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Anlässlich der AP2/FIAE: Suchen- und Sortieren als Crashkurs

Empfohlene Antworten

Der kommenden AP2 wegen hatten mich meine Schülerinnen gebeten, ihnen die Such- und Sortieralgorithmen näherzubringen. Die Unterrichtseinheit dazu habe ich jetzt unter https://github.com/protirone/protirone.lessons/tree/main/fachinformatik/lf.11a/ hochgeladen. Sie enthält eine systematische Übersicht, Visualisierungen aller Algorithmen und implementierte Lösungen. Man kann sie darum gut auch als Crashkurs im Selbststudium nutzen. Wie, habe ich unter https://karsten-reincke.de/suchen-und-sortieren/ genauer erläutert. Vielleicht hilft's ja auch der einen oder anderen. (Männer - wie immer bei mir - sind mitgemeint.)

Viel Glück und happy learning, happy coding, happy reusing. KR

Hi,

es ist immer sehr erfreulich wenn sich jemand die Mühe macht und Material für Azubis hochlädt. Ich bin gerade nur 5 Minuten über dein Repository geflogen und mir sind einige Fehler aufgefallen, die ich für hochproblematisch halte, gerade wenn man die Materialien so offeriert.

Beispiel: https://github.com/protirone/protirone.lessons/blob/main/fachinformatik/lf.09/sbj-02.network-concepts-oraltrack.pdf

In dem PDF schreibst du HTTP wäre Layer 5, ein Hub wäre Layer 2 usw. Das ist fachlich einfach falsch.

Daher würde ich sicherstellen, dass die solche Lernmaterialien fehlerfrei sind bzw. bei nicht eindeutigen Sachverhalten diese entsprechend darstellen.

Beste Grüße

  • Autor

Bitte Quellen und Belege. Die Zuordnung variiert von Buch zu Buch. Gerade Http ist sicher höher als TCP (Layer 4) IP (Layer 3). Andere Schulbücher legen es auf Layer V, ich persönlich würde es auf Layer VII ansiedeln. Bevor ich aber meinen eigenen Stremel mache, folge ich erstmal andren Autoritäten

Verbesserungsvorschläge übrigens gerne als GitHub issue.

Und eine persönliche Bitte: Ich würde mich freuen, wenn Sie in Zukunft weniger apodiktische 'That's wrong' Messages posten, als gemeinsam an besseren Dokumenten mitarbeiten... Wie bei Open Source üblich. Danke im Voraus.

Herzlichst KR

vor 41 Minuten, kreincke hat gesagt:

Bevor ich aber meinen eigenen Stremel mache, folge ich erstmal andren Autoritäten

Sollte es nicht Konsens der Autoren von Schulungsunterlagen sein, immer die ursprünglichste Quelle für Festlegungen dieser Art zu nutzen?

https://datatracker.ietf.org/doc/html/rfc9110

IETF RFC 9110: HTTP Semantics – HTTP wird als „application-layer protocol“ beschrieben.
Zitat" Abstract

The Hypertext Transfer Protocol (HTTP) is a stateless application-level protocol.. "

Allgemein empfehle ich folgende Reihenfolge:

RFCs, Standards, Normen
Hersteller-Handbücher, technische Referenzen, API-Dokumentationen, Release Notes
Gesetze, Verordnungen

und dann erst Fachbücher, Fachmagazine,Blogbeiträge ausgewiesener Experten.
Letztere schreiben ja auch nur oben ab, und können dabei Fehler machen.

vor 3 Stunden, kreincke hat gesagt:

als gemeinsam an besseren Dokumenten mitarbeiten... Wie bei Open Source üblich. Danke im Voraus.

Genau hier liegt aber ein Denkfehler vor.

Im Forum sind auch so einige Personen unterwegs, die mit Github und dessen Funktionsweise nichts anfangen können. Wenn diese sich hier im Forum informieren, dann den Repo-Link anklicken mit Materialien, die bereitgestellt werden, dann gehen diese davon aus das sie fachlich/inhaltlich richtig sind.

Gerade diese Personengruppe gräbt sich nicht erstmal durch Issue's durch oder liest eine Errata.

Das mit HTTP war nur ein Beispiel was mir direkt ins Auge gesprungen ist. Wenn du dich an einen Schulbuchautor hältst der meint, dass HTTP ein Layer 5 Protokoll ist und andere Protokolle/Geräte fehlerhaft einsortiert, dann würde ich dazu raten, den Verlag dringenst zu meiden in der Zukunft.

@hellerKopf beschreibt hier die richtige, professionelle Vorgehensweise.

vor 6 Stunden, kreincke hat gesagt:

Bitte Quellen und Belege. Die Zuordnung variiert von Buch zu Buch. Gerade Http ist sicher höher als TCP (Layer 4) IP (Layer 3). Andere Schulbücher legen es auf Layer V, ich persönlich würde es auf Layer VII ansiedeln.

Die Bücher, die HTTP auf Schicht 5 einordnen, arbeiten auch nur mit 5 Schichten und fassen die oberen drei zu einer zusammen. Hinter HTTP kommt nichts mehr, ganz besonders keine Encodings- oder Architekturen. Und "Kommunikationsschicht" ist mir auch neu. Es tut mir leid, das zu sagen, aber der Inhalt deines Dokumentes ist wirklich mangelhaft. Es wirkt, als ob jemand der nur 50 % davon verstanden hat sein halbes Wissen zusammenschreibt. Es hat jedoch nicht viel mit der Realität zu tun.

vor 6 Stunden, kreincke hat gesagt:

Und eine persönliche Bitte: Ich würde mich freuen, wenn Sie in Zukunft weniger apodiktische 'That's wrong' Messages posten, als gemeinsam an besseren Dokumenten mitarbeiten... Wie bei Open Source üblich. Danke im Voraus.

Ich würde mich auch sehr freuen, wenn andere Leute kostenfrei die Qualitätssicherung für meine Arbeit übernehmen. Ich sehe das leider auf absehbare Zeit nicht passieren. Weder bei mir, noch bei dir. Drücke dir aber trotzdem die Daumen.

In diesem Zustand kann ich allerdings nur davor warnen mit diesen Inhalten zu lernen.

Das Modell in fünf Schichten geistert in diversen Büchern, Dokus , Lernhilfen usw herum . Die Schicht fünf ist dort immer eine Zusammenfassung aus Schicht 5,6,7 . Das sollte mal eine Vereinfachung sein , ist aber nichts offizielles. Bei Prüfungen egal ob Ausbildung Studium oder ähnliches gilt wenn überhaupt immer das 7 Schichten Modell. Außer natürlich es ist explizit genannt , warum auch immer .

Es sollte eine didaktische Vereinfachung sein . Das führt allerdings finde ich einfach nur zu Verwirrung ist aber perse nicht falsch.

Ein Hub auf Schicht zwei ist aber auch ohne irgendwelche Quellen Angaben einfach Mumpitz , gerade hier im Forum sollte man das auch sofort benennen sonst haben wir einfach falsch Infos geteilt die Leute ungefiltert glauben .

vor 1 Stunde, t1nk4bell hat gesagt:

Es sollte eine didaktische Vereinfachung sein . Das führt allerdings finde ich einfach nur zu Verwirrung ist aber perse nicht falsch.

Es ist aber perse falsch HTTP und SSH auf Schicht 5 zu legen, wenn es danach noch eine Schicht 6 und 7 gibt.

vor 1 Stunde, Schliepi hat gesagt:

Es ist aber perse falsch HTTP und SSH auf Schicht 5 zu legen, wenn es danach noch eine Schicht 6 und 7 gibt.

wenn es sich bei diesem Modell bei Schicht 5 um Schicht 5 6 und 7 handelt ist das durchaus richtig. Wenn es allerdings schicht 5 6 und 7 gibt im modell (klassisches osi )ist es genau wie du sagst einfach falsch .

Ich meinte auch das dass Modell mit 5 nicht perse falsch ist.

Genau da rührt ja dann solche Verwirrung her . Im Model mit nur 5 ist es auf 5 .

Jemand merkt sich ah http ,ssh , usw = 5 .

Und schwupps macht man alles falsch

Das Modell ist aber halt irreführend

Bearbeitet von t1nk4bell

Vllt. gehe ich aufgrund so einiger (sehr negativer Erfahrungen mit Quereinsteigern) wie @kreincke zu hart ins Gericht aber es ist eine absolute
Grundvoraussetzungen, dass Unterrichtsmaterialien fehlerfrei sind. Da mir noch so einige mehr innerhalb von 5 Minuten im Repository aufgefallen sind
wäre das für mich eine Redflag und wäre der Kollege bei mir in der Probezeit hätte er zumindest ein weniger angenehmes Dienstgespräch.

Mich nervt es persönlich, dass der Berufsstand Lehrer so negativ verschrien ist und genau solche Materialien sind dann ein Grund, warum Personen meinen, Lehrer haben per se alle keine Ahnung.

Noch ein paar Worte zu dem Repository:
1. Fachliche Fehler (habe ich bereits exemplarisch welche genannt)
2. Teilweise unnötige, veraltete Inhalte (Im Kapitel Kabeltypen) oder komplettes Arbeitsblatt über HUB basierte Netze. In 11a Tiefen- und Breitensuche.
3. Didaktische Passung in Teilen fragwürdig.
4. Layout ist subjektiv und die Folien wirken LaTeX-generiert. Das kann man mit wenig Aufwand auch deutlich ansprechender gestalten ...

Ich habe Verständnis dafür, dass der Kollege neu im Lehrberuf ist (laut LinkedIn), zudem Quereinsteiger und sehr wahrscheinlich nicht mal ein Referendariat absolviert in dem man die Dinge lernt. Das entbindet aber nicht davon, sich diese Handwerkszeug dann anzueignen und dazu gehören auch didaktisch, methodisch passende Unterrichtsreihen und die erkenne ich hier (teilweise) nicht.

Außerdem sollte die Zeit für die Azubis für Inhalte verwendet werden, die entweder für die IHK Prüfung relevant oder für das weitere Berufsleben gebraucht werden. Wenn du die Inhalte von dir mit den letzten Prüfungen (10 Jahre) und co. vergleichst wirst du feststellen, dass da einiges nicht passt.

Wenn man komplett lost sein sollte als neuer Lehrer könnte man auch so vorgehen:
Breiten- & Tiefensuche:
isRelevantForIHK? = Eher nein (Quelle: Vergleiche die Prüfungen der letzten 10 Jahre und sprech mit IHK Prüfern, die seit Jahrzehntenmündlich prüfen. Die werden das bestätigen).
isRelevantForLive? = Eher nein (das schreibe ich hier so provokant, da die Anzahl an FI:AE die das wirklich benötigen, keine fertigen, optimierten Algorithmen verwenden derart g ering ist, dass die Zeit die dafür im Unterricht zu opfern wäre in keinem Verhältnis mehr steht)

Nur wenn mindestens eine Bedingung von oben gilt würde ich Zeit investieren. die Lernfelder haben meist 80Std (mit Ausnahme von 12 etc). Das ist schon viel zu wenig um alles unterzubekommen was gebraucht wird. Gerade deshalb muss man didaktisch reduzieren.

Bearbeitet von skylake

  • Autor

@hellerKopf : Herzlichen Dank für die Belege zur http-Einordnung. Ich habe dies im LF.03- und im LF.09-Dokument entsprechend berichtigt und bin meine Quellen noch einmal durchgegangen. Ich hatte im Tonspurdokument am Ende auf ambige Zuordnungen bei den Layern hingewiesen, z.B. bei http. Unglücklicherweise ist im Hauptteil von Präsentation und Tonspurdokument - statt 'smb-Protokoll' - das http 'hineingerutscht'. Jetzt habe ich Ihren Hinweis samt Quellenangabe eingefügt und Sie - mit Dank - in der Liste der Kontributoren vermerkt. (Gerne auch mit Klarnamen, wenn Sie mir den zukommen lassen.)

@skylake : Ihr Hinweis auf die falsche Hub-Zuordnung ist ebenfalls richtig und berichtigt: Wenn ein Repeater zu Layer I gehört, dann auch ein Hub. Ich glaube im Übrigen, dieser Thread wäre nicht so ausgeufert, wenn ich am Anfang weniger rüde mit der Forderung nach Belegen auf Sie eingegangen wäre. Dafür bitte ich um Verzeihung.

Ganz grundsätzlich dies:

Ich habe nur den Ehrgeiz, möglichst gute Unterlagen für mich selbst zu haben.

Was ich bis heute nicht verstehe, ist, warum es nicht längst und übergreifend wirkliche freie und aufeinander abgestimmte Unterrichtseinheiten mit dazu passenden Unterrichtsmaterialien gibt, für alle Lernfelder. Warum haben die erfahrenen 'Altlehrer' nicht längst so eine Richtschnur samt Stundenausführung für die anderen bereitgestellt? Die sich der Neuling oder Quereinsteiger nehmen und seinen Sachen darauf aufbauen kann. Was für eine Ressourcenverschwendung, wenn jeder immer alles 'von the scratch' aufsetzen muss.

Die kollaborative Arbeit an einem freien Betriebssystem und an Anwendungen auf der Basis von freien Quellen ist doch schon seit Richard Stallmans Anfängen eine echte Erfolgsstory. 2001 hatte Ballmer noch vom Krebsgeschwür 'Linux' und Open-Source gesprochen. Heute ist Microsoft (einer) der größte(n) Kontributoren. Und wir haben mit GNU/Linux wunderbare Software bekommen. Für alle Bereiche. Und dass nur, indem immer wieder viele Kontributoren dem riesigen Großen-und-Ganzen ein wenig zugearbeitet haben: "Give a little, get a lot". Warum sollte das denn nicht für / bei Lehr- und Lernmaterialen auch möglich sein? Warum kochen so viele immer noch ihren je "eigenen Brei"?

Ich bin zu alt, um noch einmal auf diesen proprietären Weg der Abschottung einzuschwenken. Ich weiß, dass die Arbeit in und mit einer Community die sehr viel besseren Ergebnisse bringt. Deshalb habe ich einfach all meine Quellen und all meine Kompilate frei zur Verfügung gestellt: Wenn ich sie über die Zeit für meinen Unterricht eh erarbeiten muss, dann kann ich sie - getreu des FOSS-Mottos 'publish early, publish often' - auch gleich bereitstellen. Meine stärksten Kontributoren sind bisher meine Schülerinnen: Sie denken mit, überprüfen und reformulieren. Und eignen sich so den Stoff auf einer tieferen Ebene an. Pädagogisch didaktisch sicher kein schlechter Nebeneffekt.

Mittlerweile habe ich gelernt, dass es auch dafür schon einen offiziellen Namen gibt: 'Open Educational Resources'. Eine Idee/Konzept, von der UNESCO getrieben, von der deutschen Regierung dort und auch hier im Land unterstützt. Nur eben noch nicht in dem Reifegrad umgesetzt, den GNU/Linux und die freie Software über die letzten fast 50 Jahre erreicht haben. Bei der OER-Bewegung wird als eine der stärksten Hemmnisse, selbst etwas beizutragen, die Vermutung genannt, dass die Beitragenden dann in der Luft zerrissen, gedisst, gebasht und 'geblamt' werden.

Bliebe die Frage, ob ich selbst für jeden Aspekt wirklich erst alle "RFCs, Standards, Normen Hersteller-Handbücher, technische Referenzen, API-Dokumentationen, Release Notes Gesetze, Verordnungen" lesen muss. Das kann ich nicht. Dafür habe ich nicht mehr genug Lebenszeit. Ich drehe es deshalb um: Ich weiß, dass es viel klügere Köpfe gibt als ich es bin. Mit meinem auch nicht ganz leeren Wissen und Können halte ich mich erstmal an die. Bis mir oder uns etwas auffällt. Und dann gehe ich selbst in die Tiefe. Beispiel: Bei den Austauschdateiformaten kamen meine Schüler mit immer neuen Belegen, dass eine JSON-Datei zwingend auf oberster Ebene ein Objekt sein müsse. Ein Schüler hat sogar ein VSCODE-Syntaxcheck-Plugin gefunden, das das Fehlen der geschweiften Klammer am Anfang immer als Fehler angestrichen hat. Zum Schluss haben wir gemeinsam die JSON-Definition gelesen. Und die ergibt: Es ist anders. Das Tolle auf dieser 'Reise' war, dass die Schülerinnen "nebenbei" den Sinn einer Standardisierung erlebt und zugleich gelernt haben, eine Backus-Naur-Grammatik zu lesen. Entsprechendes gilt für das unsägliche BPMN- und EKP-Mantra, dass Verzweigungen immer mit demselben Symbol zusammengeführt werden müssen.

Es bleibt also dabei: Ich gehe schrittweise voran. Ich werde fertig sein, wenn ich fertig bin. Vorher nicht. Bis dahin möchte ich bis zum letzten Tag immer besser werden. Schrittweise. Ich will einfach nur meinen Kram denen zur Verfügung stellen, die es brauchen können. Mögen sie es nehmen - oder liegenlassen. Umgekehrt bin ich dankbar für jeden Hinweis und Verbesserungsvorschlag. Und sehr dankbar bin ich, wenn die über GitHub unter https://github.com/protirone/protico.ltx als Issue, Ticket oder gar als Pullrequest an mich herangetragen werden. Weil mir das die Übernahme erleichtert. Gern aber auch auf anderen Wegen. Dass ich dabei gelegentlich gedisst, gebasht und 'geblamt' werde, mag so sein. Oft bin ich ja nicht unbeteiligt daran.

happy learning, happy coding, happy reusing. KR

Bearbeitet von kreincke

vor 7 Stunden, kreincke hat gesagt:

Bei der OER-Bewegung wird als eine der stärksten Hemmnisse, selbst etwas beizutragen, die Vermutung genannt, dass die Beitragenden dann in der Luft zerrissen, gedisst, gebasht und 'geblamt' werden.




Ich finde, deine Grundidee ist absolut richtig. Es ist ein guter und sinnvoller Weg, wenn man Material offen bereitstellt, damit andere es nutzen, prüfen und weiterentwickeln können.

Dein Beispiel zeigt aber auch, dass es noch eine wichtige Zwischenstufe gibt, und zwar Qualitätssicherung. Es ist eben nicht nur wichtig, dass etwas öffentlich verfügbar ist, sondern auch, dass es didaktisch bzw. fachlich belastbar veröffentlicht ist. Nicht, weil man sich abschotten sollte, sondern weil es sinnvoll wäre, wenn Material erst einmal von einem kleineren Kreis geprüft, kommentiert und überarbeitet werden könnte, bevor es für alle sichtbar öffentlich wird.

Ich denke deshalb, dass hier weniger ein Problem in deiner Offenheit liegt, sondern eher ein strukturelles Problem:
Offene Bildungsressourcen brauchen nicht nur freie Plattformen, sondern auch verlässliche Review-Prozesse.
Nur weil etwas veröffentlicht wurde, heißt das noch lange nicht, dass es auch fachlich geprüft wurde.

Hinzu kommt ein weiterer Punkt, der bei OER oft nicht ausreichend geklärt ist: Für viele ist unklar, wo in diesem Modell eigentlich Einkünfte erzielt werden können. Wenn Materialien offen geteilt, frei weitergegeben und weiterbearbeitet werden sollen, stellt sich schnell die Frage, wie die Zeit, Arbeit und fachliche Sorgfalt der Erstellenden wirtschaftlich getragen werden sollen. Auch diese Unsicherheit führt teilweise zu Ablehnung oder zumindest zu Zurückhaltung. Denn Offenheit allein ist ideell überzeugend, löst aber noch nicht automatisch die Frage nach Aufwand, Refinanzierung und nachhaltiger Motivation.

Solange eine solche Qualitätsstufe noch nicht gewährleistet ist, sollte unfertiges Material auch deutlich so gekennzeichnet werden. Also zum Beispiel als Entwurf, Arbeitsstand oder als noch fehlerbehaftete Vorversion. Für Außenstehende ist dann klar, dass es sich nicht um ausgereiftes Lehrmaterial handelt, sondern um Material, das sich noch in der Entwicklung befindet. Das schützt natürlich nicht vor jeder Kritik, aber es setzt den Erwartungsrahmen fairer.

Die Idee ist gut, aber man sollte Offenheit mit einem nachvollziehbaren Prüf- und Reifeprozess verbinden. Dann heißt es statt „öffentlich gepostet“ eher „verantwortungsvoll veröffentlicht“. Und ebenso gehört zur Debatte, wie Qualitätssicherung und ein möglicher wirtschaftlicher Rahmen so gestaltet werden können, dass Menschen nicht nur idealistisch beitragen, sondern dies auch langfristig tragfähig bleibt.

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