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Ausbilder hat gekündigt, was nun?


Dero

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vor 4 Stunden, Dero sagte:

Wird nun so ablaufen, dass ich in den nächsten vier Wochen in die anfallenden Arbeiten eingewiesen werde und dann die Aufgaben übernehme.
Mittelfristig wird dann ein neuer Administrator gesucht. Die Geschäftsführung wirkt noch sehr bemüht mich nicht zu überfordern und gleichzeitig meine Ausbildung nicht zu gefährden.

Dass die Geschäftsführung die Ausbildung nicht gefährden will, wird in solchen Situationen immer gesagt, weil sie sonst die Ausbildungsbefugnis entzogen bekommen.

Das ist das, was ich befürchtet habe. Schau Dich bitte weiter nach Ausbildungsplätzen um. Das kann so nicht funktionieren. Nach wenigen Monaten kannst Du keinen ausgebildeten Administrator ersetzen. Du bist dann nur Billigarbeitskraft.

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vor 18 Stunden, Dero sagte:

Okay, also suche nach neuem Platz ist leider nichts draus geworden

Wieso nicht? Wie viele Bewerbungen hast du denn verschickt? Ich würde dir raten, dich während du "eingearbeitet" wirst weiter zu bewerben und "mittelfristig" einen anderen Ausbildungsplatz zu suchen. Nur weil es aktuell scheinbar "läuft" (was ich allerdings nach deiner Schilderung bezweifeln würde), muss das nicht so bleiben. Und dann kurz vor der Prüfung den Betrieb zu wechseln kann nur nach hinten losgehen.

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Naja die Frage ist nur wie ich jetzt wechseln sollte. Meines wissens nach ist das Kündigen eines Ausbildungsverhältnisses nach der Probezeit nur in beiderseitigem Einverständins möglich und meine Probezeit ist mit dem heutigen Tag zu Ende. Lieg ich da falsch?
Außerdem ist der Firma nun auch zu Ohren gekommen, dass ich meine Fühler ausstrecke, die Reaktion war erwartungsgemäß nicht sehr positiv.


Natürlich ist mir bewusst, dass ich im Moment nur ne billige Arbeitskraft bin, ich versuch das aber erstmal positiv zu sehen und vielleicht noch ein paar Schulungen oder Zertifikate dabei raus zu schlagen.
Die IHK hat nun aber auch bescheid bekommen und müsste nun entsprechend eine Prüfung anstreben, ob die Firma noch in der Lage ist eine Ausbildung durchzuführen. Wird da einfach nur auf AdA Schein geprüft, oder auch auf fachliche Qualifikation?

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Nach der Probezeit gibt es noch die Möglichkeit des Aufhebungsvertrages den Betrieb zu wechseln. Das heißt, Du hast die Möglichkeit noch.

Der Betrieb hat einen größeren Nachteil nach der Probezeit, weil Du so gut wie unkündbar bist.

Es kommt sicherlich auf die IHK an, was sie alles überprüft. Es muss auf jedem Fall jemand mit AdA-Schein vorhanden sein. Dieser kann aber jemand anderen im Unternehmen beauftragen auszubilden. Wie weit das überprüft wird ist unterschiedlich.

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vor 7 Stunden, Dero sagte:

Natürlich ist mir bewusst, dass ich im Moment nur ne billige Arbeitskraft bin, ich versuch das aber erstmal positiv zu sehen und vielleicht noch ein paar Schulungen oder Zertifikate dabei raus zu schlagen.

Oh man, du bist aber optimistisch. Oder dir liegt einfach viel am Unternehmen (was vielleicht ok wäre). Oder du bist zu faul, dich um eine vernünftige Ausbildungsstelle zu bemühen (was dumm wäre). Wenn du aus dem Betrieb raus willst, kommst du auch raus. Es gibt viele Azubis, die nach der Probezeit feststellen, dass der Job nicht der richtige ist. Oder wie in deinem Fall, dass der Ausbildungsbetrieb nicht der richtige ist.

Wenn sich nach einer gewissen Zeit nichts geändert hat und du keine vernünftige Ausbildung bekommst, würde ich den Betrieb verlassen. Ein paar Zertifikate bringen dich nicht durch die Prüfung. Denk dran, dass dich dein IHK-Zeugnis wahrscheinlich noch den Rest deines Lebens bei Bewerbungen begleiten wird.

Wie auch immer du dich entscheidest, ich drücke dir die Daumen für deine Ausbildung und deine Abschlussprüfung! Und denk vielleicht noch einmal über deine Entscheidung nach.

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Ich schließe mich Stefan an. Allerdings ist es Deine Entscheidung.

Wenn Du Probleme hast kannst Du auch hier im Forum Unterstützung bekommen. Aber das ersetzt keine qualifizierte Ausbildung mit Ausbilder. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Während meiner Ausbildungszeit war in meiner Region Wirtschaftskrise, mein Ausbilder hat sich 2 Jahre nicht für mich interessiert und ein Wechsel war so gut wie unmöglich. Ich dachte dann - wie Du - an Zusatzqualifikationen durch Zertifikate, die ich im Selbststudium bewältigen wollte.

Was kam am Ende raus? Eine 4 in der GA1. Ich werde selbst mit 3 Jahren Berufserfahrung in tollen Jobs noch gefragt, warum ich in der GA1 so schlecht war, wenn ich jetzt fachlich fit bin und alle Fragen beantworten kann. Das IHK-Zeugnis wird mich auch weiter begleiten, aber ich habe inzwischen auch Begründungen dafür parat. So etwas ist gar nicht einfach.

Überlege es Dir gut, ob Du in eine ähnliche Situation kommen willst. Man kann den Fachinformatiker zwar auch im Selbststudium schaffen. Das ist aber sehr anstrengend. Man hat in der Firma niemanden, den man um Rat fragen kann und deshalb ist es fachlich dann wie "die Nadel im Heuhaufen (Google + Foren) suchen" um fachlich und praktisch sich alles anzueignen. Es kann gut, wie auch schief gehen. Willst Du das Risiko eingehen?

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  • 2 Wochen später...

Wenn du fachlich einigermaßen fit bist, spielt die IHK-Note schon nach ein paar Jahren Berufserfahrung keine Rolle mehr, wenn überhaupt. Mich hat bisher noch niemand nach der Note und das Warum gefragt. Ich hab mit ach und krach eine befriedigend (68% gesamt, 55% GA1, sogar nur 58% in WISO) bei der Prüfung als Noten hingelegt, die hab ich einfach mal total versemmelt. Das war eine einmalige Prüfung, sagt das jetzt viel aus, wie gut/schlecht ich im Alltag bin und was ich kann? Eher nicht. Bestanden ist im Zweifel bestanden. Der Rest ist Wissen / Selbstmarketing.

Aus eigener Erfahrung:

Ein Wechsel in der Ausbildung ist eher kein Beinbruch, sondern zeugt eher davon, dass du dir um deine Ausbildung gedanken machst und du eine gute Ausbildung haben willst. Nach der Probezeit kommst du ausschließlich mit einem Aufhebungsvertrag wieder raus, um im gleichen Ausbildungsberuf wieder anzufangen. Zumal, wie schon gesagt wurde, du nach der Probezeit als Azubi auch einen besonderen Kündigungsschutz genießt.

Stellt sich der Betrieb quer musst du zur IHK, in Ausnahmefällen lässt diese dann eine Kündigung zu. Das hängt aber von der IHK ab, wie es gehandhabt wird. Nach BBIG darfst du ja sonst im gleichen Beruf nicht wieder anfangen.

Wenn sich im Betrieb langfristig nichts ändert, schaue dich lieber nach einem neuen Betrieb um.

Ich persönlich hab den Schritt nie bereut, noch einmal neu mit der Ausbildung angefangen zu haben und konnte mir dann sogar den Betrieb aussuchen und hatte mehrere Zusagen.

 

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