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Wirtschaftsinformatik (FH) nach Ausbildung als FIAE


mHollweck

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Guten Morgen,

hab da ein paar Fragen an die Personen, die Winfo nach einer Ausbildung zum FIAE an einer FH studieren oder studiert haben:

- Wie hoch war bei euch der Arbeitsaufwand nach den Vorlesungen?

- Ist es realistisch, nebenher noch eine 20h/Woche für Arbeit (Softwareentwicklung) einzuplanen oder sprengt das den Zeitrahmen?

- Wie empfandet/empfindet ihr das Studium vom Schwierigkeitsgrad?

- Wie viel praktischen Nutzen hatte das Studium für euren weiteren Berufsweg? (gerade wenn man in die Beratung, Planung will)

Danke und liebe Grüße,

Mary

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- Wie hoch war bei euch der Arbeitsaufwand nach den Vorlesungen?

Kommt alles auf dich, deine Vorkenntnisse, deine Motivation, den Prof und die Vorlesung an. Während eine Vorlesung kaum Nacharbeitung bedarf, brauchen einige andere weitaus mehr.

- Ist es realistisch, nebenher noch eine 20h/Woche für Arbeit (Softwareentwicklung) einzuplanen oder sprengt das den Zeitrahmen?

Auch hier gilt selbiges wie oben. Du solltest schauen was Pflichtvorlesungen sind und ob Du dein Präsenzstudium etwas strecken (in einem Semester mal kein Vollzeitpensum fahren) kannst. Einige FHs packen Dir deinen Tagesplan derart voll, dass man nur noch das Wochenende zum jobben hat. An der FH in Sankaugustin z.B. studiert ein Bekannter von mir und hat keine Probleme nebenher 20h zu jobben. Der Job muss nur entsprechend flexibel sein.

- Wie empfandet/empfindet ihr das Studium vom Schwierigkeitsgrad?

Passe. Studiere an einer Uni. Aber auch an einer FH kann man den Aufwand mit einer anderen FH kaum vergleichen. Während Du in einer mit Schweiß und Tränen um eine 4 kämpfst, bist Du bei einer anderen problemlos mit einer 2-3 dabei. Soviel zum Thema Gleichwertigkeit.

-Wie viel praktischen Nutzen hatte das Studium für euren weiteren Berufsweg? (gerade wenn man in die Beratung, Planung will)

Gerade für das Consulting ist ein Studium fast Pflicht. Dieses Manko lässt sich nur durch Berufserfahrung ausgleichen. Und das auch nur bedingt. Einige Tätigkeiten brauchen einfach eine gewisse, akademische Herangehensweise. Zudem werden in der Beratung Personen für eine Dienstleistung angeboten (d.h. Kunde hat ein Problem und bekommt oft Personalbögen mit potentiellen Kandidaten des Teams um ein Gefühl dafür zu bekommen, dass das Beratungshaus die richtigen Leute für seine Belange hat). Dort steht auch, neben deinen Kenntnissen und Projekten dein erreichter Abschluss drauf. Je nach Kunde traut man Dir dennoch diese Anspruchsvolle Aufgabe zu oder eben nicht. Meiner Erfahrung nach kauft ein Kunde lieber einen Akademiker als einen Fachinformatiker wenn er schon 1300 - 1600 EUR pro PT bezahl.

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- Ist es realistisch, nebenher noch eine 20h/Woche für Arbeit (Softwareentwicklung) einzuplanen oder sprengt das den Zeitrahmen?

Wenn du die FH wie eine Schule besuchst - sprich, wirklich in jede Vorlesung gehst, die im Studenplan steht, dann wirst du die 20 Stunden jobben nur schaffen, wenn du dafür dein Wochenende opferst (und selbst dann wird es nicht einfach).

Wenn du nur in die Vorlesungen gehst, die dir etwas bringen, dann sind 20 St./Woche eigentlich relativ problemlos zu schaffen. Kommt aber natürlich auch darauf an, wie felxibel dein Nebenjob ist. Ich hab während des Studiums meistens 2-3 komplette Tage unter der Woche gearbeitet, und es hat ganz gut geklappt. Allerdings ist der Schock dann vor den Prüfungen immer relativ gross, wenn man sieht was man alles nachholen muss :).

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Wenn du die FH wie eine Schule besuchst - sprich, wirklich in jede Vorlesung gehst, die im Studenplan steht, dann wirst du die 20 Stunden jobben nur schaffen, wenn du dafür dein Wochenende opferst (und selbst dann wird es nicht einfach).

Ich denke gerade nach der Ausbildung als FIAE werden ein paar Vorlesungen sicher nicht mehr so viel Neues sein (ich denke dabei an die Softwareentwicklungs-Vorlesungen), da sie ja bei Null beginnen müssen (sollten?).

Also falls sie mit den einfachsten Dingen, wie "Was sind Variablen?" und "Das hier ist eine Klasse..." anfangen sollten, weiß ich was zu tun ist.

Aber geht das so einfach? Also von den Vorlesungen fern bleiben? Dachte ich hätte mal etwas von einer Anwesenheitspflicht gelesen.

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Gerade für das Consulting ist ein Studium fast Pflicht. Dieses Manko lässt sich nur durch Berufserfahrung ausgleichen. Und das auch nur bedingt. Einige Tätigkeiten brauchen einfach eine gewisse, akademische Herangehensweise. Zudem werden in der Beratung Personen für eine Dienstleistung angeboten (d.h. Kunde hat ein Problem und bekommt oft Personalbögen mit potentiellen Kandidaten des Teams um ein Gefühl dafür zu bekommen, dass das Beratungshaus die richtigen Leute für seine Belange hat). Dort steht auch, neben deinen Kenntnissen und Projekten dein erreichter Abschluss drauf. Je nach Kunde traut man Dir dennoch diese Anspruchsvolle Aufgabe zu oder eben nicht. Meiner Erfahrung nach kauft ein Kunde lieber einen Akademiker als einen Fachinformatiker wenn er schon 1300 - 1600 EUR pro PT bezahl.

Diese Ansicht ist sehr individuell. Es kommt auf den Beratungsauftrag und das Fachgebiet an, aber als Kunde will man im Normalfall schlicht einen Fachmann vom Beratungshaus/Systemhaus, der die Aufgabe bewältigt und vertraut auf deren Urteil - da fängt man nicht nochmal mit einem eigenen "Bewerbungsverfahren" an.

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Ich denke gerade nach der Ausbildung als FIAE werden ein paar Vorlesungen sicher nicht mehr so viel Neues sein (ich denke dabei an die Softwareentwicklungs-Vorlesungen), da sie ja bei Null beginnen müssen (sollten?).

Also falls sie mit den einfachsten Dingen, wie "Was sind Variablen?" und "Das hier ist eine Klasse..." anfangen sollten, weiß ich was zu tun ist.

Aber geht das so einfach? Also von den Vorlesungen fern bleiben? Dachte ich hätte mal etwas von einer Anwesenheitspflicht gelesen.

Kommt natürlich auf deine Vorkenntnisse an. Prinzipiell beginnt alles bei null - genau wie in Mathe.

Wegen Anwesensheitspflicht - die gab es bei mir zum Glück nur in ein paar Praktika bzw. Testaten. Bei Vorlesungen ist es normalerweise egal ob du da bist. Wenn du es schaffst, auf den Punkt zu lernen, kannst du auch in die Prüfung gehen und bestehen, ohne jemals in der betreffenden Vorlesung gewesen zu sein. Ich hab mich z.B. immer leichter getan, aus verschiedenen Büchern zu lernen, als aus den Skripten der Professoren.

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... aber als Kunde will man im Normalfall schlicht einen Fachmann vom Beratungshaus/Systemhaus, der die Aufgabe bewältigt und vertraut auf deren Urteil ...

Auf wessen Urteil? Dem des Beratungshauses? Der Kunde kauft einen Fachmann (oder ein ganzes Team) und die meisten Kunden wollen Referenzen sehen. Gibt es keine Firmen-Referenzen, die der Kunde gerne hätte oder sind sie nicht 1:1 aus dem Bereich, den der Kunde verarztet haben möchte (z.B. IT Security Rechenzentrum während nur Referenzen für den Banken-Sektor vorhanden sind) kannst Du nur noch die am besten passenden Leute anbieten. In ihren Personalbögen stehen auch die Projekte, die sie bei anderen Arbeitgebern durchgeführt haben und andere, relevante Daten wie der Abschluß. Anhand dieser entscheidet der Kunde dann ob er das Team/die Leistung des Beratungshauses kauft oder sich nach etwas anderem umsieht.

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Auf wessen Urteil? Dem des Beratungshauses?

Klar. Wozu sonst das Beratungshaus? Ansonsten kann man sich auch was via gulp & co zusammencasten.

Der Kunde kauft einen Fachmann (oder ein ganzes Team) und die meisten Kunden wollen Referenzen sehen.

So ist es, aber die wollen eher hören - wir (Beratungshaus) haben für Unternehmen X die Lösung Z implementiert (ggf. mit Teammembers Max und Moritz) und nicht Hans Wurst hat vor 5 Jahren mal ne 2 im Studienfach "Powerpoint für Fortgeschrittene" gehabt. Da wird meistens in erster Linie eine Dienstleistung eingekauft, die nicht auf Individuen gemünzt ist. Du überschätzt den Schein in dem Fall meiner Meinung nach. Er ist eher der door opener, dass dich ein Beratungshaus einstellt.

Bearbeitet von bigvic
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Klar. Wozu sonst das Beratungshaus? Ansonsten kann man sich auch was via gulp & co zusammencasten.

Jetzt mal nicht übertreiben. Das Beratungshaus erfüllt IMHO eine Fokus-Funktion. Ich muss dem Beratungshaus einen Auftrag erteilen und es kümmert sich um die Ressourcen und die Fertigstellung. Die Projektleitung ist zentralisiert.

So ist es, aber die wollen eher hören - wir (Beratungshaus) haben für Unternehmen X die Lösung Z implementiert (ggf. mit Teammembers Max und Moritz) ...

Und was ist wenn Max und Moritz nicht mehr im Unternehmen sind? Dann kann das Unternehmen sagen "Wir haben die Lösung implementiert, die Kollegen sind zwar nicht mehr bei uns, aber wir haben trotzdem ungefähr passende Leutchen am start. Hier ihre Personalbögen".

Oder wenn das Unternehmen noch KEINE derartige Lösung selbst implementiert hat, einige Kollegen bei ihren ehemaligen Firmen jedoch schon: "Unsere Company hat das noch nicht betreut, aber wir haben einige neue Kollegen, die das bei ihrem alten Arbeitgeber schon seit 10 Jahren täglich gemacht haben. Hier ihre Personalbögen".

Selbst wenn weder Personal, noch Unternehmen das jemals gemacht haben: "Wir haben das noch nie so gemacht, auch die Kollegen haben keine 100%-ige Erfahrung in dem Gebiet, aber wir haben engagierte und sehr analytisch vorgehende Jungs aus Stanford im Angebot. Wir berechnen sie auch die ersten paar Wochen nur zu 50%. Hier ihre Personalbögen"

In allen 3 Fällen spielt am Ende die Person, die auch letztendlich beim Kunden sitzt das Konzert nach seiner Komposition. Und da sollte der Kunde zumindest wissen wo der Pianist vorher gespielt und wo er dies gelernt hat um ungefähr zu beurteilen ob ihm die Musik am Ende auch zusagen wird, die der Typ da in den Projektwochen vorab komponiert hat.

Du überschätzt den Schein in dem Fall meiner Meinung nach. Er ist eher der door opener, dass dich ein Beratungshaus einstellt.

Sehe ich - aus persönlicher Erfahrung - anders.

Bearbeitet von Kwaiken
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Hallo zusammen,

es gibt auch Teilzeit FH wie zb: » FOM Hochschule | Studium neben dem Beruf oder andere, bei denen kann man neben den Job studieren.

Vielleicht wäre das etwas für dich.

Kostet etwas mehr Geld und vor allem darf die doppel Belastung aus Vollzeit Job und Studium nicht vernachlässigt werden.

Ich habe das Studium bei FOM fast komplett abgeschlossen. Ich würde schätzen, dass es in einigen Modulen nicht so tiefgreifend ist, wie an einer richtigen UNI. Dafür hat man hier eben zusätzlich Berufserfahrung aufgebaut.

LG

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"Etwas" ist gut.

- Studiengebühren staatliche FH: keine, bzw. 233 EUR für das Studententicket. 7 x 233 EUR = 1631 EUR.

- Studiengebühren private FH, FOM: 360 x 42 + 300 Prüfung = 15.420 EUR.

Entscheide dich zunächst ob Uni oder FH und dann ob Präsenz oder Fern. Anschließend ob Voll- oder Teilzeit. Damit hättest Du das Feld ziemlich ausgedünnt.

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