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sylenz

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  1. Datenbanken, BI, und Big Data

    Meiner Erfahrung nach ist (Berufs-)Erfahrung das absolut entscheidende Kriterium. In den meisten Stellenausschreibungen steht mittlerweile ja auch "Studium oder vergleichbar ...", insofern würde ich nicht sagen, dass das jetzt zwingend erforderlich ist wenn es "nur" um Datenbankentwicklung geht. Bei BI und Big Data sieht die Sache (besonders beim Einstieg) anders aus, denn in der Ausbildung wirst Du nur an relevantes Wissen kommen, wenn Du ohnehin in einer entsprechenden Firma lernst. Da hat man als Student natürlich ganz andere Möglichkeiten (Schwerpunktsetzung im Studium, Werkstudenttätigkeiten, etc.). Mich selbst interessiert BI und Big Data auch sehr und habe einige Jahre Erfahrung als Datenbankentwickler auch mit Auswertungen großer Datenmengen zugebracht. Trotzdem hatte ich bei Bewerbungen in diese Richtung keinen Erfolg (zugegeben, es waren nur wenige Bewerbungen bei großen Unternehmen). Auch mit Studium ;-).
  2. Bin ich so wenig wert?

    Stimmt, das ist schon ziemlich mager. Aber du gehst auch nicht näher auf die Region, Betriebsgröße, Noten, etc. ein. Das ist so ziemlich ausschlaggebend. Tröste dich: Der Aufgabenbereich ist zukunftträchtig. Sammle Berufserfahrung und bewerbe dich in ein paar Jahren weiter. Da ist noch extrem viel Luft nach oben.
  3. Dann kann ich Dir nur raten, die aufgekommene, negative Kritik hinsichtlich Deiner angegeben Skills ernst zu nehmen. Ein solches Übermaß an angegebener Kompetenz macht sicher nicht nur Leser dieses Forums stutzig. Man muss nicht unbedingt so weit gehen wie es die Skill-Definition von Google tut, aber ein Experte ist landläufig schon jemand der sich extrem gut in seinem Metier auskennt. Eine solche Vielzahl von Schwerpunkten kauft man schlicht niemanden ab. Aber wenn Du entsprechende Projekte / Arbeitsproben als Beleg hast, geht das sicher so in Ordnung. Das Feedback der Bewerbungen wird Dir dann Deinen Marktwert zeigen.
  4. Bayern ist nun ja auch recht groß, aber besonders in den Ballungsgebieten wird eigentlich recht gut bezahlt. Wenn du so gut bist wie du schreibst solltest du locker 60k+ kriegen. Kommt natürlich auch auf die Firmengrösse und Branche an. Dein aktuelles Gehalt ist völlig indiskutabel. Ein Wunder, dass du da nicht früher aktiv geworden bist...
  5. Praktikums Bewerbung

    "aufgeschlossene Beachtung" habe ich so noch nie gehört. Klingt ziemlich hochtrabend und übertrieben. Generell ist der Absatz nur Blabla - was interessiert dich konkret an dem Unternehmen? Wo sind die Parallelen zwischen Deiner Umschulung und dem Unternehmen? Sehr allgemein und vage gefasst. Würde ich auch konkretisieren. Was reizt dich an der IT? Ist ja doch ein weites Feld. Das mit dem Wandel ist natürlich richtig, aber auch hier: konkreter. Auch hier würde ich eher auf das Unternehmen, bzw. die angestrebte Abteilung eingehen und die relevanten Technologien nennen. Ob und wie viel Wissen in einem Jahr vorhanden ist kann niemand vorhersehen, insofern würde ich auch hier kleinere Brötchen backen im Sinne von "laut Lehrplan werden X,Y,Z behandelt, welche mich persönlich sehr interessieren und ich auch in meiner Freizeit aktiv verfolge. Erste Erfolge konnte ich bereits bei der Implementierung von X und Y erzielen, welche frei zugänglich in meinem GIT-Repository (XXX) einsehbar sind.".
  6. Selbstverständlich. Da Abitur allerdings nicht jeder hat (zumindest in Bayern ist dem noch so), wird durch diese formale Hürde bereits gesiebt. Dazu kommt dann noch, dass man die Ausbildung der Ausbildung wegen macht und nicht um z.B. nach Abschluss eine Hochschulzugangsberechtigung zu erhalten (liest man hier im Forum ja öfters mal, dass so etwas in manchen Bundesländern möglich ist). Und viele Arbeitgeber bilden auch Realschüler aus. Manche sogar Hauptschüler. Wie viel ist überhaupt "viel"? Eine ziemlich pauschale Aussage, deren Kern sicher richtig ist ("je besser die Eingangsqualifikation, desto größer die Chancen"), man so pauschal aber nicht stehen lassen kann. Ich würde mich zu der Mutmaßung hinreißen lassen, dass die allermeisten guten und sehr guten Abiturienten eher studieren, als eine Ausbildung zu absolvieren (von Ausnahmen abgesehen). Mit einem solchen Abitur, schafft man auch einen Studienabschluss mit etwa gleichem Notenschnitt - zumindest nach der oft propagierten, persönlichen Meinung von Herrn Dr. Mell (Koryphäe der VDI-Karriereberatung).
  7. Da man für diese Ausbildung bereits Abitur braucht macht dieser Vergleich wenig Sinn. Für mich klingt das Angebot gar nicht so verkehrt, wenn die vermittelten Inhalte das halten was sie versprechen. Quasi als Studium light. Diese pauschalen Verallgemeinerungen welche Ausbildung nun besser ist, führt doch zu nichts. Es gibt sicher sehr gute Schulen, welche einen absolut vergleichbaren Wissenstransfer zur FI Ausbildung ermöglichen, und andere welche maximal als Vorbereitung taugen. Ich denke, bei einer solchen Eingangsvorraussetzung sollte schon ein gewisses Niveau erreicht werden. Genaues weiß aber nur die Glaskugel :-)
  8. Warum solche Unterschiede zu Studenten?

    Um mal wieder die ursprüngliche Fragestellung aufzugreifen: Ich denke es ist unstrittig, dass sowohl Qualität, als auch Quantität des vermittelten Wissens eines Studiums erheblich höher als das einer regulären Ausbildung ist. Dazu kommt dann noch das notwendige Selbst- und Zeitmanagement, welches man sich aneignen muss um die "Freiheiten" des selbstständigen Arbeitens zu organisieren. Summa summarum geht man bei einem graduierten Absolventen einfach davon aus, dass dieser in der Lage ist sich selbstständig schnell in neue Themenbereich einzuarbeiten und ein hohes und tiefgehendes Grundlagenwissen besitzt. Das spiegelt sich dann entsprechend im Gehalt auch wider - bzw. suchen einige Firmen ja ausschließlich Hochschulabsolventen. Den Leitsatz "Gleiche Arbeit, gleiches Geld" finde ich gut und richtig, allerdings ist selbst bei Programmiertätigkeiten imho eine Quantifizierung schwierig. Im Laufe des Berufslebens und bei entsprechender Spezialisierung auf ein Themengebiet sollte das Gehaltsgefälle dann wieder rückläufig sein, beim Berufsstart sehe ich allerdings schon gute Gründe für ein höheres Gehalt von Studierten.
  9. Weiterbildung nach der Ausbildung

    In einer Informatik-Community ist das nicht so abwegig ;-). Aber klar, in bestimmten Situationen kann das so funktionieren.
  10. Weiterbildung nach der Ausbildung

    Dieses Argument würde ich nicht zu hoch gewichten. Soweit ich weiß (bitte korrigiere mich, wenn ich falsch liege), wird im OP keinerlei Mathe behandelt. Und ohne fundierte Mathegrundlagen wird ein Studium richtig, richtig eklig. Mittlerweile kann man in den meisten Hochschulen auch als beruflich Qualifizierter studieren - eventuell muss man noch eine Hochschulzugangsprüfung ablegen. Die hessisches HZP habe ich erfolgreich absolviert -> mit einer grundlegenden Vorbereitung absolut machbar! Ich kenne keinen, der sie nicht geschafft hat ;-). Als beruflich Qualifizierter hat man zwar keinen offiziellen Anspruch auf einen Studienplatz, viele Hochschulen haben aber eine eigene Quote, welche (Hörensagen!) oft nicht ausgeschöpft wird.
  11. Du meinst bestimmt den nicht-konsekutiven Masterstudiengang "Masterstudiengang Informatik für Geistes- und Sozialwissenschaftler" Macht imho in deiner speziellen Situation definitiv Sinn, wenn die Uni dich nimmt! @mqr Etwas verwirrend, was du da alles schreibst. Einsteins Dissertation war laut eigener Angaben 21 Seiten lang ;-) und Dr. Ist ein akad. Grad und kein Titel. Dr. Inf ist auch gut. In Informatik promoviert man zum Dr. rer. nat. oder Dr.-Ing. Und selbstverständlich baut ein Dr. auf ein sehr gutes Studium auf :-). Auch ein nicht-konsekutiver Master braucht seine 300 ECTS-Punkte, also abhängig vom Vorstudium 3-4 Semester.
  12. Wirtschaftsinformatik aufsatteln?

    Wie Du selbst korrekt schreibst, sind die wenigsten der 485 von Dir in den Raum geworfenen Institute FHs. Und davon bieten wiederum nur einige wenige ein Informatik-Studium (um das es hier ja geht) an. Die "Big-Player" kann man an ein, maximal zwei Händen abzählen - und diese Anzahl ist sehr wohl für Personaler überschaubar. Da das ganze aber überhaupt nichts mit dem Thread zu tun hat und alles gesagt wurde bin ich nun endgültig ruhig ;-).
  13. Wirtschaftsinformatik aufsatteln?

    Warum macht man denn ein Fernstudium? Warum tut man sich diesen jahrelangen Stress an unter dem Verzicht auf Hobbys und Familie? Unter anderem um sich fachlich besser zu qualifizieren, seinen Horizont zu erweitern und natürlich auch für bessere Aufstiegschancen. Ist die Hochschule massiv diskreditiert, wissen auch die Personalverantwortlichen Bescheid. Das ist zumindest für mich ein Ausschlusskriterium. Ist ein Fernstudium einfacher als ein Präsenzstudium? Ich weiß es nicht. Sind Fernstudenten schlauer? Sicher nicht. Aber ich wage zu behaupten: motivierter! Die wenigsten Facharbeiter können sich mal eben 300-400€/Monat locker leisten. Das tut schon weh und man verzichtet entsprechend auf anderes. Und das ist nur der finanzielle Aspekt. Ein Fernstudent ist kein 18-jähriger Abiturient,der noch in der Findungsphase ist, evtl. Das Studium wechselt und von einer Party zur nächsten tingelt. Das Studium hat doch einen völlig anderen Stellenwert, wenn man eine eigene kleine Familie zu ernähren hat (alternativ jahrelang im gleichen Job gearbeitet hat) und ganz genau weiß was man will. Und Motivation ist imho der gewichtigste Punkt um ein Studium erfolgreich abzuschließen. Motivation kompensiert ungeheuer (!) viel. Dazu kommt dann noch das Vorwissen, dass man durch Ausbildung und jahrelange Berufserfahrung gesammelt hat und mit uns Studium einfließen lassen kann, etc. Auch gut möglich, dass am Anforderungsniveu etwas gespart wird, aber das als Hauptgrund anzuführen ist mir zu platt.
  14. Wirtschaftsinformatik aufsatteln?

    Verständlich, trotzdem möchte ich Deiner Darstellung (für die Chronik und interessierte Mitleser) entschieden entgegentreten. Damit verabschiede ich mich dann aus dem Thread und graturliere schonmal im Voraus zum geschenkten Bachelor :-).
  15. Wirtschaftsinformatik aufsatteln?

    Das ist wohl das weitverbreiteste Vorurteil mit dem sich private Fern-FHs und deren Studenten herumschlagen müssen. Uns so ganz aus dem Weg lässt sich das sicher nicht räumen. Aber: Verteilt eine FH inflationär "an jeden" Abschlüsse spricht sich das früher oder später herum, verwässert die Abschlüsse und diskreditiert die FH. Das ist auch schlecht für das Geschäft. Ganz so einfach ist es dann doch nicht ;-).
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