15. Januar15. Jan Hallo zusammen,ich bin angehender Fachinformatiker für Systemintegration und sitze gerade an meinem Projektantrag für die IHK. Mein Betrieb hat den Antrag inhaltlich bereits genehmigt, aber bevor ich ihn final einreiche, würde ich mich sehr über eure fachliche Meinung freuen.Passt die Zeitplanung aus eurer Sicht? Ist die fachliche Tiefe für einen FISI ausreichend?Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!1.1. AusgangssituationDerzeit werden vor Ort vier geschäftskritische Systeme (u.a. Schließsystem, Zahlungsschnittstelle & Kassensoftware) auf dedizierten Einzelplatzrechnern betrieben. Diese vier Dienste laufen aktuell auf gewöhnlicher Desktop-Hardware, die das Ende ihres Lebenszyklus erreicht hat und durch häufige Störungen einen unverhältnismäßig hohen Administrationsaufwand erzeugt. Der Betrieb auf vier getrennten physischen Maschinen nutzt die vorhandenen Hardwareressourcen ineffizient und erschwert die Administration. Zusätzlich zum veralteten Hardwarestand stellt die fehlende Absicherung ein Risiko dar. Die Rechner verfügen weder über redundante Netzteile noch über eine Anbindung an eine leistungsfähige unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV), was in Kombination mit den am Standort auftretenden Spannungsschwankungen in der Vergangenheit zu Störungen führte. Da diese Systeme für zentrale Prozesse unverzichtbar sind, hätte ein Ausfall unmittelbare operative Einschränkungen zur Folge.1.2. ZielsetzungDas Ziel des Projektes ist die Konsolidierung der vier physischen Einzelmaschinen auf einen leistungsfähigen, zentralen On-Premise-Virtualisierungshost. Durch die Virtualisierung sollen die generellen Vorteile dieser Technologie für den Standort nutzbar gemacht werden. Dies umfasst die bessere Ausnutzung der Hardware-Ressourcen, die zentrale Verwaltung aller Server an einer Konsole, sowie die Möglichkeit, vor kritischen Updates Snapshots zu erstellen, um Ausfallzeiten zu minimieren.Die neue Server-Hardware wird dabei anforderungsbezogen dimensioniert und gegen physische Risiken abgesichert (redundante Netzteile, USV-Absicherung). Eine lokale Umsetzung (On-Premise) wird bevorzugt, um Latenzzeiten für wichtige operative Prozesse gering zu halten und die Bandbreitenanforderung der Softwareverteilung lokal bedienen zu können.Meine Aufgaben im Projekt umfassen:Evaluierung: Auswahl der geeigneten Server-Hardware, der Virtualisierungssoftware sowie einer passenden Backup-Strategie unter Berücksichtigung technischer und wirtschaftlicher Anforderungen.Installation & Konfiguration: Inbetriebnahme des Virtualisierungs-Hosts und Einrichtung der virtuellen Maschinen.Testphase: Durchführung von Funktionstests vor Migration in die Live-Umgebung.Migration: Überführung der Dienste in die virtuelle Umgebung.Sicherheit: Gewährleistung der Zugriffssicherheit und Einbindung in das Monitoring.Das Ergebnis ist eine moderne, skalierbare Umgebung, die den administrativen Aufwand senkt und die Ausfallsicherheit massiv erhöht.1.3. Konsequenzen bei NichtverwirklichungOhne die Umsetzung verbleiben die geschäftskritischen Dienste auf veralteter, ungesicherter Hardware. Da die aktuellen PCs ihr End-Of-Life erreichen, müssten zeitnah Investitionen für die Beschaffung von vier neuen physischen Rechnern getätigt werden. Dies wäre wirtschaftlich ineffizient und würde weiterhin einen hohen administrativen Aufwand für die nächsten Jahre bedeuten. Zudem bliebe das Risiko bestehen, dass Hardwaredefekte oder Stromschwankungen zu Ausfällen führen, was Umsatzeinbußen und Image-Schäden zur Folge hätte.2. Projektumfeld/Rahmenbedingungen (organisatorisch + technisch)Das Projekt wird administrativ und technisch von der IT-Abteilung im Headquarter gesteuert und per Remote-Zugriff durchgeführt. Für die operative Umsetzung steht ein Arbeitsplatz mit Zugriff auf eine virtuelle Desktop-Umgebung, sowie auf die Netzwerkumgebung zur Verfügung. Zusätzlich kann auf ein Hardwarelager mit verschiedenen Geräten und Kabeln für Testzwecke zurückgegriffen werden.3. Projektplanung/Projektphasen inklusive Zeitplanung1. Definitionsphase (3 Stunden)Ist-Analyse - 1 StundeKickoff-Meeting - 1 StundeErstellung Soll-Konzept - 1 Stunde2.Planungsphase (14 Stunden)Erstellung Pflichtenheft - 2 StundenErstellung Projektstrukturplan - 1 StundeErstellung Zeitplan - 2 StundenEvaluierung Hardware - 3 StundenEvaluierung Software - 3 StundenErstellung Ressourcen - & Kostenplan - 3 Stunden3.Durchführungsphase (11 Stunden)Installation & Konfiguration Virtualisierungs-Hosts - 3 StundenErstellung & Konfiguration der VMs - 3 StundenDurchführung von Funktionstests - 1 StundeMigration der Dienste - 3 StundenQualitätssicherung - 1 Stunde4.Abschlussphase (10 Stunden)Soll-Ist-Vergleich - 2 StundenErstellung Projektdokumentation - 8 Stunden5.Puffer (2 Stunden)Pufferzeit - 2 StundenGesamt: 40 Stunden4. Dokumentation/technische Unterlagen Welche technischen Unterlagen planen Sie ihrer Dokumentation später beizufügen?GlossarProjektstrukturplanZeitplanNutzwertanalysenWirtschaftlichkeitsbetrachtungQualitätsplanPflichtenheftAngebote Bearbeitet 15. Januar15. Jan von mapr
15. Januar15. Jan formal fehlt eine Schutzbedarfsanalyse oder datenschutzrechtliche Betrachtung, sonst ok
15. Januar15. Jan Autor vor 22 Minuten, charmanta hat gesagt:formal fehlt eine Schutzbedarfsanalyse oder datenschutzrechtliche Betrachtung, sonst okDanke sehr, das werde ich noch beachten!
15. Januar15. Jan Hi du,hab mir das mal durchgelesene und es klingt für mich komplizierter als es aussieht. Also du hast 4 dezidierte Rechner und willst auf Virtualisierung hinaus.Aber welche Software, würde bei dir auf Proxmox setzen. Und bei der Softwareverteilung auf OPSISpannend dabei wäre du brauchst keine neue Hardware. Und wegen dem Remote, entweder nen Cloudflare Tunnel oder Tailscale.Also warum keine neue Hardware, Proxmox hat eine spannend e Eigenart,es kann Balloning. Virtualisierung Scheiter meist nicht an der CPU sondern am Speicher
16. Januar16. Jan vor 13 Stunden, Hikari hat gesagt:Aber welche Software, würde bei dir auf Proxmox setzen. Und bei der Softwareverteilung auf OPSINaja bei dem Projektantrag darf er ja nicht die Lösung vorgeben :)
16. Januar16. Jan vor 4 Stunden, MiaMuh hat gesagt:Naja bei dem Projektantrag darf er ja nicht die Lösung vorgeben :)Wichtig, das Du das erwähnst. Den Fehler hatte ich auch am Anfang gemacht und sehe das aktuell bei vielen die nun vor der Herausforderung stehen.Ich führe hierbei immer gerne die Vorgaben meiner IHK heran - welche letztlich für mich dazu geführt haben, das mein Antrag genehmigt wurde.---Entscheidungen sind der Kern der PrüfungIn der betrieblichen Projektarbeit geht es nicht um die Abfrage von Fachwissen oder die Überprüfung vorgegebener Abläufe. Es soll die Handlungskompetenz festgestellt werden:- Warum wurde dieses und nicht ein andres Produkt gewählt?- Wie wurde auf Problemen reagiert?- Wurden Alternativen berücksichtigt?- ...Die “handwerkliche” Umsetzung stellt lediglich den Rahmen der Prüfung dar und ist von nachrangiger Bedeutung. Sie ist jedoch notwendig um die fachlichen Entscheidungen zu beurteilen. Dies bedingt jedoch, dass alle fachlichen Entscheidung auch vom Prüfungsteilnehmenden getroffen werden.
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