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  1. Ok vielleicht muss ich ein paar Dinge relativieren bzw. mehr erläutern. Der Tischkicker ist bei der alten Firma auch mehr eingestaubt als benutzt worden. Da war nicht jeden Tag Party und wir haben auch nicht mehr gelacht als gearbeitet. Aber es gab eben diese Momente und es gab einen Zusammenhalt. Wir hatten eine Schüssel mit Süßigkeiten und Nerdkram an der Wand hängen bzw. auf den Schreibtischen stehen. Jetzt aber auch nicht so übermäßig, dass wir keine Kunden in das Büro lassen konnten. Hier steht bei zweien das Bild von Frau und Kind auf dem Schreibtisch, an der Wand hängen Bilder die vermutlich auch in einer Amtsstube hängen und es steht eine Pflanze am Fenster, ziemlich trist und dabei haben wir unser eigenes Büro und keine Kunden. Ich könnte es hier auch schaffen morgens mit einem Hallo zu kommen, meine 2 Stories und 5 Tickets abzuarbeiten und mich mit einem Tschüss verabschieden, ohne ein weiteres Wort zu wechseln. Die prozentualen Werte waren schon auf die Arbeitszeit bezogen, ist halt keine Seltenheit, dass ich morgens um 8 komme, alle schon da sind. Ich was abarbeite und 17:30 gehe und am nächsten tag sehe, dass mein Pull Request um 19 Uhr noch bearbeitet wurde, von einem Kollegen, der schon wieder vor mir da war. Es ist nicht eine Qual hier zu arbeiten, dann wäre ich schon weg. Aber es ist irgendwie kühl und distanziert. Auch wenn ich mal in den Projekten komplett drin bin, kann ich nicht mit jemandem konkurrieren der 12h am Tag arbeitet. Und irgendwie setzt mich das unter Druck, wer ist schon gern der Low Performer. Ich will auch nicht vehement nicht über die Arbeit sprechen in der Mittagspause, aber wenn man hier mit den Kollegen mitgeht, ist das eher das zweie Daily Meeting oder wenn Kollegen aus der Fachabteilung dabei sind, eine Feature bzw. CR Besprechung. Ich bin schon versucht das als Arbeitszeit zu rechnen. Wüsste jetzt aber auch nicht, wie ich das Klima im Vorfeld abprüfen kann, mich jetzt nur noch auf Startups zu konzentrieren, halte ich auch für falsch. Da gibt es ja meist doch einen höheren Workload. Auf der anderen Seite habe ich jetzt aber noch 4 Wochen, dann erhöht sich die Kündigungsfrist auf 3 Monate.
  2. Hallo in die Runde, vielleicht eine kurze Vorstellung von mir, ich bin 36 Jahre alt, lebe in Stuttgart und habe auch dort im Jahr 2004 eine Ausbildung zum FIAE abgeschlossen. Bei meinem Ausbildungsbetrieb bin ich aufgrund der schlechten Bezahlung nicht sehr lange geblieben. Ich war dann 4 Jahre in einem Unternehmen und habe dort an der firmeninternen Software gearbeitet. Irgendwann wollte ich Abwechslung und auch Projekte, die mal ein Ende haben und bin in eine Agentur mit Kundenprojekten gewechselt. Da war ich jetzt knapp über zehn Jahre. Leider wurde die Firma verkauft und es sind zum Teil ganze Teams abgewandert, so das man die Firma innerhalb von 3 Monaten nicht mehr wiedererkannt hat. Die Projekte waren nicht so tiefgründig, meist Webanwendungen, Datensammler, mal eine Auswertung hier und da, üblicher Stress zu Deadlines und in GoLive Phasen, insgesamt nichts Anspruchsvolles. Früher auf eigenen Servern, zuletzt vieles in der Azure Cloud, auch alles von der Entwicklung gepflegt. Mal von dem Ende abgesehen, hatten wir viel Spaß beim Arbeiten. Wir hatten den Tischkicker, es gab Konsolenabende, wird hatten Nerfguns und damit auch ab und mal damit das Stockwerk unsicher gemacht. Zu den Kaffeepausen ging man immer in Grüppchen, man hat sich viel unterhalten, nicht immer nur über die Firma. Kurz es war eine lockere Arbeitsatmosphäre, wie ich mir das für ein Entwicklerteam vorstelle. Nachdem das ganze aber doch ein Ende hatte, wollte ich doch wieder lieber in die Produktentwicklung, hatte für mich mehr Anspruch und die Software hat nicht so den Wegwerfcharakter. Kurzum, zum 1. März habe ich bei einer neuen Firma angefangen und meine Probezeit neigt sich jetzt langsam dem Ende zu, daher auch mal die Reflektion ob ich hier wirklich bleiben will. Ich bin mir aber nicht sicher, ob nicht ich vielleicht einfach nur falsche Vorstellungen habe. Es sind ca. 250 Mitarbeiter, die meisten davon aber nicht in der IT, eher Fachabteilungen. Es gibt mehrere Entwicklungsabteilungen, auch im Ausland, bei uns am Standort aber nur eine und wir sind zu fünft. Zu den negativen Dingen, es gibt bei uns keinerlei Zeiterfassung auch keine Kernarbeitszeiten, die werden nur durch regelmäßige Meetings gegeben. Aber bis auf mich, arbeitet hier wohl kaum einer nur acht Stunden am Tag. Ich erfasse meine Zeit und gehe auch früher, wenn ich im plus bin. Es wird mir aber mehr und mehr unangenehm, nach den anderen zu kommen und vor denen wieder zu gehen. Auch bei Rollouts, die abends oder am Wochenende stattfinden, habe ich nicht den Eindruck, dass jemand die Zeit wieder abbaut. Es hat noch nie jemand was gesagt, aber ich komme mir sehr blöd dabei vor. Zu tun gibt es übrigens genug. Denn wir arbeiten nicht an einem Produkt, sondern eher 4 und das gleichzeitig. Zum Teil sind die ineinander verwoben, aber es gibt unterschiedliche fachliche Ansprechpartner und Kunden. Ich switche täglich zwischen Projekte, Programmiersprachen und Architekturen, die auch schon mal zwanzig Jahre auf dem Buckel haben. Und das für Weiterentwicklung und Support. Ich wollte was mit mehr Anspruch, aber das ist wirklich anstrengend und sich mal länger auf ein Thema oder Problem zu konzentrieren ist schwierig, da die Priorität sich sehr schnell ändern kann. So und das Hauptproblem, weshalb ich auch an mir zweifle, hier wird nur gearbeitet. Keine Nerfguns, kein mal quatsch machen, kein Schwätzchen, hier steht man kurz auf und holt sich einen Kaffee. Das dauert keine 3 Minuten. Niemand surft hier mal noch nebenher im Internet. Es gibt auch keinen Chat, in dem sich mal ein witzige YouTube Video o.ä. sendet. Andere Entwickler trifft man eh keine und die Fachabteilungen versucht einem bei jeder Gelegenheit noch Arbeit unter zu schieben, selbst die Mittagspause wird eher als Meeting verwendet und Probleme oder Aufgaben besprochen. Insgesamt scheint mir die Softwareentwicklung auch eher als Kostenfaktor gesehen zu werden. Auch die Weiterbildung ist nicht auf IT ausgelegt. Es gibt gut alle 3 Wochen interne Seminare, allerdings überwiegend samstags. Aber das sind Themen wie gewaltfreie Kommunikation, Business Englisch (eher für den Verkauf), Zeitmanagement (War ganz interessant, aber habe ich in der Firma keinen Einfluss darauf) oder Kommunikation am Telefon. Finanziell entwickelt sich das auch irgendwie nicht, habe nicht wirklich ein plus gemacht bei dem Wechsel. Wollte eigentlich nach der Probezeit verhandeln, aber zum einen sieht meine Leistung hier wohl nicht so spektakulär aus, wenn andere 150% geben sind 110% eben auch unterdurchschnittlich und so wie ich das bis jetzt mitbekommen habe, gibt es nach der Probezeit immer nur ein halbes Monatsgehalt als variablen Anteil. Wenn ich mir hier allerdings manche Beiträge durchlese, bin ich mit knapp 60 tsd. € auch trotzdem noch gut dabei. Ja und jetzt zweifle ich an mir, bin ich zu verwöhnt, hatte ich es davor einfach nur zu gut? Ich bin mir nicht mal mehr sicher, ob ich weiter Entwickeln möchte, Karriere habe ich so gesehen eh nie gemacht. Kann aber auch gerade nicht sagen, ob die Unlust an der Entwicklung einfach der Vorstellung liegt hier in 15 Jahren immer noch auf dem gleichen Stuhl zu sitzen. So, das war jetzt viel Text. Danke schon mal für eure Aufmerksamkeit, wenn ihr eine Meinung habt, würde ich mich freuen diese zu lesen.

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