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Firmenwagen Versteuerung bei dauerhaftem Kundeneinsatz

Empfohlene Antworten

Hallo in die Runde,

Verzeiht, wenn ich hier unter der falschen Rubrik poste.

Bei mir steht derzeit ein dauerhafter Einsatz bei einem Kunden an. Geplant ist, dass ich 1 Jahr lang in Vollzeit den Kunden im täglichen Betrieb unterstütze. Das Ganze soll 3-4x pro Woche vor Ort stattfinden.

Ich würde im selben Zug einen Firmenwagen bekommen den ich privat nutzen darf.

Hier stelle ich mir nun die Frage, ob jemand von euch ähnliche Situationen hatte und wie sich dies auf die Versteuerung des FW ausgewirkt hat. Speziell frage ich mich, ob der Kundenstandort als erste Tätigkeitsstätte gilt (80km) oder weiterhin der in meinem Arbeitsvertrag genannte Standort meines AG (8km)

AG hat mir (mündlich) mitgeteilt, es würde nichts an der Versteuerung ändern, jedoch weiß ich nicht, wie verbindlich solche Aussagen sind, da wir ja keine Experten in Steuerrecht sind 😉

Danke im Voraus!

Dies ist keine Steuerberatung und keine Rechtsberatung und kan Fehler enthalten.

IMHO:

Nach §9 Abs. 4 EStg ist eine ortsfeste betriebliche Einrichtung nur dann erste Tätigkeitsstätte, wenn der AN dort dauerhaft tätig werden soll.
"Dauerhaft" wird im allgemeinen definiert als: unbefristet, für die Dauer des Dinstverhältnisses, oder für mehr als 48 Monate.


Da der Kundeneinsatz auf 1 Jahr befristet ist, würde hier, meiner Meinung nach, der Kundenstandort nicht zur ersten Tätigkeitsstätte werden. Damit bleibt die erste Tätigkeitsstätte der AG-Betrieb mit 8km Entfernung.

Kleiner Tip am Rande: Einzelbewertung statt 0,03%

Falls Du nicht täglich zum AG fährts (weil du ja 3–4 Tage beim Kunden bist), lohnt sich ggf. die Einzelbewertung (0,002% × Listenpreis × Entfernung × tatsächliche Fahrten) statt der pauschalen 0,03%-Methode. Bei weniger als ~15 Fahrten/Monat zur Ersten Tätigkeits Stelle kann das günstiger sein.

Wie geschrieben, dies ist eine Darstellung meiner Kenntnisse und kein Ersatz für eine steuerliche BEratung.

  • Autor

Genau das denke ich mir eigentlich auch. Aber der Fakt, dass zb die sogenannte "Spesen" nach 3 Monaten entfallen aufgrund "regelmäßiger Arbeitsstätte" hatten mich dann doch verunsichert und die Angst, dass etwas ähnliches auch beim FW der Fall sein könnte, kam auf.

Aber danke für deinen Input 😊 wenn deine Meinung vielleicht noch von 1-2 weiteren Usern bestätigt werden könnte, wäre ich beruhigt 😄

ich glaube das ist eher ein Thema für Deinen Steuerberater ?

vor 1 Stunde, Enno hat gesagt:

Damit bleibt die erste Tätigkeitsstätte der AG-Betrieb mit 8km Entfernung.

seh ich auch so

vor 1 Stunde, Enno hat gesagt:

Einzelbewertung statt 0,03%

und genau das mit dem STB klären. Mag ja auch an Deiner Situation abhängen ?

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