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Projektantrag: Aufbau und Konfiguration einer IP- Telefonanlage über SIP-Trunk Anbindung sowie die Implementierung der Klingelanlage


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Vorab ganz kurz, da mir innerbetrieblich absolut wenig zur Seite gestanden wird, habe ich keine Ahnung, wo ich damit überhaupt stehe. Kann weder einschätzen ob ich schon ganz in Ordnung fahre oder das hier volle Katastrophe ist. Habe halt einfach das Gefühl, das irgendetwas daran grundlegend falsch ist. Fachliche Tiefe denke ich fehlt auch. Bin gespannt und hoffe blamiere mich damit nicht allzu extrem. Danke für eure Hilfe schonmal. Ihr seid die Besten!

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1. Projektbezeichnung -

Aufbau einer IP-Telefonanlage per SIP-Trunk- Anbindung, sowie die Implementierung der vorhandenen Klingelanlage.


2. Kurzbeschreibung -

Die XYZ Firma ist ein mittelständisches Unternehmen, mit etwa 20 Mitarbeiter, welches im Geschäftsbereich des eCommerce agiert. Bis dato nutzt man eine klassische Telekommunikationsanlage über das normale Telefonetz der Deutschen Telekom AG. Da diese Vertragbindung zeitnah abläuft sowie 2022 auch die letzten Telekommunikationsprovider ihre ISDN- Unterstützung streichen werden, plant man nun ohnehin zeitgemäßen Umstieg auf eine IP Telefonanlage. In diesem Zuge soll ein Umstieg auf eine Software- basierte Voice over IP Lösung sowie die damit miteinhergehende Nutzung eines SIP-Trunk-Anschlusses etabliert werden. Die Mitarbeiter sollen per Softphones über Nebenstellen eingebunden werden. Da man als IT-Unternehmen, Sicherheit ernst nimmt, gilt zu prüfen ob die Implementierung von SIPS und SRTP umsetzbar sind. Dabei obliegt die Wahl des zu nutzenden SIP-Client, des SIP-Trunk- Providers und der notwendigen Hardware einer gründlich erstellten Kosten-/ Nutzenanalyse zugrunde. 
Die Softwarelösung soll dabei alle Leistungsmerkmale einer herkömmlichen Telefonanlage aufweisen. Dazu gehören Halten, Makeln, Durchstellen sowie die Einrichtung von Weiterleitungen. Da man auf eine Qualitativ hochwertige Sprachkommunikation setzt, ist der Einsatz von SHDSL zu überprüfen. Vor- und Nachteile sind dabei genauestens abzuwägen. Damit soll sichergestellt werden das bei verpassten Kontaktversuchen eine Nachricht über die Sprechanlage hinterlassen werden kann beziehungsweise das Klingelsignal auf ein Telefon umgeleitet wird. Eine weitere Vorgabe welche die Softwarelösung enthalten muss, ist die Möglichkeit Video-basierter Webmeetings. Durch dieses Projekt erhofft man sich zukünftig mehr Flexibilität in der Verwaltung und Kontrolle der telefonischen Kommunikation, ein hohes Einsparpotential, Ortsunabhängigkeit sowie einen besseren Kundenservice anbieten zu können. 

Meine Hauptaufgaben bei diesem Projekt sind folgende:

-Analyse des Ist-Zustands
-Erarbeitung eines Zielkonzepts
-Erstellung eines Pflichtenheft sowie Projektstrukturplans
-Angebotserfragung der Software, der SIP- Zugänge und der benötigten Hardware.
-Erstellung einer Kosten-/ Nutzenanalyse
-Erwerb der benötigten Hardware sowie Softwarelizenzen
-Installation und Konfiguration der Voice over IP Softwarelösung
-Einbindung des SIP- Trunk Providers in das Voice over IP System
-Einrichtung und Optimierung der Hardwarekomponenten
-Anbindung der Klingelanlage an die Voice over IP- Softwarelösung
-Durchführung vorher geplanter Funktionstests.
-Qualitätssicherung, Support und Schulung der Mitarbeiter.


3. Terminierung -

Das Projekt ist für den Zeitraum vom 02.05.2022 bis einschließlich 27.05.2022 geplant

4. Projektumfeld -

Dieses eigenständige Projekt ist Firmenintern beauftragt und wird innerhalb des Standort meines Praktikumsunternehmen realisiert. Das Projekt wird komplett einschließlich Angebotserstellung und Dokumentation von mir alleine durchgeführt.
Als Ansprechpartner & Auftraggeber steht Ihnen XY zur Verfügung.

5. Projektphasen -

1. Definitionsphase [4h]
  1.1 Ist-Analyse (1h)
  1.2 Soll- Konzept (1h)
  1.3 Pflichtenheft und Projektplan anfertigen (2h)

2. Planungsphase [8h]
  2.1 Recherche der optimalen Voice over IP- Softwarelösung (2h)
  2.2 Ermittlung des geeigneten SIP- Trunk- Provider inkl. Angebotserfragung (2h)
  2.3 Recherche der geeigneten Hardware (2h)
  2.4 Kosten-/ Nutzenanalyse (2h)

3. Realisierungsphase [10h]
  3.1 Erwerb der benötigten Hardwarekomponenten und Softwarelizenzen (2h)
  3.2 Installation der gewählten Voice over IP- Softwarelösung (1h)
  3.3 Einrichtung der SIP-Trunk- Anbindung (2h)
  3.4 Konfiguration der VoIP-TK-Anlage: 
        Benutzerrechte, Kennwörter, automatischen E- Mailbenachrichtigungen, Umleitungen, Backups u.ä. (3h)
  3.5 Integration der vorhandenen Klingelanlage in die TK- Software (2h) 

4. Testphase [5.5h]
  4.1 Funktionstest (2h)
  4.2 Fehleranalyse und Fehlerbehebung (2h)
  4.3 Ist-/Soll- Analyse (1.5h)

5. Abschlussphase [7.5h]
  5.1 Abnahme (1h)
  5.2 Projektdokumentation (5h)
  5.3 Mitarbeiterschulung (1.5h)

Gesamt = 35 Std

6. Dokumentation zur Projektarbeit - 

Prozessorientierer Projektbericht
Ist-Analyse
Soll-Konzept
Kosten-/ Nutzenanalyse
Auszug aus dem Lastenheft
Auszug aus dem Pflichtenheft
Glossar

7. Anlagen - 

Prozessmatrix

8. Präsentationsmittel: 

Laptop und Beamer

Rüstzeit: 5 Minuten

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Okay, auf was beziehst du das mit den Entscheidungen? Gewählter Software? Hardware oder Konfigurationswege? Oder so Dinge wie die Wahl welche Protokolle zum Einsatz kommen? 

Für die Änderung des Thema, habe ich leider nicht mehr Zeit. Was hat das in der Schlussrechnung für Auswirkungen. Kann man das kompensieren oder gegenlenken (zbsp durch einfach allumfängliches Wissen zur Thematik) oder denkst du das damit dann per se keine Bestleistung möglich sein wird? 

Danke euch für euer schnelles Feedback, ihr seid Super!

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vor 1 Stunde schrieb Saarlouis_Ludwig:

Gewählter Software? Hardware

Oder Hardware oder Cloudanbieter, je nach Lösung für die Anlage selbst. Ggf. noch Entscheidung der Endgeräte am Arbeitsplatz, abhängig von der Anlage. Aber dann ist Schluss mit Entscheidungsspielraum.

vor 1 Stunde schrieb Saarlouis_Ludwig:

Konfigurationswege? Oder so Dinge wie die Wahl welche Protokolle zum Einsatz kommen? 

Sind ja fast schon Auswahlkriterien für eine mögliche Lösung, mit Vor- und Nachteilen die ganze Lösungen ggf. ausschließen könnten.

vor 1 Stunde schrieb Saarlouis_Ludwig:

Für die Änderung des Thema, habe ich leider nicht mehr Zeit.

Je nachdem, selbst wenn, wie @charmanta sagt, ist es ja kaum möglich, dass Projekt abgelehnt wird mit der Bitte um ein neues Thema, musst Du ja dann ggf. auch ein neues finden. Also das wird auf jeden Fall gehen.

Wir haben dieses Musterthema tatsächlich mit der bitte um ein neues Projekt abgelehnt, weil das Vorgänger- und Nachfolgeprojekt das selbe Thema war für andere Standorte. Also war klar, und man konnte es auch herauslesen, dass es eben die selbe Lösung wie zuvor werden wird.

vor 1 Stunde schrieb Saarlouis_Ludwig:

Was hat das in der Schlussrechnung für Auswirkungen.

Es wird im zweifel sehr Netzwerk-/Sicherheitslastig weil Du die Themen selber anschneidest, Beispiel:

vor 2 Stunden schrieb Saarlouis_Ludwig:

Da man als IT-Unternehmen, Sicherheit ernst nimmt, gilt zu prüfen ob die Implementierung von SIPS und SRTP umsetzbar sind. Dabei obliegt die Wahl des zu nutzenden SIP-Client, des SIP-Trunk- Providers und der notwendigen Hardware einer gründlich erstellten Kosten-/ Nutzenanalyse zugrunde. 

Auch Netzsegmentierung (physikalische Trennung Daten-/Telefon-VOIP-Netz, VLANs) kann hier ein großes Thema werden, zumindest theoretisch im Fachgespräch hinterher - wäre es zumindest bei mir zu 100% im Ausschuss so 😉

vor 1 Stunde schrieb Saarlouis_Ludwig:

Danke euch für euer schnelles Feedback, ihr seid Super!

Danke 🙂

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Zitat

Oder Hardware oder Cloudanbieter, je nach Lösung für die Anlage selbst. Ggf. noch Entscheidung der Endgeräte am Arbeitsplatz, abhängig von der Anlage. Aber dann ist Schluss mit Entscheidungsspielraum.

da würden mir auch noch die Wahl des SIP Providers anhand derer technischen Parameter einfallen, oder liege ich da falsch? 

Weiter aus Verständnisgründen, bietet die Konfiguration des Systems nicht auch Entscheidungsspielraum? Oder habe ich einen Fehler im Denken?

Zitat

Sind ja fast schon Auswahlkriterien für eine mögliche Lösung, mit Vor- und Nachteilen die ganze Lösungen ggf. ausschließen könnten.

Verstehe ich das richtig, das dies damit obsolet sein sollte? Und man dann in der Dokumentation direkt bei einer Client Wahl ansetzt ohne vorher diese Thematik zu besprechen, da Sie quasi eine eigene Lösung für sich darstellt?

Zitat

Es wird im zweifel sehr Netzwerk-/Sicherheitslastig weil Du die Themen selber anschneidest

Okay, also quasi nur ein Nachteil wenn man darin seine Schwächen hat? Oder mach ich mir damit per se schon kein Gefallen weil es ausgeglichener sein müsste? Hast du vielleicht ein Denkanstoß für mich, wie ich da mehr Gleichgewicht reinbekommen kann?  Welche anderen Lastigkeiten könnte man ausserdem setzen? 

 

Zitat

Auch Netzsegmentierung (physikalische Trennung Daten-/Telefon-VOIP-Netz, VLANs) kann hier ein großes Thema werden, zumindest theoretisch im Fachgespräch hinterher - wäre es zumindest bei mir zu 100% im Ausschuss so 😉

Scheint auch nur eine Problematik darzustellen wenn man nicht ohnehin den Anspruch an sich hat, Grundlagen aus dem FF zu beherrschen oder? Also möchte damit für mich die Frage klären, ob es ausser unbequemer Thematiken die auftauchen könnten auch nicht für mich beeinflussbare Nachteile  bietet, oder halt nur mein eigenes benötigtes Wissensspektrum steigert?

 

Zitat

Danke 🙂 

Bitte. :)

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Am 14.3.2022 um 16:12 schrieb Saarlouis_Ludwig:

Wahl des SIP Providers anhand derer technischen Parameter einfallen, oder liege ich da falsch? 

Na ja. Nicht nur technischer Parameter. Die Preise dürften sich auch unterscheiden sowie die ggf. zu nutzende Endnutzerhard- oder Software sich preislich ggf. unterscheiden kann.

Denk immer daran, dass auch Wirtschaftlichkeit und somit Kosten in der Planung (Budgetplanung: Was darf was (Arbeitszeit, Hardware, Software....) kosten?), bei der Durchführung (Was kostet die konkrete Lösung? Passt sie zum (vorgegebenen?)Budget?) und letztendlich auch beim Projektabschluss (Wurde das Budget eingehalten?) eine große Rolle spielen.

Am 14.3.2022 um 16:12 schrieb Saarlouis_Ludwig:

Verstehe ich das richtig, das dies damit obsolet sein sollte?

Im SOLL-Konzept / Pflichtenheft defnierst Du ja Kriterien, welche die Lösung erbringen soll. Neben den Kundenwünschen können das auch durchaus weitere, technische Aspekte sein oder Voraussetzungen von vorhandenen Systemen/Anwendungen.

Am 14.3.2022 um 16:12 schrieb Saarlouis_Ludwig:

Okay, also quasi nur ein Nachteil wenn man darin seine Schwächen hat? Oder mach ich mir damit per se schon kein Gefallen weil es ausgeglichener sein müsste? Hast du vielleicht ein Denkanstoß für mich, wie ich da mehr Gleichgewicht reinbekommen kann?  Welche anderen Lastigkeiten könnte man ausserdem setzen? 

Nicht viel. Letztendlich ist eine moderne Telefonanlage, anders als früher, stärker im Netzwerk verwurzelt. Die Endgeräte kommunizieren ja auch als Netzwerkgeräte. Aber Du kannst Dich ja entsprechend vorbereiten.

Am 14.3.2022 um 16:12 schrieb Saarlouis_Ludwig:

Scheint auch nur eine Problematik darzustellen wenn man nicht ohnehin den Anspruch an sich hat, Grundlagen aus dem FF zu beherrschen oder? Also möchte damit für mich die Frage klären, ob es ausser unbequemer Thematiken die auftauchen könnten auch nicht für mich beeinflussbare Nachteile  bietet, oder halt nur mein eigenes benötigtes Wissensspektrum steigert?

Na ja. Diese Grundlagen sollten als Systemintegrator sitzen. Und dieses Thema bietet eben hier, mit Netzsegmentierung (Subnetting, VLANs) sowie Routing und Firewall das meiste Potential für den technischen Aspekt im Fachgespräch. Nur dafür, und nur als Hinweis war dies zu verstehen.

Man kann hier auch noch das Datenschutzthema bei (Cloud-)Telefonie in den Ring werfen. Hier kann @charmanta etwas mehr zu sagen als ich.

Aber:

Am 14.3.2022 um 12:58 schrieb charmanta:

das Projekt muss zugelassen werden, da Musterthema. Ich persönlich mag es aber nicht, da Du kaum Entscheidungen treffen kannst, diese aber bewertet werden ...

Sehe ich grundsätzlich und unverändert immer noch. Weil eben nicht viele, andere Entscheidungen getroffen werden können.

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