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tTt

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Alle erstellten Inhalte von tTt

  1. Faustregel: Je jünger man ist, desto eher wird ein häufiges Wechseln akzeptiert. Je älter der Wechsler ist, desto genauer wird I.d.R. hingeschaut. Halten sich Wechselzeiten an Projektzyklen gibt es überhaupt keine Probleme. Reihen sich hingegen mehrere 6-monatige Jobs aneinander, lässt sich das interpretieren, dass der Bewerber häufig die Anforderungen nicht erfüllt und somit die Probezeit nicht bestanden wurde. Aber gerade in der IT sind Jobwechsel weniger verpönt als in anderen Branchen. Ganz im Gegenteil: Man bringt Skills mit, sich zügig einzuarbeiten und hat jede Menge Best-Practices im Repertoire. Abhängig vom Unternehmen kann dies förderlich oder hinderlich bei der Jobsuche sein. Hängt maßgeblich davon ab, was das Unternehmen sucht.
  2. Das ITZBund auch nicht mehr, es handelt sich beim ITZBund mittlerweile um eine Bundesanstalt öffentlichen Rechts, aber keine klassische Behörde mehr. Sie hat allerdings ihre Dienstherreneigenschaft nicht verloren (anders als z.B. Bundesagentur für Arbeit oder Deutsche Rentenversicherung). Der Bund ist schon länger wieder alleiniger Gesellschafter der BWI GmbH. @FIAEÖD Glückwunsch zur Stelle!
  3. Für insgesamt ein Jahr BE ist das Gehalt in Ordnung und eher im oberen Drittel, trotz der Region. Zudem hattest du eine steile Lernkurve, insofern hätte man dich auch nur auf dem niedrigen Level belassen können (Wissen- und Gehaltslevel). Die Gehaltskurve ging aber ziemlich synchron. Man fordert und fördert dich also. Du solltest also unbedingt das Gesamtpaket betrachten: Flacht deine Lernkurve jetzt ab oder ist es bereits absehbar, dass sie abflacht? Plant und vertraut man dir weitere Projekte an? Fragt man dich jetzt schon um deine fachliche Meinung? Usw… Macht dir die Tätigkeit Spaß bzw. interessiert dich der Bereich in dem du arbeitest oder driftet es ab in einen Bereich, der dir missfällt? Ein gutes Betriebsklima ist zwar auch wichtig, kann aber zügig kippen, wenn z.B. ein bis zwei Mitarbeiter plötzlich kündigen oder Umsätze einbrechen oder das Unternehmen umstrukturiert wird. Das Betriebsklima sollte mMn. nie der einzige Grund zum Bleiben sein. Das ist einfach zu fragil und kann sich von heut auf morgen schlagartig ändern. Man bietet dir EG9/2, du hattest dir 9/4 vorgestellt. Du könntest natürlich noch versuchen, auf 9/3 zu kommen, was ein Mittelweg wäre. Proaktiv verhandeln um direkt einen Stufenplan zu bekommen. Aber du könntest dabei deine fachliche Förderung riskieren. Ich würde es aktuell wahrscheinlich dabei belassen, weil viel mehr wird vorerst kaum rausspringen können, ohne böses Blut zu verteilen. Aber wer nicht fragt, der nicht gewinnt. Du musst natürlich bereit sein, zusätzliche Verantwortung zu übernehmen, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Das sind dann ggf. Punkte für die nächsten Gehaltsverhandlungen. Willst du einfach nur mehr Geld, können ein zwei Bewerbungen außerhalb deines Betriebs aufschlussreich sein und deinen Marktwert zeigen. Das stärkt auch deine Verhandlungsposition, größere Gehaltssprünge ergeben sich sowieso oftmals nur mit einem Betriebswechsel. Wie auch immer du dich entscheidest, wünsche dir viel Glück und weiterhin Erfolg!
  4. kann mich @allesweg nur anschließen: @DerHarte Entweder du redest Klartext mit deinem Chef und steuerst dahin, was DU aktuell für die richtige Aktion hälst oder du bleibst weiterhin passiv und lässt alles fremdgesteuert über dich ergehen. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Du musst wissen, ob du die Initiative ergreifen möchtest oder nicht. Es ist für mich letztlich eine Frage der Philosophie: Will ich reaktiv oder proaktiv handeln und arbeiten? Im Moment handelst du für mich eher reaktiv. Im Moment gibt es zudem nur dich und den Chef, sprich du kannst gerade jetzt deine Wünsche äußern. Das tust du aktuell mMn. aber auch eher nicht. Das meinte ich insgesamt mit „zu passiv“ sein. Für mich wäre die Lage klar: Bevor mir jemand Neues vorgesetzt wird, der keine Ahnung von allen Abläufen hat, regele ich lieber alles so, wie es für mich passt, übernehme dadurch Verantwortung und Gewinne so auch das Vertrauen meiner Vorgesetzten. Zudem habe ich später dann eine Arbeitsumgebung, die ich gerne mag bzw. es für mich insgesamt erträglicher ist. Gerade bei den Aufgaben, die ich mir am wenigsten Vorstellen konnte, war meine Lernkurve am höchsten. Manchmal muss man eben ins kalte Wasser springen. Oder man bleibt halt in seiner Wohlfühlzone, sieht aber kaum über diese dann hinaus. Aber letztlich ist es deine Entscheidung.
  5. Hmm, klingt für mich so, als ob man dir die Führung nicht zutraut, man holt also lieber einen Externen als dem Internen etwas anzuvertrauen.... Du kennst deinen Chef besser, ob das ernst gemeint war, dass du schauen sollst, ob das passt oder eher unterschwellig die Botschaft war: „Komme mit dem Externen klar“... mMn. warst du auch zu passiv - wer Ambitionen pflegt, ergreift die Chance, wenn sie sich ergibt, das hast du aus meiner Sicht aber nicht getan. Ich wage zu behaupten, es entwickelt sich nicht so, wie du es dir wünscht, außer du hast mehr Aufgaben an der Backe und dein Gehalt hat sich nicht wesentlich gesteigert. Die Vorzeichen sehen für mich jedenfalls nicht gut aus. Wünsche dir dennoch viel Erfolg!
  6. Das Problem im öD ist nicht der Tarifvertrag! Die Verträge sind sogar ziemlich durchlässig, mittlerweile sind in Kommunen und beim TV-L (weil seit 2021 der TV-L die Entgeltordnung der Kommunen übernommen hat) ja auch Fallgruppen dabei, die EG10+ ohne Studium abbilden, während es beim Bund dann immer über die Schiene sonstiger mit gleichwertigen Fähigkeiten laufen muss (eigentlich der strengere Maßstab, da juristisch bereits definiert). Der Bund nutzt den Sonstigen allerdings häufiger als die Länder und Kommunen. Problem sind eher interne Verwaltungsvorschriften, Dienstvereinbarungen, Personalräte usw., die die tarifliche Durchlässigkeit leider direkt unterwandern oder einkassieren und somit direkt verhindern. Entgegen den Empfehlungen des Bundesrechnungshofes setzt sich beim Bund eine fixe Frist für die Anerkennung des Sonstigen zusehends in den Behörden durch. Einerseits blöd, andererseits profitieren viele neu eingestellte eher davon, weil es nun klarer geregelt ist. Vorher war es absolut willkürlich, weil sich nur wenige Behörden an diese Sonderregelungen trauten. An sich muss für jede/n Mitarbeiter/in die Prüfung individuell gemäß der spezifischen Erwerbshistorie erfolgen - aber das Risiko scheuen viele im öffentlichen Dienst. Waren es früher 6 Jahre (doppelte der Ausbildungszeit des Studiums [= 3 Jahre Regelstudienzeit], setzt sich heute im Bund immer stärker 3 Jahre durch (weil man ja 3 Jahre der IHK-Ausbildung als Ausbildungszeit schon anrechnen kann). Für eine EG12 ist zudem eine dreijährige Berufserfahrung (vglb. zur EG10-12) zwingend Pflicht, wenn man mal in die Entgeltordnungen schaut. Die Berufserfahrungen müssen Tätigkeiten sein, die vergleichbare Verantwortungen hatten und/oder zumindest geldlich in diese Range passen. Die Personalabteilung muss das tatsächlich ganzheitlich betrachten. So kommen wir halt mit alter rechenweise auf 6 Jahre (für Kompensation des fehlenden Studiums) bei EG10/11 und 9 Jahre bei EG12/13. Die neue Rechnung ist 3 Jahre (für Kompensation des fehlenden Studiums) und 6 Jahre bei EG12/13. Wobei, wenn es ideal läuft (so ist es bei mir selbst passiert) kann man nach 3 Jahren auf eine EG12 kommen. Wer nämlich direkt auf einer EG10/11 bewerteten Stelle anfängt, kann diese Zeit zur Kompensation des Studiums und als Berufserfahrung im Sinne der Entgeltordnung dienen. Ich war drei Jahre auf einer EG11 - die Stelle wurde bezahlt nach EG10 und hab mich nach den drei Jahren auf eine EG12-Stelle umbeworben und hatte somit beim Timing ziemlich Glück (und eine wohlwollende Personalabteilung) und kam dann direkt auf die EG12. Zusätzlich kann, wenn es der Arbeitgeber denn möchte, auch Bewerber ohne diesen Voraussetzungen einstellen. Die Möglichkeit ist allerdings fast nie in der Ausschreibung drin, mir ist das bisher nur einmal über den Weg gelaufen. „Sie können sich auch bewerben, wenn Sie eine Berufsausbildung im MINT-Bereich verfügen“. Das war die absolut abgeschwächteste Form. Bei diesen Bewerbern ist der Sonstige zu verneinen und es wird effektiv eine Entgeltgruppe abgezogen (z.B. gemäß §12 Entgeltordnung beim TVöD Bund/Kommunen). Den meisten Arbeitgebern ist es aber zu mühsam, von jede/n Bewerber/in den Lebenslauf individuell dahingehend zu überprüfen und schließt diesen Bewerberkreis von vornherein aus. Zudem lässt die Qualität in der Personalabteilung oftmals auch zu wünschen übrig: Viele Personalabteilungen im öD kriegen nicht mal eine vernünftige Tätigkeitsdarstellung hin, da werden dann auch die Tarifvorschriften der Entgeltordnungen teils aus Unwissenheit, teils aus Ignoranz falsch umgesetzt und die Stellenbewertung haut dann schon nicht hin (EG9c gibt es beim Bund z.B. nicht, kenne aber schon ein paar Fälle). Die Anforderungen passen dann auch zur Ausschreibung dann schon nicht mehr und wir schleifen den Folgefehler mit. Zudem sind Personalsachbearbeiter teils mit Studium nur auf 9b/9c-Stellen eingesetzt. Die sind natürlich wenig motiviert jemanden ohne Studium dann auf EG10-12 zu setzen und einzustellen. Oftmals handelt es sich sogar um Beamte, die sich noch weniger mit dem Tarifrecht auskennen, weil Tarifrecht für Beamte schlichtweg irrelevant sind. Die Regelungen sind für Beamte nur dann relevant, wenn sich für Beamte eine Klagemöglichkeit im Rahmen von AGG (allgemeine Gleichstellung) ergibt und es kein bestehendes Beamtengesetz dazu gibt. In dem Falle schlägt die Gleichstellung nämlich die Verwaltungsvorschrift und muss entsprechend umgesetzt werden. In diesem Sinne: Die Welt des öffentlichen Dienstes ist schon sehr speziell.
  7. Oder die Abteilungsleitung ist so intelligent und fragt dann nach weiterem Personalbudget mit mindestens 10 oder 20% Stellen aus dem Haushalt und hat dann quasi 3 Teilzeitmitarbeiter mit 1,1 bzw. 1,2VZÄ. Für die 0,1 bzw. 0,2VZÄ muss die Behörde wahrscheinlich gar nicht lange suchen. Gibt garantiert genug Bruchstellen die im Haus brach liegen gelassen werden... Die Abteilungsleitung muss es eben auch wollen. Einen Arbeitgeber zu verlassen, der mir genau diese Freiheiten bietet, fällt dann umso schwerer. Lebensumstände verändern sich nunmal. Der Arbeitgeber profitiert I.d.R. davon ebenfalls.
  8. @bitty Der Anspruch auf Teilzeit ist im öD Tarifvertrag entsprechend verankert. Im Zuge von Work-Life-Balance und Familie+ Beruf ist das im öffentlichen Dienst sogar fokussiert. Das sieht bei größeren Konzernen ähnlich aus. Kein Betrieb möchte sich als Familienunfreundlich nach Außen hin präsentieren. Man muss es halt direkt bei der Einstellung erwähnen/erfragen, von sich aus wird das in der freien Wirtschaft eher seltener Angeboten. Bei meiner letzten Behörde konnte jeder Mitarbeiter nach Einstellungszusage entscheiden, ob er/sie Teilzeit möchte oder nicht. Wer keinen wichtigen Grund hat, ist besser dran direkt den Teilzeitvertrag zu schließen und gibt dann fix seinen Teilzeitanspruch an (zwischen 50 und 90% in 10er Schritten). Nachteil: nachträgliche Erhöhung nicht oder nicht sofort möglich(Stellenhaushalt muss die Aufstockung hergeben) und es wird dann ein Änderungsvertrag geschlossen. Zusätzlich kann jeder Vollzeit-Mitarbeiter auch nachträglich (meistens aber erst nach Ende der Probezeit) Teilzeit aus wichtigem Grund (Kinderbetreuung und Pflege Angehöriger sind z.B. wichtige Gründe) beantragen. Auch hier ist ein Wert zwischen 50-90% möglich gewesen. Der Teilzeitantrag galt allerdings immer nur befristet für ein Jahr und muss dann jährlich neu gestellt werden. Wird der Antrag nicht verlängert bzw. neu gestellt, landet man automatisch wieder bei Vollzeit. Davon hatten zwei meiner Kolleginnen und ein Kollege Gebrauch gemacht. Nachteil: Der Antrag könnte abgelehnt werden vom Vorgesetzten („ohne Frau/Herr xyz ist der Dientbetrieb nicht aufrecht zu erhalten“ o.ä.). Mir sind diese Fälle nicht bekannt und spätestens wenn der Personalrat eingeschaltet wird, lenkt die Behörde ganz plötzlich doch ein 😉 Im öffentlichen Dienst dürfen leider erst Stellen ausgeschrieben werden, wenn diese 50% erreichen. Sprich, wenn zwei Mitarbeiter Jeweils 80% Teilzeit beantragen, bleiben die 40% unbesetzt. Insofern kann eine nachträgliche Aufstockung später nur befristet sein. Die meisten Arbeitgeber bevorzugen lieber eine tägliche Kürzung statt einen Tag in der Woche abwesend. Aber beides ist für den Betrieb eigentlich gut planbar. Insofern würde ein Arbeitgeber, der sich bei Teilzeit querstellt, direkt bei mir durchfallen und sich komplett disqualifizieren. Er spart ja auch etwas Lohnkosten ein... Wo ist also das Problem? Für mich ziemlich klischeehaft und veraltete Denkweise. War ja vor Corona mit Homeoffice genau das Gleiche. Der Job hat sich dem Privatleben anzupassen und nicht umgekehrt. Natürlich sollten auch mal Überstunden drin sein, wenn Projekt x oder y zur Deadline fertig sein muss. Es ist halt immer ein Geben und Nehmen.
  9. @Teilchen Teilzeit ist meiner Erfahrung nach in der IT überhaupt kein Problem. Da ITl’erinnen eher selten anzutreffen sind, hast du nach deinem Abschluss wahrscheinlich sowieso die freie Auswahl. Es gibt noch immer zu wenig weibliche Absolventen mit einer IT-Ausbildung bzw. IT-Studium. Im öffentlichen Dienst wirst du auf jeden Fall bevorzugt, falls du dorthin möchtest. Die selbst gesteckten Quoten erfüllt der öffentliche Dienst noch lange nicht und somit haben es IT‘lerinnen mit entsprechenden Abschluss etwas leichter. Auch die durch Corona etwas höheren Bewerberzahlen ändern daran nur wenig. Insofern viel Erfolg beim Ausbildungsabschluss!
  10. nach quasi 5 1/2 Jahren im gleichen Betrieb ist definitiv nicht verkehrt, sich einmal umzuschauen. 32k€ für 3 Jahre Berufserfahrungen sind eher unterdurchschnittlich. 40k-45k sollten realistisch und locker für dich erreichbar sein. Dass dem neuen Kollegen direkt mehr Vertrauen geschenkt wird, lässt tief blicken, was der Abteilungsleiter von deinen Fähigkeiten hält, wenngleich auch an den neuen Kollegen wahrscheinlich hohe Erwartungen gesteckt sind. Klingt für mich nach dem klassischen Fall des ewigen Azubis.
  11. Hey! I changed to another employer and they don’t offer any apprenticeship. Typical period to apply for it ends often end of November or December for start next year August or September, so you are already too late. wish you good luck.
  12. Familie gründen, Haus kaufen und Kind bekommen sind für mich ebenfalls keine Zwänge. Die Entscheidung ein Kind zu bekommen, wurde bewusst getroffen. Wenn man kein Kind möchte, hätte das Pärchen halt verhüten müssen oder eben auf die dazugehörige Freizeitaktivität verzichten müssen. Ob einem das genügt, muss auch jeder für sich selbst entscheiden. Ursache und Wirkung. Ein Hauskauf ist ebenfalls eine bewusste Entscheidung. Man könnte ja auch mieten und so bewusst flexibel bleiben. Die Frage ist immer wieder, wofür man sich letztlich entscheidet und wogegen. Nachher dann festzustellen, dass man durch ein Kind oder ein Hauskauf an einen Ort gebunden ist, gleichzeitig zu sagen, man hat keine Wahl ist dann eben schlichtweg falsch! Die hatte man sehr wohl. Man könnte es ja auch jederzeit ändern, zieht aber wieder Wechselwirkungen nach sich die jeder für sich abwägen muss (z.B. Babyklappe oder Kind zur Adoption freigeben). Möglich ist viel, sehr viel. Und zugegeben, die Beispiele sind auch sehr extrem. Natürlich wäre man gut beraten solch elementare Entscheidungen nicht allein zu treffen, es sei denn man kann mit den möglichen Folgen leben, falls man sie sofort vollumfänglich überblicken kann. Deine Beispiele waren typisch für festgefahrene Stereotypen bzw. Werte in Deutschland. Aber es gibt durchaus auch andere Möglichkeiten. 👍
  13. Dann musst du für dich auch abwägen, ob du den Master noch nachschieben willst und ob es für dich einen Return of Investment gibt. Wie auch immer er aussieht. Und das Ziel muss keineswegs nur monetär sein. Man hängt niemals an einem Arbeitgeber fest - eher sind es dann Tätigkeiten, Gehalt, Wegstrecke, Wohnort an denen festgehalten wird. Aber sich mental nur daran zu klammern halte ich für falsch. Wenn ich keinen Job in dem Wunschbereich finde muss ich halt Alternativen, Umwege bzw. Kompromisse finden oder notgedrungen bleiben. Deshalb bewerte ich Letzteres als schlimmste Option. Aber das ist nur meine persönliche Meinung. Den perfekten Arbeitgeber suche ich btw bisher immernoch - den gibt es mMn. aber auch nicht. Irgendeinen Haken gibt es immer, auch wenn er anfangs vielleicht noch verborgen liegt. Die Frage ist, ob ich persönlich damit leben kann bzw. meinen Zielen damit näher komme oder nicht. Als Fachkraft bin ich kein Bittsteller. Auch als Aldiverkäufer/in, Friseur/in oder Handwerker/in (um mal bei den Beispielen hier zu bleiben). Jede/r hat es selbst in der Hand etwas zu verändern. In manchen Branchen ist etwas leichter sich umzuorientieren, in anderen Branchen dauert die Suche halt etwas länger. Das ist nun mal bei Angebot und Nachfrage so. Wenn man der Meinung ist in einem anderen Beruf oder in einer anderen Branche besser Fuß zu fassen: Go4it! Chancen erkennen und für sich nutzen. Jede/r ist seines eigenen Glückes Schmied. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Im Zweifel heißt es Arschbacken zusammenkneifen und für sein Ziel hart zu arbeiten bzw. die noch unbekannte Dauer der Durststrecke zu überstehen. Ist für mich nur eine Frage der eigenen Motivation. Aber es ist letztlich leichter, Ausreden für den eigenen Unwillen zu finden statt durchzuhalten. Wer diese Fähigkeiten besitzt und dazu sich nicht allzu dämlich anstellt, erhält immer wieder neue Chancen. Positiver Nebeneffekt: Meistens sind auch überdurchschnittliche Gehälter drin. Um wieder etwas mehr zur ursprünglichen Diskussion zu kommen: Ich finde die im Gehaltsthread angegebenen Gehälter oftmals auch ziemlich beeindruckend und die dazugehörigen Lebensläufe sehr interessant. Wie seht ihr das?
  14. Ich würde den Wunsch zur Aufnahme eines Studiums nicht zwingend von einer Unterstützung des Arbeitgebers abhängig machen. Ein nebenberufliches Studium ist per se erst einmal Privatvergnügen. Sollte mich der Arbeitgeber dabei unterstützen, ist das für mich ein Grund ihm gegenüber etwas loyaler aufzutreten. Wie hier bereits gesagt wurde, kann das nebenberufliche Studium der entscheidende Türöffner zu anderen Karrierepfaden sein - auch mit 45-50. Sollte mir der Arbeitgeber jedoch wenig Verständnis wegen des Studiums aufbringen oder gar durch seine Handlungen das Studieren verhindern, ist das für mich auch ein Grund den Arbeitgeber zu verlassen. Offensichtlich etwas überspitzt formuliert, aber durchaus auch eine Möglichkeit zu seinem Ziel zu kommen. 😉 Du hast dich damals bewusst für eine Partnerschaft und später dann auch für Kinder entschlossen. Insofern sehe ich da keine Unterscheidung. Mag zwar hart klingen, aber es war deine freie Entscheidung und niemand hat dich dazu gezwungen diesen Weg zu nehmen. Dass zeitliche Einschränkungen dadurch zu erwarten sind, ist für mich auch klar, aber jeder hat die Wahl. Auch ein Kind ist Freizeitvergnügen bzw. die Folge daraus 😉
  15. Ich bin grad am Fernstudium dran. Wer wirklich ein Studium stemmen will, findet auch die dafür notwendige Zeit in seinem Tagesablauf. Das bedeutet aber zwangsläufig, dass man seinen Tagesablauf anpassen muss und somit auch seine Prioritäten. Ein nebenberufliches Studium muss mit der Familie allerdings abgestimmt sein, sonst ist das Unterfangen vom Start weg wahrscheinlich zum Scheitern verurteilt. Ich habe zum Anfang (um mich mit der Software, den Profs, den Lehrmaterialien vertraut zu machen und den zeitlichen Ablauf zu ordnen) in diesem Semester nur zwei Module belegt. Versaut zwar die Regelstudienzeit, ist aber für mich verschmerzbar. Wer nicht mit dem PKW zur Arbeit pendelt, sondern per ÖPNV, kann diese Zeit hervorragend zum lernen nutzen. Man muss es eben selbst wollen. Hier mal 5 Minuten, da mal 10 Minuten werden immer mal wieder rausspringen. Ich habe in der ein oder anderen Woche die geplante Zeit nicht für das Studium verwendet, was ich dann im Urlaub nachholen musste. Ein nebenberufliches Studium benötigt Disziplin. Genauso sich um seine Familie und der Erziehung von Kindern auseinander zu setzen. Wer sagt, er findet keine Zeit, ist einfach nicht ehrlich genug zu sich selbst und auch für mich ebenfalls eine Ausrede. Mir ist dann jeder lieber, der offen zugibt, ändere Prioritäten zu setzen und keine Zeit für das Studium aufbringen zu wollen.
  16. Das war mein voller Ernst. Dass Arbeitgeber teilweise die wildesten Konstrukte schaffen, um den Kündigungsschutz zu umgehen, ist leider an der Tagesordnung, aber jeder muss für sich abwägen, ob er/sie damit einverstanden ist oder nicht. Ich wäre nicht bereit das zu akzeptieren, kommt aber immer auf meine Gesamtsituation an. Im Zweifel gilt für mich: Lieber ein Sch**ß-Job als kein Job. Und unbefristet vor Befristung. Wer einmal die Befristungsfalle durchbrochen hat, wird nur noch in den seltensten Fällen eine befristete Stelle angeboten bekommen. Das Wissen die Arbeitgeber und deswegen müssen sich dann viele Befristete von einer Befristung zur nächsten durchhangeln. Da gibt es leider eine Zwei-Klassengesellschaft. Neben dem Nachteil der deutlich kürzeren Kündigungsfristen kann manchmal gar eine ordentliche Kündigung während der Befristung ausgeschlossen sein. Auch da ist ein unbefristeter Vertrag flexibler. Ich suche Planungssicherheit und einen zuverlässigen Arbeitgeber, auf den ich mich, wie auch der AG, verlassen kann. Daher gilt für mich auch: Lieber 1x auf ein höheres Gehalt verzichten, dafür aber dann dauerhaft bzw. unbefristet angestellt. Hätte man mir eine Befristung angeboten, hätte ich gefragt warum diese nötig sei und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit das Gespräch freundlich beendet. Dazu kam es aber zum Glück nie, weil mein erster Job nach der Ausbildung zwar schlecht bezahlt, aber unbefristet war.
  17. Die Befristungsfalle... Sieh zu, dass du wenigstens 1x unbefristet angestellt wirst, danach kommt keiner mehr auf die Idee dich weiterhin nur befristet anzustellen... Sorg dafür, dass du deine offenen Projekte zum Kündigungszeitpunkt abschließt bzw. sauber an einem Meilenstein übergibst. Hat auch etwas mit deiner persönlichen Handschrift zu tun. Persönliches Gespräch mit direktem Vorgesetzten und danach schriftliche Kündigung und gut ist. Manchmal ist die Laune dann trotzdem im Keller (Hochverrat, Verräter), aber das sollte einen eher bestärken zu gehen. Die Kündigung ist zeitlich so auszusprechen, dass dir der Arbeitgeber möglichst nicht zuvor kommen kann. Auch wenn es insgesamt vertrauensvoll erscheint, immer auf Nummer sicher gehen! Ansonsten Glückwunsch zum neuen Job! Wechsel mit Gehaltsverzicht ist schon eher ungewöhnlich, dazu auch noch befristet... Hoffentlich kannst du tatsächlich auch weniger arbeiten.
  18. Ich denke, die Krise wird für den IT-Arbeitsmarkt, wenn überhaupt, nur geringfügig durchschlagen. Gerade durch die verordneten Lockdowns wurde die IT stark gefordert und lag bei vielen Unternehmen eher im Fokus. Ich erwarte dahingehend eher gleichbleibende oder gar steigende Budgets für die IT, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Unternehmen, die bezüglich Homeoffice, Mobiles Arbeiten bereits gut aufgestellt waren, hatten eher keine Probleme aufgrund der Sondersituation. Gleiches gilt für Unternehmen mit gut funktionierendem E-Commerce-Prozessen. Die anderen müssen wahrscheinlich noch etliches nachholen. Demgegenüber steht natürlich die wirtschaftliche Delle bei vielen Branchen und auch Kurzarbeit. Z.B. Einzelhändler ohne Onlinevertrieb werden es schwer haben. Die Branchen, die derzeit nicht mehr arbeiten dürfen, werden tendenziell nicht einstellen, sofern dort kein akuter Mitarbeitermangel im IT-Bereich herrscht. Dort wird es länger dauern bis eine Erholung Eintritt bzw. Nachfrage nach IT-Fachkräften wieder steigt. Aber das Wegfallen einiger Branchen dürfte bei leicht konstanten bzw. steigenden IT-Budgets die Nachfrage für IT-Fachkräfte stabil halten. Eher zurückhaltend werden vorübergehend noch die ganzen Beratungen sein, da es dort erst richtig wieder los geht, wenn die ganzen Kontaktbeschränkungen vollends aufgehoben sind. Beratung via Remote sind temporär akzeptiert, werden aber auf Dauer mMn. nicht gut gehen. Dafür fehlt einfach die Nähe zum Kunden. Es könnte sich aber ein Mix etablieren, in dem Berater nicht mehr jeden Tag beim Kunden aufschlagen muss. Viele Projekte liegen auf Eis, müssen aber wahrscheinlich wieder aufgegriffen werden einige werden verschoben und durch neue Ersetzt. Erst dann wird sich auch zeigen, ob die bisherigen Mittel weiterhin in die laufenden Projekte fließen oder nicht. Die Aufträge und Projekte könnten sich zu Gunsten von Netzwerken, Firewalls, Mobile Device Management, Conferencing eher verschoben haben, denke ich. Und gerade in diesen Bereichen herrschte schon vor der Pandemie eher ein Fachkräftemangel. Kurzfristig ist die Nachfrage etwas abgeflacht, Mittel- bzw. Langfristig bleibt es mMn. beim Status quo. Die IT muss trotz Stillstand i.d.R. 24/7 laufen, daran ändert auch ein Lockdown erstmal nichts. Und die IT ist ein gewisser Innovationstreiber, der die Zusammenarbeit verbessern kann. Kurzum die IT ist Systemrelevant. Ohne IT geht mittlerweile nicht mehr allzu viel.
  19. Du machst weiter! Entweder du passt dich an, versuchst es zu verändern oder du gehst weiter bzw. zurück. Wenn du im Guten gehst, kann man sich ja auch eine Tür zum zurück kommen offen lassen. Meistens dann finanziell deutlich besser. 17k€ Steigerung sind mehr als 1400€ monatlich mehr Geld und du hast auch noch 2 Tage zusätzlichen Urlaub... Rein von den Kennzahlen her brauchst du nicht lange überlegen. Aber die sind natürlich nicht alles. Ich habe aber bisher keinen meiner Wechsel bereut. Ganz im Gegenteil: Ich habe viel neues gelernt und habe dadurch viele weitere interessante neue Möglichkeiten für mich erschlossen (beruflich). Im Zweifel war es der sprichwörtliche Blick über den Tellerrand hinaus und du weißt in Zukunft noch besser, in welche Fachrichtung / welche Arbeiten dir Freude bereiten (z.B. sinnstiftende Arbeit) und was du definitiv nicht willst. mMn. ist die größte Hürde sich den Ruck zu geben, sich umzubewerben. Der Rest pendelt sich mit der Zeit ein.
  20. Eindeutig wechseln. Du warst unzufrieden und die Unzufriedenheit war so groß, dass du dich erfolgreich umgeschaut hast. Ein Wechsel aus der Komfortzone ist nie einfach, kann sich aber lohnen, hier alleine schon finanziell. inhaltlich stehst du ja gefühlt auch auf der Stelle. Un die neue Stelle sieht auch etwas herausfordernder aus. 37k mit 8 Jahren Berufserfahrungen sind zudem eindeutig unter Wert. Insofern: werd Flügge und verlass dein Nest. Was spricht gegen den Wechsel?
  21. @ded2 Ich hab meine schriftliche IHK-Prüfung auch versemmelt. GA1=56pkte, GA2=68pkte, selbst WiSo=65 pkte war auch ziemlich mies. Das Projekt hat nur noch Kosmetik betrieben um Insgesamt auf ner befriedigend zu landen. Ich habe das Zeugnis dennoch immer beigefügt, weil es schlichtweg der Nachweis meines Berufsabschlusses ist. Das gehört immer zu Bewerbungsunterlagen! Es gab nie Probleme, ich wurde auch nie auf die Noten angesprochen. Deine bisherigen Spezialisierungen und Arbeitszeugnisse sind wesentlich wichtiger. Das Weglassen dieser Information lässt erahnen, dass es schlecht ist. Im ungünstigen Fall geht der Personaler davon aus, dass du ihn belügst und gar keinen Abschluss hast. Das ist mMn. viel schlimmer. Noten sind alle nur Schall und Rauch. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass einem gute Talente dann durchs Raster fliegen. Die IHK-Prüfung war lange Zeit zu einem hohen Maße eine einmalige Prüfungsleistung (ist ja mittlerweile abgemildert). Manche hatten am Prüfungstag keinen guten Tag, können fachlich durch Engagement und Fleiß trotzdem überzeugen. Ist ne Philosophiefrage, ob ich mich auch mit mittelmäßigen oder auch durchschnittlichen Abschlüssen umgeben möchte oder nicht. Das eigentliche Lernen geht sowieso erst nach der Ausbildung los. Die Ausbildung vermittelt halt nur das Handwerkszeug.
  22. Sie darf längstens zwei mal nahtlos hintereinander gewährt werden, sprich statt 5 schon einmal 10 Jahre je Zulage... Und wenn die Fachkräftezulage entfällt muss der Zulagenempfänger „nur“ glaubhaft darlegen, dass er dann abwandert. Das Wissen die Behörden eigentlich und gewähren dann abwechselnd Fachkräftezulage und Abwanderungszulage. Ohne weiteres sind dann problemlos 20 Jahre abgedeckt. Theoretisch sollte das abwechselnd unbegrenzt möglich sein, aber dazu fehlt es doch etwas an Erfahrungen, denn die IT-Fachkräftezulage gibt es erst seit ca. 10 Jahren. Problem ist eher, dass die Zulage mit jeder Stufenanpassung abschmilzt und man quasi immer auf dem gleichen Gehalt hängen bleibt. (Fehler#1). Jede/r muss für sich abwägen, ob er/sie den Weg so gehen will. Wenn die Behörde mitspielt geht einiges, auch in Stufe 6 gibt es beim Bund noch eine weitere Zulage: bis zu 20% von Stufe 2 der jeweiligen Entgeltgruppe. Und abhängig von der Behörde auch ein wenig „Leistungsorientierte Bezahlung“, die abhängig vom Chef jährlich bis zu 3000€ ausmachen können. Verglichen mit der Wirtschaft natürlich ein Witz, aber Kleinvieh macht letztlich auch irgendwann Mist. Dazu manchmal noch Stellen- bzw. behördenspezifische Zulagen, die jeweils auch jährlich bis zu 3500€ p.A. ausmachen können. Aber es gibt keine Garantie und es ist sehr bürokratisch, es dauert zudem. (Fehler #2, da intransparent). Und wenn ich einen Mitarbeiter immer wieder dazu zwinge, sich vorher umzuschauen, muss sich der Staat auch nicht wundern, wenn ihm das Personal dann trotzdem abwandert. (Fehler #3) So richtig hat es der öffentliche Dienst bisher noch nicht geschnallt sich auch um seine Mitarbeiter zu kümmern. Insbesondere wenn sie bereits da sind. Das Halten der bestehenden Mitarbeiter wurde bisher kaum berücksichtigt. Der öffentliche Dienst ist eher der Meinung, man sei attraktiv genug nur wegen der Jobsicherheit. (Fehler #4) Daran sind natürlich auch die aus meiner Sicht richtig miesen Tarifabschlüsse des TVöD bzw. TV-L der letzten Jahrzehnte schuld. (Fehler #5) Zudem gibt es im öffentlichen Dienst bisher noch keine richtige Fachkarriere. (Fehler #6) Höhere Entgeltgruppen sind leider noch immer oftmals mit Personalführung verknüpft. Es gibt nur sehr wenige Ausnahmen diesbezüglich im öffentlichen Dienst. Und auch die Personalführung wird finanziell kaum gewürdigt. (Fehler #7) Wer sich mit dem ein oder anderen Punkt abfinden kann und weiß, wie er die „Systemfehler“ für sich positiv nutzen kann, hat auch im öffentlichen Dienst ein gutes Aus- und Einkommen. Und 65-75k€ (EG10-EG12)Gehalt sind selbst mit 20-30Jahren Berufserfahrungen als Fachinformatiker kein allzu schlechter Wert. Setzt man die Arbeitszeit dazu in Relation ist es zwar nicht überdurchschnittlich, aber auch nicht wirklich schlecht. Zumal die Betriebsrente die Rente fast auf Beamtenniveau hebt. Gegen ein IG-Metall-Betrieb mit 35h Woche hat der öffentliche Dienst natürlich keine Chance. Aber nur noch wenige Neuverträge haben diese guten Konditionen und auch dort bleibt es eher selten bei nur realen 35h... Bitte immer das Gesamtpaket betrachten. Das Gehalt ist immer nur ein Aspekt, aber mitunter für viele der wichtigste beim Tausch (Arbeits-)Zeit gegen Geld.
  23. Wenn die Behörde mitspielt, man gute Leistungen zeigt und entsprechende Stufenlaufzeitverkürzungen oder Vorweggewährung von Stufen erhält auch schneller. Wobei EG12/3 mit 1000€ IT-Fachkräftezulage bereits 72k€ sind (TVöD Bund).
  24. Zu Beginn der Corona Zeit war ich 100% im Homeoffice, mehr als 3 Tage Homeoffice wird aber dauerhafte schwer. Ich persönlich kann mir 100% Homeoffice aber mit meiner aktuellen Arbeit nicht vorstellen. Mir fehlt dann doch das soziale Miteinander mit Kollegen usw. Als Sachbearbeiter mit EG12/13 90k€+ als Gehalt bei 39h: No Way! Keine Chance. 70-75k€ sind aber auch nicht allzu schlecht als Fachinformatiker.
  25. @bitweiser Der Unterschied zwischen EG12 und EG13 ist im öD relativ gering (EG12/6 zu EG13/6 sind beim Bund ca. 300€ Brutto pro Jahr Unterschied, da Jahressonderzahlung mit >=EG13 20% geringer ausfällt als mit EG12. Zudem ist EG13 i.d.R. mit Personalverantwortung verbunden. Bei meiner aktuellen Behörde haben mehrere Teamleiter auf die Höhergruppierung von EG12 auf EG13 verzichtet, weil ihnen mit EG13 keine Überstunden mehr angeordnet werden können (gibt hier tatsächlich eine Verordnung) und somit die Zeitzuschläge bei Überstunden entfallen, was unterm Strich trotz höherem Brutto weniger netto bedeutet. Genug zu tun gibt es allemal.Du kannst aber freiwillig entscheiden ob du Überstunden machen möchtest. Das kann ich überhaupt nicht unterschreiben, gibt mMn. genug spannende Projekte im öD. Meistens verzapfen viele Externe Unsinn den wir dann doch selbst auslöffeln müssen. @bitweiser mit 13-15Jahren BE sollten Möglichkeiten vorhanden sein direkt mit EG12 eingestellt zu werden. Maximal 9 Jahre wären für die Kompensation des Studiums notwendig (ITZBund), wobei es auch andere Behörden gibt, die 3 Jahre als Kompensation für das fehlende Studium nehmen. ÖD ist also nicht gleich öD! Selbst beim Bund gibt es große Unterschiede. Der Bund ist tendenziell etwas großzügiger Länder oder Kommunen (subjektiv). Zusätzlich zur IT-Fachkräftezulage gibt es auch die Vorweggewährung von Stufenlaufzeiten. Möglich ist auch eine höhere Stufenzuordnung als 3 zur Einstellung - allerdings alles nur wenn die Behörde sich flexibel genug zeigt. Das ist alles Kann-Leistung der Behörde und darauf gibts keinen Rechtsanspruch. Je nachdem wie sehr man überzeugt hat und die generelle Bewerberlage ist, geht im öD einiges, wenn es die auch Behörde lebt. Man muss klar formulieren: unter xxxx€ fange ich nicht an. Nur dann hat man sowieso eine Chance. Es gibt bisher aber nur sehr wenige Behörden, im Bund tendenziell eher im Geschäftsbereich des BMI angesiedelt, die die Zulagenzahlungen aktiv zur Personalgewinnung & -bindung nutzen. Mir sind mehrere Fälle bekannt, in denen Bewerbern direkt Stufe 4-6 gewährt wurden, allerdings ohne IT-Fachkräftezulage, weil z.B. der Personalrat die Zulage strikt ablehnt oder durch die Höhere Stufe keine Zulage mehr notwendig war. Aber das ist mehr Ausnahme als die Regel und aktuell durch Corona ist die Bewerberlage nicht mehr ganz so desaströs, sprich aktuell ist es schwerer die Zulagen wieder zu bekommen (Verwaltungszwänge). Ohne Studium sowieso, aber nicht unmöglich. Bei deinen Gehältern ist sich klar zu machen, was man möchte. 90-95k€ sind absolut gesehen sehr gut, aber wenn dann 60h+ dauerhaft fällig sind, kann der öffentliche Dienst mit 39h durchaus doch punkten. Es läuft halt ruhiger und strukturierter ab, wobei es auch genug Möglichkeiten gibt, sich auszutoben und Überstunden zu schieben. Gezwungen wird man dazu aber eher selten (Anordnung von Mehrarbeit). Dazu i.d.R. Gleitzeit. Homeoffice hängt (subjektiv)tatsächlich eher von den Vorgesetzten ab, für viele Vorgesetzte galt die Annahme: Homeoffice = Freizeit. Andere Behörden leben das Homeoffice bereits mit bis zu 3 Tagen pro Woche ohne Probleme. Coronabedingt findet hier aber zum Glück auch überwiegend ein Umdenken statt und Mobiles Arbeiten wird sich mittel- bis langfristig endgültig als Standard durchsetzen. Der öffentliche Dienst ist speziell und ich von mir nicht sicher, ob du früher oder später nicht doch die Schnauze vom öD voll hast, so wie du gerade arbeitest. Denn er ist tendenziell eher starr und unflexibel. Es muss alles seine Ordnung haben, auch wenn es manchmal etwas realitätsfern erscheint. Ein privatwirtschaftliches mittelständisches Unternehmen ist da erheblich flexibler. Großkonzerne sind zumeist ähnlich starr. Ganz unabhängig von der möglichen Gehaltslücke, die eher nicht gefüllt werden kann, musst du deine Prioritäten setzen und umsetzen. Wenn du grob gesagt 1/3 Gehalt verzichtest, aber auch 1/3 der Arbeitszeit ist das unterm Strich kein schlechter Deal. Und ich kenne genug Kollegen, die selbst in ihrem Urlaub für die Behörde erreichbar bleiben. Das gibts im öD auch.

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