-
Unzufrieden mit Arbeitsklima und Zusammenarbeit
Es hat wie @Dakta bereits geantwortet hat wenig mit dem ÖD an sich zu tun. Vergiftetes Arbeitsklima kannst du überall vorfinden und oft gilt das Motto "Der Fisch stinkt vom Kopf". Ich hatte es in meiner Laufbahn tatsächlich noch nie erlebt, dass wenn der Chef gut/kompetent ist, das Team sich gegenseitig zerfleischt. Umgekehrt hingegen habe ich nicht nur einmal oder zweimal, sondern regelmäßig erleben müssen. Da du ja schreibst, dass der Chef Problemfelder hat, färbt das sehr häufig auf die Belegschaft ab und so ein toxisches Arbeitsumfeld ist leider ansteckend. Daher wirst du an der Situation nichts ändern können. Bewerbe dich einfach weg, für den eigenen Seelenfrieden schon. Das Ding ist nämlich folgendes: Wenn einmal das Arbeitsklima so richtig mies ist, ändert sich meistens auch nichts mehr fundamental daran wenn die Chefetage wechseln sollte. Dann gibt es unter den Kollegen schon Fronten die verhärtet sind und alle sind genervt. Das einzige "besondere" am ÖD oder so manchem ÖD-ähnlichen Konzern ist, dass man keinen mehr (einfach) rausbekommt. Dann neigen Personen schneller dazu, freizudrehen als wenn sie wissen, dass man sie einfach kündigt. Gerade im ÖD existiert ja noch die Regelung, dass nach einer gewissen Anzahl an Berufsjahren und Mindestalter die Personen sogar nur noch außerordentlich gekündigt werden können. Gerade dann nehmen sich so einige ganz schön was raus.
-
hackbert301009 hat auf einen Beitrag in einem Thema reagiert:
Erste Wochen Berufsschule/ Welche Themen kommen dran? (FiSi/1.Lehrjahr)
-
-
-
-
Zwei Drittel weniger
Die werden durchaus noch auf die IHK vorbereitet aber wenn man ehrlich ist. Der Schwierigkeitsgrad der IHK Prüfung ist derart niedrig, dass schafft man mit Fleiß auch ohne Berufsschule. Jeder kann zuhause lernen was eine IF-Bedingung ist und was eine Schleife oder wie jeder Layer vom OSI-Modell heißt. Deutlich härter wird es, wenn man ohne Erfahrung und "Guide/Mentor" auf Product Owner-Level switcht. Hier macht es mMn mehr Sinn die schulische Zeit zu investieren. Tatsächlich ist die Berufsschule überhaupt nicht dazu verpflichtet oder angehalten für die Kammerprüfung explizit vorzubereiten. Wenn diese das macht, schön aber eine Pflicht gibt es nicht. Der Lehrplan sagt klar aus, dass Kompetenzen entwickelt und gefördert werden sollen um Probleme aus der realen Welt zu lösen, also eben nicht das was die IHK so verlangt. Kein Mensch programmiert ein Bubblesort oder Quicksort für die Arbeit und wenn doch wäre es maximal dumm. Es gibt deutlich robustere, optimierte Algorithmen auf dem Markt. Auch der bisherige Gedanke, dass man doch durchsteigen muss für neue Probleme in dem Feld wird immer weiter obsolet, da K.I mit Astra, Fabel und co ein Level erreicht hat, bei dem die KI-Schwärme auch drauf los lassen kann. Ich habe testweise über den letzten Monat und sehr viel Geld Astra eine App von mir nachprogrammieren lassen, was vor 1-2 Jahren noch vollkommen undenkbar gewesen wäre. Jetzt war das Ergebnis so zufriedenstellend, dass man es hätte auch ohne schlechtes Gewissen einem Kunden verkaufen hätte können. Daher muss einfach ein Umdenken stattfinden. Die größte Bremse bleibt die IHK-Prüfung weil die vor 2030 eh nicht angepasst wird. Und mir persönlich blutet bei dem Gedanken generell auch das Herz. Ich habe Jahrzehnte viele Programmiersprachen, Frameworks usw usf. lernen müssen und genau dieses Wissen ist solangsam für die Füße weil ein anderes System es besser macht. Aber so ist der Lauf der Dinge. Entweder wir passen uns an oder fliegen raus.
-
Zwei Drittel weniger
Sehr ich genauso. Kommt auf die Berufsschule an. Ich bin bereits vor 2 Jahren stark in diese Richtung gegangen mit den Klassen aber es führt einfach zu einem massiven Spannungsfeld. Auf der einen Seite stehen die Azubis die erstmal die IHK Prüfung bestehen wollen. Die IHK Prüfung wiederum setzt voraus, dass man stumpf auf einem Blatt Papier Bubblesort und co. programmieren können soll. Geht eine Schule jetzt hin und bereitet anstatt auf die IHK Prüfung verstärkt auf das "Leben danach" vor, springen wiederum die Azubis im Dreieck und fühlen sich nicht für die Prüfung adäquat vorbereitet. Gerade die IHK Prüfung wird sich in den nächsten 5-10 Jahren eh nicht ändern, wenn man bedenkt wie viele Jahrzehnte es benötigt hat, bis überhaupt die neue Ordnung eingeführt wurde (VD2020). Das heißt wie du es machst in der Schule wird es einer Gruppe auf die Füße fallen. Mein Schwerpunkt liegt ganz klar auf dem "danach" und eben nicht auf der IHK Prüfung. Aber da musste ich auch schon einige Kämpfe austragen.
-
Erste Wochen Berufsschule/ Welche Themen kommen dran? (FiSi/1.Lehrjahr)
Laut Lehrplan wären es Lernfeld 1 bis 5 plus Fächer wie Sozialkunde usw. Aber Schulen können von dem Plan abweichen und in dem Lehrplan selbst stehen keine Inhalte, sondern lediglich Kompetenzen. Das heißt, es könnte sein das Berufsschule A die Sprache Java verwendet, Berufsschule B Python und Berufsschule C Vibe-Coding betreibt. Daher kann dir niemand verlässlich sagen, was dich erwarten wird außer du kennst Personen von exakt den Lehrern, die du haben wirst.
-
-
hackbert301009 hat auf einen Beitrag in einem Thema reagiert:
Der "Wieviel verdient ihr" - Diskussionsthread
-
Berufsschule Wiesau
Das erfährst du noch rechtzeitig wenn die Schule dort beginnt. Was bringt einem die Information genau? Du kannst dir die Lehrer in der Berufsschule nicht aussuchen (von evtl. Wahlfächern abgesehen). Da wirst du sehr wahrscheinlich die gesamte Range vorfinden. Von nett bis A***. Von kompetent bis inkompetent. Das ist auch höchst subjektiv. Unsere Kantine könnte bspw. sicherlich mit maximal mit einem nordkoreanischen Straflager konkurrieren... Trotzdem gibt es Azubis die finden das Essen dort super...
-
-
Verwendung von KI in der Projektdoku
Ist risikoreich. Du musst die Verwendung bzw. die Stellen eben kenntlich machen, dann ist es kein Thema. Wenn du aber ohne Markierung Teile in der Doku verwendest und der Ausschuss sollte ich dabei erwischen kommt es sehr stark auf den Ausschuss an was dann passiert. Das reicht von Punktabzug bis zu direktem Nichtbestehen wegen Betrug. Ich bspw. lasse mit meinen Ausschüssen direkt jemand durchfallen wenn uns im FG auffällt, dass die Person keine Fragen von dem beantworten kann, was angeblich in der Doku gemacht wurde ...
-
Steel1 hat auf einen Beitrag in einem Thema reagiert:
Anerkennung der Ausbildung in Australien (ACS)
-
Der "Wieviel verdient ihr" - Diskussionsthread
Das ist jetzt nicht sonderlich viel aber auch nicht das niedrigste was ich bisher gesehen habe. Ganz gut lässt es sich einfach mit den Anfangsstufen des ÖD vergleichen um ein Gefühl dafür zu bekommen ob man halbwegs in der Range liegt. Der ÖD gilt ja am Anfang noch als konkurrenzfähig (im Juniorbereich). Im ÖD bekommst du im TvÖD 9a, Erfahrungsstufe 1: 3691 Euro. Nach 2 Jahren (wie bei dir) wäre man bei 3917 Euro. (9a ist für Fachinformatiker mittlerweile deutlich mehr verbreitet als früher). Stadtverwaltungen hingegen stellen auch gerne mal auf TV-L E5 ein. Da wärst du mit 2 Jahren Berufserfahrung bei 3301 Euro. Du bist ja monatlich bei 3300, also exakt was der öffentliche Dienst für E5 zahlen würde. Das ist also wie gesagt nicht katastrophal schlecht aber auch alles andere als gut.
-
FISI-Prüfer hat auf einen Beitrag in einem Thema reagiert:
Der "Wieviel verdient ihr" - Diskussionsthread
-
-
Ich scheitere an Leetcode Einstellungstests. Ist es meine Schuld?
Das skurrile an diesen Leetcode Tests ist, dass es einen (unabhängig der Firmengröße) treffen kann. Ohne Vorbereitung häufig nicht (in angemessener Zeit) zu lösen sind (zumindest die ganz schwierigen). Mir erschließt sich der Sinn dieser Aufgaben auch nur teilweise. Natürlich kann man, wenn man jemand das live lösen lässt herausfinden ob die Person strukturiert denken kann oder absolute Basics der Programmiersprache beherrscht. Ob es das geeignetste Instrument ist um herauszufinden ob jemand für die Stelle geeignet ist wage ich aber sehr zu bezweifeln. Es wäre passgenauer wenn man aus dem Unternehmen einen Fall herausnimmt und diese an einem Testtag bearbeiten lässt und schaut, wie die Person an reale Probleme herantritt und nicht, wie man einen Baum traversiert. Das bindet aber mehr Ressourcen und ist für eine kleine Anzahl an Bewerbern besser machbar als eine Masse abzufertigen. Wenn für ein FANG-Unternehmen sich plötzlich hunderte bewerben und ich möchte schnell über diese schiene filtern, sind LeetCode Aufgaben natürlich einfach umzusetzen (aus Sicht des Unternehmens).
-
Gehaltserhöhung 2026
Dann frühzeitig nach was anderem umsehen bevor man wertvolle Lebensjahre verschwendet für irgendeinen AG....
-
Gehaltserhöhung 2026
Der gewaltige Unterschied zum ÖD ist aber der, dass ich einfach die Stelle wechseln kann wenn ich eine gläserne Decke bemerke. Beziehungsweise kann das sogar jeder AN im ÖD, nur beamte nicht und das sollte eben bedacht werden. Highperformer können in dem Umfeld sehr schnell, sehr unglücklich und gefrustet werden. Wenn man dann noch keine der vielen kleinen Quoten erfüllt wird es noch schwieriger nach oben zu klettern und ein Wechsel ist durch das System an sich schon in 99,99% der Fälle unterbunden.
-
Ist Eine Mündliche Nachprüfung erforderlich?
Die Gesamtpunktzahl spielt eine Rolle. Insgesamt darf das Ergebnis nicht unter 50P fallen.... Also wenn jemand immer 50P geschrieben hat und einmal 45 ist er durchgefallen obwohl er rechnerisch nur eine 5 hat.
-
Gehaltserhöhung 2026
Im ÖD (egal ob angestellt oder verbeamtet) steigt man zwar in den Erfahrungsstufen durch pure Anwesenheit aber (i.d.R) nicht in den E- bzw. A-Stufen automatisch. Wenn sich jetzt 20 Personen auf A14 bewerben es aber pro Jahr bspw. nur 1 Stelle gibt, dann gehen 19 leer aus, völlig egal wieviel diese an extra Tätigkeiten übernehmen. Das sorgt dann für Frust und dafür das ein nicht gerade kleiner Teil der Belegschaft auf "Dienst nach Vorschrift" umswitchen.
-
AP2 Sommer 2026
Ich bin ja in mehreren IHK Kammern aktiv und vor allem der FI:AE Teil 2 ist katastrophal bei uns ausgefallen und mit katastrophal meine ich apokalyptisch katastrophal. Zumindest in den letzten 10 Jahren habe ich noch nie so oft die Note 5 und 6 gesehen in dem Teil. Den Schwierigkeitsgrad empfand ich diesmal bei der ein oder anderen Aufgabe als tendenziell zu hoch. Gerade die Queryaufgabe ist zwar nicht unlösbar gewesen, war aber zumindest unter Prüfungsdruck/Zeitdruck für den allergrößten Teil der Azubis die ich kontrolliert habe einfach nicht machbar. Ich bin zwar absolut kein Freund davon Abschlüsse zu verschenken und auch eher auf der Seite eher eine anspruchsvolle Prüfung zu generieren aber die Kombination der Aufgaben und der Erwartungshorizont empfand ich - in Teilen - als nicht mehr angemessen. Das Ziel sollte ja nicht sein, irgendwie eine 4 zu bekommen. Gerade Punktzahlen um die Sphäre 90 war kaum vorhanden. 5/6en hingegen in Masse.
-
Anlässlich der AP2/FIAE: Suchen- und Sortieren als Crashkurs
Das Lehrkräfte ihr eigenes Material hamstern und ungern (freiwillig) herausgeben ist weit verbreitet. Das liegt aber tatsächlich an einer Konstruktion verschiedener Dinge.... Die haben sich durch ein Referendariat gequält bei dem vieles in harter Eigenarbeit erstellt werden musste und mögen daher Lehrkräfte nicht, die die Hand aufhalten aber nichts beitragen (damit meine ich nicht @kreincke oder so, sondern allgemein). Sind Lehrer ein seltsamer Schlag Mensch. Die lernen im Studium schnell Ellbogenmentalität und spätestens im Ref wird das dann (je nach Fächerkombination) so richtig eingeschärft. Danach arbeiten diese quasi für sich alleine und daher wirkt immer ein gewisses Grundmisstrauen, wenn andere nach Material fragen. Leider habe ich es auch persönlich schon erlebt, dass Lehrkräfte Material von mir wollten, danach einfach meinen Namen aus den Dokumenten gelöscht haben und es als ihr eigenes Werk weiterverwendet haben. Das ist leider nicht einmal passiert, sondern öfters. Aber ja, es wäre insgesamt wünschenswert wenn es eben ein zentralen Ort wie Github gäbe, bei denen (gutes) Material zur Verfügung steht. Oft scheitert es aber bereits am Layout oder der unterschiedlichen Methodik der Lehrkräfte. Mit meinen Präsentationen, Guides und co. könnte auch niemand wirklich sinnvoll was anfangen, da ich bspw. kaum Notizen in diesen stehen habe.
-
Übernahme nach Ausbildung – 2.900 € brutto fair?
Mit dem Unterschied, dass es diesmal nicht nur mit der schwächelnden Wirtschaft zu tun hat. Es sind zu viele Unternehmen der Meinung, dass man Juniorpositionen gegen KI eintauschen kann und dabei noch Kosten reduziert (was je nach Unternehmenskontext sogar stimmt). Daher gehe ich nicht davon aus, dass sich die Lage signifikant verbessern wird, wenn es mit der Wirtschaft wieder bergauf geht. Ich habe eher die Befürchtung, dass dann Unternehmen erstrecht neue Budgets in noch noch mehr KI & Automatisierung investieren werden. Dadurch das KI so immense Fortschritte macht (unfähiges Modell -> gutes Modell -> Agent -> Multi-Agenten-Setup -> ....) sehe ich es sogar für erfahrenere Entwickler als bedrohend an. Vor 3-4 Jahren waren die KI-Modelle noch zu unfähig irgendwas halbwegs funktionierendes zu generieren. Wenn man das mit heute vergleicht ist der Fortschritt schon immens. Wenn das noch ein paar Jahre weiter so laufen sollte, sehe ich auf für die Mid-Tier schwarz.