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Umorientierung in die IT-Welt

Empfohlene Antworten

vor 13 Stunden, Jemand hat gesagt:

Die Goldsäcke trägt ein Referendar auch nicht nach Hause. Umgerechnet arbeiten da viele von uns deutlich unter Mindestlohn. ;)

Da ist ja auch die Sache für jede Stunde die unterrichtet wird, braucht eine Stunde Vorbereitung (oder irgendsowas in der Richtung). Ich weiß nicht mehr genau, wie die Merkregel ungefähr war. Das Thema habe ich auch mit einem Kumpel gehabt, auch ein angehender Lehrer.

Es ist nur temporär, so bald du deinen Rhythmus gefunden hast, wird es um einiges entspannter. Wenn das Referendariat abgeschlossen hast auch recht gut bezahlt. Wie schon von anderen erwähnt, gibt es im Bildungsbereich auch einiges was du machen kannst. Man muss seine Niesche finden.

Den Sprung in die Wirtschaft würde ich dir ehr nicht raten, da der wichtigste Punkt momentan Berufserfahrung ist.

vor 12 Stunden, Jemand hat gesagt:

aber wie seht ihr denn abseits von Zertifizierungen so das Potenzial von Portfolio-Aufbau als Kompensation für Erfahrungsmangel wie in meinem Fall?

Wenn es dir um Coding geht, bau ein github portfolio auf. Schreibe kleine Programme selbst und Stelle die dort zur Verfügung, oder arbeite an Open Source Projekten mit.

Alternativ suche mal nach Homelabs, so kriegst bestimmt noch Ideen was man alles aus administrativer Sicht umsetzen kann.

vor 6 Minuten, cortez hat gesagt:

Wenn es dir um Coding geht, bau ein github portfolio auf. Schreibe kleine Programme selbst und Stelle die dort zur Verfügung,

Ich lese das hier immer wieder.

Was bitte soll das denn bewirken?
Kleine Programme?
Das zeigt mir, dass jemand irgendwo die einfache Tonleiter gefunden hat und diese in git kopieren kann.

Was einem AG Lust macht, die Person einmal einzuladen ist ein mittelmäßig anspruchsvolles Projekt mit guter Dokumentation.
An der Doku kann man erkennen, ob der Autor wirklich beherrscht, was er da erstellt.
Und ich habe eine gute Vorlage für ein Gespräch.

Natürlich führt der Weg zu anspruchsvollen Codes über die Basics.
Aber bitte keine Bewerbungen mit github, wenn da nur Bubblesort drin ist.

Wenn mir ein Quereinsteiger ein Repo bieten würde, das mit einer 80 Stunden Abschlußarbeit vergleichbar ist, könnte er sofort einen Termin machen.

  • Autor
vor 5 Stunden, cortez hat gesagt:

Da ist ja auch die Sache für jede Stunde die unterrichtet wird, braucht eine Stunde Vorbereitung (oder irgendsowas in der Richtung). Ich weiß nicht mehr genau, wie die Merkregel ungefähr war. Das Thema habe ich auch mit einem Kumpel gehabt, auch ein angehender Lehrer.

Es ist nur temporär, so bald du deinen Rhythmus gefunden hast, wird es um einiges entspannter.

Das mag alles sein, das Problem ist in meinen Augen aber grundsätzlicher. Ich weiß, viele denken da nicht so philosophisch drüber nach und sehen es als einen gut bezahlten Brotjob mit viel Ferien und praktischer Unkündbarkeit. Und auch ich könnte das so handhaben. Es kann aber auch passieren, dass man an einer wirklich kaputten Schule landet, und dann bringt einem auch das nicht viel, zumal man dann auch über einen Versetzungsantrag nicht einfach mal schnell wieder wegkommt (manchmal geht es innerhalb von einem Jahr, manchmal dauert es fünf oder zehn).
Als Lehrer einen richtig soliden Job zu machen, und das konstant, ist aber auch ein echt dickes Brett. Und es gehört auch echt ein gewisses Mindset dazu. Und all die gute Arbeit wird niemals dazu führen, dass man beispielsweise eine gefragter Arbeitnehmer wird, der sich in einer Position befindet, sich wünschenswerte Bedingungen (etwa: HomeOffice, Wunsch-Standort, Teilzeit, bestimmte Aufgaben, oder eine gute Bezahlung (ok, die hat man aber eigentlich)) auszuhandeln. Und man ist natürlich an ein Bundesland gebunden und kommt da auch nicht einfach so weg.

Und wenn ich mal in mich horche, dann ist es auch einfach kein Job, auf den ich besonders stolz wäre und von dessen Sinn ich hochgradig überzeugt wäre. Vielleicht sehe ich das zu kritisch, auch "da draußen" gibt es viele Bullshit-Jobs, aber man muss sich nicht unbedingt für einen entscheiden. Es da draußen als ITler oder IT-Security-Profi zu rocken fänd ich schon einfach ehrenhafter. Mag zwar für mich in naher Zukunft nicht in Sicht sein, aber vielleicht finde ich etwas für den Übergang und kann darauf hinarbeiten, und hab dann in der Übergangszeit womöglich auch einen Job, der mich nicht kaputtmacht.
Ich könnte das Ref übrigens pausieren. Da gäbe es Möglichkeiten, wie ich inzwischen erfahren habe, dann würde ich im Falle einer Rückkehr nicht wieder bei 0 anfangen. Ich überlege es.

Folgende Fragen würden mich noch interessieren:

Inwieweit erlebt ihr eure Arbeit als sinnvollen und wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft?

Wie sehr seht ihr eure Jobs und die anderer IT-Kollegen durch KI gefährdet?

Bearbeitet von Jemand

Am 25.3.2026 um 10:16, hellerKopf hat gesagt:

Was bitte soll das denn bewirken?
Kleine Programme?

Ich glaube, ich habe mich da etwas zu kurz gefasst.

Das Ziel ist zu zeigen, das man ein Tool zur Versionskontrolle verwenden kann und seine Codingerfahrung präsentiert. "Kleine Programme" ist vielleicht nicht ganz passende Beschreibung. Kleiner Projekte würde da ehr passen. Ein Programm für einen bestimmten Zweck schreiben, so dass man zeigen, am Anfang war die grüne Wiese anfangen und habe ich etwas, dass eine Aufgabe erfüllt.

Das es natürlich etwas mehr sein sollte, als es eine Taschenrechner Programmieraufgabe habe ich jetzt einfachmal voraus gesetzt, denn man will ja auch zeigen was man kann.

vor 19 Stunden, Jemand hat gesagt:

Inwieweit erlebt ihr eure Arbeit als sinnvollen und wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft?

Ich arbeite als Admin im Gesundheitswesen und sorge dafür das die IT für entsprechende zur Verfügung steht.

Sorry das ich das so direkt schreibe aber das klingt für mich total naiv.

Du bemängelst die Ortsgebundenheit als Lehrkraft. Das weiß man doch BEVOR man 5 Jahre studiert. Verbeamtung hat auch eine ganze Latte an Nachteilen und über die sollte man sich informieren, bevor man sich in den goldenen Käfig sperren lässt.

Außerdem sollte man nicht verkennen, was A13 (und das ist der schlechteste Fall im Lehramt) netto wirklich bedeutet. Man gehört nach ein paar Jahren damit zu den Top 10%. Mit 1-2 Kindern etc verdient man in Sphären, verbunden mit dem Urlaub von denen Personen aus der Wirtschaft oftmals nur träumen können. Auch im Lehramt kann man Karriere machen und die Pension alleine ist schon ein Schubkarren an Gold wert im vgl. zu dem was die Wirtschaft bietet (von ganz wenigen Firmen mit absurd alten/guten Betriebsrenten abgesehen).

Vllt ist es dir entgangen, aber die Wirtschaft geht aktuell richtig den Bach runter und nicht wenige Juniorjobs werden entweder nicht ausgeschrieben oder durch KI ersetzt.

Das heißt nicht, dass du im Lehramt bleiben sollst. Wenn man unglücklich ist sollte man aufhören solange es noch geht aber was ich mit meinem Post sagen möchte:
Das Gras ist scheinbar immer schöner auf der anderen Seite des Zauns aber wenn man objektiv und nüchtern die Fakten durchgeht wird man merken, dass es auf der anderen Seite nicht strahlt, im Gegenteil.

Zumindest das Ref würde ich auf keinen Fall abbrechen da es in vielen Bundesländern die Regelung gibt, dass man dann auf Lebenszeit verbannt ist (je nachdem ob die Prüfungsphase schon begonnen hat). Vor einem Abbruch würde ich mich also ganz genau über die Konsequenzen informieren. Vllt. findet in ein paar Jahren ein Umdenken statt und dann ärgerst du dich grün und blau, dass du das zweite Staatsexamen nicht gemacht hast.

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