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IHK-Weiterbildung vs. Fachhochschulreife


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Hallo zusammen,

ich möchte studieren, und zwar Informatik. Ich habe bereits eine FI/AE Ausbildung im Sommer 2009 abgeschlossen, davor die Mittlere Reife. Jetzt kommen für mich zwei Wege in Frage, um das Ziel Studium zu erreichen:

1. Weg: IHK-Weiterbildung (IT-Entwickler) - Studieren ohne Abitur

Im Oktober fängt eine 1,5 Jahre andauernde IT-Entwickler Weiterbildung an. Diese kann man nebenberuflich vollziehen. (Di u. Do 17:45 - 21:45, Sa 8:00 - 13:00)

Nach erfolgreichem bestehen der Prüfung kann man sich eine Hochschulzulassung an bestimmten Fachhochschulen ausstellen lassen.

Der Vorteil sehe ich klar im Praxisbezug und da ich bereits eine Ausbildung in diesem Bereich absolviert habe (Praktiker). Des Weiteren ist man durch die Weiterbildung "gesichert", falls das mit dem Studium nicht hinhaut (wer weiß was in 1,5 Jahren ist), siehe nächster Punkt.

Ich habe die Mittlere Reife, d.h. "Realschul-Mathe" welches auch schon ein Stück her ist. Da wird mir wahrscheinlich ein Informatikstudium das Genick brechen, oder?

2. Weg: 1-jähriges Berufskolleg zum Erwerb der Fachhochschulreife

Der zweite Weg geht über die technische Oberschule. Durch ein Berufskolleg kann man die Fachhochschulreife innerhalb eines Jahres erwerben. Die Schule fängt nächstes Jahr im September an, ich wäre dann also in der selben Zeit hochschulberechtigt, wie mit der Weiterbildung.

Bei dem Berufskolleg würde ich 1/2 Jahre früher kein Gehalt mehr beziehen, dafür hat man Mathe, was wiederum gut für das Informatikstudium ist.

Ich hoffe ihr könnt mir noch ein paar Punkte für bzw. gegen den jeweiligen Weg nennen. Zur Zeit tendiere ich mehr zu der Weiterbildung. Andererseits - wenn das Ziel sowieso studieren ist, kann man ja gleich zur Schule gehen... :rolleyes:

Danke und schöne Arbeitswoche,

Aliter

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Und warum möchtest du Informatik studieren?

Was versprichst du dir davon?

Was sind deine Erwartungen an das Studium?

Gute Fragen:

- Warum: Tieferes Eintauchen in die Informatik-Welt. Man erlangt ein breit gefächerteres Wissen im Vergleich zu einer Ausbildung (+ Weiterbildung), oder?

- Erwartungen: Größeres Wissen, interessante Projekte, Forschung

Bin selbst etwas unsicher. Daher tendiere ich eher für eine Weiterbildung, falls ich in 2 Jahren doch nicht studieren möchte. ;)

Bildung ist Ländersache.

Die Bundesländer haben unterschiedliche Regelungen, vielfach kann man aber mit der Kombination Mittlere Reife und Ausbildung fachbezogen studieren.

Nenn doch mal das Bundesland!

Ah, sorry: Baden-Württemberg ;)

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Also ich bin mir nicht sicher, ob du die richtige Vorstellung von einem Informatik-Studium hast.

Vielleicht solltest du dir mal den Lehrplan deines gewünschten Studiums anschauen und gucken, ob das überhaupt das ist, was dir vorschwebt. Besonders in den ersten Semestern geht es erstmal um Mathematik, bevor auch nur irgendein Rechner angeschaltet wird.

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Also ich bin mir nicht sicher, ob du die richtige Vorstellung von einem Informatik-Studium hast.

Vielleicht solltest du dir mal den Lehrplan deines gewünschten Studiums anschauen und gucken, ob das überhaupt das ist, was dir vorschwebt. Besonders in den ersten Semestern geht es erstmal um Mathematik, bevor auch nur irgendein Rechner angeschaltet wird.

Laut dem Studienplan der Hochschule Heilbronn geht es mit z.B. angewandter Mathematik erst im Hauptstudium los.

Im Grundstudium gibt es meines Erachtens nach relativ viel Programmierung (s. "Einführung Programmierung", "Grundlagen Software Engineering 1 & 2" usw.) und recht wenig Mathematik ("Grundlagen Informatik").

Ich glaube dazu sollte ein Rechner angeschaltet sein. :D

Vielleicht interpretiere ich die Themen falsch/anders?

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Informatik != Software Engineering.

Da sieht der Lehrplan natürlich anders aus als bei einem "klassischen" Informatikstudium. Wenn dich die Themen interessieren und du dir das zutraust dann nix wie los. There is no time like the presence :)

Ja interessiert mich sehr. :mod:

Alles klar, danke für die Antworten - dann werd ich mal die Weiterbildung starten. :nett:

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Gast Fernstudent
Nach erfolgreichem bestehen der Prüfung kann man sich eine Hochschulzulassung an bestimmten Fachhochschulen ausstellen lassen.

Wenn die Aussage von der IHK kommt, würde ich mich nicht darauf verlassen. Frage bei deinen Wunschhochschulen nach, ob du tatsächlich nach dem Abschluss dort studieren kannst. Frage auch nach der Wertigkeit des Abschlusses. Schließt du die Weiterbildung mit einer 2,0 ab, erfüllst du damit auch einen eventuellen NC von 2,0?

Du solltest zusätzlich die BK-Variante prüfen, ob du mit dem Abschluss an deinen Wunschhochschulen studieren kannst. Der einjährige Abschluss ist in fast allen Bundesländern nicht anerkannt.

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Wenn die Aussage von der IHK kommt, würde ich mich nicht darauf verlassen. Frage bei deinen Wunschhochschulen nach, ob du tatsächlich nach dem Abschluss dort studieren kannst. Frage auch nach der Wertigkeit des Abschlusses. Schließt du die Weiterbildung mit einer 2,0 ab, erfüllst du damit auch einen eventuellen NC von 2,0?

Du solltest zusätzlich die BK-Variante prüfen, ob du mit dem Abschluss an deinen Wunschhochschulen studieren kannst. Der einjährige Abschluss ist in fast allen Bundesländern nicht anerkannt.

Ich hatte ein Gespräch mit dem Förderungsträger und dieser meinte, dass es möglich ist, jedoch kein muss der Hochschule.

Gleichzeitig habe ich mich bei der Hochschule Heilbronn umgesehen:

Hochschulzugang ohne Abitur

In Baden-Württemberg können unter bestimmten Voraussetzungen auch Berufstätige studieren, die keine schulische Hochschulzugangsberechtigung besitzen.

Die "bestimmten Voraussetzungen" findet man dann im PDF:"Information über den Zugang beruflich Qualifizierter zu einem Studium

nach den Bestimmungen des Landeshochschulgesetzes (LHG)

sowie der Berufstätigenhochschulzugangsverordnung (BerufsHZVO)".

Hm, habe gerade im PDF gelesen:

3. Wer stellt fest, ob die Zugangsvoraussetzungen vorliegen?

Zuständig für die Prüfung aller Zugangsvoraussetzungen sind die Hochschulen.

Möglicherweise benötigt die Hochschule weitere Informationen über Ihre absolvierte Fortbildung. Es ist daher ratsam, sich frühzeitig bei den Hochschulen über die Anerkennung

Ihrer Fortbildung zu informieren, um offene Fragen vor Ablauf eventueller Bewerbungsfristen klären zu können (zu den Bewerbungsfristen siehe Frage 6)

Ich werde auf jeden Fall mal direkt an der Hochschule nachhaken, nicht dass dann ein "Nö is nich" kommt. ;) Danke für den Hinweis.

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  • 4 Wochen später...

Sorry, dass ich mich erst jetzt melde. ;)

Der Fortbildungsträger hat mir vor ein paar Tagen geschrieben, dass der Kurs, auf Grund zu weniger Teilnehmer, nicht stattfinden wird. :upps Die HS Heilbronn habe ich zur ihren Sprechzeiten nie erreicht. Ist keiner ans Telefon.

Bin jetzt schon etwas genervt, mal sehen ob ich nun die FH-Reife nachhole. :rolleyes:

Grüße Aliter

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2009 hast Du deine Ausbildung abgeschlossen. Hast Du danach gearbeitet, so dass Du nun 3 Jahre Berufserfahrung gesammelt hast? Wenn ja: einfach an einer FH/Uni anmelden (als beruflich qualifizierter) und Zulassungsprüfung ablegen oder sofort studieren. An der FernUni kannst Du sofort loslegen (habe ich damals so gemacht).

Und wenn Du die 3 Jahre noch nicht voll hast, aber jetzt schon loslegen willst: einschreiben als Akademiestudent und später die Leistungsnachweise ohne Zeitverlust formlos anerkennen lassen. Hier und hier habe ich was dazu geschrieben. Wer nicht an der FernUni studieren möchte, kann trotzdem da anfangen und nach den 3 Jahren einfach auf eine Präsenzhochschule wechseln und die bestandenen Leistungsnachweise an der neuen Hochschule über das dortige Prüfungsamt anerkennen lassen.

Der Umweg über die Hochschulreife lohnt nur wenn Du die Ausbildung gerade erst beendet hast. Und selbst da hättest Du über das Akademiestidium einen Zeitverlust von maximal einem Jahr. Daher: vergiss das Abi und geh sofort studieren. Du wirst schon sehen ob's Dir liegt oder nicht.

Bearbeitet von Kwaiken
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Die HS Heilbronn habe ich zur ihren Sprechzeiten nie erreicht. Ist keiner ans Telefon.

Vermutlich wegen der vorlesungsfreien Zeit. Wenn das Semester wieder beginnt, kannst du direkt nachfragen, welche Wege zum Studium führen könnten.

Die Option von Kwaiken ist natürlich auch eine Überlegung wert. Den Sachverhalt, vor allem die Anrechnung der Studienleistungen kannst du mit der Hochschule abklären. Das Hochschulrecht ist in Baden-Württemberg (und Bayern) etwas restriktiver als in anderen Bundesländern und die Hochschulen rechnen Studienleistungen anderer Hochschulen anscheinend ungern an, weil so etwas viel Arbeit bedeutet. Deswegen würde ich alles schriftlich abklären.

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  • 1 Monat später...
2009 hast Du deine Ausbildung abgeschlossen. Hast Du danach gearbeitet, so dass Du nun 3 Jahre Berufserfahrung gesammelt hast? Wenn ja: einfach an einer FH/Uni anmelden (als beruflich qualifizierter) und Zulassungsprüfung ablegen oder sofort studieren. An der FernUni kannst Du sofort loslegen (habe ich damals so gemacht).

Hi Kwaiken,

vielleicht kannst du mir ja nochmal weiterhelfen. Hast du denn die Zugangsprüfung absolviert? Bin mir unsicher, ob ich mit der Mittleren Reife überhaupt da durchkomme.

Zum Beispiel schreibt die HS Esslingen zur Eignungsprüfung:

Die Prüfung richtet sich an Personen, die den Hochschulzugang nicht über die Schule erlangen möchten. Die Prüfung bestehen Sie, wenn Sie die Kenntnisse anderswo erworben haben. Wenn Sie Ihre Kenntnisse z.B. in Mathematik oder Englisch nach dem Abschluss der 10. Klasse nicht mehr erweitert haben, gehörten Sie eigentlich nicht zu den Personen, die die Prüfung machen sollten.

Erfahrungsgemäß bestehen die meisten Teilnehmer die Prüfung. Allerdings haben nur wenige Kandidaten gute oder sehr gute Ergebnisse erzielt.

Englisch schon, nur nicht das typische "Schulmathe".

Wäre es vielleicht doch sinnvoll, innerhalb von einem Jahr (Start September '12) auf Vollzeit die FH-Reife nachzuholen und dann mit dem Studium loslegen?

Die 3 Jahre Berufserfahrung habe ich nächstes Jahr im Juli erreicht.

Grüße

Aliter

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Bin zwar nicht Kwaiken, aber egal.

Zeitverlust von maximal einem Jahr. Daher: vergiss das Abi und geh sofort studieren. Du wirst schon sehen

So pauschal würde ich das nicht unterschrieben. Wenn @Aliter im Jahre 2009 seine Ausbildung abgeschlossen hat, gehe ich mal davon aus, dass er 2006 die Realschule beendet hat. Nehmen wir an, er fängt nächstes Jahr an zu studieren, dann hat er seit 6 Jahren kein Fach Mathematik mehr gehabt und die Mathematik, die er zuletzt in der Schule hatte, war noch dazu auf Realschulniveau. Also fehlen dort mindestens die Differentialrechnung, Integralrechnung, Stochastik und einige andere Gebiete. Wenn er z. B. Jura studieren würde, wäre das evtl. nicht so tragisch, aber gerade bei einem so "mathematiklastigen" Studium wie der Informatik würde ich nicht darauf verzichten, diese Dinge vor dem Studium durchzunehmen, indem @Aliter nochmal zur Schule geht (@Aliter: das würde ich dir in jedem Fall empfehlen.) (Bei mir waren selbst in meinem damaligen BWL-Studium diese Dinge im Grundstudium vorhanden, und wenn dann keine Kenntnisse vorhanden sind, wird es schon kritisch, noch dazu beim Bachelor.)

Die 1-2 Jahre hin oder her machen es dann auch nicht mehr aus, geben dir aber eine gute Grundlage für das folgende Studium. Nicht umsonst werden ja von den Hochschulen unmittelbar vor Beginn des Studiums im Wintersemester oft noch Mathe-Vorkurse angeboten, die dann auch von solchen Leuten wahrgenommen werden, die direkt ihr Abitur/Fachabitur mitbringen.

Gruß fach_i_81

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Ich spreche jetzt nur für die Fernuni. Da der Matheanteil an Unis jedoch durchaus hoch ist, gilt das sicher auch für FHs.

Zu Studienbeginn hatte ich seit über 6 Jahren keine Mathematik mehr. Zudem war ich zwischen der 8. und 10. Klasse ziemlich schlecht (viel verpasst in der "Sturm und Drang-ich-bin-ein-Rebell-Zeit"). Der Wunsch nach dem Studium war aber so groß, dass ich mich in den 3 Monaten vor dem Studium durch den Stoff der 9. und 10. Klasse gebissen habe. Gibt im Internet genug Rahmenlehrpläne. Anschließend bekam ich kurz vor Semesterbeginn die Unterlagen und fiel aus allen Wolken, da das abverlangte Mathe noch weit höher ging (Induktion-was?). 11-13 hätte ich mind. noch machen müssen... und vielleicht auch noch mehr. Aber: wo ein Wille, da ein Weg!

An der FU gibt es einen Vorbereitungskurs und die Prof. Dr. Unger stellt die Materialien auf der Homepage der Fakultät bereit. Auch für Beweisführung und vollständige Induktion ist Material vorhanden. Also auch da: reinbeißen und nicht mehr loslassen. Zusätzlich betrieb ich den dreifachen des beschriebenen Aufwandes im Semester für den ersten Mathekurs und bestand die Prüfung mit einer 4. In dem anschließenden Mathekurs für mehrdimensionale Analysis, Wahrscheinlichkeitsrechnung, Graphentheorie, lienare Algebra, Optimierung und mehr (also Mathe II) kam ich mit einer 1,7 und weit weniger Aufwand nach Hause.

Alles machbar. Und ich bin nicht die hellste Birne im Kronleuchter. Man darf sich nur nicht selbst zu schade sein, sich etwas zu quälen. Einfach auf den Hosenboden setzen, Gas geben und gut ist. Nach den ersten 2 Semestern fühlt man sich, dank der Wahlkurse, welche man sich auf die eigenen Wünsche zusammenschustern kann, wie ein Fisch im Wasser.

Entweder hat man Talent für etwas, dann muss man nicht viel Zeit aufwenden (das sind die Glücklichen, denen ein Durchblättern des Skripts, 2 Wochen vor der Prüfung reicht). Oder man hat kein Talent (so wie ich z.B.) und muss es durch Fleiß kompensieren. Ausreden für eine schlechte Leistung gibt es daher nicht. Wirklich dumme Menschen gibt es wenig. Die meisten sind einfach nur faul und beschweren sich bloß andauernd, dass ihnen Dinge nicht auf dem Silbertablett serviert werden und sie dafür ja arbeiten müssten. Schrecklich, das.

Also: Ärmel hochkrempeln, Kaffe kochen, Mathebuch besorgen, loslegen und Spaß haben!

Bearbeitet von Kwaiken
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