschulung ( 2 Jahre) in frage.

Für die durchführung deines Abschlussprojektes brauchst du eine Firma die dich das machen lässt, wobei die reale durchführung des Projektes ja nicht überprüft wird. Es muss nicht zwangsweise eine IT Firma sein, du könntest z.b. auch eine Software für ein Restaurant oder Hotel schreiben

Bearbeitet von OptFreak
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Ich hab die externe Prüfung (als AE) auch hinter mich gebracht. Da ist gar keine Hexerei dabei. Die IHK konnte mir zumindest wirklich kompetent weiterhelfen. Was will ich mehr. Bundesland war Berlin.

@Soldiar deiner Unterschrift nach ist zu erkennen, das du 19(?) bist. Hast du mit 14 angefangen zu arbeiten, oder warum beschäftigst du dich mit der Externenprüfung? Reines Interesse :)

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Hallo,

ach es geht eigentlich um ein wenig Interesse im Bezug auf BA's.

Vor einiger Zeit haben viele zusaetzlich nach 2, 2.5 o. 3 Jahren die IHK-Pruefungen angeboten. Viele tun das mittlerweile nicht mehr, stattdessen bekommt man nach dieser Zeit den Job-Titel "IT-Assistent (BA)", der meiner Meinung nach sich besch... anhoert, da er sich genauso anhoert wie ITA o. TAI (vollschulische Ausbildung).

Daher hatte ich mir gedacht, theoretisch kann man doch dann, wenn man an einer BA ist, die das nicht freiwillig anbietet nach 2,5 Jahren und ein wenig aufn Hintern setzen (wir wissen ja, dass die Grundlagen bei beiden das gleiche sein werden), einfach eine externen Pruefung ablegen kann.

War halt mein Gedanke, und wenn ich das richtig sehe, ist das ja auch moeglich, oder?

Mfg

Christian, 19, B.

ps: mein Ziel ist es halt einfach den Fachinformatiker + Bachelor Wirtschaftsinformatik zu erreichen, selbstverstaendlich ist das noch an einigen BA's o. FH's moeglich. Aber wollte mich mal vorab erkundigen, falls doch nicht alles ganz so laeuft, wie man es sich erhofft ;)

Und zum Thema Arbeit, kommt drauf an, wie du Arbeit definierst. Entweder kommst du auf 5 Monate IT + 1 Jahr Zeitung o. ueber 19 Jahre aufraeumen, Saugen, Laufen/Krabbeln, Springen, Hinsetzen/Aufstehen, Nachdenken usw.

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Hallo,

wir sprechen hier von 2 jaehriger ITA Ausbildung + 1 Jahr Berufserfahrung plus 3,5 jaehriger dualen Studiums (bei 6 Tagewoche 4 Tage Betrieb, 2 Tage Uni/Schule) - derzeitiger Standpunkt bei 1 jaehriger Berufserfahrungserlangung - ich denke mittlerweile sehr wohl, dass dabei eine externen Pruefung moeglich waere.

Sorry, dass ich nicht alles vorab geschrieben habe. Aber die Aussagen oberhalb haben eigentlich bestaetigt, dass es moeglich sein muesste ;)

Ist nun alles nur theorie, aber halt interessant meiner Meinung nach.

Mfg

Christian, 19, B.

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Wieso? schadet es? Oder Zeigt es nicht vielmehr das sich der Bewerber ehrgeizig um eine möglichst umfassende berufliche Bildung bemüht?

Wenn es so unnütz ist, warum gibt es dann immer wieder Ausbildungsmöglichkeiten, in denen man neben dem B.Sc noch den Fachinformatiker erwirbt?

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@sxs: du sagst es genau ;)

Berufsakademien und generell duale Studiengaenge haben nicht wirklich alle die gleiche "betriebliche Ausbildungsqualitaet". Bei IHK Ausbildungsgaengen ist vorgeschrieben, was einem beigebracht werden muss, also ist eigentlich der zusaetzliche IHK Abschluss ein Beweis dafuer, dass der Betrieb eine qualitativ gute Ausbildung einem geliefert hat/oder die wahrscheinlichkeit, dass dies der Fall ist, ist hoeher. Waehrenddessen das Studium nur die Qualitaet der BA/FH/Uni beweist.

Warum machen so viele hier einen IHK-Abschluss und ein ganzes Forum hat sich zusammen gefunden, wenn doch alle lieber ein Studium machen wuerden oder es fuer besser halten wuerden? Sorry, aber lese in letzter Zeit zu haeufig "pro Studium", und ich kann und will nicht glauben, dass diese Leute, die groesstenteils FI gemacht haben, alles Versager sind, die kein FHR o. HR erreicht haben.

mfg

Chrisitan, 19, B.

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Oft geht es ja auch anders herum. Es wird ein Studium begonnen, und mit einem FI abgeschlossen. Grundsätzlich gibt es nicht viel gegen ein Studium einzuwenden. Der Studienabschluss ist im titelwahnsinnigen Deutschland einfach angesehener. Das ist vielleicht auch unser preußisches Erbe.

Das der erfolgreiche Studienabsolvent das Gefühl "höherwertig" zu sein gern begrüßt (Hallo Lothy), ist wohl auch nur allzu Menschlich. Jeder braucht das Gefühl, das er es besser gemacht hat, als der Nachbar...

Das schöne daran ist, das jedes Wiederwort dagegen natürlich negativ ausgelegt werden kann (Neid, eigene Unfähigkeit, usw.). Daher ist es nicht sonderlich verwunderlich das die Diskussion häufig nur noch Richtung pro Studium bewegt. Wir werden in Studentenkreisen nicht umsonst gerne auch "Flachinformatiker" genannt.

Was ich sehr bedauerlich finde, sind immer wieder die Abgrenzungen vom "echten" Studium und den anderen Möglichkeiten der Weiterbildung. Es wird mir für meinen Geschmack einmal zu oft betont, das die Berufsakademien oder die VWAs gar keine "richtigen" Diplome vergeben. Wer von den Dipl Ing/Inf (FH) - das sind ja die meisten hier - hat den vor an der Uni zu bleiben, zu Forschen bzw. zu Promovieren? Mal davon abgesehen das ihr "akademischer" Grad dazu auch nur in Ausnahmefällen reicht? Diese Geringschätzung ist es, die mich regelmäßig in die Tischkante beißen lässt. Wahrscheinlich ist das aber ein unüberbrückbarer Gegensatz, zumindest hier im Forum.

Nochmal sorry fürs OT

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