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"Berufserfahrung" - das leidige Thema beim Bewerben nach der Ausbildung


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Hallo liebe IT-Administratoren und die (wie ich), die es werden wollen,

ich habe im Juni diesen Jahres meine Ausbildung zum FISI erfolgreich abgeschlossen. Wie bei einigen meiner Berufsschulkollegen und Mitazubis ist das mit der Übernahme nach der Ausbildung nichts geworden. Das stand aber von vornherein so fest (rechtlich gesehen). Hätte es eine Möglichkeit gegeben, im Betrieb zu bleiben, dann nur, wenn eine Stelle ausgeschrieben wäre, aber dem war nicht so.

Aktueller Stand ist, dass ich nach Stellen und Quellen für Stellen suche, auf die ich mich in meiner Region und im Umkreis von 65 km bewerben kann. Sprich Mittelhessen bis Rhein-Main-Gebiet und alles, was dort an Orten liegt, die man mit Öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen kann. Dass Bewerbungen zeitintensiv sind und man nicht gleich eine Antwort kriegt, ist ja jedem klar. Ich versuche einfach nur am Ball zu bleiben und die beste Bewerbung pro Stelle rauszuschicken, die ich schreiben kann. Ansonsten gibt es sicher noch ein paar Betriebe, an die man Initiativbewerbungen schicken kann... . Also damit beschäftige ich mich jetzt nach meiner Ausbildung -.-.

Einige von Euch werden sich jetzt sicherlich fragen "Wieso hat der sich denn nicht früher darum gekümmert, eine Stelle zu finden?".

Meine Antwort darauf ist simpel:

Mein Abschlussprojekt und das Lernen für die Schriftliche Prüfung, neben den ganzen regulären Ausbildungstätigkeiten war so zeitintensiv, dass ich mich bewusst nur auf den IHK-Abschluss konzentriert habe. Ich wollte mich erst nach dem Abschluss intensiv auf die Jobsuche konzentrieren.

Vlt. geht es nicht vielen von Euch so, aber so ist es halt bei mir. Ich hoffe, das reicht als Begründung.

Darüberhinaus kann ich mir gut vorstellen, dass ich trotz frühzeitiger zigfacher Bewerbungen dann trotzdem noch hier arbeitssuchend säße.

Zumindest ist immer davon auszugehen, wenn das Angebot in der Region nicht groß ist und die Anforderungen an die Bewerber, besonders in puncto Berufserfahrung fast unmöglich zu erfüllen sind.

Wo wir auch beim eigentlich Thema dieses Thread wären.

Also, ich brauche ein paar Tipps von Euch. Dabei würde ich mich freuen, etwas von Leuten zu lesen, die genauso wie ich, nach der Ausbildung ohne einen Job da standen und wie sie die Frage nach der Berufserfahrung ohne wirkliche Berufserfahrung beantwortet bzw. gemeistert haben!

Wie läuft das bei Vorstellungsgesprächen ab und habt ihr schon Absagen erhalten, weil ihr diese Anforderung nicht erfüllen konntet?

Das Einzige, was mir momentan wirklich einfällt, ist den Arbeitgebern ein Angebot zu machen, dass ich mich bereit erkläre für die Dauer der Probezeit oder kürzer, z. B. 1 Monat, ein sozialversicherungspflichtiges (sprich: 450 bis 800 €) Praktikum bei ihnen zu machen, um mir schon mal die Kenntnisse für den Job anzueignen. Wenn die Zeit rum ist, würde ich nochmal ein Gespräch mit dem AG führen, um zu klären, wie es weitergeht.

Ist das eine übliche Vorgehensweise?

Situation bei mir ist halt, dass ich jetzt irgendwie dringend Berufserfahrung brauche. Je länger es dauert, wieder einzusteigen, desto schlimmer wird es. Ein Studium kommt für mich gar nicht in Frage und ist ein anderes Thema. Ich bezweifle außerdem, dass man nach einem Studium besser dran ist.

Gruß,

oskarol

Bearbeitet von OsKarol
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von einem Praktikum nach der Ausbildung würde ich abraten.. da bietest du dich ja gerade nur so an, ausgebeutet zu werden.

Was würdest du denn machen, wenn du von Betrieb zu Betrieb tingelst und dort nur die Chance erhälst für 6 Monate ein Praktikum zu machen, aber dann nicht übernommen wirst? Dann stehst du vllt. in einem Jahr immer noch da, ohne echte Erfahrung und musst weiter solche zweifelhaften Angebote annehmen.

Du musst dich halt so verkaufen, dass du die fehlende Berufserfahrung durch Lernbereitschaft, Engagement, usw. wieder wett machst.

Dafür gibt es die sogenannten Junior Stellen.

Dem AG ist klar, dass er jemanden sucht, der frisch aus der Ausbildung / Studium ist und für seine Bedürfnisse noch zurechtgeformt werden muss. Dafür wird der Job (i.d.R.) nicht gut bezahlt sein.

Jedoch natürlich weit aus mehr, als ein Praktikum!

Vergiss das mit dem Praktikum, das ist Quatsch! Das machen Studenten im Studium, weil sie es müssen oder erste Erfahrung in einem Betrieb sammeln wollen. Du hast eine vollwertige Ausbildung hinter dir und das wissen die AG auch zu schätzen. Du wirst wohl kaum den ganzen Tag Kaffee gekocht oder dem Chef sein Auto geputzt haben.

Das, was du in der Ausbildung gelernt hast, musst du jetzt so gut wie möglich verkaufen und auf die möglichen Stellen adaptieren.

Dann wird das mit der fehlenden Erfahrung kaum ein Hindernis sein.

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Mir ging es ähnlich, nur das ich mich dann schon etwas früher beworben habe. Aber 90% der Firmen sagten saß sie jemanden mit mehr Berufserfahrung suchen. Naja woher soll es kommen, wenn man keine Chance bekommt und nicht übernommen wird?! Dann wurde immer gesagt, meine Gehaltsforderungen seien zu hoch. Naja von irgendwas muss man ja leben.

Selbst bei Juniorstellen wurde 2-3 Jahre Berufserfahrung verlangt.

Schlussendlich habe ich was gefunden, was auch großzügig entlohnt wird. Das war dann eine Juniorstelle. Ich empfehle dir also dich auf Juniorstelle, aber auch normale Stellen zu bewerben.

Wirst du denn zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen?

Getippert mit einem mobilen Fernsprechgerät (GT - I9070)

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Hallo OsKarol!

Zuerst: Fühl dich nicht vor den Kopf gestoßen, aber dass du dich nicht aus dem laufenden Ausbildungsverhältnis heraus beworben hast war schlicht und einfach doof und jegliche Begründungen dafür sind meiner Meinung nach Ausflüchte für eigene Inkonsequenz oder anderweitig geartete Prokrastination.

Ich habe nach der Ausbildung auch noch 6 Monate in dem Lappenverein, der sich mein "Ausbildungsbetrieb" nennt gearbeitet, obwohl ich da schon viel früher hätte weg sein können.

Notfalls legt man halt mal ne Spätschicht oder ein Wochenende für Bewerbungen ein, so wichtig sollte das a) schon sein und B) bewirbt es sich mit dem "Ich bewerbe mich aus einem laufenden Ausbildungsverhältnis, das zum $Datum endet und in dem ich aus $Grund nicht übernommen werden kann." einfach viel besser als ohne, wenn man schon keine Berufserfahrung hat.

Natürlich sagt sich so was nachher immer leichter als vorher, aber das sind meine Erfahrungen und die teile ich mit dir.

Zur Bewerbungssituation: Niemand hindert dich daran, dich auf eine Stelle zu bewerben. Wenn du mit einem guten Anschreiben(und wenn dein Lebenslauf nicht aussieht wie Kraut und Rüben) das Interesse geweckt hast, kannst du im Vorstellungsgespräch klar machen, wo die Reise für dich erst mal hingehen soll, dass du weißt, dass du anfangs aller Wahrscheinlichkeit nach nicht voll eingesetzt werden kannst aber viel lernen wirst und engagiert bist, etc. pp.

Wie sieht es bei dir denn generell bzgl. privater Gebundenheit bzw. Umzugsbereitschaft aus? Eventuell erweiterst du auch einfach mal den Kreis der Bewerbungen. In jedem Fall würde ich dir raten, dein(e) Anschreiben hier mal anonymisiert zur Bewertung einzustellen. Das hat schon vielen (inklusive mir ;)) echt geholfen.

Gruß, Goulasz

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Ich kann Goulasz nur zustimmen!

Ich wurde auch nicht übernommen und wollte nicht übernommen werden. Deshalb habe ich mich aus dem Ausbildungsverhältnis aus sofort beworben. Kaum gab es das Abschlusszeugnis der Schule, ging es (vor der schriftlichen Prüfung) mit den Bewerbungen los. Auch im Prüfungsstress hätte dafür Zeit sein sollen.

Du bist fertig ausgebildeter Fachinformatiker. Da bewirbt sich niemand als Praktikant. Das ist für Studenten gedacht, die im Studium Erfahrung sammeln wollen. Unter Informatikern und ähnlichen kenne ich auch keine Hochschul-Absolventen, die nicht vor Studiums-Ende nicht schon einen Arbeitsvertrag in der Tasche hatten.

Was hast Du während der Ausbildung gemacht? Für Berufsanfänger gibt es Junior-Stellen. Ich habe damit auch begonnen. Du musst Deine Fachkenntnisse so gut wie möglich verkaufen und Motivation zeigen. Die Bereitschaft neues zu lernen und das Wissen zu erweitern, ist das Wichtigste!

Eine Börse für Absolventen: Jobbörse für Studenten, Absolventen und Young Professionals

Darüber habe ich auch Angebote gefunden. ;)

Es ist auch nicht schlecht nach der Ausbildung örtlich flexibel zu sein. Das erhöht die Chance auf einen Job erheblich.

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Hi, ihr 3!

Vielen Dank für die schnellen Antworten!

@paetr87:

Das mit dem Praktikum ist nicht auf meinem Mist gewachsen, war so eine Idee von einem "Job-Coach". Ich werde das mal lieber sein lassen, denn was ich suche ist eine Festanstellung, schließlich habe ich nicht umsonst die Ausbildung abgeschlossen.

Das, was du geschrieben hast zu AGn und dem Formen junger Fachkräfte ist auch meine Sicht und Hoffnung.

Meine fehlende Berufserfahrung durch meine Soft-Skills wettzumachen, ist auch mein Plan. Ich habe mir von Arbeitsvermittlern sagen lassen, dass es bei vielen AGn so ist, dass die Leute nach Soft-Skills und ob die Chemie stimmt ausgesucht werden. Fachwissen kann sich jeder aneignen, nur persönliche Stärken sind schwer bis gar nicht mehr anzutrainieren. ;)

@gurki:

Zu einem Vorstellungsgespräch wurde ich noch nicht eingeladen. Ich habe gerade mal 10 Bewerbungen seit Mitte Juli rausgeschickt und erst eine Rückmeldung bekommen, dass es noch eine Weile dauert, bis das Auswahlverfahren läuft. Klar, Urlaubszeit.

@Goulasz:

Ich fühle mich nicht von dir vor den Kopf gestoßen :). Du hast schon Recht.

Aber wie gesagt, ich hatte irgendwie insgesamt mit dem Ganzen Abschlusskram so meine Probleme. Hätte, hätte, Fahrradkette, aber das nächste Mal, wenn ich mich auf eine Prüfung vorbereite, dann schon mal ein Jahr vorher für den Schriftlichen Teil. Das kann ich allen Azubis raten! Macht nicht denselben Fehler und fangt erst damit an, wenn ihr eigentlich am Abschlussprojekt hängt! Ich weiß *facepalm*... . Egal, die Einsicht ist jetzt da und sicher mache ich nicht den gleichen Fehler nochmal.

Zur privaten Gebundenheit und der Flexibilität:

Ich wohne zusammen mit meiner Freundin. Ich möchte hier nicht zu viel privates preisgeben, aber so viel schreibe ich noch: Sie studiert hier noch und arbeitet nebenbei. Es gibt erstmal keinen Grund für uns wegzuziehen, auch wenn wir das häufig besprochen haben. Wenn, dann würden wir gemeinsam wegziehen, wenn es woanders für uns beide Arbeit gibt. Aber dass ich alleine ausziehe, nur um näher beim zukünftigen Arbeitsort zu sein, kommt nicht in Frage.

Flexibel bin ich aus mobiler Sicht nicht gerade. Ich habe einen Führerschein Klasse B aber kein PKW. Warum das so ist, hängt einmal mit meinem finanziellen Dauerzustand zusammen und zweitens davon, dass ich hier in der Stadt mit Rad, zu Fuß und ÖVM gut unterwegs bin (drittens davon, dass ich nicht, wie andere, Eltern habe, die mir ein Auto sponsoren können). Wenn ich allerdings weiter raus muss, dann muss ich mit der Bahn fahren. Bis auf die Fahrzeiten und die Fahrdauern zum nächstgrößeren Ballungszentrum FfM ist die Anbindung echt gut. Aber ich habe mir vorgenommen von den ersten Gehältern auch etwas für ein PKW zurückzulegen, um flexibler zu sein. Auch wenn ich schon von dem schrecklichen Berufsverkehr Richtung FfM gehört habe :-/.

Die Tendenz, in FfM und Rhein-Main-Gebiet eher eine Stelle zu finden, steigt. Trotzdem versuche ich hier alles abzugrasen.

Ich habe einer Personalvermittlung mit Sitz in FfM meine Bewerbungsanlagen zugeschickt. Mal sehen, was dabei rauskommt.

Ein Anschreiben kann ich hier gerne zur Bewertung posten. Sicher sind ein paar andere Meinungen und Tipps immer gut. ;)

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Was hast Du während der Ausbildung gemacht? Für Berufsanfänger gibt es Junior-Stellen. Ich habe damit auch begonnen. Du musst Deine Fachkenntnisse so gut wie möglich verkaufen und Motivation zeigen. Die Bereitschaft neues zu lernen und das Wissen zu erweitern, ist das Wichtigste!

Ich war drei Jahre im First- und Second-Level-Support für Hard- und Software-Probleme bei Windows-PCs und teilweise auch Macs. Außerdem habe ich Auslieferungen mit Inbetriebnahme und Test der Geräte und Software durchgeführt. Im 3. Ausbildungsjahr habe ich mich auch um die Webinhalte der Unternehmsseite gekümmert und Präsentations-Hardware wie Beamer und angeschlossene PCs und ab und zu Videokonferenzanlagen betreut. Ich war im 2. Ausbildungsjahr auch für E-Mailaccounts und einfache Domänen-Benutzeraccounts zuständig. Von da an durfte ich auch DHCP-Einträge anlegen, bearbeiten und freischalten. Aber alles eher auf einem einfachen Level. Die Kollegen wollten keine Azubis an die Server, Storage und das Netzwerk-Management (Ausnahme: Nach Absprache mit dem Netzwerk-Admin Ports de- und aktivieren) lassen :D.

Eine Börse für Absolventen: Jobbörse für Studenten, Absolventen und Young Professionals

Darüber habe ich auch Angebote gefunden. ;)

Danke dir für den Link! Das kannte ich noch gar nicht, sieht ganz interessant aus!

Bearbeitet von OsKarol
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Ja und sogar auch realisiert. :)

Und zwar im Rahmen meiner betrieblichen Projektarbeit. Ich habe einen Windows Server 2003 Standard als virtuelle Maschine auf Oracle VM VirtualBox auf meinem Azubi-Rechner laufen gehabt.

Diesen Windows Server habe ich zum Domänencontroller heraufgestuft und in Active Directory eine kleine OU für Test-Benutzer und -Computer eingerichtet. Für die Domäne und dazugehörige Serverfunktionen habe ich die Default-Einstellungen genommen. Auf dem gleichen Server hatte ich dann noch McAfee ePO mit Endpoint Encryption-Erweiterung (Festplattenverschlüsselungs-Software) nach Express-Installation laufen, um die Test-PCs und -User darin zu integrieren und zu verwalten.

Klingt vlt. etwas kompliziert, war es dann auch :). Hatte dann auch schlussendlich 10% mehr Zeit benötigt, als vorgeschrieben, war aber alles schriftlich festgehalten und von meinen Ausbildern bestätigt. Am Ende gabe es darauf eine 2, auch bei der mündlichen Prüfung.

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