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Jobsuche - irgendwie klappts nicht so recht


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Hi.

Hier erst mal ein paar Eckdaten von mir:

Universität: Uni Karlsruhe bzw. jetzt ja KIT ;)

Studiengang: Informatik (Diplom)

Studienende: in einem Monat (insgesamt 12 Semester)

Abschlussnote: 1,3

Veritefungsfächer: Softwaretechnik, Telematik

- Hiwi am Maschinenbau-Institut im IT-Bereich (6 Monate)

- Praktikum bei IBM in der Softwareentwicklung (3 Monate)

- in so ziemlich allen verbreiteten Programmiersprachen gute Kenntnisse: C/C++, C#, Java (kein Profi und auch keine Projekterfahrung)

Jetzt habe ich mich etwas beworben, aber sehr viele Absagenbekommen. Irgendwie ist überall das Argument bzw. steht schon im Stellenausschrieb, dass Berufserfahrung gewünscht ist. Falls explizit Absolventen gesucht werden, heißt es dann im nachhinein, dass man sich doch für jemanden mit Berufserfahrung entschieden hat (Also doch nicht wirklich Absolventen).

So langsam bin ich wirklich etwas frustiert, da ich doch sehr fleißig studiert habe, um mit der Jobsuche kein Problem zu haben. Kann mich meiner Meinung nach auch gut verkaufen, stottere also bei den Gesprächen nichts zusammen sondern kann auch auf fachliche Fragen sehr gut antworten.

Jetzt hab ich ein Angebot bekommen von einer SAP Consulting Firma.

Das Brutto-Jahresgehalt sind 37000 Euro. (Grundgehalt)

Dann gibt es noch so einen tollen persönlichen Bonus.

Ich hab aber keine Ahnung wie realistisch es ist, diesen Bonus zu erreichen.

Was mich auch sehr stört bei dem Angebot:

Kündigungsfrist: 3 Monate zum Quartalsende, also im schlimmsten Fall 6 Monate!? Wie soll ich da jemals die Firma wechseln???

Meiner Meinung nach finde ich das für meinen doch sehr guten Abschluss und für den Ruf den die Uni Karlsruhe im Informatikbereich genießt doch recht wenig.

Oder was meint ihr? Vielleicht sollte ich einfach noch weitersuchen?

So uninteressant bin ich anscheinend nicht, wurde schon zwei mal bei der SAP zu einem Gespräch eingeladen, aber letztendlich hat es dann doch wieder ein Berufserfahrener "gemacht". :-(

Meine Motivation geht gerade gegen null, weil ich mir im Moment doch sehr "ungewollt" vorkomme. Trotz meines tollen Abschlusses und meiner nach eigener Einschätzung guten Soft-Skills. :-(

Oder bin ich einfach zu ungeduldig? Meine Angst ist halt: "Wenn du das nicht nimmst hast du am Ende garnichts".

Würde mich über ein bisschen Aufmunterung freuen.

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Hi Ybbs,

bei jeder Bewerbung kommt nicht nur Beurteilung der Bewerber nach dessen Fähigkeiten , sondern auch andere Bedingungen dazu. Erfahrungswerte zeigen, dass neben guten Leistungen noch ein wenig Glück dazu gehört.

- Ich persönlich vertrete jedoch die Meinung, dass man mit viel Ergeiz / Willen gerade diesen Anfangsschwung überwinden muss. Die erste Stelle ist oftmals die Schwerste. -Wie du selber festgestellt hast.

An dieser Stelle will ich weder deinen guten Abschluss schlecht machen oder dich in irgendeiner Form diskriminieren, aber du überbewertest deine Noten, was die Vorraussetzungen für einen sicheren Job angeht. Wenn es um einen direkten Vergleich zwischen Absolventen ohne Erfahrung geht, dann liegst du ganz klar vorne. Aber gerade im IT Bereich ist eine interne Fortbildung eines frischen Mitarbeiters sehr teuer, insbesondere im SAP Bereich.

Gehen wir mal von dem Gehalt ohne Boni aus, dann behaupte ich einfach mal , dass du bestimmt 2-3 Monate dich sowieso einarbeiten musst, da gerade bei SAP eben nicht alles generisch schön und für einen IT-ler logisch ist. Somit kann man schon sagen, dass dein Gehalt durch die Ausbildung bestimmt ein paar TEUR für die Firma bedeutet.

Abhängig von der Region sind 37K schon in Ordnung, es ist ja der Einstieg. Ich würde mich aber erkundigen, ob die Firma auch deine Zertifizierung bei der SAP finanziert, weil die 1. deine Qualifikationen steigern, 2. deinen Marktwert (somit das Unternehmen auch mehr für dich Fakturieren kann) und 3. teuer sind.

Zur Kündigungsfrist sage ich immer, wenn es sonst passt, in die Probezeit gehen und schauen ob Unternehmen und Mitarbeiter zueinander passen.

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Mein Hauptproblem ist eben vor allem folgendes:

Ich weiß genau, dass ich in dieser Firma nicht alt werden will.

Und da sind 3 monate frist zum quartalsende doch sehr lange, oder?

Im worst case muss ich einer firma doch dann bei einem gespräch sagen:

Ich kann leider erst in 6 Monaten bei ihnen anfangen. So lange wartet doch niemand.

Find ich schon heftig.

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Mein Hauptproblem ist eben vor allem folgendes:

Ich weiß genau, dass ich in dieser Firma nicht alt werden will.

Und da sind 3 monate frist zum quartalsende doch sehr lange, oder?

Im worst case muss ich einer firma doch dann bei einem gespräch sagen:

Ich kann leider erst in 6 Monaten bei ihnen anfangen. So lange wartet doch niemand.

Find ich schon heftig.

Kommt auf die Branche an und auf die größe des Betriebes, aber auch hier sei gesagt, dass es viele Unternehmen in Deutschland gibt (auch im höheren Mittelstand) , die starken Optimierungsbedarf in den Bewerbungsprozessen haben. Von der Bewerbung bis zur Stellenvergabe dauert es teilweise echt lang.

Natürlich ist es schwerer wenn du das Unternehmen nur mäßig attraktiv findest. Das kannst aber nur du für dich allein entscheiden, was dir wichtiger ist. Da wir weder wissen, ob es ein Job in deiner nähe ist, noch ob du deswegen Umziehen müsstest, gebunden bist, oder lieber im Ausland arbeiten würdest, das Arbeitsprofil dir zusagt uswusf.

- Brachst es jetzt nicht zu schreiben, wie gesagt die Entscheidung musst du selbst abwegen

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Hi,

das ist Jammern auf hohem Niveau. Ich meine du hast noch keinen Job, machst dir aber jetzt schon Gedanken, wie du von dem wieder wegkommst?! Klar, das ist ein Aspekt, aber den kann man auch verhandeln. Bevor du da absagst, versuch doch wenigstens die Kündigsfrist herunterzuhandeln.

Und beim ersten Job kann man, wie schon erwähnt, sooo extrem wählerisch nicht sein, zumal es dich auch schlechter hätte treffen können. Mit deinem Abschluss UND der Berufserfahrung dürfte es danach leichter sein, einen adäquaten Job zu bekommen.

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Danke schon mal für eure Antworten.

Bitte nehmt mir das nicht so krum, es soll auch auf keinen Fall arrogant klingen.

Mir fehlt eben einfach die Erfahrung, so etwas richtig einschätzen zu können, und jetzt muss ich mich in so kurzer Zeit entscheiden.

@Carsten:

Genau wie du es sagst. Wenn auch das Gehalt vielleicht nicht sooo toll ist, ist es doch zumindest eine Gelegenheit Berufserfahrung zu sammeln. Nur genau hier ist dann auch das Problem. Zum finden eines "adäquaten" Jobs muss ich eben einfach flexibler sein mit der Kündigung. Aber wie soll ich das Ansprechen? Wenn ich anfange mit "Die Kündigungsfrist ist recht hoch" klingeln bei denen doch sofort die Alarmglocken.

Ich bin halt vielleicht doch etwas zu verwöhnt durch meine Gespräche bei SAP. Bei denen hieß es, dass die Einstiegsgehälter bei Absolventen im Bereich zwischen 41 und 48 liegen. Und das hab ich dann eben als Maßstab genommen.

Ich habe auch noch zwei Gespräche offen bei der SAP und eines davon hat ein Bekannter und Mitarbeiter bei der SAP organisiert. Vielleicht hab ich da Glück, dann hat es sich schon erledigt.

Falls nicht sehe ich es wohl doch einfach als Chance in der SAP-Branche Fuß zu fassen.

Aber wie gesagt ist das jetzt das erste Angebot. Die Frage ist halt, soll man gleich das erst beste nehmen und sich freuen. Oder sich doch noch ein bisschen umhören, was andere zu bieten haben, auf die Gefahr hin ohne etwas dazustehen. Wobei ich ja eigentlich nicht glaube, dass ein Dipl. Inf. mit gutem Abschluss im Moment leer ausgeht. Aber die Sorge ist natürlich da.

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Hallo,

ich finde es durchaus legitim dass du, obwohl du deinen ersten Job nicht mal angefangen hast, an die Zukunft denkst.

Karriere-Erfolgsgeschichten beruhen laut Erfahrungen hier selten auf Sprüngen innerhalb einer Firma.

Die Mehrheit hat es durch mehrfachen Job-Wechsel weiter nach oben gebracht.

SAP ist jedoch eine Hausnummer, in der es sicherlich intern Aufstiegschancen gibt.

Angesichts deiner guten Uni Zensuren bin ich überrascht, dass du Probleme bei der Jobsuche hast.

Eigentlich befürworte ich Personaler, die Praxis und Berfuserfahrung honorieren und nicht blind "Diplome" bezahlen.

In aller Nüchternheit betrachtet darfst du nicht den Fehler machen dich zu überschätzen....zugleich musst du Geduld zeigen.

Bei deinem Lebenslauf wirst du genügend Angebote bekommen.

Wenn dir der Job bei SAP Spaß, Herausforderung und Weiterentwicklung bietet, kannst du in 1-2 Jahren mit Sicherheit die von dir genannten Gehaltsregionen erreichen.

Ich wiederhole mich an dieser Stelle immer, aber als frischer Absolvent (egal ob BA, FH, Ausbildung, Uni etc.) sind die ersten beiden Jahre Berufserfahrung Gold wert.

Viel Erfolg.

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...Die Frage ist halt, soll man gleich das erst beste nehmen...

37T sind nicht sehr viel. Ist es eine große Beratung oder eine kleine mittelständische? Allerdings ist das erste Gehalt nicht ausschlaggebend. Mit fünf Jahren SAP-Beratung kannst Du dann 65T+ verdienen.

Drei Monate zum Quartalsende sind nicht dramatisch. Du kannst immer, wenn Du die Zusage an einem Quartalsende hast, am 1. des übernächsten Quartals anfangen. Solche Kündigungsfristen sind normal.

Gehe auf jeden Fall noch in die Einstellungsgespräche bei der SAP. Gebe Dich gewinnend und bescheiden und lernwillig. Laß nie durchblicken, daß ein Arbeitgeber evtl. das "erste beste" für Dich ist und daß Du für Deine hervorragenden Studienleistungen jetzt bereits absahnen willlst.

Betone nie Deinen "tollen Abschluss" und daß Du von einer renommierten Universität kommst. Setze dieses Wissen bei Deinen Interviewpartnern als gegeben voraus und gebe Dich gleichzeitig so, als wüßtest Du es nicht. Und vergiß nicht, 90% bei so einem Interview sind Chemie und Körpersprache.

Grüße von einem alten SAP-Berater

Ich empfehle Dir auch die folgenden Seiten:

Karrieretipps K

"...Karriere: Einser-Kandidaten haben oft spezielle Probleme

Alle Regeln dieses Komplexes propagieren hohe Leistungen in Schule und Studium. Dennoch scheint man den oberen Extrembereich gesondert betrachten zu müssen: Ein durchgängiger Leistungsstandard im Bereich „gut“, durchsetzt mit einzelnen „sehr guten“ Noten in wichtigen Bereichen scheint für die Belange der Wirtschaft eine Art Optimum zu sein. Demgegenüber stoßen Menschen mit einem Abitur in der Nähe von 1,0 und einem Universitätsexamen „sehr gut“ (was wiederum oft mit einer Promotion „mit Auszeichnung“ verbunden ist), nach den ersten Berufsjahren mehr und mehr auf Probleme.

Vermutlich sind die von eher durchschnittlichen Menschen geprägten und beherrschten Prozesse in den Unternehmen nicht geeignet, den hohen Ansprüchen der Einser-Kandidaten an Logik und Sachlichkeit gerecht zu werden.

Auch gilt: Entscheidungen sind nur „mit einem Rest von Dummheit“ möglich, was Einser-Mitarbeiter aber weder akzeptieren, noch selbst einbringen können. Sie tun sich oft mit klassischen Entscheidungen schwer..."

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@pantsoff

Danke für deine Antwort. Generell bin ich auch nicht abgeneigt den Job anzunehmen. Am Gehalt könnte man vielleicht auch noch etwas verhandeln. Das war im Grunden denen ihr Angebot und ich habe mich noch nicht weiter dazu geäußert.

Aber ist denn diese lange Firmenbindung nach erst 6 Monaten üblich.

Ich finde es ehrlich gesagt erschreckend und total hinderlich bereits nach 6 Monaten eine Kündigungszeit von (im worst case) 6 Monaten zu haben.

Es ist aber auch unangenehm so etwas anzusprechen ohne gleich (berechtigterweise) den Verdacht aufkommen zu lassen, dass die Firma ein Sprungbrett sein soll.

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Hi Wurmi,

da haben sich unsere Beiträge überschritten.

Danke für die Tipps, werde sie beherzigen und mir den Link durchlesen.

PS: Es ist schon eher ein größeres Beratungsunternehmen und verlangt eine internationale Reisetätigkeit (wenn auch nicht sehr ausgeprägt, da im Bereich Entwicklung)

Bearbeitet von Ybbs
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Es ist aber auch unangenehm so etwas anzusprechen ohne gleich (berechtigterweise) den Verdacht aufkommen zu lassen, dass die Firma ein Sprungbrett sein soll.

Jaaa nicht ansprechen! Wahrscheinlich ahnen die sowieso daß sie nur ein Sprungbrett sind...

Allerdings sind Beratungsfirmen grundsätzlich Sprungbretter. Mach den Deal: Laß Dich verheizen und profitiere gleichzeitig davon, daß Du viele Läden kennenlernen kannst und Kontakte knüpfen kannst. Ein paar Jahre Beratung in einer namhaften Unternehmensberatung machen sich ein Leben lang gut im Lebenslauf. Nach 2 oder 3 Jahren frühestens kannst Du dann wechseln in eine gehobene Inhouse-Position.

Unternehmensberatung ist Anzug, Laptop, Flughafen, Hotel und Handy, SAP wäre halt Walldorf.

Was die Kündigungsfrist betrifft, so mußt Du halt schauen, daß Deine späteren Bewerbungen immer schwerpunktmäßig im letzten Quartal stattfinden. Daß man auf einen qualifizierten neuen Mitarbeiter warten muß, ist normal in der Branche. Man will ja immer gerne Leute aus ungekündigten Arbeitsverhältnissen. Nur ein Arbeitsloser kann schon am nächsten Montag anfangen, aber gerade das macht mißtrauisch.

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