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Wie Krankheitszeit in der Bewerbung argumentieren


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Hallo zusammen,

ich habe 2007 eine Ausbildung zum Fachinformatiker (Systemintegration) absolviert und habe von 2007 bis 2013 in diesem Beruf gearbeitet, als IT-Systemadministrator.

Leider erkrankte ich im Januar 2009 an einer psychischen Krankheit und habe seit 2013 im meinem Beruf nicht mehr gearbeitet. Seit 2017 bekomme ich ERwerbsminderungsrente.

Da ich erst 34 bin und nicht den Rest meines Lebens von der Rente leben möchte, möchte ich in meinen Beruf wiedereinsteigen.

Wie kann ich die Lücke von 2013 bis heute argumentieren. 

Zurzeit arbeite ich in einer WErkstatt für Behinderte Menschen.

Wie soll ich dies in meinem Lebenslauf am besten verpacken.

Vom Fachlichen her, habe ich Erfahrungen im Bereich Windows 7/Server 2008 R2 sowie Administration von Clients.

Die meiste Zeit habe ich in der Administration und Support von Clients gearbeitet

Danke schon mal für eure Hilfe.

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vor einer Stunde schrieb schurik2050:

Wie soll ich dies in meinem Lebenslauf am besten verpacken.

Sie ehrlich, erkläre was passiert, warum die Lücke da ist und warum du wieder ins Berufsleben einsteigen möchtest.

vor einer Stunde schrieb schurik2050:

Vom Fachlichen her, habe ich Erfahrungen im Bereich Windows 7/Server 2008 R2 sowie Administration von Clients.

Von den aktuellen Servern gibt es auch Images, damit kannst du dich ja schon mal ein bisschen privat beschäftigen und gucken was sich geändert hat.

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absolut offen damit umgehen. Der AG muss das auch wissen, um Deine Grenzen zu kennen. Für Dich noch wichtiger: Du musst Deine Grenzen nun erkennen und nicht wieder in den alten Trott fallen. Der AG, den Du suchst, wird Dich dabei unterstützen.

Aus welcher Ecke von Deutschland kommst Du ?

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Ich habe da eine andere Meinung zu. Die meisten Ratgeber empfehlen, psychische Krankheiten auf keinen Fall als solche zu benennen. Im Anschreiben sollte man darauf gar nicht eingehen und im Lebenslauf nur etwas vermerken wie "Krankheit mit vollständiger Genesung". Den Rest sollte man dann im Vorstellungsgespräch klären und auch dort nur signalisieren, dass das Thema für dich abgehakt ist und du wieder gesund bist. Sprich das nicht im Detail ausführen. 

Den zukünftigen Arbeitgeber geht sowas nichts an und gerade bei psychischen Krankheiten gibt es ein Rückfallpotential, abgesehen von der allgemeinen Annahme, psychisch kranke Menschen sein nicht Leistungsfähig. Das ist dann halt ein K. O. Kriterium. 

 

Bearbeitet von Konketea
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vor 21 Minuten schrieb MarcoDrost:

... und damit so etwas nach Mögichkeit nicht passiert, geht man offen und ehrlich damit um.

Diese Aussage ist halt nur schnell geschossen und auf den ersten Blick logisch. 

Der Punkt ist doch der, entweder er ist gesund oder er ist nicht gesund. Vorausgesetzt er ist wieder Gesund: Inwiefern sollte ihm die Offenheit vor einer erneuten psychischen Krankheit bewahren? Und wieso unterstellt ihr ihm überhaupt damit indirekt, er wäre nicht vollständig genesen? Dazu sagt er ja nichts. Bei deiner Aussage steckt wohl die Annahme hinter, der Arbeitgeber würde ihn dann bei anfallender Arbeitsbelastung in besonderer Weise berücksichtigen. Das gleiche sagt @charmanta auch aus ("Grenzen kennen") . Genau das ist aber in meinen Augen der Fehlschluss. Entweder er ist gesund, dann kann man ihn behandeln wie jeden anderen Mitarbeiter, oder er ist nicht gesund, dann will man ihn in den meisten Fällen nicht.Bei Offenheit zeigt man ihm dann Verständnis, aber den Job kriegt er dann trotzdem nicht. Wenn er gesund ist, braucht er seine Krankheit nicht ausdetaillieren, denn er ist nicht darauf angewiesen, aus Mitleid einen Job zu kriegen oder das für ihn bei anfallender Arbeit eine Extrawurst abfällt. Ich habe auch nicht den Eindruck bei seinem Post , dass er darum bittet. Vielleicht kann der Threadersteller dazu noch mal näheres erläutern. 

Meine Annahme ist momentan, er ist wieder genesen. 

Bearbeitet von Konketea
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Ich habe mit Depris im beruflichen Umfeld leider Erfahrung ( nicht an mir selbst ). Da passt es leider, dass man nicht vollständig genesen ( das dauert sehr lange ) erstmal wieder versucht sich einzubringen und genau dafür muss man seine Grenzen kennen.

Gibt sicher nicht viele AG, die auf sowas Rücksicht nehmen ... aber einer würde reichen

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Er schreibt er ist an einer psychischen Krankheit erkrankt. Woraus leitest du da eine Depression ab? Das kann auch etwas völlig anderes sein. Darüber hinaus hat er keine Angabe gemacht, ob er genesen ist oder nicht. 

"Depris" ist auch ein flapsiger Begriff für eine echte depressive Störung. Meist bester Freund ist depressiv, der kann deswegen in Intervallen immer wieder wochenlang das Haus nicht verlassen und sich melden. Wer an sowas erkrankt, der ist grundsätzlich nicht arbeitsfähig und muss in die Therapie und nicht an den Schreibtisch. 

Bearbeitet von Konketea
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vor 22 Minuten schrieb MarcoDrost:

Der TE schreibt:

Seit 2017 bekomme ich ERwerbsminderungsrente.

Das habe ich gelesen, aber das sagt kaum etwas aus - oder ? Bei einer Ewerbsminderung geht man davon aus, dass die Person noch 3-6 Stunden am Tag arbeiten kann. Wäre es weniger, dann würde er die volle Erwerbsminderungsrente bekommen. Wenn bei ihm beispielsweise 2017 festgestellt wurde, dass er noch 3 Stunden arbeiten kann, dann muss ja irgendwas passiert sein, wenn er sich jetzt wieder einen Vollzeitjob zutraut. Das ist ja nichts was man sich aussucht (ala "oh ja ich hätte dann doch lieber wieder mehr Geld, geh ich halt 8 Stunden arbeiten auch wenn man ärztlich attestiert hat das ich zu mehr als 3 Stunden nicht in der Lage bin"). Oder er arbeitet sowieso schon 6 Stunden und fühlt sich einfach wieder fit genug, auch 8 Stunden zu arbeiten und die letzte Überprüfung ist einfach nicht mehr aktuell.. Die Prüfungen der Ewerbsminderung  sind auch völlig unterschiedlich. Manchmal findet eine regelmäßige Überprüfung durch den Arzt statt, manchmal gibt es auch nur einen Fragebogen. Daher kann man sich bei so einer Aussage noch kein Bild über den Krankheitsverlauf machen. Ich bin daher davon ausgegangen, dass er wieder gesund ist und die vollen 8 Stunden arbeiten kann. Alles andere erschien mir nicht plausibel.

Bearbeitet von Konketea
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Danke für eure Rückmeldungen. Die Krankheit die ich habe ist leider chronisch, lässt sich mit den Medikamenten aber gut behandeln.

Ich kann mich als stabil bezeichnen. Ziel für mich ist es in Rahmen der Maßnahme, die ich im Moment in der Werkstatt mache ein Praktikum auf dem ersten Arbeitsmarkt zu machen. Ich wohne in Koblenz, da gibt es schon einige Firmen, bei denen ich Praktikum machen könnte. Ich bekomme Erwerbsminderungsrente, weil ich nicht mehr als 3 Stunden (zurzeit) arbeiten kann.

Ich darf auch leider kein Auto fahren, sodass es schwierig ist, eine Stelle zu finden wo man kein Führerschein braucht.

Ich werde wie schon geschrieben erstmal mich für ein Praktikum bewerben, vielleicht ergibt es sich daraus mehr. Evtl. würde die Rentenversicherung auch eine Weiterbildung als Kostenträger finanzieren.

 

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Gut wenn es um ein Praktikum zur Wiedereingliederung geht und du parallel noch in Behandlung bist, sieht die Sachlage natürlich völlig anders aus. Wahrscheinlich ist jetzt auch kein Praktikum mit einer 40h/Woche angedacht, sondern es wird so denke ich ja eine Empfehlung deines Arztes geben wie viele Stunden zumutbar sind? In dem Fall macht es natürlich nur Sinn, den Arbeitgeber direkt darüber in Kenntnis zu setzen. Ich denke da wird ein Praktikum auch einfacher zu finden sein als eine reguläre Vollzeitstelle. 

Im Anschreiben würde ich dann auch offen damit umgehen. Allerdings empfehle ich das Anschreiben nicht hauptsächlich zur ausdetaillierung der Krankheit zu nutzen. Das würde ich kurz und knapp halten um auch die angedachten Stunden zu platzieren. Viel mehr würde ich im Anschreiben herausarbeiten, dass du den Job ja grundsätzlich machen kannst, beton hier ruhig deine Berufserfahrung. Für den Leser sollte die Motivation genauso klar sein, wie du uns sie hier dargelegt hast. Du willst wieder Arbeiten und nicht, weil du seitens der ARGE o. Ä. dazu genötigt wirst. 

Nur so aus Interesse, ist dein Ziel später wieder eine Vollzeitstelle oder Teilzeit auch denkbar? Ggf. würde ich mal schauen was öffentlichen Dienst ausgeschrieben ist oder in sozialen Einrichtungen. Die sind da meistens flexibler und nehmen auf Krankheiten und Behinderungen noch mal ein Tacken mehr Rücksicht als Privatfirmen. Das aber nur als Tipp. Bewerben würde ich mich natürlich überall. 

 

Bearbeitet von Konketea
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