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Datensicherung - max. 13 MB/s Übertragungsrate über das Netzwerk normal?


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Mahlzeit,

wir haben gestern bei einem Kunden ein neues LTO3-Laufwerk (nominell bis zu 60 MB/s) eingebaut, weil das alte LTO1 aus allen Nähten platzte.

Nun habe ich heute Morgen mal nach der Sicherung geschaut und die braucht eigentlich relativ lange (5:20h für ca. 165 GB). Dann habe ich mal nach den im Log verzeichneten Datenübertragungsraten geschaut und etwas festgestellt was ich etwas verwunderlich finde:

Von der lokalen Festplatte sichert das Laufwerk bombig (31,6 GB in 13:06 Minuten, also ca. 2,4 GB/min oder 60 MB/s), allerdings kommt über das Gigabit-Netzwerk maximal 13 MB/s, und die Daten sind teilweise ziemlich groß (z.B. Backup-Dateien vom SQL-Server, ca. 1 GB), deswegen kann es eigentlich weniger damit zu tun haben dass viele kleine Dateien über das Netzwerk verschoben werden.

Ich habe eben mal ein paar Testkopien gemacht, da werden 200-MB-Dateien in 3 Sekunden übertragen, das Netzwerk an sich sollte also performant genug sein.

Nun meine Frage: ist das normal dass das Gigabit-Netzwerk bei der Sicherung nur bis ca. 15% ausgenutzt wird? Aktuell ist das noch nicht so ein großes Problem, weil der Sicherungszeitraum noch viel Spielraum hat, wenn aber irgendwann die Datenmengen noch größer werden sind 10 MB/s, die meistens über das Netzwerk kommen, eigentlich zu wenig - wozu hat man schließlich Gigabit? ;) Ich erwarte ja nicht dass über das Netzwerk auch 60 MB/s kommen, aber etwas mehr als die aktuell 13 MB/s hatte ich schon erwartet...

Sonstige Daten des Netzes: drei FSC Primergy-Server (ein TX300S2, ein TX200S2, ein TX150S6, der auch das LTO3-Laufwerk enthält), alle drei Server haben Onboard 3com NetXtreme Gigabit-LAN-Chips und sind an einem 3com Baseline 2808-Switch (8 Gigabit-Ports) angeschlossen. Als Betriebssystem kommt überall Windows Server 2003 SP2 zum Einsatz (zwei Mal die erste Ausgabe, ein Mal R2), gesichert wird mit CA ARCserve 11.5 und entsprechenden Agents.

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Hi Eye-Q,

verstehe ich das richtig, dass von dem TX300S2 und dem TX200S2 übers Netzwerk auf das LTO3-Laufwerk des TX150S6 gesichert wird? Werden dabei von dem TX150S6 die Daten heruntergezogen, oder werden von den anderen zwei Servern die Daten auf das Laufwerk geschoben?

Werden die Server gleichzeitig oder nacheinander gesichert?

Die Übertragung von sehr vielen kleinen Dateien kann, wenn ich dich richtig verstehe, als Ursache für die niedrige Durchsatzrate ausgeschlossen werden, oder?

Besteht zwischen den drei Servern ein zusätzliches dediziertes Netz, oder sind sie über das Netz verbunden, über den auch die Clients auf die Server zugreifen?

Kann es sein, dass während des Sicherungszeitraumes andere Anwendungen oder Zugriffe die Leistung des Netzwerks oder der Server gedrückt haben? In Frage kommen könnten z.B. Defragmentierung, Virenscan, Updates, andere laufende Backups oder Datenübertragungen, verteiltes Rechnen u.s.w.

Wenn das ausgeschlossen werden kann, werden die Daten komprimiert, oder unkomprimiert auf dem Backup-Laufwerk gespeichert? Komprimierung kostet Zeit und Rechenleistung. Eigentlich sollte der Server dadurch nicht so ausgelastet werden, dass die Übertragungsrate so stark einbricht, aber vielleicht gibt es ja auch Hardwareprobleme, oder der Bus ist ausgelastet.

Sind die aktuellen Treiber installiert? Schlechte Treiber können die CPU-Belastung signifikant erhöhen.

Über mein Gigabit-Netzwerk zu Hause habe ich bisher schon Dauerdatenraten von ca. 300MBit/s und Spitzenwerte von ca. 400-500Mbit/s hinbekommen - mehr schaffte wohl die Notebookplatte nicht. Bei den genannten Servern sollte die Übertragungsrate aufgrund der schnelleren Platten also eigentlich höher liegen, falls sie zu dem Zeitpunkt nicht anderweitig ausgelastet sind.

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verstehe ich das richtig, dass von dem TX300S2 und dem TX200S2 übers Netzwerk auf das LTO3-Laufwerk des TX150S6 gesichert wird? Werden dabei von dem TX150S6 die Daten heruntergezogen, oder werden von den anderen zwei Servern die Daten auf das Laufwerk geschoben?

Auf dem TX150 ist ARCserve installiert, die beiden anderen Server werden wie gesagt per Client-Agent gesichert, wobei im Log folgendes steht:

x Datei(en) y MB von Agenten gesendet mit z MB/min

Also logisch werden die Dateien wohl vom Agent an das Sicherungsprogramm gesendet, welches die Daten dann auf das Band schreibt.

Werden die Server gleichzeitig oder nacheinander gesichert?

Natürlich nacheinander, ARCserve schließt die eine Sitzung ab und verbindet sich dann mit dem nächsten Agenten.

Die Übertragung von sehr vielen kleinen Dateien kann, wenn ich dich richtig verstehe, als Ursache für die niedrige Durchsatzrate ausgeschlossen werden, oder?

Da müsste ich noch mal schauen, allerdings gibt es auf dem SQL-Server ein dediziertes RAID 1 nur für SQL-Backups, wo 24,9 GB in 66 Dateien gespeichert sind, also ca. 415 MB durchschnittlich pro Datei, und diese Daten werden ebenfalls nicht schneller gesichert.

Besteht zwischen den drei Servern ein zusätzliches dediziertes Netz, oder sind sie über das Netz verbunden, über den auch die Clients auf die Server zugreifen?

Da bin ich mir nicht ganz sicher, allerdings weiß ich dass noch zwei weitere 24-Port-Switches im Einsatz sind, die dürften entsprechend die Clients bedienen und einfach per Uplink zum 2808 verbunden sind, allerdings wie gesagt ohne Gewähr.

Kann es sein, dass während des Sicherungszeitraumes andere Anwendungen oder Zugriffe die Leistung des Netzwerks oder der Server gedrückt haben? In Frage kommen könnten z.B. Defragmentierung, Virenscan, Updates, andere laufende Backups oder Datenübertragungen, verteiltes Rechnen u.s.w.

Ziemlich ausgeschlossen - alle PCs/Thinclients werden über Nacht ausgeschaltet, Defragmentierung wird jeden Monat nur ein Mal manuell angestoßen, Virenscanner läuft zwar nebenbei als On-Access-Scanner mit, startet aber keinen dedizierten Virenscan, Updates werden ebenfalls manuell eingespielt, andere Backups oder Datenübertragungen laufen nicht (das SQL-Backup auf Platte läuft um 22:30h und ist um ca. 22:45h abgeschlossen, die Sicherung des SQL-Servers läuft eh erst um 1:30h, wenn man dem ARCserve-Log glauben darf), Distributed Computing läuft auf keinem Server.

Wenn das ausgeschlossen werden kann, werden die Daten komprimiert, oder unkomprimiert auf dem Backup-Laufwerk gespeichert? Komprimierung kostet Zeit und Rechenleistung. Eigentlich sollte der Server dadurch nicht so ausgelastet werden, dass die Übertragungsrate so stark einbricht, aber vielleicht gibt es ja auch Hardwareprobleme, oder der Bus ist ausgelastet.

Die Daten werden komprimiert, allerdings durch das Bandlaufwerk selbst (Meldung im Log: "Komprimierung ist deaktiviert auf Grund von Hardware-Datenkomprimierung."), außerdem ist die Datenübertragungsrate von den internen Platten ja wie gesagt sehr gut.

Sind die aktuellen Treiber installiert? Schlechte Treiber können die CPU-Belastung signifikant erhöhen.

Das werde ich mal kontrollieren, das müsste aber eigentlich alles relativ aktuell sein.

Bei den genannten Servern sollte die Übertragungsrate aufgrund der schnelleren Platten also eigentlich höher liegen, falls sie zu dem Zeitpunkt nicht anderweitig ausgelastet sind.

Meine Reden. ;)

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[...]Da bin ich mir nicht ganz sicher, allerdings weiß ich dass noch zwei weitere 24-Port-Switches im Einsatz sind, die dürften entsprechend die Clients bedienen und einfach per Uplink zum 2808 verbunden sind, allerdings wie gesagt ohne Gewähr.[...]
Also kein dediziertes zweites Netzwerk für die Kommunikation zwischen den Servern, sondern ein gemeinsames Netzwerk. Dementsprechend wäre es also durchaus möglich, dass das Netzwerk durch Broadcast-Stürme, verrückt spielendes Routing oder STP oder andere Probleme verlangsamt wurde. Das könntest du ausschliessen, wenn du die Server testweise vom restlichen Netz trennen würdest für den Sicherungszeitraum (Ganz plump den Stecker am Switch zum restlichen Netzwerk ziehen).Geht natürlich nur, wenn das keine Server sind, auf die auch nachts zugegriffen können muss.

Ansonsten fällt mir momentan auch nichts mehr ein, woran es noch liegen könnte, wenn du die bereits genannten Sachen alle ausschliessen kannst. Eine Begrenzung der Datenrate scheint es bei dem Programm ja nicht zu geben, oder zumindest habe ich keine derartigen Informationen gefunden.

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Wie sind die Netzwerkkarten konfiguriert?

Alle auf dieselben festen Werte fuer Speed und Duplex?

Oder nutzt Du Auto-Negotiation?

Der 3COM 2808 ist -sorry wenn es gesagt wird- ein Billig-Gigabit-Switch, der ausser Auto-Negotiation nichts weiter kann.

Eine Alternative waere z.B. der Linksys SRW2008.

Was sind das fuer Netzwerkkabel?

Alle Cat5e bzw. hoeher oder sind da auch Cat5 dabei?

Ist dort eventuell ein Kabel defekt und es funktionieren nur 4 Adern und nicht wie bei Gigabit benoetigt alle 8?

Hast Du mal waehrend der Sicherung einen Sniffer ins Netz gehaengt und den Datenverkehr mitgeschnitten?

Sind denn die Systeme auch an Gigabit angepasst?

Ein interessanter Wert ist hier die TCP Window Size.

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Ziemlich ausgeschlossen - alle PCs/Thinclients werden über Nacht ausgeschaltet, Defragmentierung wird jeden Monat nur ein Mal manuell angestoßen, Virenscanner läuft zwar nebenbei als On-Access-Scanner mit, startet aber keinen dedizierten Virenscan, Updates werden ebenfalls manuell eingespielt, andere Backups oder Datenübertragungen laufen nicht (das SQL-Backup auf Platte läuft um 22:30h und ist um ca. 22:45h abgeschlossen, die Sicherung des SQL-Servers läuft eh erst um 1:30h, wenn man dem ARCserve-Log glauben darf), Distributed Computing läuft auf keinem Server.

Also ich würde ganz profan den Virenscanner als Übeltäter bezeichnen.

Ich hatte bei mir das gleiche Problem. Auf dem FileServer einen On-Access Virenscanner installiert. Und schwups war die Datenrate so im Keller das die Nacht zu sichern nicht mehr reichte.

Virenscanner wieder ausgeschaltet und es lief wieder in einer annehmbaren Geschwindigkeit.

Kann es sein, das der virenscanner nur auf den beiden zu sichernden Maschinen installiert ist und nicht auf der Maschine an der das Bandlaufwerk hängt?

Wenn dem so ist, kanst du wenigstens auf einer der beiden Maschinen mal für einen Sicherungslauf den Virenscanner abschalten?

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Wie sind die Netzwerkkarten konfiguriert?

Alle auf dieselben festen Werte fuer Speed und Duplex?

Oder nutzt Du Auto-Negotiation?

Aktuell sind die auf Auto-Negotiation.

Der 3COM 2808 ist -sorry wenn es gesagt wird- ein Billig-Gigabit-Switch, der ausser Auto-Negotiation nichts weiter kann.

Ja, ich weiß dass der nicht das Gelbe vom Ei ist, aber die Verbindung zweier Server zur Zeit ohne dass irgend etwas dazwischen funkt sollte auch der noch gerade so hinbekommen. ;)

Was sind das fuer Netzwerkkabel?

Alle Cat5e bzw. hoeher oder sind da auch Cat5 dabei?

Ist dort eventuell ein Kabel defekt und es funktionieren nur 4 Adern und nicht wie bei Gigabit benoetigt alle 8?

Wie könnten dann manuell von mir angestoßene Kopiervorgänge bis auf ca. 70 MB/s (durchgehend) hoch gehen? Oder meinst Du ich soll überhöhte Kurven für die Netzwerkkabel bauen und Tempolimit-Schilder aufstellen? :old

Hast Du mal waehrend der Sicherung einen Sniffer ins Netz gehaengt und den Datenverkehr mitgeschnitten?

Das bisher noch nicht, wie gesagt da bin ich erst mit dem neuen Laufwerk drauf gekommen, was ich vorgestern eingebaut habe.

Sind denn die Systeme auch an Gigabit angepasst?

Ein interessanter Wert ist hier die TCP Window Size.

Aktuell ist in der Registry kein Wert eingetragen, also wird da im Moment nichts optimiert sein.

Ich werde erstmal für die Zeit der Sicherung den Virenscanner auf einem der Server, die über das Netz gesichert werden, deaktivieren, das ist das Einfachste. ;) Bei allen drei Servern ist McAfee VirusScan Enterprise 8.0 im Einsatz.

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So, Ergebnis bei Virenscanner aus: maximal 17 MB/s, zwar auch nicht überragend, aber immerhin eine Bremse gefunden.

Außerdem habe ich mal nach der Fragmentierung geschaut, der IT-Leiter dort meint zwar dass er die Server ein Mal pro Monat defragmentiert, das glaube ich aber nicht so ganz, da war schon einiges fragmentiert...

Deswegen habe ich gestern mal alle drei Server defragmentiert, mal schauen was das bei der Sicherung so bringt, wenn der Virenscanner eingeschaltet ist (von gestern auf heute wurde natürlich keine Kassette eingelegt, aber heute wird dort auf jeden Fall gearbeitet)...

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Hallo!

ich würde mal die Werte der Netzwerkkarten auf feste Größen einstellen (1GBit / Full Duplex) und nicht Auto-Negotiation benutzen. Hat bei uns zumindest verbesserte Werte geliefert.

Was nutzt ihr denn für Medien? Wenn ihr nämlich noch die alten Ultrium 1 Bänder nutzt, dürftet ihr eigentlich auch nur LTO1 Geschwindigkeit erreichen (20MByte/s native).

Gruß

BSO

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ich würde mal die Werte der Netzwerkkarten auf feste Größen einstellen (1GBit / Full Duplex) und nicht Auto-Negotiation benutzen. Hat bei uns zumindest verbesserte Werte geliefert.

Wenn das denn möglich wäre würde ich das gerne tun... %) Zumindest mit den aktuellen Treibern bieten mir die Netzwerkkarten aber nur "10 Half", "10 Full", "100 Half", "100 Full" und "Autonegotiation" an, man kann die also nicht fest auf 1 Gbit/s einstellen... :beagolisc

Was nutzt ihr denn für Medien? Wenn ihr nämlich noch die alten Ultrium 1 Bänder nutzt, dürftet ihr eigentlich auch nur LTO1 Geschwindigkeit erreichen (20MByte/s native).

Das ist schon klar, es werden natürlich auch LTO3-Bänder benutzt und wie gesagt von der lokalen Platte schreibt der die Daten auch mit 60 MB/s auf das Band, also am Laufwerk oder den Bändern liegt es definitiv nicht.

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Zumindest mit den aktuellen Treibern bieten mir die Netzwerkkarten aber nur "10 Half", "10 Full", "100 Half", "100 Full" und "Autonegotiation" an, man kann die also nicht fest auf 1 Gbit/s einstellen... :beagolisc

Das geht in Deinem Fall auch nicht anders.

Beim Gigabit ueber Kupfer-Kabel (1000Base-T) muss lt. IEEE802.3ab (bzw. IEEE802.3 Clause 40) zwingend Auto-Negotiation genutzt werden. Anders sieht es bei FastEthernet (IEEE802.3u bzw. IEEE802.3 Clause 25) und Ethernet (IEEE802.3) ueber Kupfer-Kabel aus, dort darf man das.

Nur beim Gigabit ueber Glasfaser-Kabel (1000Base-LX / 1000Base-SX) koennen lt. IEEE802.3z (bzw. IEEE802.3 Clause 38) feste Werte eingestellt werden.

Weitere Tips:

Teste mal die LAN-Treiber-Einstellungen fuer FlowControl (TX/RX, nur RX, nur TX, keine).

Backup-Agenten unter Windows arbeiten ueber die administrativen Freigaben.

Pruefe hier mal die Groesse des SMB Buffers:

HKEY_LOCAL_MACHINE \SYSTEM \CurrentControlSet \Services \LanmanServer \Parameters

Wert: SizReqBuf

Typ: DWORD

Bereich: 1024-65535 Bytes

Default: 4356 Bytes, bei Server-Systemen mit RAM >= 512 MB (bereits waehrend der Windows-Installation): 16384 Bytes

Stelle diesen mal auf Anschlag: 65535 Bytes

Weitere Einstellungen, die auf den Durchsatz Auswirkungen haben:

TCP Window Size bzw. RWIN:

Damit kannst Du die Daten-Menge erhoehen, die mit einer TCP ACK Message bestaetigt werden.

HKEY_LOCAL_MACHINE \SYSTEM \CurrentControlSet \Services \Tcpip \Parameters

Wert: TCPWindowSize

Typ: DWORD

Bereich: abhaengig von der Maximum Segment Size und dem eingeschalteten TCP Window Scaling (siehe Registry-Wert TCP1323Opts)

ohne TCP Window Scaling bis max. 65535 Bytes

mit TCP Window Scaling: bis max. 1052508160 Bytes

Default: 49152 Bytes

HKEY_LOCAL_MACHINE \SYSTEM \CurrentControlSet \Services \Tcpip \Parameters

Wert: GlobalMaxTCPWindowSize

Typ: DWORD

Bereich: abhaengig von der Maximum Segment Size und dem eingeschalteten TCP Window Scaling (siehe Wert TCP1323Opts)

ohne TCP Window Scaling bis max. 65535 Bytes

mit TCP Window Scaling: bis max. 1052508160 Bytes

Default: 49152 Bytes

- Wenn die Server ausschliesslich im Gigabit-LAN genutzt werden-

Passe diese beiden Werte auf 128480 Bytes an.

Damit kann in Ethernet basierenden Netzen in Broadcast-Domaenen 1 GBit/s problemlos erreicht werden.

Die Berechnungsgrundlage ist die Bandwidth*Delay-Formel (bdp), wo das Ergebnis von MTU/MaximumSegmentSize und der RoundTripTime abhaengt.

Hier kannst Du noch etwas mehr rauskitzeln, indem Du die TCP Timestamps Messages abschaltest (ist ein Teil von RFC1323):

HKEY_LOCAL_MACHINE \SYSTEM \CurrentControlSet \Services \Tcpip \Parameters

Wert: Tcp1323Opts

Typ: DWORD

Bereich:

0 TCP Windows Scaling und TCP Timestamps aus

1 TCP Window Scaling ein; TCP Timestamps aus

2 TCP Window Scaling aus; TCP Timestams ein

3 TCP Window Scaling und TCP Timestamps ein

Default: 3

Stelle diesen Wert auf 1

Wenn TCP Window Scaling genutzt wird, dann sollten auch selektive TCP ACK Messages (RFC2018) genutzt werden.

HKEY_LOCAL_MACHINE \SYSTEM \CurrentControlSet \Services \Tcpip \Parameters

Wert: SacksOpts

Typ: DWORD

Bereich: 0 fuer aus oder 1 fuer ein

Default: 1

Dieser sollte auf dem Defaultwert 1 bleiben.

Mit dem folgenden Wert wird bestimmt wieviele TCP ACK Messages mit derselben Sequenzenummer erhalten werden koennen bevor eine erneute TCP-Uebertragung ausgeloest wird.

HKEY_LOCAL_MACHINE \SYSTEM \CurrentControlSet \Services \Tcpip \Parameters

Wert: TcpMaxDupAcks

Typ: DWORD

Bereich: 0 - 3

Default: 2

Dieser sollte auch auf dem Defaultwert 2 bleiben.

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Oh ha, das ist 'ne Liste... :eek Vielen Dank, ich werde mal schauen was sich da machen lässt. :)

Wenn die Schlüssel in der Registry nicht vorhanden sein sollten - kann ich die dann einfach so entsprechend eintragen?

- Wenn die Server ausschliesslich im Gigabit-LAN genutzt werden-

Was meinst Du damit? Also die Server sind wie gesagt an den Gigabit-Switch angeschlossen, die Clients sind jedoch eigentlich alle per 100 Mbit-LAN angebunden (halt per Gigabit-Uplink vom 2808 zu den anderen Switches und von dort aus mit 100 Mbit weiter).

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Wenn die Schlüssel in der Registry nicht vorhanden sein sollten - kann ich die dann einfach so entsprechend eintragen?

Ja.

Wenn ein Wert nicht gesetzt ist, dann wird der Default-Wert genutzt.

...die Clients sind jedoch eigentlich alle per 100 Mbit-LAN angebunden (halt per Gigabit-Uplink vom 2808 zu den anderen Switches und von dort aus mit 100 Mbit weiter).

Im FastEthernet koennte bei zu grosser TCP Window Size u.U. die Latenz etwas hoeher werden, weil meine vorgeschlagenen Werte fuer Gigabit im LAN angepasst sind.

Wenn Du Anwendungen auf den Servern hast, die aus dem Internet erreichbar sein sollen, dann musst Du je nach erwarteter Internetanbindung der Clients diese Werte auch evtl. wieder anpassen.

Andere Pruefpunkte:

Falls noch nicht geschehen, installiere auf einem der DCs die Windows Support Tools.

Dann auf dem betreffenden DC netdiag /q und dcdiag /q ausfuehren.

Beide Tools sollten keine Fehler ausgeben.

Wenn Du keinen WINS im Netz hast, denke ueber dessen Einfuehrung nach.

Auch wenn MS sagt, Windows ab 2000 braucht ihn nicht mehr zwingend, geht es mit ihm (v.a. wenn ein Exchange im Spiel ist) besser.

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Defragmentierung kannst du getrost ausschließen, so eine Performancebremse ist das nicht und ich würde auch keine Fileserver o.ä. je im Leben defragmentieren. Bringt kaum etwas und kostet einfach nur Zeit und Peformance während der Defragmentierung.

Dein Laufwerk hat ein Problem: Es streamt nicht. Die Daten kommen zu langsam. Die Daten werden per CIFS übertragen, das ist nicht unbedingt als Performancewunder bekannt. Ich kenne vergleichbare Konstellationen und wirklich schwung bekommst du da nur rein, wenn du ARCServe beibringst mehrere Sitzungen gleichzeitig zu ziehen, so wie es z.B. HPs Data Protector schon seit vielen Jahren kann. Nennt sich Multiplexing und sollte von ARCServe eigentlich beherrscht werden.

Wenn der Datenstrom einmal abreißt, dann muss das Laufwerk bremsen, stoppen, zurückspulen, warten bis der Puffer voll ist und wieder anfahren. Das kostet massig Zeit. Und mit 17 MB/s bekommst du das Laufwerk nicht zum Streamen, da müssen schon so 25 MB/s her, wenn das Laufwerk Adaptive Tape Speed kann, also die Geschwindigkeit bis zu einem gewissen Punkt herunterregeln kann. HP LTOs können das z.B.

Um LTO-2, 3 und 4 Laufwerke richtig füttern zu können sollte man ein paar Dinge beachten.

- mehrere Sitzungen gleichzeitig (Multiplexing)

- feste Blockgröße 256 KB oder größer

- dediziertes Gigabit Netzwerk oder Fibre-Channel (LAN-free Backup)

- viele kleine Files per Imagesicherung sichern

Hoffe die Tips bringen dir was.

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Defragmentierung kannst du getrost ausschließen, so eine Performancebremse ist das nicht und ich würde auch keine Fileserver o.ä. je im Leben defragmentieren. Bringt kaum etwas und kostet einfach nur Zeit und Peformance während der Defragmentierung.

Naja, gestern war Feiertag, da kann man die Server ohne Probleme defragmentieren, ohne dass das einen Anwender juckt. ;)

Dein Laufwerk hat ein Problem: Es streamt nicht. Die Daten kommen zu langsam.

Na sowas - nach den Ursachen forsche ich ja gerade, um das abzustellen. ;)

Ich kenne vergleichbare Konstellationen und wirklich schwung bekommst du da nur rein, wenn du ARCServe beibringst mehrere Sitzungen gleichzeitig zu ziehen, so wie es z.B. HPs Data Protector schon seit vielen Jahren kann. Nennt sich Multiplexing und sollte von ARCServe eigentlich beherrscht werden.

Ja, das wird von ARCServe beherrscht, ist ein unscheinbarer Haken, den ich gerade mal gesetzt habe, mal schauen wie die Sicherung von heute auf morgen läuft, danke für den Hinweis.

Und mit 17 MB/s bekommst du das Laufwerk nicht zum Streamen, da müssen schon so 25 MB/s her, wenn das Laufwerk Adaptive Tape Speed kann, also die Geschwindigkeit bis zu einem gewissen Punkt herunterregeln kann. HP LTOs können das z.B.

Das ist ein HP-Laufwerk - erkennt das Laufwerk das von alleine oder muss das noch irgendwo eingestellt werden?

Um LTO-2, 3 und 4 Laufwerke richtig füttern zu können sollte man ein paar Dinge beachten.

- mehrere Sitzungen gleichzeitig (Multiplexing)

Haken dran

- feste Blockgröße 256 KB oder größer

Ist das eine der Optionen sein die hades vorgeschlagen hat oder noch etwas anderes?

- dediziertes Gigabit Netzwerk oder Fibre-Channel (LAN-free Backup)

Wollen wir mal nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen, für im Moment 165 GB Daten, wo nach vorne noch mindestens 3 Stunden und nach hinten noch eine Stunde Puffer wären (nach 20:00h arbeitet in der Firma niemand mehr, genauso vor 07:30h) muss in der Hinsicht noch keine große Aktion gestartet werden, aber Optimierungen der vorhandenen Strukturen sind natürlich immer gut.

- viele kleine Files per Imagesicherung sichern

Auch hier wieder eher mit Kanonen auf Spatzen geschossen, wie gesagt solange die Sicherung ohne Optimierungen noch dicke im Zeitfenster liegt werden wir da in der Hinsicht keine großen Aktionen durchführen.

Ich habe jetzt mal wie gesagt die Multiplexing-Option aktiviert, die Einstellungen für TcpIp/Tcp1323Opts und Lanmanserver/SizReqBuf die hades vorgeschlagen hat werde ich gleich auch auf den Servern vornehmen, mal sehen was die nächste Sicherung dann bringt (falls da noch mehr benötigt wird werde ich das je nach Bedarf eintragen, man sollte ja nicht auf einmal alles ändern). :)

Nochmal vielen Dank für die Tipps. :)

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Andere Pruefpunkte:

Falls noch nicht geschehen, installiere auf einem der DCs die Windows Support Tools.

Dann auf dem betreffenden DC netdiag /q und dcdiag /q ausfuehren.

Beide Tools sollten keine Fehler ausgeben.

Nachtrag: dcdiag /q gibt keine Fehler aus, netdiag /q "nur" folgende, die dafür eher irrelevant sein dürften, oder?

GetStats failed for 'Parallelanschluss (direkt)'. [ERROR_NOT_SUPPORTED]

[WARNING] The net card 'WAN-Miniport (PPTP)' may not be working because it has not received any packets.

[WARNING] The net card 'WAN-Miniport (PPPOE)' may not be working because it has not received any packets.

[WARNING] The net card 'WAN-Miniport (IP)' may not be working because it has not received any packets.

GetStats failed for 'WAN-Miniport (L2TP)'. [ERROR_NOT_SUPPORTED]

[WARNING] The net card 'Eicon Diva Server BRI-2M 2.0 (PCI)' may not be working because it has not received any packets.

Die Eicon ISDN-Karte ist im Server drin weil der Server gleichzeitig Faxserver ist.

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Heißa die Waldfee - Ergebnis mit den oben genannten Einstellungen (alle Virenscanner sind eingeschaltet): die Sicherung ging um 23:45h los und wurde um 01:47h abgeschlossen, also nach nur 2 Stunden.

Der durchschnittliche Datendurchsatz über den gesamten Job lag bei 1,4 GB/min, also ca. 23 MB/s, wobei auch kleine Datenmengen wie Disaster Recovery-Informationen mit 1,15 MB und so geschrieben wurden, was dann 0 Sekunden gedauert hat und den Datendurchsatz in der Hinsicht nach unten zieht.

Ich denke mal das Multiplexing wird da den größten Anteil gehabt haben, aber die Netzwerkoptimierungen haben sicherlich auch eine Rolle gespielt.

Nochmals vielen Dank für die Tipps, das hat mir sehr geholfen. :)

P.S.: auch bei unserer eigenen Sicherung mit LTO1-Laufwerk und -Bändern, wo ich von gestern auf heute ebenfalls Multiplexing eingeschaltet habe, wurde die Zeit von 4:50h Dauer auf 2:40h verkürzt, also auch beim LTO1 wirkt sich diese Option enorm aus, ich hatte nichts weiter als diese Option eingeschaltet. :)

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Ich denke mal das Multiplexing wird da den größten Anteil gehabt haben, aber die Netzwerkoptimierungen haben sicherlich auch eine Rolle gespielt.

Ich glaube kaum. Der Großteil wird sicherlich auf das Multiplexing zurückzuführen sein. Schade das man bei CA immer noch nicht gelernt hat. Na ja, so mit guter Software haben die es ja eh nicht.... :floet:

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