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Was darf man in Bewerbungen über alte Arbeitgeber verraten?


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Hallo,

ich bewerbe mich nebenbei und mein Chef ist auf eine Online-Bewerbung meinerseits im Internet gestoßen. Er behauptet nun, darin sei die Firma falsch dargestellt und hätte einen Anspruch darauf, dass sowohl die Beschreibung meiner Tätigkeit als auch die Darstellung der Firma so auszusehen hat, wie es ihm passt und fängt an, mit juristischen Konsequenzen zu drohen. Obwohl es sich nicht um negative Darstellungen handelt begründet er, dass die Darstellungen schädlich für das Image der Firmen seien (und da ist er an einigen Punkten recht kleinlich).

Nun ist meine Frage, ob ihn das was anzugehen hat.

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Hallo

du musst darauf achten das du keine Imageschäden verursachst. Wenn du schreibst du hast in deiner alten Firma nichts gelernt. Die Kollegen waren alle unter aller Sau dein Chef erst recht und die Firma stellt miese Produkte her. Kann dir dein Chef untersagen sowas da reinzustellen, ansonsten wäre es sogar denkbar das er juristisch gegen dich vorgeht.

Zu deiner Person und zu deinen Fähigkeiten kannst du schreiben was du willst. Du darfst nur nicht übertreiben oder dir Fähigkeiten zuschreiben die du garnicht kannst. Verständlich das ich mir keine Akademischen Kentnisse zuschreibe obwohl ich nicht einmal im Ansatz studiert habe...

Hilfreich wäre wohl dort wenn du einen kleinen Auszug über diese Darstellung hier reinpackst.

Bitte drauf achten keine Firma zu nennen sondern lediglich deine Formulierung. Ich denke das man dann genauer abschätzen kann was da so passieren kann oder eben auch nicht passieren kann.

mfg

Bearbeitet von Dommee
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Hallo,

es geht im wesentlichen um folgende Punkte:

1.) Ich habe laufende Kurzarbeit im Anschreiben als Grund dafür angegeben, dass ich eine neue Stelle suche

-> Chef wertet das so, als würde ich die betriebliche Finanzsituation öffentlich kund tun

2.) Meine alte Firma hatte im Oktober Insolvenz angemeldet und der Inhaber darauf hin eine neue Firma mit gleichem Namen in anderer Unternehmensform gegründet. Dies habe ich im Lebenslauf als einen Arbeitgeber zusammengefasst, da mein Aufgabengebiet sich nicht wesentlich unterschieden hat.

-> Chef meint, er hat einen Anspruch darauf, dass dort beide Firmen als separate Arbeitgeber gelistet sind.

3.) Ich habe Lösungen entwickelt...

-> Da es nur Software-Lösungen waren und die Firma auch Hardware produziert, verlangt mein Chef, Software-Lösungen zu schreiben

4.) Die Firma befasst sich mit der Herstellung von IT-Lösungen im Schulbereich

-> Chef verlangt "Schulmedienhaus" zu schreiben, weil dies so auf dem Papier steht.

Letztendlich meint mein Chef, dass ich Satz für Satz darauf zu achten habe, dass die Firma und meine Tätigkeit absolut korrekt dargestellt sind und dazu ihm gegenüber verpflichtet sei. Er hat mir angekündigt, sich dies von mir unterschreiben zu lassen.

Ich habe diesbezüglich vor kurzem mit dem Bürgertelefon für Arbeitsrecht des Arbeitsministeriums telefoniert, die mir zunächst sagten, dass das, was mein Chef da bringt äußerst fragwürdig ist und ich auf keinen Fall etwas unterschreiben soll.

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was gehts deinen chef an, was in deiner bewerbung steht? er kann nur gegen dich vorgehen, wenn du dich ihm gegenüber strafbat machst (üble nachrede, beleidigung usw...)

eröffnete insolvenzen stehen im handelsregister und sind damit öffentlich bekannt. also verrätst du auch keine firmengeheimnisse, wenn du schreibst, dass du ein sinkendes schiff verlässt.

ob dein chef einen anspruch darauf hat, dass beide firmen genannt werden weiß ich nicht. es geht ihm wohl darum, nicht als pleitier dazustehen... ich würde in einer bewerbung trotzdem beide erwähnen, weil es ja auch der wahrheit entspricht. außerdem erkennt ja der neue arbeitgeber am selben namen und an der tatsache, dass der alte laden insolvenz angemeldet hat, was da los ist.

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Ich würde dir ebenfalls raten das du Softwarelösungen schreibst.

Denn das ist ja dann das was du in der alten Firma getan hast. Solltest du jedoch außerbetrieblich auch mal was in anderen Richtungen getan haben kannst du dir das natürlich als Eigenschaft, Kenntniss oder sonstige Sache auf die Kappe schreiben.

Fraglich ist es wirklich was dein alter Arbeitgeber da mit dir macht.

Du hast wie localhost schon geschrieben hat nicht das zu schreiben was dein Arbeitgeber will, solltest du ihm damit nicht schaden.

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Klar trifft "Software-Lösungen" das Aufgabengebiet genauer als "Lösungen". Und was nicht so genau formuliert ist, wird eh im Vorstellungsgespräch weiter konkretisiert. Dazu macht man das ganze Gespräch ja.

Aber dennoch bleibt es fraglich, ob da mein alter Arbeitgeber da etwas mitzureden hat bzw. die Beschreibung meiner Tätigkeit so aussehen muss, dass sie seiner Wahrnehmungswelt nach korrekt ist. Auch wenn man in Bewerbungen keine falschen Sachen behaupten sollte, dürfte man doch auf diesem Gebiet doch nicht gegenüber bestehenden und ehemaligen Arbeitgebern verantwortlich sein.

Im Übrigen schreibe ich eh jede einzelne Bewerbung völlig individuell. Beim konkreten Beispiel handelt es sich um ein Profil auf jobber.de, das entdeckt wurde und so für schriftliche Bewerbungen eh nicht brauchbar ist.

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Ich würde die Punkte etwas anders Formulieren. Da inzwischen jeder gute Personaler, der dich interessant findet, erstmal bei den Üblichen Internetquellen überprüft und da solltest du vielleicht doch ein paar Punkte anders formulieren.

Zumal du solange du nichts festes anderes hast, deinem Arbeitgeber keine Angriffsfläche bieten solltest.

Hallo,

1.) Ich habe laufende Kurzarbeit im Anschreiben als Grund dafür angegeben, dass ich eine neue Stelle suche

-> Chef wertet das so, als würde ich die betriebliche Finanzsituation öffentlich kund tun

- "Du suchst neue Herausforderungen an komplexen, eher langfristigen Projekten, da du derzeit nur in der Entwicklung / Betreuung (was auch immer) von Softwarelösungen im Kleinunternehmen und Mittelstand stehst." -Was implizit sagt, dass du viel klein klein machst

2.) Meine alte Firma hatte im Oktober Insolvenz angemeldet und der Inhaber darauf hin eine neue Firma mit gleichem Namen in anderer Unternehmensform gegründet. Dies habe ich im Lebenslauf als einen Arbeitgeber zusammengefasst, da mein Aufgabengebiet sich nicht wesentlich unterschieden hat.

-> Chef meint, er hat einen Anspruch darauf, dass dort beide Firmen als separate Arbeitgeber gelistet sind.

- Das ist juristisch schwierig. Im Grund ist es so, wenn er unabhängig von den beiden Firmen die zweite Firma gegründet hat, dann kann es schon sein , dass du den zweiten Arbeitgeber angeben musst. Kann aber sein, dass es reicht, dass man z.B. angibt 'Firma A - vom 1.1.2011 bis heute (seit 1.2. Firma B)'

3.) Ich habe Lösungen entwickelt...

-> Da es nur Software-Lösungen waren und die Firma auch Hardware produziert, verlangt mein Chef, Software-Lösungen zu schreiben

- Diesen feinen Unterschied würd ich stützen, dass solltest du unbedingt ändern. Gerade wenn du den feinen Unterschied nicht machst und ein Personaler erst die Hardware findet beim Suchen...

Aber auch so ist es üblich und du hebst dich nur negativ hervor.

4.) Die Firma befasst sich mit der Herstellung von IT-Lösungen im Schulbereich

-> Chef verlangt "Schulmedienhaus" zu schreiben, weil dies so auf dem Papier steht.

- Kleinkariert. Wenn es ein Produkt ist, dann ist es ohnehin fragwürdig , ob das mit der Arbeitsbereich Definierung von deiner Seite überhaupt verlangt werden darf, da das ein klarer Bezug auf die Firma und nicht auf dich ist.

Letztendlich meint mein Chef, dass ich Satz für Satz darauf zu achten habe, dass die Firma und meine Tätigkeit absolut korrekt dargestellt sind und dazu ihm gegenüber verpflichtet sei. Er hat mir angekündigt, sich dies von mir unterschreiben zu lassen.

Ich habe diesbezüglich vor kurzem mit dem Bürgertelefon für Arbeitsrecht des Arbeitsministeriums telefoniert, die mir zunächst sagten, dass das, was mein Chef da bringt äußerst fragwürdig ist und ich auf keinen Fall etwas unterschreiben soll.

- Korrekt das sollte man NIEMALS tun.

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Frage 1: Warum kann dein Chef deine Online-Bewerbung überhaupt lesen? Hier solltest du dich mal hinterfragen, warum das Teil nicht in einem passwortgeschützten Bereich nur für interessierte Personaler steht.

Frage 2: Ich habe den Eindruck, dass dein Chef dir sogar helfen will. Ich halte seine Anmerkungen für durchaus korrekt und konkret, die Punkte könnten alle entsprechend angepasst werden ohne dass deine Bewerbung an Qualität verliert.

Hinweis 1: Natürlich kannst du die Insolvenz und die damit verbundene Übernahme / Neugründung als Grund für deine Stellensuche angeben. Alles weitere "Negative" über die alte Firma ist zu vermeiden. Grund: Die "neue" Firma denkt sonst, dass du über sie genau so sprechen wirst... Fazit: Es gibt immer viele Gründe, die Stelle zu wechseln - aber man muss das nicht der neuen Firma auf die Nase binden. Grüble lieber über das nach, was du der neuen Firma bringst.

Hinweis 2: Eine "offen im Netz" stehende Bewerbung zeugt nicht wirklich von deinen IT-Fähigkeiten und einem sicheren Umgang mit dem Thema Datenschutz :floet:

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Was ein HR-Chef oder Personalchef auf keinen Fall mag, sind Sachen wie negative Äusserungen über Deinen aktuellen bzw letzten Arbeitgeber. Das kommt dem Imageschaden meines Vorredners gleich.

Dein Handy sollte nicht klingeln, Du solltest "gut" aussehen, Du solltest Deine angegebenen Skills und Fähigkeiten auch schriftlich belegen können! (Zertifizierungen ?!)

Ausserdem möchte man als Chef auch auf keinen Fall, das Du zuviele persönliche Dinge von Dir preisgibst (glaubt man nicht, ist aber so !).

Ausnahme über eine Negativäusserung:

Wenn Dein Arbeitgeber Dich nicht pünktlich bezahlt hat. Dann ist das zwar gelinde gesagt "*******e" - denn Du hast ja auch Deine laufenden Kosten zu decken, aber Du kannst es ja nett verpacken indem Du sagst:

Leider war mein letzter / aktueller Arbeitgeber nicht immer in der Lage mich pünktlich auszubezahlen !

Anstatt: "Der zahlt net immer - der versucht immer das Geld zu behalten" oder so was ähnliches.

Wenn Du Dich unbegründet Deinem künftigen Chef über Deinen alten/aktuellen Chef auslässt, geht er auch davon aus, das Du das bei ihm machst. Und kein Chef brauch nervende Mitarbeiter im Betrieb.

Hoffe ich konnte Dir ein paar Infos geben, die Du noch nicht hattest.

Gruss

Arem

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Über einen Chef, eine Firma und ex Mitarbeitern schreibt man Namentlich Grundsätzlich nix negatives in einer Bewerbung, Arbeitszeugnis etc.

Würd ich spitz kriegen das ein Mitarbeiter die Firma so negativ darstellt, hat der nen Brief vom Anwalt im Briefkasten im worst case die Fristlose Kündigung.:cool:

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Über einen Chef, eine Firma und ex Mitarbeitern schreibt man Namentlich Grundsätzlich nix negatives in einer Bewerbung, Arbeitszeugnis etc.

Würd ich spitz kriegen das ein Mitarbeiter die Firma so negativ darstellt, hat der nen Brief vom Anwalt im Briefkasten im worst case die Fristlose Kündigung.:cool:

Da hast Du natürlich vollkommen Recht ! Zumindest ethisch...

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Über einen Chef, eine Firma und ex Mitarbeitern schreibt man Namentlich Grundsätzlich nix negatives in einer Bewerbung, Arbeitszeugnis etc.

Würd ich spitz kriegen das ein Mitarbeiter die Firma so negativ darstellt, hat der nen Brief vom Anwalt im Briefkasten im worst case die Fristlose Kündigung.:cool:

Das ist moralisch sicherlich richtig, wenn dieser Grundsatz auf Gegenseitigkeit beruht. Andererseits machen einige Firmen mit dem Arbeitszeugnis auch nichts anderes. Das ist natürlich in einer euphemistischen "Geheimsprache" geschrieben, aber das gleiche könnte man ja auch andersrum machen. "Die Firma XY war stets bemüht die Löhne pünktlich zu zahlen und hat versucht Schulungen außerhalb der Arbeitszeiten anzubieten".

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Das ist moralisch sicherlich richtig, wenn dieser Grundsatz auf Gegenseitigkeit beruht. Andererseits machen einige Firmen mit dem Arbeitszeugnis auch nichts anderes. Das ist natürlich in einer euphemistischen "Geheimsprache" geschrieben, aber das gleiche könnte man ja auch andersrum machen. "Die Firma XY war stets bemüht die Löhne pünktlich zu zahlen und hat versucht Schulungen außerhalb der Arbeitszeiten anzubieten".

Ich habe meine eigene Philosophie was Ethik, Ehre, Stolz und Anstand betrifft und das ist sehr weit entfernt von den Ar***bohrern der überbezahlten und inkompetenten Personalern, Pseudo-Elite-Idioten und sonstigen Entscheidern in diversen Unternehmen.

Zuviele Manager haben Dreck am Stecken und wenns brennt muss wie im Fall der Banken der Steuerzahler (oder normale MA) dafür Büssen.

Ich finds zu Geil wenn ein 1st Level Manager wegen Bilanz-Fälschung gefeuert wird! :D:D:D

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