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Letzer Job ging in der Probezeit zu Ende, wie erklären beim Vorstellungsgespräch?


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Hallo Kollegen,

ich bin Fisi und 28 Jahre alt. Ich habe die Ausbildung als Fisi im Sommer 2012 abgeschlossen , wurde aber leider nicht übernommen. Ich hatte dann eine etwa 6 monatige Arbeitslosigkeit, die ich durch Praktika überbrückt hatte bis eine Bewerbung fruchtete und ich einen neuen Job bekam. Ich wurde Administrator und IT-Fachmann in einem großen Krankenhaus hier in Baden-Württemberg eingesetzt.

Die fachspezifische Arbeit dort machte mir wirklich Spaß, aber recht schnell merkte ich, dass ich mich dort nicht wohl fühlte. Neben dem Mobbing dort unter den Kollegen, die uns als IT-Abteilung für ihre Machtspielchen instrumentalisierte haben hat mich die Arbeit im Krankenhaus (bei OPs "dabei" zu sein oder bei einer Darmspiegelung anwesend und arbeiten in der Psychiatrie) doch recht aufgewühlt. Gerade war bei uns eine familiäre Krise aufgrund einer Erkrankung und das hat mich doppelt belastet, weil ich privat und beruflich fast nur im Krankenhaus war.

Wir als IT waren bei dem Krankenhaus nur Dienstleister und gehörten nicht zu Belegschaft. Nach 5 Monaten hat mich die ganze Situation so belastet das ich ein offenes Gespräch mit meinem Chef gesucht habe und ihm davon berichtet habe, dass ich mich aufgrund der familiären Belastung im Umfeld Krankenhaus nicht wohl fühle und gerne zu seinem anderen Kunden versetzt werden würde. Mein Chef hatte auch schon gemerkt das ich etwas abwesend wirkte. Doch da keine anderen Kapazitäten vorhanden waren, wurde unser Arbeitsverhältnis im "gegenseitigen Einvernehmen" beendet. Er hat mir dann noch ein sehr gutes Zeugnis geschrieben und mit dem bewerbe ich mich aktuell.

Nun habe ich ein am Donnerstag ein Vorstellungsgespräch und ich weiß nicht so recht, wie ich die Beendigung des Arbeitsverhältnisses dort erklären soll. Ich habe Angst das wenn ich die Wahrheit sage, dass es heißt ich sei nicht belastbar oder eine Art Weichei. Anderseits möchte ich auch nicht zu viel von der damaligen privaten Situation erläutern.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

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Hi,

ich finde du hast das doch ganz verständlich erklärt, von daher würde ich das auch so sagen. Die Arbeit im Krankenhaus ist halt nicht jedermanns Sache, wobei ich mich schon frage wieso du bei Operationen dabei sein musstest.

Wie auch immer, eine Lüge und sich irgendwas aus den Fingern saugen dürfte wohl kaum die bessere Alternative sein.

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Hi,

Die Arbeit im Krankenhaus ist halt nicht jedermanns Sache, wobei ich mich schon frage wieso du bei Operationen dabei sein musstest.

Das ist einfach zu erklären, auch im OP sind Rechner (zertifizierte sterilisierte), an denen die Ärzte während einer OP Patientendaten abrufen. Öfters gab es da Probleme und wir mussten hin. So musste ich mich natürlich auch umziehen und sah aus, wie ein Arzt und dort arbeiten. Meist war das zwischen den OPs, wenn z.B. noch der ganze Boden voll mit Blut war oder dort noch die OP Werkzeuge lagen und es aussah wie in einer Metzgerei. 2 mal war ich auch dabei wie einem das Knie operiert wurde und als ich sah, wie dort der Arzt mit dem Hammer drauf schlug, wurde mir schlecht.

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Hi,

also mir als dein zukünftiger Arbeitgeber würde die Erklärung absolut reichen. Ich denke nicht, dass du da als Weichei abgestempelt würdest, gerade wenn man überlegt, wie viele Leute schon zusammenklappen wenn sie eine Schnittwunden am Finger sehen. Also kurzum: Sag es so, wie es tatsächlich war und alles wird gut.

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hallo dantes,

du kannst argumentieren:

technik kein problem. branche problematisch weil ...

mach den alten arbeitgeber nicht schlecht. (mobbing und machtspielchen nicht erwähnen)

du bewirbst dich in einer anderen branche - also interessiert erst einmal die zukunft. eventuell werden gar keine fragen zum aufhebungsvertrag gestellt.

viel glück beim gespräch

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Dank dir, ich warte erst einmal ab und hole mir noch ein paar andere Meinung ein.

Aktuell habe ich auch in meinem Lebenslauf statt Arbeitslosigkeit eine "freie Tätigkeit" eingefügt. Ich habe 3 Privatkunden und eine Firma, für dich ich quasi nebenberuflich kleine Aufträge abwickel. Dies sind alles weniger als 400 Euro im Monat und laufen dann über einen Minijob bzw. Art Kleingewerbe, viel von dem Geld bleibt mir aber nicht da davon 150 Euro an die Krankenkasse und Pflegeversicherung gehen und der andere Teil an die Private Rentenversicherung (ich bin nicht über das Amt gemeldet da ich keinen Anspruch hätte auf ALG1 und ALG2).

Dies habe ich lieber erwähnt als Arbeitslosigkeit. Ich bin auch bereit wenn der Arbeitgeber mich darauf anspricht und die Zeit die das kostet diesen Job "zu kündigen" bzw. abzugeben.

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Hi,

Dank dir, ich warte erst einmal ab und hole mir noch ein paar andere Meinung ein.

was denkst du denn sollen noch für Meinungen kommen? Also entweder die Wahrheit sagen (Mobbing oder so natürlich weglassen) oder was ausdenken bzw. irgendwas irgendwie zurechtfrickeln, was mit der Wahrheit nur entfernt was tun hat.

Dein gutes Zeugnis spricht doch für dich, daher bin ich überrascht was für einen Staatsakt du aus diesem einfachen und eindeutigen Sachverhalt machst. Und Arbeitslosigkeit ist keine Schande, das sollte klar sein. Sowas passiert immer wieder mal!

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Ich sehe das wie meine Vorredner. Bleib bei der Wahrheit. Es ist wirklich nichts schlimmes zu sagen, dass man mit der Branche nicht zurecht kommt. Das mit Mobbing/Familienprobleme würde ich, wie andere auch schon gesagt haben, auch nicht erwähnen.

Arbeitslosigkeit ist auch nicht schlimm, solang es nicht zu lange ist. Ich war damals nach der Ausbildung auf 2 Monate arbeitslos und bin mich jetzt am bewerben aus meinem ersten Job nach der Ausbildung weg, da hat mich bisher noch niemand gefragt warum ich 2 Monate arbeitslos war, dass hat überhaupt nicht interessiert.

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Meist war das zwischen den OPs, wenn z.B. noch der ganze Boden voll mit Blut war oder dort noch die OP Werkzeuge lagen und es aussah wie in einer Metzgerei. 2 mal war ich auch dabei wie einem das Knie operiert wurde und als ich sah, wie dort der Arzt mit dem Hammer drauf schlug, wurde mir schlecht.

Ich bin echt kein Weichei, aber ich hätte NULL Bock auf sowas. Ich würde das etwas anders umschrieben auch so kommunizieren, wenn der Personaler beim Vorstellungsgespräch fragt.

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