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Ausbildungsbetrieb bald pleite? Hilfe!


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Moin!

Ich bin seit 1.8.01 Auszubildener als IT-SK in einer kleinen Firma, die eine eigene Software entwickelt und vertreibt. Im Prinzip macht die Arbeit auch Spaß, jedoch hab ich auch ein paar Probleme.

Leider werde ich nämlich als billige Arbeitskraft missbraucht. Ich darf mich für die nächsten 3 Jahre um die Telefonhotline kümmern. Die ganzen Fertigkeiten, die mir laut Ausbildungsverordnung vermittelt werden sollten, werde ich meiner Einschätzung nach nie präsentiert bekommen.

Zuätzlich dankt es einem niemand in der Firma, was man tut. Überstunden werden vorrausgesetzt und erwartet jedoch nicht vergütet, man hört noch nicht einmal ein Danke...

Naja, ich hab eigentlich genug Ahnung von der gesamten Materie, dass ich auch so die Prüfung schaffen müsste, ohne Unterstützung des Betriebs; meine bisherigen Ergebnisse in der Berufsschule sind gut und besser.

Allerdings hat die Firma seit Monaten nix verkauft und die Bank ruft auch ständig an ;-)

Das wird mir jetzt langsam zu heikel, ich hab keinen Bock, dass die vor meiner Prüfung erstmal pleite gehen und ich mir dann einen neuen Ausbildungsplatz suchem muss.

Deshalb wollte ich wissen, ob hier schon jmd erfahrung damit hat, seinen Ausbildungsbetrieb zu wechseln? Ist das problemlos möglich? wird mir die bisherige Zeit angerechnet? Ist es auch möglich gleichzeitig evtl. auf FI-AE zu wechseln, da meine Liebe zur Anwendungesentwicklung wieder auferstanden ist.. Würde mir auch dann die Zeit angerechnet werden? FIs, IT-SKs und IT-SE sitzen bei uns eh alle in einer berufsschulklasse und im 1. lehrjahr werden die unterschiede wohl nicht so groß sein!

Erstmal danke, wenn jemand bis hier hin gelesen hat und noch viel viel mehr danke, wenn mir jmd antworten würde!

Thx & cu

Pta

<FONT COLOR="#a62a2a" SIZE="1">[ 24. November 2001 17:42: Beitrag 1 mal editiert, zuletzt von Pta ]</font>

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nabend,bei uns -in der berufsschule-hieß es das die im ersten ahlbe ja alle it-leute -egal wecher beruf- fast das selbe machen=>ok die it-systemelekrontiker machen schon etwas anderes als die kaufleute aber im ersten halben jahr ist der unterschiede nicht so gravierend.

wegen er anrechnung der zeit:

aus meiner klasse haben 2 vom it-systemelektorniker zum fachinformatiker gewechselt(nach dem 1jahr)-da die firma (beide sind in der selben firma)zugestimmt hat wir die zeit angerechnet-warum auch nicht- s.o.

soweit ich weiß sorgt sich die ihk und eventuell auch das arbeitsamt darum das du eine neu stelle bekommst,wenn dein ausbildungsbetrieb pleite macht.

mg Tool-Time

:D

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Ich finde es ziemlich bedrückend das ich hier immer öfter im Forum zu lesen kriege, wie schlecht die Ausbildung in manchen Firmen ist, dass Azubis als billige Arbeitskraft missbraucht werden und keine vernünftige Ausbildung bekommen.

Aber zu deinem Problem...du scheinst das ja noch ganz lässig hinzunehmen das du als "billige Arbeitskraft" gebraucht wirst. Daraus schliesse ich mal, das es vielleicht doch nich sooo wild ist. Was den Pleitegeier betrifft, der wohl offensichtlich über deiner Firma kreist, da würde ich ein gründliches Auge draufwerfen.

Wenn du der Ansicht bist das die Firma es nicht mehr lange macht, würde ich auf jeden Fall einmal mit deinem Chef sprechen wie es mit der Firma steht.

Natürlich muss er dir das nicht sagen, aber vielleicht kann man mit ihm drüber reden.

Wird ein Konkursantrag immer wahrscheinlicher, würde ich an deiner Stelle einmal bei der zuständigen IHK anrufen und dein Problem (Pleitegeier) schildern.

Denn falls dein Betrieb wirklich dichtmacht, können die dir rechtzeitig eine neue Stelle besorgen ohne das du ein paar Monate warten musst.

Einem Bekannten von mir ist das gleiche passiert (Firma pleite gegangen), aber die Firma hat von sich aus die IHK kontaktiert damit die für den Auszubildenden eine neue Stelle besorgen. Das hat auch wunderbar, mit fliessendem Übergang, funktioniert.

Also: Wenn deine ausbildende Firma wirklich pleite geht, wende dich vorher an die IHK, zuerst spreche natürlich mit deinem Chef über die ganze Sache.

Was die mangelnden Ausbildungsinhalte angeht, das wurde ja schon in etlichen Threads hier diskutiert. Benutze einfach mal die Such-Funktion.

hoffe ich konnte dir weiterhelfen

so long

RavenX2

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Ich hab das gleiche Problem gehabt.

Meine Firma ist 2x (!!!) pleite gegangen. Das dritte Mal war abzusehen. Aber den scheiß wollt ich nicht nochmal mitmachen. Insolvenzgeld und so. Die Ausbildung war unter aller Sau. Auszubildende waren da nur ne billige Arbeitskraft und zum Schluß auch die einzigen.

Hab mir ne neue Firma gesucht und fristlos gekündigt. Hab zwar einige scherereien, aber die alte Firma hat so viel Dreck am Stecken daß da bestimmt nix mehr nachkommt.

Ich rat dir nur eins. Wenn du die Gelegenheit hast, dann wechsel. Wirst es nicht bereuen.

www.rot-schwarz-online.de

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Danke für die Antworten!

Ich hab mich inzwischen entschieden, das nächste Zeugnis in der Schule abzuwarten, denn das sollte eigentlich ziemlich gut aussehen :D (Gibts eigentlich Halbjahreszeugnisse in der Berufschule? Ich denke mal ja).

Mit dem Zeugnis wollte ich mir dann nen neuen Ausbildungsplatz suchen. Nur wie sieht das mit Kündigen aus?

Mein Ausbildungsvertrag sagt dazu:

§7 Abs.2

Nach der Probezeit kann das berufsausbildungsverhältnis nur gekündigt werden

a) aus einem wichtigen Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist

B) vom Auszubildnenden mit einer Kündigungsfrist von 4 Wochen, wenn er die Berufsausbildung aufgeben oder sich für eine andere Berufstätikeit ausbilden lassen will.

§7 Abs. 5

Wird das Berufsausbildungsverhältnis [...] vorzeitig gelöst, so kann der Ausbildende oder der Auszubildende Ersatz des Schadens verlangen, wenn der andere den Grund für die Auflösung zu vertreten hat. Dies gilt nicht bei Kündigungen [...] nach Nr. 2b. [...]

Irgendwie sieht das so aus, als wenn es nicht möglich scheint, zu kündigen? Wenigstens nicht, wenn ich danach wieder als IT-SK anfange? Aber wenn ich danach als FI irgendwo anfange?

Hilfe!!!! :confused: :confused: :confused:

Kann ich einfach so kündigen? oder müssen die mich nicht gehen lassen? Und was ist dann mit Abs 5?

Hat jmd erfahrung mit kündigen gemacht? Gute oder schlechte?

Thx & cu

Pta

<FONT COLOR="#a62a2a" SIZE="1">[ 05. Dezember 2001 01:07: Beitrag 1 mal editiert, zuletzt von Pta ]</font>

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Die Änderung des Berufswunsches ist für einen Wechsel eher förderlich. Nach derzeitiger Lage darf ein Auszubildender seinen Ausbildungsplatz ausserhalb der Probezeit nur dann wechseln, wenn er den Ausbildungsberuf wechselt. Ein Wechsel bei gleichem Ausbildungsgang klappt nur, wenn _alle_ Beteiligten (inklusive demnächst-ex) Ausbildungsbetrieb friedlich mitspielen. Dass muss bei einem Unternehmen, welches billige Arbeitskräfte benötigt, nicht der Fall zu sein.

Über Anrechnung würde ich mir nicht so viele Gedanken machen. Das kann man locker mit dem neuen Arbeitgeber bei der Einstellung aushandeln. Wenn der Betrieb der Meinung ist, ein halbes Jahr weniger Ausbildungszeit zu brauchen, könnt ihr dies im Ausbildungsvertrag vereinbaren und der Fall ist gegessen. Will sagen: Keine "offizielle" Stelle (z.B. IHK) muss/kann/wird irgendwelche Verkürzungsgründe anerkennen/prüfen (das Abi-Zeugnis wird ja auch nicht bei der IHK eingereicht...)

Hoffentlich hilfts...

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Nochmals besten Dank für die Antworten, langsam kann ich mir ein bild machen, was ich demnächst vor mir habe.

Sehe ich das jetzt richtig:

Wenn ich meinen Ausbildungsberuf von IT-SK auf FI-AE/SI ändere, dürfte es kein allzugroßes Problem sein zu kündigen, da ich meinen Ausbildungsberuf wechsel???

Da es hier in der Gegend was gar keine IT-SK Azubis gibt(zzT gibts hier 2 im gesamten Landkreis, ich bin einer davon), muss ich beim Wechsel sowieso wechseln...

Also müsste ich mit 4 Wochen Kündigungsfrist so durchkommen??? *hoff*

Thx & cu

Pta

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Hi !

Also ich habe meinen Ausbildungsbetrieb auch gewechselt weil ich in dem alten als billige Arbeitskraft mißbraucht wurde. Mein Cheff nannte das "verantwortungsvolles selbständiges Arbeiten" (so ein schwachsinn).

1.) Bewirb Dich einfach bei Betrieben um einen Ausbildungsplatz, auch fachverwandte Ausbildungsmöglichkeiten sind möglich. Ich bin vom IT-Systemelektroniker zur Fachinformatiker gewechselt und habe mein erstes Jahr sogar anerkannt bekommen.

2.) Mach einfach keine Überstunden und feiere die bisherigen ruhig ab. Dein Chef kann Dich zu nichts zwingen. Sonst ruf einfach mal bei der IHK an und lass ne Betriebsprüfung machen. Das wirkt wunder.

3.) Keine Sorge wegen der Kündigung.

Es gibt meistens in so Beitrieben genug Verstöße der Ausbilder gegen ihre Pflichten. Da sind z.B.

- Gehalt nicht pünktlich gezahlt

- Weiterbildung außerhalb des Betriebes nicht durchgeführt, obwohl innerhalb des Betriebes die Möglichkeiten der Ausbildung nicht gegeben waren (Wenn Dir keiner was erklären kann)

- Verhältnis Ausbilder - Auszubildende steht im Mißverhältnis (Z.B. 1. Chef, ein Elektriker und 5 Azubis).

Da findet sich immer was das für ne fristlose Kündigung langt.

Fazit: Die IHK macht dir am wenigsten stress.... und raus kommste aus nen Ausbildungsverhältnis immer (mehr ider weniger schön).

Es leigt alleine an Dir, Dich auch richtig hinter Deine Bewerbungen bei anderen Betrieben (am besten großen Firmen) zu klemmen.

Grüße

Ben

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Moin!

Ich hab inzwischen nen neuen Ausbildungsbetrieb gefunden und fang da zum 1.2.01 an, der will sogar noch ein paar mark mehr zahlen :D

Ich hab mit anderen Azubis von denen gesprochen, das ist ein fähiges gesundes Unternehmen...

am Freitag wollte ich mal kündigen, mal sehen, wie das klappt...

Thx & cu

Pta

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