24. Juli24. Jul Hey Leute,hat jemand von euch vielleicht noch einen Tipp, wo evtl. in Berlin ein Praktikumsplatz zu ergattern wäre? Bin aus 13359 Berlin-Wedding und suche im Umkreis von 10-15km, so dass ich maximal eine Stunde Fahrt mit der BVG hätte. Habe schon über 50 Bewerbungen geschrieben aber es hagelt immer nur Absagen. Meinen Mit-Umschülern aus der BBQ geht es aber nicht anders. Von 25-30 Leuten (wurden in 2 "Klassen" aufgeteilt) haben bisher erst 4 Leute etwas gefunden. Und es geht in weniger als 2 Monaten los. Die Situation ist echt bedenklich. Anfangs wollte ich mir noch "aussuchen" wo ich hinkomme, da man ja hofft hinterher übernommen zu werden. Mittlerweile wäre ich froh überhaupt was zu finden. Wenn ihr also irgendwen kennt, der jemanden sucht, wäre ich für einen Tipp sehr dankbar. Habt ein schönes Wochenende!
27. Juli27. Jul Umschüler haben nicht den besten Ruf.zusätzlich konkurrierst du mit Absolventen/fertige Azubis/ Berurfserfahrene.Da seit Jahren einfach ein totaler BOOOOOOOOM an Umschülern und auch Angebote dafür gibt macht es die Situation nicht besser.Die Unternehmen wissen halt auch das Umschüler meist die Umschulung machen weil halt die "IT" einfach am attraktivsten ist, aber ob der Umschüler überhaupt dafür geeignet ist macht sich halt niemand Gedanken.Auch bei uns im Unternehmen werden generell keine Umschüler genommen da der Aufwand einfach zu gross ist.
27. Juli27. Jul Sorry für diese unbefriedigende Antwort, aber das ist im Moment überall so. Die fetten Jahre in der IT scheinen zumindest vorübergehend vorbei zu sein. Ich habe hier in Raum NRW Teilnehmer einer ZAW, die zum Teil 80 und mehr Bewerbungen geschrieben haben. Oftmals erhalten diese Bewerber nichtmal mehr eine Rückmeldung auf Ihre Bewerbung. Sofern sie eine Antwort bekommen, ist es recht häufig der Fall, dass ihnen gegenüber geäußert wird, dass das angeschriebene Unternehmen sich nicht in der Lage sieht, die Kapazitäten für eine halbjährige Praktikumsbetreuung zu garantieren. Insbesondere viele IT-Systemdienstleister als unsere bisherigen zuverlässigsten Praktikumsgeber stehen gerade der Herausferderung einer unsicheren Zukunft gegenüber.Mein Rat an Dich ist daher, dass Du weiter am Ball bleiben solltest. Bewirb dich nicht nur bei IT-Dienstleistern, sondern auch bei der Industrie, im öffentlicheb Bereich oder auch bei Banken, Versicherungen, etc....Ich wünsche Dir Viel Erfolg!
28. Juli28. Jul Am 24.7.2026 um 15:48, bananenmann hat gesagt:Umkreis von 10-15km, so dass ich maximal eine Stunde Fahrt mit der BVG hätte. Habe schon über 50 Bewerbungen geschrieben aber es hagelt immer nur Absagen. Meinen Mit-Umschülern aus der BBQ geht es aber nicht anders. Von 25-30 Leuten (wurden in 2 "Klassen" aufgeteilt) haben bisher erst 4 Leute etwas gefunden. Und es geht in weniger als 2 Monaten losHier sind schon fast alle Fehler und Versäumnisse zusammengetragen.1. 15 Km sind zu wenig2. 50 Bewerbungen sind nicht genug3. 2 Monate vor der Termin ist viel zu spät.Es stimmt, dass die Zeiten knallhart geworden sind.Und daher müsste die Suche nach einem Praktikum- Kurz nach Start der Umschulung beginnen Sobald Ihr gelernt habt, eine Datenbank oder Excel für eine Adresssammlung zu nutzen Mit Word einen Lebenslauf und ein Anschreiben erstellten könnt.- Mindestens 100+ Adressen von potenziellen Firmen recherchieren, auch wenn der Umkreis dann bei 50Km liegt- Nach 9 Monaten in der Umschulung müssen die ersten Anfragen raus, vielleicht erstmal nur Fragen, ob es Möglichkeiten gibt. Für jede Anfrage, die keine Antwort erhält, einen Nachrücker suchen.Natürlich ist das viel Arbeit, anders geht es in diesen Zeiten nicht.Fairerweise sollte man noch sagen, dass es die Bildungsanbieter oft versäumen, die Lage realistisch darzustellen und die Umschüler darauf aufmerksam zu machen.
29. Juli29. Jul @bananenmann Nutzt du Linkedin und GitHub? Und worauf liegt aktuell dein Fokus? Hast du ein paar kleine Projekte die du zeigen kannst?Ich würde zusätzlich versuchen, direkt Entwickler, Teamleiter oder Recruiter anzuschreiben. Leute kennen Leute, und manchmal kommt man so viel einfacher ins Gespräch als über das klassische Bewerbungsportal. Du kannst dich natürlich auch immer in einem Post vorstellen und in einem weiteren deine Projekte zeigen. Linkedin kannst du so direkt als Mappe nutzen. Eventuell hilft es auch, die Anschreiben deutlich spezifischer auf das jeweilige Unternehmen zuzuschneiden. Ich hatte in meinen Bewerbungen immer ein bis zwei Passagen, in denen ich auf konkrete Produkte oder Projekte eingegangen bin und erklärt habe, warum ich genau dort arbeiten möchte. Das kostet zwar Zeit aber wenns gelesen wird machts meistens einen interessierten Eindruck.Wenn du z. B. erklären kannst, warum dir das Frontend einer bestimmten App oder ein Produkt des Unternehmens gefällt, merkt man sofort, dass du dich mit der Firma beschäftigt hast. Im Idealfall bist du dann nicht einfach "der Umschüler", sondern jemand, der gut zum Unternehmen passt.
29. Juli29. Jul Autor Erst einmal vielen Dank an euch, dass ihr euch an dieser Diskussion beteiligt. Daher möchte ich auch jedem von euch individuell antworten:@OctovonJa, das habe ich auch mittlerwele gehört. Ich bin zwar auf keinen Fall ein "Überflieger", aber auch keiner, der absolut nichts mit PCs, Hardware und Software zu tun hat. Beschäftige mich seit 30 Jahren damit und habe die Umschulung begonnen, weil ich endlich dabei meine Schwachpunkte "Netzwerktechnik und Programmieren" ausmerzen wollte, was mir ehrlich gesagt aber noch nicht so richtig gelungen ist. Dennoch bin ich motiviert und lernbereit und würde mich über eine Stelle freuen, wo ich auch was von den Profis lernen könnte.@Muff PotterAuch das habe ich mittlerweile mitbekommen - nicht nur am eigenen Leibe, sondern von meinen anderen Mitschülern und auch den Dozenten. Natürlich werde ich am Ball bleiben und nicht aufgeben. ;) ... keinen Platz zu finden wäre eine Katastrophe.@hellerKopfBei Dir sind auch schon 3 Verständnis-Fehler zusammengekommen:15 Kilometer sind in einer Großstadt wie Berlin NICHT zu wenig. Das kann man nicht mit einem Dorf in Westdeutschland oder einer Kleinstadt dort vergleichen. Dort steigt man ins Auto und fährt zum Job in die nächste Kleinstatt. Das dauert selbst bei 100Km auf der Autobahn dann vielleicht eine Stunde. In Berlin kommst Du mit dem Auto mittlerweile (dank Rot-Grün und den abgeschafften Autospuren, den dafür geschaffenen, überflüssigen, weil viel zu breiten und kaum genutzten Radwegen, den Straßen- und damit Schleichwegen versperrenden Pollern) nicht mehr schneller voran als mit der BVG - und sorry, aber länger als eine Stunde fahre ich einfach nicht hin. Hin und zurück wären das über 2 Stunden und das habe ich 8 Jahre lang gemacht. Jetzt nicht mehr. Zur Info (mit Gemini erfragt): Der theoretische Radius: Würde man die Gesamtfläche Berlins (892 km²) in einen perfekten Kreis umwandeln, läge der mathematische Radius bei etwa 16,8 Kilometern. Vom geografischen Mittelpunkt aus betrachtet, ist man nach Himmelsrichtung nach etwa 15 bis 22 Kilometern an der Stadtgrenze. Und ich wohne ungefähr mittig.natürlich bleibt es nicht bei den 50 Bewerbungen. Mittlerweile sind es 60 weiter steigend.Ich schrieb, dass nur noch 2 Monate bis zum Beginn übrig sind. Das heißt nicht, dass ich jetzt erst mit den Bewerbungen angefangen habe.Sorry für den politischen Exkurs, aber das musste an der Stelle mal sein. Und ja, die Dozenten haben uns immer in Sicherheit "gewiegelt" und gesagt, es reiche, wenn wir 6 Monate vorher mikt den Bewerbungen beginnen. Jetzt sind auch sie überrascht von der Situation, denn so schlimm, wie es jetzt ist, war es laut ihren Aussagen die Jahre zuvor nicht.@awawaEin LinkedIn Profil habe ich mir jetzt extra dafür angelegt. Ein GitHub Profil habe ich auch, nutze es aber nicht aktiv für eigene Projekte. Nein, ich habe keine eigenen Projekte, die ich zeigen könnte. Was meinst Du eigentlich damit? Etwas selbst Programmiertes? Ich bin kein Anwendungsentwickler und Programmieren ist wie gesagt nicht meine Stärke. Ich habe einen YouTube Kanal als Hobby mit mittlerweile 58.000 Abonnenten. Denke aber nicht, dass mir das weiterhilft. Bin auch kein Infaulenzer oder YouTuber im klassischen Sinne, sondern poste dort von mir restaurierte Musikvideos in bestmöglicher Qualität und selbsterstelltem 5.1 Surround Sound. Hobbymäßig mache ich auch selbst Musik mit Suno und ersetze die Computerstimme mit meiner eigens trainierten KI-Stimme. Son Kram halt. Und lustige Face Swap Videos poste ich dort auch. Also quasi hobbymäßige Videobearbeitung. Zuhause modifiziere und optimiere ich meine Linux-Sat-Receiver oder Android Media Streaming-Geräte und habe ein kleines Heimnetzwerk samt MariaDB für Kodi eingerichtet. Hat alles entfernt mit IT zu tun, aber halt nicht gewinnbringend in dieser Branche.Tatsächlich versuche ich bei jeder Firma, die ich anschreibe, den jeweils zuständigen Recruiter zu recherchieren und schreibe ihn/sie direkt an. Der Tipp mit "mehr auf die jeweilige Firma eingehen" ist gut, aber sehr, sehr zeitaufwenig - und gerade die ist momentan sehr knapp. Ich habe (glaube ich) ein gutes Allround-Anschreiben, was mir auch die für unsere Bewerbungen zuständige Dame in der Schule bestätigt hat. Trotzdem hast Du natürlich recht. Andererseits lese ich oft, dass die Anschreiben kaum gelesen werden und meines musste ich wirklich stark komprimieren, so dass es gerade auf eine DinA4 Seite passt. Dafür hat mir ein Dozent den Tipp gegeben am Ende des Lebenslaufs ein Qualifikationsprofil anzuhängen, in ich meine Stärken und Schwächen Tabellenartig zusammenfasse, so dass die Personaler im Grunde nur das lesen (müssen). Zumindest verhilft mir all das dazu, dass ich tatsächlich fast immer antworten bekommen - auch wenn es Absagen sind.Ich habe aber im Anschreiben keineswegs mit irgendwelchen Fähigkeiten geprahlt, die ich nicht wirklich besitze. Bin eher ein Tief- als ein Hochstapler und verkaufe mich eher unter Wert. Ich habe halt Angst im Vorstellungsgespräch - wenn es denn dazu käme - dann mit Fachfragen auf dem falschen Fuß erwischt zu werden, nur weil ich übertrieben habe. Das wäre mir echt peinlich.--So, genug gesülzt. Nochmals Danke an alle - und ich würde mich freuen, wenn sich noch ein paar mehr Leute melden könnten. Aber bitte: Nicht nur schimpfen, dass es eh zu spät ist und überall schlecht ist - das weiß ich selbst. Es hilft auch nicht wirklich weiter. Und es erhöht den Druck nur noch mehr. Ich möchte ja was finden - und ich werde was finden. Cool wäre es, wenn jemand Tipps zu Stellen selbst hätte. Also z.B. sagen könnte "In meinem Betrieb suchen wir jemanden, der es wirklich will - und nicht nur etwas sucht, um seine Zeit abzusitzen etc." Wie gesagt, ich bin ganz ehrlich: Ich bin kein Crack, aber auch kein absoluter Anfänger - und sehr wissbegierigt. Also: Wünsche euch einen schönen Abend !!! Bearbeitet 29. Juli29. Jul von bananenmann Rechtschreibkorrektur
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