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sylenz

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Alle Beiträge von sylenz

  1. Moin chico, Bildung ist Ländersache, insofern wäre es noch interessant, in welchem Bundesland Du Dich befindest. Ich habe vor 12 Jahren die schulische Berufsausbildung zum Informatikassistent gemacht und bin gerade am Techniker für Informatiktechnik in Vollzeit dran (3. Semester) in Bayern dran. Wenn Du schon eine Ausbildung hast, würde ich definitiv zum Techniker raten. Der Techniker ist die nächst höhere Qualifikationsstufe nach einer Ausbildung - egal ob Fachinformatiker, oder Informatikassistent und beide Berufsbilder sind (zumindest bei unserer Schule) in den Klassen vertreten. Wir haben im ersten Schuljahr recht intensiv C gelernt und im zweiten Schuljahr wird C++ behandelt. In Bayern gibt es ab dem zweiten Schuljahr eine recht große Auswahl an Wahlpflichtfächern, welche auch einige Fächer zu einer weiterführenden Programmierung enthält. Schau Dir doch am besten mal intensiv den Lehrplan deines Bundeslandes an. In Bayern ist er z.B. hier zu finden: http://www.isb.bayern.de/fachschule-fachakademie/lehrplan/fachschule/lehrplan-lehrplanrichtlinie/1586/ Ob man sich damit einen großen Gefallen tut, wenn man noch keine Berührungspunkte hatte, ist natürlich eine andere Frage. Die Lernkurve ist doch recht hoch.
  2. Moin Kwaiken, es kommt natürlich darauf an, welche Firma, welche Position besetzen will. Als Techniker würde ich mich defnitiv selbstverständlich auch auf Bachelor-Stellen bewerben - auch wenn man bei einigen Firmen durchs Raster fällt und aussortiert wird. Ein direkter Vergleich ist ja ohnehin durch die föderale Bildungspolitik schwer möglich - so schwankt die Qualität des Technikers sicherlich von Schule zu Schule, bzw. von Bundesland zu Bundesland - mutmaßlich. Dass die Karrieremöglichkeiten als Studienabsolvent ungleich höher sind steht außer Frage, für "praktische" Einstiegspositionen z.B. als Programmierer sehe ich konkret bei Technikern fachlich aber keinerlei Nachteil. Ich denke aber, dass wir hier etwas vom Thema abkommen ;-). Btt: Ein "Meister" in Informationstechnik habe ich so auch noch nie gehört. 470 Unterrichtsstunden klingen nicht sehr seriös. Zuerst würde ich mal überprüfen, ob die Weiterbildung auch tatsächlich mit einer offiziellen Meisterprüfung abschließt. Evtl. besteht ja auch die Möglichkeit mal in den Unterricht reinzuschnuppern oder sich mit anderen Absolventen zu unterhalten.
  3. Ist ja ein sehr interessanter Thread hier. Vielleicht kann ich den Spekulationen und Mutmaßung die hier im Thread / Forum zum Thema Meister / Techniker vorherrschen ein bisschen entgegentreten: Ich selbst befinde mich gerade in der Vollzeitausbildung zum staatlich geprüften Techniker für Informatiktechnik (oder auch schlicht "Informatiktechniker") an einer städtischen (kostenfreien) Schule. Der ständige Vergleich: Operative Professional <-> Techniker hinkt gewaltig. Die Zielrichtung bei beiden Weiterbildungen ist ja doch recht verschieden. Während es (zumindest nach meinem Kentnisstand) beim OP eher um organisatorische Dinge geht, steht beim Techniker die praktische Umsetzung im Mittelpunkt. Zumindest an unserer Schule ist es so, dass die Informatik auch für Quereinsteiger geöffnet ist, somit haben wir neben Fachinformatikern auch IT-Systemelektroniker, techn. Asisstenten, uvm in der Klasse. Der Leistungsanspruch war im ersten Jahr noch für die Meisten gut schaffbar, Mathe war erwartungsgemäß das "Angstfach" (nach zwei Jahren TS ist man auf Fachabi-Niveau). Den aktuellen, bayrischen Lehrplan findet der Interessierte unter: https://www.isb.bayern.de/fachschule-fachakademie/lehrplan/fachschule/lehrplan-lehrplanrichtlinie/1586/ Zum Thema Jobchanchen: Hier kann ich mich natürlich vorerst nur auf die Erfahrungen der Vorjahresklasse und Kommentare unseres Studiengangleiters berufen. Demnach sieht es aber durchaus positiv auf dem Arbeitsmarkt für Absolventen aus. Wenn man vernünftig abschließt kann man durchaus mit 45k-50k p.a. in Berufsleben (neu) starten. Es stimmt, dass der Informatiktechniker nicht allzu bekannt ist, das ist definitiv ein großer Nachteil. Deshalb hilft der DQR zumindest etwas um das Leistungsvermögen grob abschätzen zu können. Einige Stellenanzeigen habe ich auch schon gefunden, in welchen entweder Bachelor oder Techniker gefordert war. Das macht m.E. auch absolut Sinn, denn das fachlich relevante Wissen beim Techniker ist ungleich höher als bei einem theorielastigen Studium. Beim Thema öffentlicher Dienst ist es natürlich korrekt: Ein Hochschulabschluss ist für bestimmte Gehaltsgruppierungen unumgänglich. Warum man aber bei EG 7 landen sollte, erschließt sich mir nicht. Ich hoffe ich konnte mal eine (kleine) Lanze für den Techniker brechen: Ich bin durchaus bisher nicht enttäuscht worden. Mein Fazit: Wer sich fachlich weiterbilden / umorientieren will und sich ein Studium nicht zutraut, für den ist der Techniker absolut eine mögliche Alternative zum OP. PS: Ein (Fern-)Studium sollte man vorher dennoch in Betracht ziehen: Auch das ist für viele machbar!

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