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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Nur mal meine 2 Cents. Thema Start Ups und deren Arbeitsleben Warum die jetzt repräsentativ oder Systemrelevant für den 08/15 IT-Job in Deutschland sein sollen, will sich mir übrigens nicht erschließen. Ich kenne zwar den Ein oder Anderen IT´ler und habe auch Einblicke aus 1. und 2. Hand in das Ein oder Andere IT-Unternehmen bekommen, aber das oben beschriebene Szenario habe ich jedenfalls noch nie angetroffen. Doch, genau 1 Mal. Von wohl dutzenden Firmen und hunderten Mitarbeitern. Hier ist der Beitragsersteller wohl einem krassen Bias auferlegen, indem er den absoluten Sonderfall zum Normalfall erklärt, nur weil über diesen Sonderfall mehr berichtet wird. Mal ganz zu schweigen davon, dass dieses völlige Vereinnahmen der Arbeitnehmer keine Erfindung von Google und Co. ist. Frag doch mal unsere Eltern, wenn die bei Bayer, Deutsche Bank und Co. gearbeitet haben. Da gab es eigene Kindergärten, eigene Fußball-Clubs (Bayer Leverkusen ), eigene Sozialleistungen, Betriebsrenten, regelmäßig Firmenfahrten, usw. usf. Diese Art der Mitarbeiterbindung ist uralt und nichts neues. Nur weil die Konzerne das mittlerweile aus Kostengründen gerne vergessen und abseits der oben genannten Exoten nicht mehr machen, hat das nix mit Facebook und Co. zu tun. Das war früher normal. Auch in der guten, alten Arbeitswelt. ... Thema Rente Ich verlasse mich ebenfalls nicht mehr auf meine gesetzliche Rente. Alles andere wäre auch blöd. Zwar sieht mein Betrag laut Rentenbescheid ganz solide aus, aber es steht ja noch in den Sternen, ob ich das überhaupt bekomme (Arbeitslosigkeit, Krankheit, Systemcrash, Kriege, Auswanderung, YouNameIt) und wer weiß, was dieser Betrag dann überhaupt noch wert ist? Der wird ja logischerweise nicht der Inflation angepasst. Ich sorge dementsprechend privat vor, mit einer klassischen Lebensversicherung/Renten-Police. Vor 10 Jahren hat man auch noch einigermaßen sinnvolle Angebote bekommen, im Gegensatz zu heute. Aber mehr wie ein Zusatz ist das natürlich nicht, ich bezahle ja keine 200 Euro im Monat. *G* Von daher baue ich im Moment auf die Kombi Gesetzliche + Private. Ich denke damit sollte ich ganz gut fahren. Eine Garantie gibt es sowieso für gar nix. Das ist für mich so oder so die größte Lüge, die unsere Eltern/der Volksmund "uns" mit gegeben hat: Uns ein System vorzugaukeln, welches auf Lebzeiten plan- und sicherbar wäre. Das ist zumindest für uns alle jedenfalls nicht mehr der Fall. Und wir - zumindest ich und viele andere - haben das auch noch jahrelang geglaubt. ... Thema Hauskauf Was Eigenheim angeht, so war ich jahrelang auf dem Trichter, dass ich das unbedingt brauche, je früher desto besser und wir hatten auch schon 1, 2 Anläufe unternommen, welche allerdings auf Grund div. Umstände gescheitert sind. Aber durch die Preis- und Angebotsentwicklungen der letzten Jahre hat sich das Thema für mich erst mal auf unbestimmte Zeit erledigt. Bei den Preisen braucht man erst gar nich los, auch nicht bei fiktiven 0% Zinsen. Das ist einfach zu teuer und in 5, 10 oder 20 Jahren platzt die Blase. DANN wird es Zeit zuzuschlagen. Hinzu kommt, dass das Eigenheim immer stärker durch Kommunen, Abgaben und Nebenkosten belastet wird, so dass man dort noch nicht mal mehr sicher ist, ob einem das mittelfristig wirklich was spart. Da brauch die Kommune, das Land oder der Bund nur mal wieder auf die Idee kommen eine der hundert Steuern zu erhöhen, Instandhaltungskosten für Strassen und Co. auf die Anwohner umzulegen oder neue Verordnungen zu erlassen und prompt kannste mal satte vier oder fünfstellige Beträge on top drauf legen. Mit einem freundlichen Zeitrahmen von div. Wochen versteht sich. Deswegen ist Thema Hauskauf für mich erst mal vom Tisch. Kenne hier ebenfalls viele andere, die sich genauso entschieden haben, trotz gutem Verdienst, sicherem Job und dicker Eigenkapitaldecke. ... Thema Ausbildung: Für mich sollte ein guter Betrieb SEHR WOHL in die Ausbildung der Azubis über den eigenen Bedarf hinaus investieren. Also denen nicht nur z.B. PHP beibringen, wie oben beschrieben, sondern ihnen auch C, Java, C#, SQL und Co. beibringen oder zumindest mal gezeigt haben. Genauso wie es schon der Fall sein sollte, dass man auch bestimmte Theoretische Themen wie Design Patterns, Programmierparadigmen, Clean Code, Testen, Projektmanagement usw. zumindest mal angesprochen haben sollte. Ich weiß, das wird fast nirgends so gemacht, das ist mir wohl bewusst. Aber nur weil es kaum gemacht wird, macht es das nicht besser. Die Ausbildung heißt nicht umsonst Ausbildung, dort sollte man eben ausgebildet und nicht nur als billige Arbeitskraft missbraucht werden. Und was das Thema Selbstinitiative angeht: Ich selbst bin das beste Beispiel, wie viel das unterm Strich bringt. Ich selbst hatte und habe schon immer viel Eigeninitiative gehabt, war an neuen Dingen interessiert, usw. usf. Und was war? Was hat es mir genützt? Ehrlich gesagt recht wenig, schlicht weil mein betriebliches Umfeld das damals nicht her gegeben hat. Ich hatte zwar Zeit mich damit zu beschäftigen und auch den nötigen Freiraum, aber eben keinen der mir was beibringen konnte, was gerade IN ist, wie man etwas macht, das methodische Vorgehen zeigt, und keinen den ich im Zweifel fragen konnte. Was war die Folge? Ich habe mir in vielen Bereichen schlicht und ergreifend falsche bis unvollständige Dinge angeeignet. Hätte man mir das von vorn herein 1x richtig gezeigt, wäre ich heute VIEL weiter als ich es nun bin. Und ich kenne andere Kollegen aus anderen Firmen, die ähnliches berichten. Von daher finde ich es nicht nur nicht richtig, sondern gar sogar fahrlässig bis komplett falsch einfach zu sagen "Soll der Azubi sich mal selbst schlau machen". Denn das funzt am Ende nicht halb so gut wie eine ordentliche Ausbildung und birgt zusätzlich die Gefahr, dass er am Ende alles falsch gelernt hat. Und treibe das mal wieder jemanden aus. Und weil ich das von mir selbst weiß, versuche ich es bei unseren Azubis grundlegend anders zu machen und denen von vorn herein bestimmte Techniken, Architekturen und Sprachen aufzudrücken, ob sie das wollen oder nicht. Wenn ich ehrlich bin, funzt das auch bisher ziemlich gut. Die sind nach 1 Jahr schon weiter wie ich nach 2 oder 3.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Warum haben Deine Kumpels denn kein Leben neben der Arbeit? Wie viel Stunden täglich machen die denn? 14?
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Kann ich schon ein Ausbilder sein?
Gehen tut das soweit ich weiß schon. Theoretisch muss nur einer bei Euch nen Ausbilderschein haben und dann kanns los gehen. Das musst also noch nicht mal zwingend Du sein. Man kann auch einfach als Ausbilder z.B. Deinen Chef angeben (sofern er dazu befähigt ist) und Dich die Ausbildung als Ausbildungsbeauftragten durchführen lassen. Am Ende guckt bei sowas ja eh keiner hin, wenn die Zulassung erst mal erteilt wurde. *G* Ob das Sinn macht, steht wieder auf einem ganz anderen Blatt. Natürlich hängt das immer von der Person ab, aber ich z.B. hätte mir zwar zugetraut dass ich nach 1 Jahr schon Leute ausbilde, aber ich bin ganz ehrlich: Ne super duper Ausbildung wäre das nicht gewesen. Einfach weil mir selbst noch viel zu viel fehlte. Aber das müsst Ihr natürlich entscheiden und da will ich keinem was rein reden. Also kurz gefasst: Grundsätzlich sollte das gehen, also schlage es Deinem Chef vor. Den Rest muss eh er entscheiden.
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Wo wollt Ihr mal stehen?
Spieleindustrie ist wohl in der Tat nur etwas für Idealisten. Das hört und liest man ja immer wieder, das man dort häufig hohe Anforderungen, ätzende Arbeitsbedingungen und dafür weniger Geld bekommt, wie sonst üblich. Also eigentliche eine Loss-Loss-Situation, wenn man so will.
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Wie geht Ihr mit Neid um?
Ich bin ja generell auch sehr offen mit meinem Gehalt und gehöre mit ~55k bei ~30 auch zu den besser Verdienern in meinem Umfeld. Aber ich finde, man muss einfach schauen, in welchem Umfeld man sich rumtreibt und dann entscheiden, ob man das sagen kann oder nicht. Bei IT-Kollegen z.B. habe ich gar kein Problem das zu erzählen. Zum Einen weil die häufig nicht SOOO viel weniger verdienen (30k z.B. in der IT sind doch eher nur im Junior Bereich zu verorten, und ab 40k isses dann ja auch nich mehr SOOO weit weg von 50k oder 60k). Da redet man halt meist doch irgendwie "auf Augenhöhe" und dann geht sowas. Auch bei meinen Eltern oder einigen Kumpels geht das, auch wenn die alle Fachfremd sind. Die kennen mich persönlich, wissen was ich dafür gemacht habe und verdienen ebenfalls häufig ganz gut, teilweise deutlich besser wie ich. Egal ob Bänker, Facharbeiter in der Industrie, Arzt oder Selbstständiger. Schwierig wird das Ganze dann, wenn man mit normalen Angestellten aus ganz anderen Bereichen redet. Also Logistik, Handel, Pflege, zu Teilen auch im Handwerk. Denn da sind selbst 40k schon nicht gerade Standard und teilweise sogar viel... fast unerreichbar. In solchen Fällen halte ich mich dann zurück, denn da gibt es nur unnötig schlechte Laune und davon hat ja keiner was. ... Generell hat es für mich also mit dem Umfeld und dem Wissensstand der anderen Seite zu tun. Hat die Gegenseite ebenfalls ein gutes Einkommen und/oder ist sie informiert, welcher Beruf welches Einkommen erzielen kann, dann habe ich mit Offenheit gar kein Problem. Hat die Gegenseite allerdings ein eher niedrigeres Gehalt und macht den Eindruck ausser "seines Gleichen" keinen Einblick in die Gehälter von anderen Branchen/Berufen zu haben (was häufiger vorkommt, als man denkt), dann halte ich mich geschlossen. Man darf als IT-Mensch auch nicht vergessen, dass wir zwar nicht zu den Top-Verdienern in Deutschland gehören, aber schon zu den gehobenen Verdienern. Was für uns normal ist, ist für andere schon Utopie. Und wenn wir "nach oben" Blicken wollen, sind wir automatisch bei Ärzten, Anwälten, Piloten und Management. Da kommt also nicht mehr so viel über uns, was das durchschnittliche/erzielbare Einkommen angeht. Dessen muss man sich bewusst sein.
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Wo wollt Ihr mal stehen?
Freelancer wäre für mich gar nix. Für mich ist die IT in dieser Hinsicht einfach nicht das Wahre. Du machst Dich im Regelfall ja für brauchbare Projekte direkt von 1 Kunden massivst abhängig und wenn der mal nicht mehr will, biste von heute auf morgen Deine Haupteinnahme Quelle los. Und dann finde mal auf die Schnelle was Neues, vergleichbares. Alle Szenarien die ich in dieser Hinsicht kenne, sind Leute, welche das meist nur ein paar Jahre machen und dann entweder eine richtige Firma draus machen und für sich arbeiten lassen, oder aber wieder ins Angestellten-Dasein wechseln. ... Ich persönlich möchte die nächsten Jahre noch eine Weile meine IT-Kenntnisse vertiefen. Also richtiges Detail- und Expertenwissen aufbauen, wenn man so will. Deswegen sind die nächsten 5 Jahre sage ich mal unter diesem Zeichen zu sehen. Danach denke ich, wird es bei mir wohl eher in Richtung Team-, Projektleitungs- bzw. Ausbildungsbereich gehen. Zum Teil mache ich das ja jetzt schon und das kann ich unterm Strich auch besser, wie das Hardcore-Senior-Coden. ... Aber planen kannste sowas am Ende eh nicht. Wenn ich überlege, was für mich vor 5 Jahren "feste Zukunft" war und wie es heute aussieht. Alles was weiter wie 2, 3 Jahre ist, ist sowieso nur Schall und Rauch.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Ausgehend hiervon http://de.statista.com/statistik/daten/studie/239399/umfrage/zulassungen-der-bekanntesten-bmw-modelle/ hat BMW im Jahr ~50.000 Zulassungen für die gesamte 3er Reihe in Deutschland. Auf eine durchschnittliche Lebenszeit von ca. 4 Jahren bei so einem Fahrzeug, kommen wir auf ca. 200.000 gleichzeitige aktuelle Fahrzeuge dieser Art in Deutschland. Nehmen wir nun an, Audi und Mercedes haben vergleichbare Zahlen sind wir bei ca. 500.000 bis max. 1.000.000 gleichzeitige Fahrzeuge dieser Art in Deutschland. Wohlgemerkt bezogen auf die gesamte Summe der Zulassungen, also nicht sortiert danach, WER so ein Auto fährt. ... Jetzt gehen wir einmal davon aus, dass in Deutschland ~18 Mio. Menschen in im Alter zwischen 21 und 39 leben. http://de.statista.com/statistik/daten/studie/1365/umfrage/bevoelkerung-deutschlands-nach-altersgruppen/ Das wären bei ~82 Mio. Menschen ca. 21% 21% von 500.000 - 1.000.000 Autos entspricht ~100.000 - 200.000 Autos dieser Art, wenn wir von einer gleichmäßigen Verteilung dieser Autos innerhalb der Altersschichten ausgehen. ... Des weiteren kommt hinzu, dass in Deutschland jeder Haushalt min. 1 PKW besitzt: http://www.focus.de/auto/news/statistik-immer-mehr-autos-in-deutschen-haushalten_aid_672388.html Haushalte gibt es in Deutschland ca. 40 Mio. https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Bevoelkerung/HaushalteFamilien/Aktuell_Haushalte2.html;jsessionid=9AC4C7B07B7EF9DC761CAF849F5EEBDE.cae3 D.h. zusammengeführt: Bezogen auf 18 Mio. Menschen zwischen 21 und 39 ergeben sich statistisch ~9 Mio. Haushalte mit ~9 Mio. Autos. Davon sind statistisch max. 200.000 Autos 3er BMW, C-Klasse, A4, etc., das entspricht max. 2,2% der Autos. Und das alles immer unter der Prämisse, dass - der Besitz von teuren Autos in der Gesellschaft gleich verteilt ist (auf das Alter bezogen), was nicht stimmen wird, da ein 50-Jähriger im Schnitt mehr Einkommen haben wird wie ein 30-Jähriger. - die Haushalte in allen Altersschichten gleichgroß sind, was ebenfalls nicht stimmen wird, weil 30 Jährige tendenziell kleinere Haushalte haben dürften, wie 50 Jährige und somit die Anzahl "Auto je Haushalt" bei 30 Jährigen sogar größer sein dürfte. Wie Du nun also dazu kommst, das die Tatsache, dass im besten Falle 2% der 21-39 Jährigen so ein Auto fahren für den endlosen Wohlstand und die Verschwendung dieser Menschen spricht, weiß ich ehrlich gesagt nicht so richtig. ... Und selbst wenn wir von der Statistik weg kommen, mach es doch mal anders herum und ganz konkret: Schaue doch mal in Deinem Umfeld, wer so ein Auto fährt. Sind dass die 25, die 35 oder doch eher die 50, 60 Jährigen? Ohne Dich zu kennen werden es auch bei Dir zu 99% eher die 50 oder 60 Jährigen sein. Das ist nämlich überall so. Oder rechne Dir mal aus, was so ein Auto in der Vollkostenrechnung kostet. Da haben wir bei einem 320 von BMW z.B. fast 800 Euro im Monat. (https://www.adac.de/_mmm/pdf/autokostenuebersicht_a-d_47086.pdf) Wer in Deinem Bekanntenkreis hat das Einkommen, dass er sich das leisten kann? Ich tippe auch hier wieder auf die 50, 60 Jährigen und weniger die 27 Jährigen.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Im Zweiten Absatz gebe ich Dir übrigens uneingeschränkt Recht. Diese Art der Finanzierung ist eine Vollkatastrophe und nicht nachzuvollziehen. Das ist das, was ich weiter oben meinte, als ich sagte, durch diese Art der Dauer-Finanzierung können heute Leute viel LEICHTER in die Schuldenfalle tappen. Deswegen sind Schulden oder Finanzierungen (auch für Konsumgüter) aber nicht per se etwas schlechtes. Aber ich wiederhole mich. Belassen wir es dabei.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Naja, ich denke, da kommen wir nicht mehr zusammen.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Genau dafür habe ich bei einer Finanzierung noch die 1.200 Euro auf dem Konto, was bei der Barzahlung nicht der Fall ist. Wo soll dort also die Schuldenfalle warten? Ich habe doch weiterhin das Geld, was ich benötige. Ganz im Gegensatz zu einer Barzahlung wohlgemerkt, wo ich dann zwar 100 Euro mehr im Monat habe, aber im Zweifelsfall keine Reserven mehr. Und spätestens dann, also wenn nach der Barzahlung etwas kaputt geht, MUSS ich einen Kredit aufnehmen.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Da hätte ich ja gerne noch einmal Details zu. Ich verdiene nun seit fast 15 Jahren Geld. In diesen 15 Jahren habe ich nicht ein einziges Mal rote Zahlen auf dem Konto gehabt, egal ob ich viel oder wenig verdient habe. Egal ob Zuhause gewohnt, oder auswärts und egal ob mit Doppel- oder Alleinverdienst. Dazu betreibe ich seit Anbeginn dieser Zeit private Altersvorsorge, Unfalls- und Berufsunfähigkeitsversicherung, für den Fall der Fälle, etc. pp. Wie Du nun also dazu kommst, zu sagen, ich wüsste nicht, wie man mit Geld umgeht finde ich schon interessant und wäre interessiert, wie Du das begründen willst.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Der Punkt dabei ist für mich halt, ganz einfach: Barzahlung vs. Finanzierung Modell Barzahlung: Du sparst 12 Monate jeweils 100 Euro und kaufst Dir dann bar etwas für 1.200 Euro. Modell Finanzierung: Ich kaufe mir heute etwas für 1.200 Euro und bezahle anschließend 12 Monate jeweils 100 Euro. Im Zweifel ist die Finanzierung dann etwas teurer, so dass ich inkl. Zinsen vielleicht 1240 Euro oder sowas an Stelle der 1200 Euro bezahle. ... So bleibt also auch die Frage: Was bringt es mir denn jetzt 12 Monate auf das Fahrrad z.B. zu verzichten - welches ich heute schon haben und nutzen könnte - wenn ich das ganze doch zum Fast bis komplett 0-Tarif auch heute schon haben könnte?
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Deckt sich mit meinen Erfahrungen. Finanzierung und Kredite sind per se nix schlechtes, man muss nur damit umgehen können. Dann können die sogar gut sein. Was zweifelsohne schlecht an der Kreditgesellschaft ist, ist: Heute KÖNNEN sich Leute mit wenig Kapital relativ teure Dinge augenscheinlich leisten, tun das auch und fallen damit dann später auf die Nase. Das steigert natürlich die Chance, dass sich Leute über Gebühr verschulden. Das war mit dem klassischen Kreditgeschäft von vor 40 oder 100 Jahren natürlich schwieriger. Aber unmöglich war das auch nicht und da gab es auch schon überschuldete Haushalte.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Das ist mir ehrlich gesagt: a) zu persönlich gefärbt und somit genau gar nicht allgemeingültig b )auch in vielen Punkten schlicht und ergreifend falsch. ... Ganz allgemein: Jedes erfolgreiche Unternehmen, jeder Immobilienkauf, jede Unternehmensbeteiligung, also kurz: Alles, was langfristig nachhaltigen Wohlstand schafft, ist im Regelfall auf Schulden, Finanzierung und Krediten aufgebaut. Egal ob in der Wirtschaft, beim Staat oder beim Privatmann. Von daher kann das Finanzierung "per se" erst mal nix schlechtes sein, denn unser gesamtes Wirtschaftssystem basiert auf Schulden, Finanzierung und Krediten inkl. Zinsen. ... Auch von der allgemeinen Seite weg, hin zur privaten stimmt das nicht. Auch hier sind Kredite und Finanzierungen nix schlechtes, es kommt halt darauf an, wie man es macht. Ich z.B. habe mir die letzten Jahre div. teure Dinge gekauft, wie Gitarren, Computer und Co. Die habe ich zu guten Teilen zu 0% finanziert. Ich hätte die zwar auch jeweils bar bezahlen können, habe ich aber bewusst nicht gemacht. Warum? Wenn ich z.B. die PRS Gitarre - in meinem Falle - für 3.500 Euro bar bezahlt hätte, hätte ich spätestens nach einem halben Jahr wieder das jucken nach etwas anderem in den Fingern gehabt. Sei es nun ein Computer, eine weitere Gitarre, oder, oder, oder. So - mit dem Kredit - hatte ich aber einen Vertrag über 1 Jahr am laufen und der hat mich jeden Monat daran erinnert, dass ich ja erst vor kurzem richtig Geld für Instrumente ausgegeben habe. Und da der Kredit mir keine Mehrkosten beschert hat, hat der Kredit tatsächlich eine Art Kontrollfunktion für mich gehabt und mich auf bestimmte Zeit daran erinnert, dass ich nich schon wieder so viel Geld dies oder jenes ausgeben wollte. D.h. selbst bei Konsumgütern, welche keinen nachhaltigen Wert schaffen, kann es von Vorteil sein, zu finanzieren und nicht zu kaufen. Gerade in den heutigen Zeiten wo viele Unternehmen die Finanzierung fast schon billiger anbieten wie den Kauf. ... Man muss halt wissen, wo Schluss ist und nicht zu viele Kredite am laufen zu haben, das ist klar. Das gilt aber sowohl für die Finanzierung von Konsumgütern, Eigentum oder Firmenbeteiligungen. Das eigene Budget darf niemals zu stark belastet werden. Aber per se schlecht ist das nicht.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Ohne den Klugscheißer raushängen lassen zu wollen, aber hier müssen wir erst mal ein paar Begrifflichkeiten klären. Was heißt denn für Dich "genügend", "junge Leute" und "teure Dinge" überhaupt. Wenn wir das nicht geklärt haben, dann brauchen wir gar nicht weiter reden, weil wir dann über komplett andere Dinge und somit aneinander vorbei reden. ... Für mich heißt "junge Leute" z.B. alles unter 30. "genügend" wären für mich min. 30% und "teure Dinge" wären für mich Urlaub, Auto (also alles ab VW Golf Jahreswagen aufwärts), Wohnung. Und da wäre dann schon meine Frage, wo denn genau diese aber witzig vielen Junge Leute sind, welche mit unter 30 einen VW Golf Jahreswagen fahren, welcher ihnen gehört(!) oder nicht mehr zur Miete wohnen, oder jedes Jahr in Urlaub fliegen. Ich kenne davon ehrlich gesagt nich so viele. Und mein Bekanntenkreis besteht zu den meisten Teilen aus gehobener Mittelschicht, mit solidem Elternhaus, Ausbildung, Jobs, Studium, usw. usf.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Weil das, meiner Meinung nach, zu 90% auch Leute sind, die schon 20 Jahre im Beruf sind, noch alte/bessere Verträge haben und bereits ordentliche Posten inne halten. Diese Posten geben sie dann auch nicht mehr und das müssen sie ja auch nur in den seltensten Fällen. Das ist schlicht noch eine ganz andere Generation, welche diese Probleme nicht hat und nicht hatte. Wenn ich an meinen Bruder denke, der konnte sich nach seiner Ausbildung als Handwerker, anfang der 90er, nach wenigen Jahren einen 3er BMW leisten und zwar gar keinen so schlechten oder alten. Sogar ein Cabrio. Klar, der hat noch Zuhause gewohnt, und somit wenig Unkosten gehabt, aber trotzdem. Kannst Du ja heute mal versuchen, überhaupt ein Einstiegsgehalt zu bekommen, dass Du nach einer Ausbildung so viel Geld verdienst, Dir innerhalb von wenigen Jahren einen 2, 3 Jahre alten 3er BMW leisten zu können. Wohlgemerkt kaufen, nicht geleased. Damals blieb mehr vom Lohn über, der Lohn war verhältnismäßig größer und die Unkosten niedriger. ... Das ist einfach ein Generationenproblem, weswegen das den heute verantwortlichen auch nicht auffällt: Sie selbst hatten das Problem einfach noch nicht. Und deshalb sieht man es auch noch nicht so auf den Strassen, weil das eben noch zu Guten Teilen von denjenigen geprägt wird, welche heute 40, 50 oder älter sind. Aber mit jeder neuen Generation (so über Daumen gepeilt alle 10 Jahre sagen wir mal) wurde es für Arbeitnehmer und gerade Berufseinsteiger immer schlechter. Die Anforderungen an Ausbildung und Bildung stiegen und steigen, die beruflichen Anforderungen wie Mobilität ebenfalls, während aber die Löhne und Arbeitsbedingungen stagnieren bzw. sinken. Egal ob der Lohn, die Befristung oder sonst was. Da die heutigen Entscheider aber im Regelfall alle 50+ sind, kennen sie das gar nicht und können oder wollen sich das gar nicht vorstellen. Dann erzählen sie was von der faulen Jugend, die halt einfach mal wieder "mehr schaffen soll", so "wie wir das früher auch mussten", etc. pp. und verdrängen dabei die sich komplett geänderten Lebensumstände. Und genau diese Entscheider fahren dann heute eben auch noch jedes Jahr 2x nach Sylt in Urlaub, haben das schicke Haus, das dicke Auto und motzen gleichzeitig über die 1 Euro mehr Stundenlohn, welche der junge Mitarbeiter bei der Gehaltsverhandlung haben möchte.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Diese Aussage habe ich übrigens auch erst vor kurzem von zuständigen IHK Prüfern gehört. Leute für die Ausbildung zum FISI / FIAE zu begeistern wird wohl immer schwieriger, dafür gibt es mehr reine und mehr duale Studenten.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Das würde aber die Leistungsträger be- und das Pack... Äh, den Arbeitnehmer, entlasten. Sowas ist mit CDU/SPD/Grüne/FDP nicht zu machen. Was das angeht hilft, wenn überhaupt, nur die Linke. Aber wir wählen ja alle fleißig weiter CDU/SPD/Grüne/FDP, dann brauchen wir uns also nicht zu wundern. ^^
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Ne das müsste schon stimmen, da gibt es ja allerlei Tricks um die Zahlen zu schönen. Ich denke, (das ist natürlich ne reine Vermutung, klar), wenn wir von den wirklich SV-pflichtigen Vollzeit-Jobs oder aber den Menschen ausgehen welche auf keinerlei Transferleistungen (Aufstocker, Lohnkostenzuschüsse, etc.) angewiesen sind, dann dürften wir mit Sicherheit bei 4 Mio. oder mehr Arbeitslosen sein.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Auch passend zum Thema Fachkräftemangel, der bösen Demografie, den fehlenden Arbeitskräften, der dringend benötigten Zuwanderung und dem Fakt, dass man doch jeden noch so bildungsfernen mit kurzen Kursen zu den dringend benötigten Fachkräften bilden könne. http://www.welt.de/wirtschaft/article156114290/Die-Wahrheit-ueber-das-Ausmass-der-Arbeitslosigkeit.html
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Genau Du bist aber doch die gebeutelte Gruppe, welche ich benannt habe. Der Arbeitnehmer, der sein Geld mit Arbeit verdient. Würdest Du das gleiche Einkommen durch Besitz (also Mieten, Aktien, Firmen oder Erbe) bekommen, würdest Du eben nicht 45% Steuern und Abgaben zahlen. Du belegst doch also genau das, was ich kritisiere. Dass die Arbeit der eigenen Hände am stärksten besteuert wird. Und diejenigen, welche nichts dafür tun, weil sie andere für sich arbeiten lassen, kommen mit 25% oder teils 0% davon. ... Was die Firma angeht: Auch das habe ich oben aufgegriffen. Natürlich muss er das Geld nicht auf der Bank haben und natürlich muss er sich dafür verschulden. Aber was soll das? Wo ist das Problem? Wenn ich eine Firma mit Wert von 10 Mio. Euro erbe, welche dann wohl ca. einen Jahresgewinn von div. hundert Tausend Euro im Jahr einfährt, dann ist das für mich genau gar kein Problem da zur Bank zu gehen und zu sagen "Jungs, ich brauch mal ne Mio. Euro für die Steuer. Das habt Ihr in 3 Jahren wieder und danach kassiere ich dick ab!". Ausserdem kommt so ein Erbe nicht von jetzt auf gleich. Wenn ich weiß, dass ich mal so eine Firma erbe und Untenrehmer sein möchte, dann ist es nicht zuviel verlangt, dass ich entsprechend vorsorge und schon Geld parat habe, bevor der Erbfall eintritt. Der Vater, welcher die Firma gegründet hat, musste ebenfalls durch solche Durstsrecken, musste ebenfalls vorstrecken und musste ebenfalls Kredite bedienen. Warum soll der Erbe das alles geschenkt bekommen, wenn der Vater (der dafür wirklich noch alles aufgebaut hat) diese Hindernisse alle hatte ... Aber auch hier gilt wieder ganz allgemein: Also würdest Du das Erbe im Wert von 10 Mio. Euro ablehnen, weil Du einen Kredit über 1 Mio. Euro aufnehmen müsstest? Im Leben nicht. Das ist und bleibt der 6er im Lotto, damit gehörst Du - fürs Geboren werden - zur Finanzelite und deswegen kannst auch Du dann Deinen Teil dazu beitragen.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Und genau das ist das Problem, warum Du denke ich nicht verstehen willst, kannst warum das Erben usw. ungerecht ist. Du kennst - so vermute ich - im Wesentlichen Menschen die Ihr Vermögen (egal wie hoch dies nun sein mag) durch Arbeit verdient haben. Wenn man sich aber mal die gehobenen Kreise in Deutschland so anschaut, dann sind da eben verdammt viele Leute bei, die sich das eben nicht erarbeitet haben. Die sind dort, weil sie geerbt haben. Weil der Vatter Connections hatte und ihnen mit 30 Jobs besorgt hat, welche andere nicht mit 45 bzw. gar nicht bekommen hätten, Weil sie auf Kosten des Vaters auf die besten - aka teuersten - Schulen gegangen sind. Weil sie keine nebenjobs neben dem Studium brauchten, weil sie die besten Nachhilfelehrer hatten und somit die besten Abschlüsse. Weil sie den Auslandsaufenthalt hatten, weil sie an der Elite-Privatuni waren, usw. usf. Das Ganze wird in immer mehr Studien belegt. Wissenschaftliche, unabhängige Studien, welche aufzeigen, dass die soziale Mobilität (also die Möglichkeit sich von unten nach oben zu arbeiten) in Deutschland so schlecht ist, wie in fast keinem der ersten Welt Länder. Da sind uns selbst so ungerechte Länder wie Amerika oder GB weit voraus. Hier wirst Du reich geboren oder eben nicht. Und zudem deutlich schlechter wie es das auch bei uns selbst mal war. Schuld daran sind zu guten Teilen eben oben genannte Steuerpolitiken in Kombination mit der Vetternwirtschaft in klassischen Familienbetrieben. In einem klassischen Familienbetrieb wird ja nicht erst gefragt, welcher Nachfolger für die Firma am besten wäre, sondern das bekommt natürlich der Sohn oder die Tochter. Wer denn sonst? Auch das ist ja eine Ungerechtigkeit sondergleichen, die nichts mit Arbeit, Qualifikation oder Können zu tun. Geburtsrecht. ... Ich selbst weiß übrigens, wovon ich rede, ich werde mal nicht unerheblich erben. Zwar keine Millionen aber schon mehr wie nur den Anteil an der Eigentumswohnung. Und ich kenne durch meinen Vatter und seinen, sowie meinen Beruf bedingt so einige wohlhabende Menschen und Unternehmer bei uns in der Region. Das ist alles nicht halb so fair, nicht halb so gerecht und nicht halb so sozial, wie Du Dir das vorstellst und in oben skizzierten Szenarien darstellst.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Wer redet von Kommunsimus? Ich rede von sozialer Marktwirtschaft, wo starke Schultern mehr tragen wie die schwachen. Und wegen diesem einfachen Grundsatz hast Du auch schon die Erklärung, warum Erbe besteuert werden sollte. Wenn ich von meinem Vater z.B. eine Firma mit Wert in Höhe von 10 Mio. Euro erbe, die er selbst aufgebaut hat. Dann bekomme ich als Sohn was? Eine Firma mit 10 Mio Euro Wert geschenkt. Warum? Weil ich in die richtige Familie geboren wurde. Kann ich da was für? Nein Habe ich was dafür geleistet? Nein. Wenn jetzt der Sohn z.B. 10% Steuer bezahlen würde, wäre das 1 Mio. Euro. Dann hat er netto immer noch 9 Mio. Euro geschenkt bekommen. Fürs "in die richtige Familie geboren werden" und "Nichts tun". Dann ist er immer noch einer mit "starken Schultern" und kann dementsprechend auch mehr tragen, z.B. die 1 Mio Euro Erbschaftssteuer. Ganz davon abgesehen, ist es meiner Meinung nach auch nicht weiter verwerflich, wenn der Erbe die 1 Mio. Euro (in Form von Steuern) "investiert", um eine Firma für 10 Mio. Euro Wert zu erhalten. Der Vater, welcher die Firma aufgebaut hat, musste wohl deutlich mehr investieren um diese 10 Mio. Euro Wert zu bekommen. Und ausserdem hauen die Unternehmer doch immer so auf die Kacke, welche Verantwortung sie haben, was sie "investieren mussten" um da zu sein, wo sie sind etc. pp. So gesehen hat die Erbschaftssteuer also auch eine erzieherische Maßnahme, weil sie den Sohn erst zu dem Unternehmer macht, der vorgibt zu sein. ... Aber darum geht es auch gar nich. Am Ende des Tages ist es wieder ganz einfach, und da brauch es genau gar kein einziges Fallbeispiel und keine Spitzfindigkeiten: Sollen starke Schultern mehr tragen, ja oder nein? Wenn ja, dann darf es genau gar keine Rolle spielen, wie man zu diesen Starken Schultern gekommen ist, egal ob Erbe, Unternehmertum oder Erbe. Starke Schulter = Starke Abgaben. So jemand hat mehr zu tragen wie die Schwachen und das kann eben in Form von erhöhten Spitzensteuersätzen, Vermögens- oder Erbschaftssteuern passieren. Je nachdem woher die Starken Schultern kommen. Wenn nein, dann darf es erst gar keine Unterschiede in der Besteuerung von überhaupt irgendwas geben. Jeder zahlt dann x % Steuern, egal ob er nun 10 oder 100.000 Euro die Stunde verdient. Schließlich ist es dann ja die Schuld des jeweiligen, dass er nicht zu denjeigen gehört, die 100.000 Euro die Stunde verdienen. Auf welcher Seite stehst Du also?
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Diese Klassenkampf Debatte ist im Kern tatsächlich so einfach wie es nur geht. Grundsätzlich gibt es nur wenige Arten wie man zu Geld kommt. - Man erbt - Man hat schon Geld und lässt es für sich arbeiten - Man lässt andere für sich arbeiten - Man geht selbst arbeiten - Man wird vom Sozialstaat alimentiert. Letzt genannten Punkt nehme ich mal aus, weil das reine soziale Wohltat ist. Bleibt also noch Erbe, Bereits-Haben, Selbstständigkeit und Anstellung. ... Wenn wir uns nun anschauen was wie stark im Schnitt real besteuert wird, sieht die Folge so aus, dass Erben in den meisten Fällen umsonst ist, Unternehmertum und Bereits-Haben mittelprächtig und Arbeitnehmertum am stärken besteuert wird. D.h. je mehr ich habe und je weniger ich selbst dafür tue, umso mehr wird mir an Steuern erlassen (in Form von gedeckelten Beiträgen, Bemessungsgrenzen, Schlupflöchern, Verrechnungsmöglichkeiten oder oder oder). Im Umkehrschluss bedeutet es, dass je weniger ich bereits habe und je mehr ich direkt dafür tun muss, muss ich am meisten bezahlen. ... Das alleine ist zwar stark vereinfacht, aber im Kern vollkommen richtig und erklärt nahezu jeden Mißstand in Deutschland, spätestens seit Schröder und erst recht seit Merkel. Das war alles mal anders. Da war Erbe, Vermögen und Co. stärker besteuert als heute und Arbeit weniger. Da waren die Kosten für Sozialsysteme und Renten auf nahezu alle verteilt und nicht wie heute nur auf die wenigen durchschnittlichen Arbeitnehmer, während Arbeitgeber, Selbständige, Freiberufler, Ärtze und Co. alle ausgeklammert sind und nur noch für ihres gleichen sorgen, aber nicht mehr für die Allgemeinheit. Das bestätigt ja mittlerweile auch eigentlich jede Studie, welche sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigt Sofern sie nicht gerade vom Verband der deutschen Unternehmer e.V. oder vergleichebaren beauftragt wurde, versteht sich. ... Von daher ist es zu 100% richtig, dass es bei uns System hat, dass die Arbeitnehmerschaft immer stärker zur Rechenschaft gezogen wird, während die Finanzeliten immer weiter gefördert werden. Die 90% zahlen also für die 10%.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Das sehe ich aber schon anders. Wenn Du Arzt bist, gehörst Du - bildungstechnisch - nun mal zur Elite und es gibt nicht mehr so viele Leute, die mehr können und gelernt haben wie Du. Erst Recht, wenn Du Facharzt bist. Wenn dieser hier in Deutschland zu den gegebenen Bedingungen, dann meinetwegen auch 90k verdienen mag, ist das ja ohne Vergleichswerte völlig belanglos. Was bleibt unterm Strich über, nach Abzügen? Wie verhält es sich mit Lebenskosten drumherum usw. usf.? Und vor allem: Was würde der gleiche Arzt in der Schweiz, USA oder sonst wo verdienen? Da wird die Bilanz dann denke ich schon nicht mehr soooo gut aussehen. Und gerade als Arzt mit Top-Bildung und in jungen Jahren ist man eben flexibel. Da sollte, nein eigentlich MUSS, man auch mal darüber nachdenken ob Deutschland noch wirklich konkurrenzfähig ist als Arbeitgeber. Die Arbeitgeber in Deutschland haben schließlich auch kein Problem jeden Mitarbeiter nach Hause zu schicken, wenn er nicht mehr konkurrenzfähig ist (zu teuer, zu alt, zu wenig Wische, etc.). Warum sollte man sich als Arbeitnehmer das nicht auch zu Gute machen, wenn man zu den wenigen gehört, die sich das leisten können? ... Mal ganz davon ab, sollte man meiner Meinung nach nicht so tun, als ob meinetwegen 90k jetzt für das mega-dicke Luxusleben reichen würden. Klar, kannst Dir davon schon das eine oder andere gönnen, aber der Moet fließt da auch nicht gerade in Strömen. Da wird - mal wieder - der Maßstab vergessen und ausgeblendet, was die wirklichen Großverdiener in Deutschland so nach Hause bringen. Für teils deutlich weniger Eigenleistung und Verantwortung.