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Einstiegsgehalt FIAE im ERP-Beriech (Microsoft Dynamics AX/NAV)


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Hallo,

ich bin jetzt 25 und habe im Sommer meine Abschlussprüfung. Nun habe ich ein Angebot zur Übernahme bekommen und frage mich was ich an Gehalt verlangen kann. Schulabschluss: Kaufmännisches Fachabitur. Letztes Berufsschulzeugnis: 1,5 im Schnitt (Sommer 2011)

Mein Tätigkeitsfeld setzt sich folgendermaßen zusammen:

- Entwicklung für Microsoft Dynamix AX und NAV, Schwerpunkt AX, Einsatz auch beim Kunden Vorort

- Modulentwicklung und Projektverantwortung

- Mitbetreuung Auszubildende (derzeit 2)

usw...

Angaben zum Angebot:

Regelarbeitszeit: 40 Std.

Brutto: 1.800,00

Provision: 150,00 pro fakturiertem Arbeitstag über 13 fakturierten Tagen

Mehrarbeit: 26,00 pro Stunde über 30 Stunden Mehrarbeit

Sonderleistungen: Firmenfahrzeug (Mittelklasse) incl. Tankkarte (privat nutzbar)

Sonstiges: Bei Wechsel zu anderem Betrieb in gleicher Sparte sind 3 Bruttogehälter an den Arbeitgeber zu zahlen, verfall dieser Regelung nach 5 Jahren

Mir kommt das etwas sehr wenig vor. Ich arbeite in diesem Unternehmen wirklich sehr gerne, aber mit 25 ist mein Anspruch an monatlicher Vergütung doch höher. Was ich so gesehen habe ist 2.500,00/Mtl. der Normalwert. Ich habe mir so 2.300,00 - 2.500,00 + Auto vorgestellt. Was ist ein realistisches bzw. berechtigtes Gehalt?

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Das Festgehalt alleine ist natürlich sehr gering. Wie sieht es denn mit der Provision aus, wie oft würdest du die erfahrungsgemäß erhalten? Wenn es im Schnitt 10 Tage sind, kommt ja trotzdem eine ordentliche Summe raus.

Was aber für mich sehr irritierend klingt: Erst ab 30 Überstunden im Monat wird etwas bezahlt - heisst das, bis zu 30 Stunden (immerhin 1,5 Stunden am Tag) sind mit dem Gehalt abgegolten? Das finde ich schon heftig.

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30 Stunden Mehrarbeit sind mit dem Gehalt abgegolten, was ich im Prinzip auch nicht umbedingt negativ bewerten würde, wenn man es nicht in sein monatliches Einkommen einkalkuliert, sondern als Bonus für eine deutliche Mehrleistung nimmt. Bei der Provision habe ich einen Arbeitskolegen mal gefragt, in wie weit man diese mit in das monatliche Einkommen einkalkulieren kann und bin zu dem Schluss gekommen, dass diese nicht zwingend Monatlich anfällt. Die ist halt stark auftrags- und aufgabenabhängig. Wenn mal einen Monat wenig Hotlinefälle anstehen oder man grad keinen Echtstart am laufen hat kann man damit nicht rechnen. Dies ist auch nicht zwingend Schlecht, nur das Bruttogehalt muss halt in soweit stimmen, das ich auch in einem Monat ohne Sonderleistungen angemessene Bezahlung erhalten würde.

Nachtrag: 12 Monatsgehälter, jedoch am Ende des Geschäftsjahres (1. März) gibt es eine Beteidigung, wie hoch diese ausfällt weiß ich jedoch nicht.

Nachtrag 2: Ich weiß nicht in wie weit es relevant ist. Nach meiner Ausbildung werde ich in ein Projekt in Zürich eingebunden. Bin also in der Woche nicht zuhause und auch im Späteren verlauf viel unterwegs.

Bearbeitet von k4zzu
Nachtrag
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Achso, ich dachte mit den fakturierbaren Arbeitstagen ist es so, dass man die praktisch sicher in das Gehalt einrechnen kann - aber wenn die selten und/oder unregelmäßig anfallen, dann ist das normale Gehalt natürlich um so wichtiger. Von daher - hast du dich schon nach Alternativen umgeschaut?

Sonstiges: Bei Wechsel zu anderem Betrieb in gleicher Sparte sind 3 Bruttogehälter an den Arbeitgeber zu zahlen, verfall dieser Regelung nach 5 Jahren

Klingt nach einer Klausel, die vor einem Arbeitsgericht keine Chance haben dürfte.

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Ist das überhaupt legal?

Zum Rest: Zu wenig. Und denk dran, das Auto mußt du auch versteuern.

Bei Punkt 1: Ich weiß nicht inwieweit das gestaffelt ist, also ob die Summe mit der Zeit abnimmt und ob 5 Jahre rechtens ist. 3 Jahre kommen wohl bei vielen Unternehmen vor, wobei mir 5 auch zuviel sind. Bei meiner Lebensgefährtin beläuft sich die Zeit auf ein Jahr. Bei dieser Ablösesumme geht es um z.B. erworbene Zertifikate, die dem neuen Unternehmen nutzen können.

Punkt 2: Dessen bin ich mir bewusst, jedoch ist es immer noch günstiger als ein eigenes Auto zu unterhalten.

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im Grunde wirst du vermutlich bei im Schnitt 21 Arbeitstagen pro Monat und >13 fakturierbaren Arbeitstagen nicht über dein Fixgehalt hinauskommen. Und selbst wenn doch, ist das nicht der Brüller. Zusätzlich fallen dann noch fürs Auto 1% vom Listenpreis an. Das ist auch nicht zu verachten.

Auch was die Arbeitszeiten angeht, wird der Arbeitgeber vermutlich darauf achten, dass du monatlich nicht über die 30h Mehrarbeit rüberkommst (Kosten sparen). D.h. ca. 45-50h/Woche.

Kurze Aufstellung:

1800€ Fix

variabler Anteil ist m.E. unrealistisch

---

bei 45h --> 10€/h Brutto --> ganz ehrlich, da kannste auch putzen gehen.

Minus Firmenwagen von ca. 250€ brutto

-->

:mod: Sonstiges: Bei Wechsel zu anderem Betrieb in gleicher Sparte sind 3 Bruttogehälter an den Arbeitgeber zu zahlen, verfall dieser Regelung nach 5 Jahren --> :upps .... no way

Fazit:

min. 2500€ fix bei eigentlich 45h/Woche + meinetwegen Provision ab 13. Tag + Auto + Wegfall dieser Klausel

PS: habt ihr ne Zeiterfassung? Kann ja sonst kein Mensch nachprüfen, ob du über die 30 Std. drüber bist.....

Nachtrag: du arbeitest in Zürich unter der Woche. Na viel Erfolg, kannst zwar Spesen abrechnen, aber Schweiz ist teuer. Such dir was anderes, die ********en dich.

Bearbeitet von DarkMaster
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Nachtrag: Zum Thema Abtretung. Im einen geht es um Rückzahlung des Restbetrages von Schulungs- und Fortbildungskosten, welche meinen Marktwert erhöhen. Dieser Betrag nimmt ab und ist denk ich normal. Bei der Sache mit den 5 Jahren bezieht sich das auf eine Kündigung des Arbeitnehmers und Wechsel zu einem Arbeitgeber, bei dem die angeeigneten Fähigkeiten (Schulungen/Fortbildungen) eingesetzt werden. <-- Ich habe mich dort etwas sehr unglücklich ausgedrückt. Also, wenn ich zu einem Unternehmen, welche Software für Bankautomaten entwickeln wechsel, fällt der der Betrag von 3 Bruttogehältern nicht an.

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Also ein Unternehmen, in welchen die durch Fortbildungen (z.B. Zertifikate) erworbenen Fähigkeiten eingesetzt werden. Also z.B. ein weiterer MS Dynamics AX Dienstleister.

das war eigentlich eine rhetorische Frage..... prinzipiell könnte es aber auch jeder Betrieb sein, der MS Dynamics AX einsetzt ! Das ist immer Auslegungssache....

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...

Provision: 150,00 pro fakturiertem Arbeitstag über 13 fakturierten Tagen

...

Achso, jetzt hab ich das verstanden. Ich hab beim ersten Lesen ein "bis" gelesen und dachte, wenn du z.B. 15 fakturierbare Tage hast dann werden dir davon 13 gezahlt und 2 "verfallen". Aber wenn du nur die Tage gezahlt bekommst, die über 13 hinausgehen, ist das wirklich kein gutes Angebot. Würde mich parallel auf jeden Fall umschauen. Wie viele Mitarbeiter hat die Firma denn?

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Hallo,

Angaben zum Angebot:

Regelarbeitszeit: 40 Std.

Brutto: 1.800,00

Provision: 150,00 pro fakturiertem Arbeitstag über 13 fakturierten Tagen

Mehrarbeit: 26,00 pro Stunde über 30 Stunden Mehrarbeit

Sonderleistungen: Firmenfahrzeug (Mittelklasse) incl. Tankkarte (privat nutzbar)

Sonstiges: Bei Wechsel zu anderem Betrieb in gleicher Sparte sind 3 Bruttogehälter an den Arbeitgeber zu zahlen, verfall dieser Regelung nach 5 Jahren

Hi, die Klausel in dem Vetrag bzgl. der Strafzahlung ist nichtig. Hätte vor einem Arbeitsgericht keine Chance zu bestehen.

Bedenke das ein Monat ~ 20 Arbeitstage hat. Erst ab dem 14ten Arbeitstag würdest du eine Provision bekommen, also relativ unwahrscheinlich das dies Regelmäßig auftritt, man hat ja auch gewisse Inhouse Zeiten. Bei uns ist es so das wenn man zu 80% fakturiert hat es ein super Monat war, indem es zu keinen Terminüberschneidungen Verschiebungen etc. kommt.

Das wären dann 3 Tage Provision die du erhältst. Kommt vllt. 1-2 mal im Jahr vor, auch wenn ich eure Auftragslage nicht kenne.

Des Weiteren, jeden Monat den du Urlaub nimmst, ist die Provision zu erreichen = Null.

Das Auto ist natürlich ein nettes Goodie, Mittelklasse mit Tankflat. Das Auto kannst du gern als ~ 4.000,- € Brutto Mehrverdienst berechnen.

Allerdings ist das Grundgehalt auch dann noch zu niedrig. Das mit der Provision hört sich natürlich immer ertmal nett an, aber wann kommt es schon dazu.

Probiere 28.000,- € Brutto + das Auto zu erhalten und du fährst denke ich ganz gut. (Die Provision vllt. auf 12 Tage drücken, dann kommt es ab und an mal dazu das du 1-2 Tage Provision erhältst )

Gibt es Weihnachts oder Urlaubsgeld ontop?

Die komische Klausel kannste im Vertrag drin stehen lassen, wennde dann Kündigst musste dich wenn es hart auf hart kommt halt mit dem AG "streiten". Ich frag aber wenn Bedarf besteht gern mal unseren Hausjuristen bei einer Zigarette....

Bearbeitet von Joe841
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Die komische Klausel kannste im Vertrag drin stehen lassen, wennde dann Kündigst musste dich wenn es hart auf hart kommt halt mit dem AG "streiten". Ich frag aber wenn Bedarf besteht gern mal unseren Hausjuristen bei einer Zigarette....

auf sowas würde ich mich garnicht einlassen. Selbst wenn, ist es wahnsinnig zermürbend sich nach einer Kündigung dann damit rumzustreiten.

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Erstmal danke für eure ausführlichen Antworten. Die haben mir schon viel geholfen.

Gibt es Weihnachts oder Urlaubsgeld ontop?

Weihnachts- oder Urlaubsgeld gibt es keines, lediglich eine Gratifikation am Ende des Geschäftsjahres. Wie hoch diese ausfällt kann ich derzeit noch nicht sagen.

Urlaubstage habe ich 26 und ab nächstem Jahr 27.

Für Außer-Haus-Arbeiten gibt es die gesetzlichen Spesen. Auf Veranstaltungen und Schulungen mit Verpflegungen trifft dies nicht zu.

Der Vertrag ist auf ein Jahr befristet, danach wird er Fristlos.

Soll ich mit 2.800,00 ansetzen oder auf diesen raushandeln? Und mich würde schon interessieren in welcher Form Abtretungen bei frühzeitiger Kündigung durch den Arbeitnehmer rechtens sind. Also, wenn du euren Juristen mal beim Rauchen triffst, wäre das echt nett :)

Bearbeitet von k4zzu
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Es wäre noch interessant, wie mit Reisezeiten umgegangen werden soll.

Meines Wissens nach wird die ohne entsprechende Vereinbarung nicht als Arbeitszeit gerechnet.

Ich war die letzten Monate bei einem Kunden im Einsatz bei dem wöchentlich eine Reisezeit von ca. 14h anfällt.

Das läppert sich.

Grundsätzlich zu den beschriebenen Punkten:

Die dienen nur dem Zweck, dass es nach viel Gehalt ausschaut, in der Praxis aber wenig herauskommt.

Die Regelung zum Konkurrenzverbot und den Ausbildungskosten (oft noch kombiniert mit langer Kündigungsfrist von 3 Monaten oder länger)

dient dazu das Verlassen des Unternehmens zu erschweren.

Diese Regelungen scheinen sich immer mehr durchzusetzen.

Es deutet keinesfalls darauf hin, dass Mitarbeiter in diesen Unternehmen einen hohen Stellenwert haben (eher Kanonenfutter).

Langer Rede kurzer Sinn:

Viel Arbeit wenig Lohn

und das auf Dauer

So einen Job anzunehmen macht nur Sinn, wenn man ihn als Sprungbrett zu einem besseren Job sieht.

Mit den Konkurrenzverbot wird das aber erschwert.

Auf jeden Fall gut informieren wie weit das schlagend werden kann.

Ansonsten darf man nicht enttäuscht sein, wenn am Ende des Jahres nicht mehr Gehalt als € 21.600 zusammenkommt - trotz beliebig vieler Überstunden.

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