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Anschreiben zweite Ausbildung FiSi


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Hallo!

Wie der Titel schon sagt bastel ich grade an meinem Anschreiben zur FiSi-Ausbildung. Das Besondere ist aber in meinem Fall das ich langsam auf die Vierzig zugehe und bisher noch als Buchhändler arbeite. Meine bisherige Karriere bringt man also nicht unbedingt mit IT in Verbindung, und als ich damals in der Provinz mein Abi gemacht habe, gabs da auch keinen Informatikunterricht. Mathe hatte ich auch abgewählt...

Ich wollte also in meiner Bewerbung hervorheben, dass ich trotzdem so einige Berührungspunkte mit IT habe, und wollte da mal ein bischen Input holen. Der Entwurf meines Bewerbungsschreibens ufert nämlich ein wenig aus.

Erstmal der grobe Text:

Zitat

Sehr geehrte Damen und Herren,

momentan arbeite ich erfolgreich als Buchhändler, möchte mich in Zukunft jedoch beruflich umorientieren. An der Computer- und Informationstechnologie fasziniert mich die Vielseitigkeit der Anwendungsgebiete und die Rasanz der technischen Entwicklung. Wenn man sich mit Computern beschäftigt hat man nie ausgelernt. Der Beruf des Fachinformatikers für Systemintegration ist exemplarisch für diese Vielseitigkeit.

Computer begeistern mich, seit ich im Grundschulalter einen C64 bekam und auf diesem mit Hilfe von abgetipptem Programmcode erste Schritte in BASIC unternahm. Seitdem gehört der Umgang mit diverser Hard- und Software zu meinem privaten und beruflichem Alltag. Ich roote routinemäßig meine Androidgeräte, betreue die private Familiencloud auf dem NAS-Server, und helfe Freunden und Verwandten vor Ort und per Fernzugriff bei diversen Computer-Angelegenheiten. Auch aus über zehn Jahren Berufserfahrung bringe ich Ihnen eine Vielzahl Qualifikationen mit, die sich als Fachinformatiker erfolgversprechend anwenden lassen. Ich habe täglich Kontakt mit den unterschiedlichsten Menschen, und diesen kompetent bei der Erfüllung ihrer individuellen Anliegen zu helfen empfinde ich als sehr befriedigend. Die Zusammenarbeit mit meinen Vorgesetzten und Kollegen ist mir ebenso wichtig, ob im Tagesgeschäft oder bei Projekten wie E-Reading- und E-Commerce-Schulungen, welche von mir gehalten wurden.

Ich freue mich auf Ihre Einladung zu einem persönlichen Gespräch und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Ich könnte noch einiges hinzufügen, aber es ufert wie gesagt jetzt schon aus, und das obwohl ich den Teil des Anschreibens, in dem ich erkläre warum es dieser spezielle Arbeitgeber sein muss noch gar nicht hinzugefügt habe.

Also, was muss noch mit rein, was fliegt besser raus?

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Hallo,

für meinen Geschmack ist das IT-spezifische ganz schön dick aufgtragen und recht vage. Viele Ausbilder (auch hier im Forum) starten die Ausbildung lieber ab dem Nullpunkt statt Halbwissen zu korrigieren.

Ich würde eher auf die Punkte eingehen, die Dich aufgrund der Berufs- und Lebenserfahrung bevorteilen:

  • Berufserfahrung
  • Kundenkontakt
  • BWL-Kenntnisse
  • Sprachkenntnisse

Gruß Martin

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Ich fange mal langsam oben an:

vor 16 Stunden schrieb Hans Olo:

Sehr geehrte Damen und Herren, 

Nö. Direkten Ansprechpartner

vor 16 Stunden schrieb Hans Olo:

möchte mich in Zukunft jedoch beruflich umorientieren

Warum? Und wie lange dauert es bis zur nächsten Umorientierung?

 

Wie viele aktuelle Bewerbungsratgeber hast du bereits durchgearbeitet?

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Version 2:

Zitat

momentan arbeite ich erfolgreich als Buchhändler, möchte mich in Zukunft jedoch beruflich umorientieren. An der Computer- und Informationstechnologie fasziniert mich die Vielseitigkeit der Anwendungsgebiete und die Rasanz der technischen Entwicklung. Der Beruf des Fachinformatikers für Systemintegration ist exemplarisch für diese Vielseitigkeit.

[Hier kommt die Motivation für die spezifische Stelle/den Arbeitgeber hin]

Der Umgang mit diverser Hard- und Software gehört zu meinem privaten und beruflichem Alltag. Aus über zehn Jahren Berufserfahrung bringe ich Ihnen eine Vielzahl Qualifikationen mit, die sich als Fachinformatiker erfolgversprechend anwenden lassen. Ich habe täglich Kontakt mit den unterschiedlichsten Menschen, und diesen kompetent bei der Erfüllung ihrer individuellen Anliegen zu helfen empfinde ich als sehr befriedigend. Die Zusammenarbeit mit meinen Vorgesetzten und Kollegen ist mir ebenso wichtig, ob im Tagesgeschäft oder bei Projekten wie E-Reading- und E-Commerce-Schulungen, welche von mir gehalten wurden. Auch wirtschaftlich-organisatorische Tätigkeiten, wie die Warendisposition, Umsatzauswertung, Tresorabrechnung und die Erstellung von Tageseinsatzplänen gehören zu meinen Routineaufgaben und machen mir viel Spaß.

Ich freue mich auf Ihre Einladung zu einem persönlichen Gespräch und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Also, ich habe das ganze, zu dick aufgetragene IT-"Fachwissen"  rausgenommen, aber ganz glücklich bin ich damit nicht. Die kaufmännischen Tätigkeiten haben bestimmt einige Berührungspunkte mit IT-System-Kaufleuten, aber bei nem Fachinformatiker?

Andererseits kann man da natürlich Sekundärtugenden ableiten. Tresorabrechnung hab ich zum Beispiel extra erwähnt um rüber zu bringen, dass mein Arbeitgeber mir vertraut und ich verantwortungsvoll bin. Aber ist das genug?

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vor 6 Minuten schrieb allesweg:

Nö. Direkten Ansprechpartner 

Klar, ist ja nur die Vorlage.

vor 10 Minuten schrieb allesweg:

Warum? Und wie lange dauert es bis zur nächsten Umorientierung?

Mögliche Formulierung: "Die Branche hat jedoch Veränderungen durchgemacht, die den Beruf des Buchhändlers heute weitaus weniger attraktiv für mich machen. Ich habe mich daher entschieden in einen Beruf mit besseren Entwicklungsmöglichkeiten zu wechseln, welcher ebenfalls sowohl meinen Talenten als auch Interessen entspricht."

Wie lange es dauert bis zur nächsten Umorientierung... Also, ich war über 10 Jahre Buchhändler. Mein Lebenslauf erweckt nicht unbedingt den Eindruck das  ich sprunghaft wäre. Die Formulierung ist aber vielleicht nicht ideal.

vor 15 Minuten schrieb allesweg:

Wie viele aktuelle Bewerbungsratgeber hast du bereits durchgearbeitet?

Ich sitze quasi an der Quelle.

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vor 16 Stunden schrieb Hans Olo:

Computer begeistern mich, seit ich im Grundschulalter einen C64 bekam und auf diesem mit Hilfe von abgetipptem Programmcode erste Schritte in BASIC unternahm. Seitdem gehört der Umgang mit diverser Hard- und Software zu meinem privaten und beruflichem Alltag. Ich roote routinemäßig meine Androidgeräte, betreue die private Familiencloud auf dem NAS-Server, und helfe Freunden und Verwandten vor Ort und per Fernzugriff bei diversen Computer-Angelegenheiten. Auch aus über zehn Jahren Berufserfahrung bringe ich Ihnen eine Vielzahl Qualifikationen mit, die sich als Fachinformatiker erfolgversprechend anwenden lassen.

Das sind exakt die Leute, auf die Personen mit IT-Ausbildung relativ schlecht zu sprechen sind. Deren Wissen besteht eigentlich aus Halbwissen und Vermutungen. Bei Diskussionen bestehen sie trotzdem auf ihrem Standpunkt und offenbaren dabei meist das fehlende Fachwissen. Und was das schlimmste ist, die wirklich schlimmen und  arbeitsreichen Fälle im (meist privaten) Umfeld haben meist solche selbsternannte Experten verursacht, während sie etwas komplett anderes fixen wollten. Zusätzlich hat der private IT-Bereich überraschend wenig mit dem professionellen IT-Bereich gemeinsam. Daher denke ich auch, es ist nur vorteilhaft sowas lieber nicht als Vorteil verkaufen zu wollen.

vor 20 Minuten schrieb Hans Olo:

Aus über zehn Jahren Berufserfahrung bringe ich Ihnen eine Vielzahl Qualifikationen mit, die sich als Fachinformatiker erfolgversprechend anwenden lassen.

Welche Qualifikationen genau? Alles was danach kommt, sind keine nachweisbaren Qualifikationen. Hast du dafür irgendwelche Zertifikate? Irgendwelche Bestätigungen durch deinen Arbeitgeber?

vor 25 Minuten schrieb Hans Olo:

Ich habe täglich Kontakt mit den unterschiedlichsten Menschen, und diesen kompetent bei der Erfüllung ihrer individuellen Anliegen zu helfen empfinde ich als sehr befriedigend. Die Zusammenarbeit mit meinen Vorgesetzten und Kollegen ist mir ebenso wichtig,

Sowas empfinde ich persönlich als einen Satz, der sich in einem Arbeitszeugnis gut macht. Für jemanden der dich einstellen soll ist sowas aber nicht zu überprüfen und daher völlig ohne Substanz.

vor 29 Minuten schrieb Hans Olo:

bei Projekten wie E-Reading- und E-Commerce-Schulungen

Hier ist wirklich etwas Interessantes. Hast du hierfür selber Schulungen besucht? Hat dein Arbeitgeber dir das in einem Arbeitszeugnis bestätigt? Denn hier zeigst du das erste Mal einen konkreten Schnittpunkt zur professionellen IT.

vor 36 Minuten schrieb Hans Olo:

Auch wirtschaftlich-organisatorische Tätigkeiten, wie die Warendisposition, Umsatzauswertung, Tresorabrechnung und die Erstellung von Tageseinsatzplänen gehören zu meinen Routineaufgaben

Finde ich sehr gut. So sieht es für mich wirklich greifbar aus und hier sehe ich auch, dass du damit bereits einen Teil der Ausbildungsinhalte abgedeckt hast.

vor 38 Minuten schrieb Hans Olo:

und machen mir viel Spaß.

 Schön. Aber nicht zu überprüfen und auch für mich eher weniger relevant.

vor 40 Minuten schrieb Hans Olo:

momentan arbeite ich erfolgreich als Buchhändler, möchte mich in Zukunft jedoch beruflich umorientieren.

Wenn du so erfolgreich bist, warum willst du dann umsatteln? Und wirst du direkt danach wieder Umsatteln?

Da solltest du dir bereits jetzt eine gute Erklärung überlegen, die auch ein Ausbilder/Personaler/usw. problemlos akzeptieren kann. Du stehst hier in direkter Konkurrenz zu vielen Schulabgängern und Studienabbrechern. Da solltest du das Ganze schon relativ klar rausstellen können.

vor 45 Minuten schrieb Hans Olo:

Der Beruf des Fachinformatikers für Systemintegration ist exemplarisch für diese Vielseitigkeit.

Wieder meine rein persönliche Sicht, aber ich als Ausbilder weiß wie vielseitig der Beruf ist. Ich brauch niemanden, der mir sowas sagt. Schreib das lieber so um, dass es nicht so klingt. Solche Sätze sind mir z.B. bei Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz immer wieder negativ aufgefallen.

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vor 10 Stunden schrieb Sullidor:

Hast du dafür irgendwelche Zertifikate? Irgendwelche Bestätigungen durch deinen Arbeitgeber?

 

Alles was ich angegeben habe wird im Arbeitszeugnis bestätigt, natürlich in anderen Worten. Beispielsweise dadurch das ich eigene Stammkunden habe oder die erwähnten Schulungen durchgeführt habe. Seperate Zertifikate gab es dafür allerdings nicht.

Zitat

momentan arbeite ich erfolgreich als Buchhändler, möchte mich in Zukunft jedoch beruflich umorientieren

Das ist von mehreren Leuten angesprochen worden. Das "erfolgreich" nehme ich raus, weil es in dem Kontext anscheinend die falschen Implikationen hat. Warum möchte ich mich umorientieren? Ehrlich gesagt weil der Buchhandel ziemlich auf dem letzten Loch pfeift, links und rechts Stellen gekürzt werden und ich mich beruflich auf diesem Pfad nicht weiterentwickeln kann. Darum MUSS ich mich umorientieren, warum ich mich aber zum Fachinformatiker orientieren WILL ist, weil er gut zu mir passt, laut meiner persönlichen Einschätzung. Ich habe mich schon lange mit beruflichen Alternativen beschäftigt, und der Fachinformatiker ist mitnichten eine Notlösung.

"Momentan arbeite ich als Buchhändler, möchte aber nun in einen Beruf wechseln, der meinen Talenten/Interessen ebenso entspricht und mir mehr Entwicklungsmöglichkeiten/Zukunftschancen bietet." So vielleicht?

Es wurde ebenfalls mehrfach erwähnt, dass wenn ich mich jetzt umorientieren will der Verdacht aufkommen könnte das ich mich wieder umorientieren  werde. Mein Lebenslauf lässt wirklich nicht darauf schließen das ich häufig meinen Beruf oder meine Arbeitgeber wechsle, im Gegenteil! Muss ich das im Anschreiben nochmal extra erwähnen?

vor 10 Stunden schrieb Sullidor:

" Der Beruf des Fachinformatikers für Systemintegration ist exemplarisch für diese Vielseitigkeit. "

Ich brauch niemanden, der mir sowas sagt. Schreib das lieber so um, dass es nicht so klingt.

"Da der Beruf des Fachinformatikers für Systemintegration exemplarisch ist für diese Vielseitigkeit, ist er meine erste Wahl für eine Ausbildung." Ich glaube so kommt meine Intention bei diesem Satz deutlicher rüber.

Vielen Dank auch an Alle für die Tips und Hinweise auf die ich jetzt nicht eingegangen bin. Ist alles sehr hilfreich.

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