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Erfahrungsbericht Duales Studium


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Hallo Leute,

es gibt zwar schon zahlreiche Threads zum studieren nach der Ausbildung, aber ich hoffe trotzdem auf einige Ratschläge oder Erfahrungsberichte.

Ich bin jetzt 33 und habe meine Ausbildung im Februar zum FISI erfolgreich abgeschlossen. ( Verkürzt auf 2,5 Jahre) 

Bevor ich in der IT gelandet bin, habe ich dies und jedes studiert und nach 7 Jahren die Uni ohne Abschluss verlassen.

Ich arbeite in NRW in einer eher kleineren Firma ( ca 50 Mitarbeiter). Die Firma würde mich übernehmen und meine Arbeit mit 2600€ Brutto pro Monat vergüten. 

Als EInstiegsgehalt eigentlich völlig angemessen aus meiner Sicht. Allerdings wird sich an dem Betrag langfristig nicht großartig was ändern und 2nd level support + Installationen von Hard - und Software möchte ich auch nicht unbedingt die nächsten 30 Jahre machen.

Auf Nachfrage meinerseits, könnte ich auch ein Duales Studium im Oktober beginnen ( Schwerpunkt Informatik oder Wirtschaftsinformatik ) mit Abschluss B.Sc.

Da ich grade noch in einem anderen Thread auf Verständisfragen dazu gestoßen bin. Beim dualen Studium ist man quasi Werksstudent im Betrieb. Man hat 3 Monate Uni und arbeitet dann 3 Monate im Betrieb, dann wieder 3 Monate Uni usw.  

Nun sehe ich folgende Möglichkeiten:

- Duales Studium über die Firma beginnen :

+ Man muss sich keine Gedanken über die Finanzierung machen 

+ Man sammelt trotzdem weiter ein gewisses Maß an berufserfahrung

+ Durch die Arbeit in der Firma hat man direkten Bezug zur Theorie in den Vorlesungen

+ Da ich in der Ausbildung nie die Abteilung gewechselt habe, verspreche ich mir durch die unterschiedlichen Vorlesungen eine bessere Vorstellung, in welchem Bereich ich in Zukunft arbeiten will

- Berufserfahrung sammeln/ Zertifikate machen und bei gegebener Zeit die Firma wechseln

Wie habt ihr eure Zertifikate erworben? ( Selbst finanziert oder hat die Firma bezahlt? ) 

Habt ihr da an den Kursen dafür teilgenommen und für diese Zeit Urlaub genommen oder euch selbstständig drauf vorbereitet?

Da ich halt noch bis 70 arbeiten muss, möchte ich auch mit 33 noch irgendwas für meine Zukunft tun und nicht ewig auf der Stelle treten. 

Bin allerdings grade einfach ratlos.

Wall of Text Ende

 

Bearbeitet von luckyk
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Wenn Du die Möglichkeit zum dualen Studium hast und es Dich reizt: Mach das. Das kann sich nur lohnen. Vor allem, wenn Du mit 2nd Level Support und Co. nicht auf Dauer zufrieden sein wirst.

Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass Du das Studium machst, um danach weiter im Bereich Administration/Netzwerke tätig zu sein. Im Regelfall geht Informatik/Wirtschaftsinformatik in die Richtungen Entwicklung, Projektleitung und Co.. Wenn Dir das zusagt: Ergreife die Chance. Du wirst es nicht bereuen.

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Gast default1990

Würde das duale Studium dann auch die vollen drei Jahre dauern? Trotz vorheriger Berufsausbildung? Können sich Leistungspunkte aus artverwandten Studiengängen (z. B. Informatik --> angewandte Informatik) anrechnen lassen?

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vor 1 Minute schrieb jkcoding:

Können sich Leistungspunkte aus artverwandten Studiengängen (z. B. Informatik --> angewandte Informatik) anrechnen lassen?

Das ist immer Entscheidungssache der (Fach-)Hochschule ggf. sogar des einzelnen Dozenten. Und selbst dann kann man unterschiedliche Aussagen erhalten. Selber schon erlebt! Da wurden dann Kurse erst nach wiederholtem Nachfragen und Einspruch anerkannt.

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Gerade eben schrieb Rienne:

Das ist immer Entscheidungssache der (Fach-)Hochschule ggf. sogar des einzelnen Dozenten. Und selbst dann kann man unterschiedliche Aussagen erhalten. Selber schon erlebt! Da wurden dann Kurse erst nach wiederholtem Nachfragen und Einspruch anerkannt.

Exakt. Sowas ist immer totale Glückssache. Ich kenne Fälle, da mussten Leute mit CCIE trotzdem noch Grundkurse in Netzwerktechnik absolvieren und sich erklären lassen, was denn eine IP-Adresse ist.

Probieren kann man es, aber die Chance ist immer relativ klein.

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vor 19 Minuten schrieb r4phi:

Wäre es nicht klüger das Studium unabhängig vom Arbeitgeber zu machen? Beispielsweise ein Verbundsstudium. Dann hast du die Abhängigkeit zu deinem AG nicht. 

Wo soll der Vorteil sein? Die Abhängigkeit existiert doch nur in der Regelung zur Kostenübernahme. Er kann jederzeit (während und nach dem Studium) das Unternehmen verlassen, muss dann aber eben die Kosten selber tragen. Warum soll er auf das Potential verzichten, nichts für das Studium zu bezahlen? Macht doch keinen Sinn.

Bearbeitet von Arvi
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Den Arbeitgeber kann ich während des Studiums nicht verlassen. 

Man muss einen AG finden, der einen quasi für ein Studium an der Hochschule anstellt. Ich bekomme eine monatliche Vergütung, Urlaubstage etc.  

Es ist vom Prinzip her dasselbe System wie bei einer Ausbildung, nur das ich quasi statt Berufsschule quasi 3 Monate zur Uni gehe, Kurse belege, Prüfungen schreibe, dann 3 Monate im Betrieb arbeite und dann das nächste Semester startet usw.

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vor 1 Stunde schrieb luckyk:

Den Arbeitgeber kann ich während des Studiums nicht verlassen. 

Man muss einen AG finden, der einen quasi für ein Studium an der Hochschule anstellt. Ich bekomme eine monatliche Vergütung, Urlaubstage etc.  

Es ist vom Prinzip her dasselbe System wie bei einer Ausbildung, nur das ich quasi statt Berufsschule quasi 3 Monate zur Uni gehe, Kurse belege, Prüfungen schreibe, dann 3 Monate im Betrieb arbeite und dann das nächste Semester startet usw.

Ok damit habe ich jetzt nicht gerechnet, denn das ist ein Modell das in der Regel nur gewählt wird wenn der Student vorher keine Ausbildung absolviert hat.

Das ist in meinen Augen ein ziemlich schlechter Deal für dich es sei denn du würdest in einem Ausnahme Unternehmen direkt beispielsweise auf das Projektmanagement oder die Technologie Beratung vorbeitet.

Also entweder du machst ein Studium und bist weiterhin als Vollzeitkraft beschäftigt (und wirst auch so bezahlt), beispielsweise über eine private Hochschule oder Verbundsstudium am Wochenende an einer staatlichen.

Oder aber du gehst Vollzeit an die Uni. Arbeitserfahrung sammelst du dann als Student bzw. Ueber dieThesis in Kooperation mit einem Unternehmen.

Billige Arbeitskraft im gleichen Unternehmen bei nahezu gleichen Aufgabenspektrum, darauf würde ich mich nicht einlassen.

Bearbeitet von Arvi
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vor 1 Stunde schrieb luckyk:

Den Arbeitgeber kann ich während des Studiums nicht verlassen. 

Man muss einen AG finden, der einen quasi für ein Studium an der Hochschule anstellt. Ich bekomme eine monatliche Vergütung, Urlaubstage etc.  

Es ist vom Prinzip her dasselbe System wie bei einer Ausbildung, nur das ich quasi statt Berufsschule quasi 3 Monate zur Uni gehe, Kurse belege, Prüfungen schreibe, dann 3 Monate im Betrieb arbeite und dann das nächste Semester startet usw.

In dem Fall würde ich normal arbeiten und nebenher privat studieren. Dadurch bekommst du Berufserfahrung (insgesamt wohl das wichtigste Kriterium für dein Gehalt) und machst einen Studienabschluss. Solange man nicht gerade an einer Top-Uni studiert, dürfte das ganz nebenbei auch für die Karriere die sinnvollste Lösung sein.

Nachteil: Wenig Freizeit und die Kosten für das Studium trägst du selbst.

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vor 14 Stunden schrieb luckyk:

Den Arbeitgeber kann ich während des Studiums nicht verlassen. 

Man muss einen AG finden, der einen quasi für ein Studium an der Hochschule anstellt. Ich bekomme eine monatliche Vergütung, Urlaubstage etc.  

Es ist vom Prinzip her dasselbe System wie bei einer Ausbildung, nur das ich quasi statt Berufsschule quasi 3 Monate zur Uni gehe, Kurse belege, Prüfungen schreibe, dann 3 Monate im Betrieb arbeite und dann das nächste Semester startet usw.

@Arvi Deswegen meine Bedenken bzw. die Frage ob es nicht sinnvoller wäre das ganze AG unabhängig zu machen. Wie beispielsweise einem Verbundsstudium oder Fernstudium. Von meinem vorherigen Arbeitgeber wurde mir so ein Modell ebenfalls angeboten. Allerdings sah das Modell der Uni / FH vor dass die Vorlesungszeit Blockweise erfolgt. Das heißt man ist bspw. drei Monate beim AG, dann drei Monate an der Uni / FH - natürlich mit massiven Gehaltseinbußen. Bei mir waren das damals von 3xxxx Brutto auf irgendwas mit 900 Brutto oder so. Genaue Zahlen habe ich leider nicht mehr im Kopf. Des weiteren bestand die Verpflichtung nach erfoglreichem Studium noch xxx Monate beim AG angestellt zu bleiben.

Darüber hinaus hat man natürlich auch immer den Druck (ob bewusst oder unbewusst) das der AG das Studium finanziert und dadurch auch immer ein Auge auf die Leistungen hat. Läuft es dann mal nur "ausreichend" oder "befriediegend" ist man sicherlich direkt irgendwelche Antworten schuldig oder ähnliches.

Bearbeitet von r4phi
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vor 3 Stunden schrieb r4phi:

@Arvi Des weiteren bestand die Verpflichtung nach erfoglreichem Studium noch xxx Monate beim AG angestellt zu bleiben.

Darüber hinaus hat man natürlich auch immer den Druck (ob bewusst oder unbewusst) das der AG das Studium finanziert und dadurch auch immer ein Auge auf die Leistungen hat. Läuft es dann mal nur "ausreichend" oder "befriediegend" ist man sicherlich direkt irgendwelche Antworten schuldig oder ähnliches.


Ich kann dir nur sagen wie ich das in meinem Unternehmen handhabe:

Wir bieten ein Studium neben dem Beruf an privaten Hochschulen an, beispielsweise an der FOM, IUBH oder der HS Fresenius. Das Studium findet in der Freizeit statt, beispielsweise Vorlesungen am Abend / Wochenende oder vollständig per Fernstudium. Die Studienkosten werden übernommen, dafür verpflichtet sich der Student zwei Jahre im Anschluss im Betrieb zu bleiben. Verlässt der Student vorher den Betrieb, dann müssen die Studienkosten anteilig zurückerstattet werden.

Die Verträge sind ja individuell und man kann seinem Arbeitgeber auch vorschlagen, das Studium an einer anderen Hochschule zu absolvieren, wo der Vertrag zwischen dem Studenten und der Hochschule geschlossen wird, und nicht zwischen dem Arbeitgeber und dem Unternehmen. An den oben genannten Hochschulen ist das so üblich.

Eine Notenkontrolle bleibt in dem Fall aus. Ich lasse solche Verträge durch unseren Juristen prüfen und eine Studienkostenübernahme muss in jedenfall auch eine plausible Rückzahlungsklausel haben im Falle eines Opt-Out. Die anteilige Zurückerstattung ist hier eigentlich üblich. Kündigt der Absolvent nach einem Jahr, müssen 50% zurückerstattet werden.

Deshalb kann ich nur empfehlen,  mal mit den Unternehmen zu sprechen. Da ist ja eigentlich nichts in Stein gemeißelt.

 

Bearbeitet von Arvi
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