15. August 20196 j Hallo zusammen, ich habe 2007 eine Ausbildung zum Fachinformatiker (Systemintegration) absolviert und habe von 2007 bis 2013 in diesem Beruf gearbeitet, als IT-Systemadministrator. Leider erkrankte ich im Januar 2009 an einer psychischen Krankheit und habe seit 2013 im meinem Beruf nicht mehr gearbeitet. Seit 2017 bekomme ich ERwerbsminderungsrente. Da ich erst 34 bin und nicht den Rest meines Lebens von der Rente leben möchte, möchte ich in meinen Beruf wiedereinsteigen. Wie kann ich die LĂŒcke von 2013 bis heute argumentieren. Zurzeit arbeite ich in einer WErkstatt fĂŒr Behinderte Menschen. Wie soll ich dies in meinem Lebenslauf am besten verpacken. Vom Fachlichen her, habe ich Erfahrungen im Bereich Windows 7/Server 2008 R2 sowie Administration von Clients. Die meiste Zeit habe ich in der Administration und Support von Clients gearbeitet Danke schon mal fĂŒr eure Hilfe.
15. August 20196 j vor einer Stunde schrieb schurik2050: Wie soll ich dies in meinem Lebenslauf am besten verpacken. Sie ehrlich, erklĂ€re was passiert, warum die LĂŒcke da ist und warum du wieder ins Berufsleben einsteigen möchtest. vor einer Stunde schrieb schurik2050: Vom Fachlichen her, habe ich Erfahrungen im Bereich Windows 7/Server 2008 R2 sowie Administration von Clients. Von den aktuellen Servern gibt es auch Images, damit kannst du dich ja schon mal ein bisschen privat beschĂ€ftigen und gucken was sich geĂ€ndert hat.
16. August 20196 j absolut offen damit umgehen. Der AG muss das auch wissen, um Deine Grenzen zu kennen. FĂŒr Dich noch wichtiger: Du musst Deine Grenzen nun erkennen und nicht wieder in den alten Trott fallen. Der AG, den Du suchst, wird Dich dabei unterstĂŒtzen. Aus welcher Ecke von Deutschland kommst Du ?
16. August 20196 j Ich habe da eine andere Meinung zu. Die meisten Ratgeber empfehlen, psychische Krankheiten auf keinen Fall als solche zu benennen. Im Anschreiben sollte man darauf gar nicht eingehen und im Lebenslauf nur etwas vermerken wie "Krankheit mit vollstĂ€ndiger Genesung". Den Rest sollte man dann im VorstellungsgesprĂ€ch klĂ€ren und auch dort nur signalisieren, dass das Thema fĂŒr dich abgehakt ist und du wieder gesund bist. Sprich das nicht im Detail ausfĂŒhren. Den zukĂŒnftigen Arbeitgeber geht sowas nichts an und gerade bei psychischen Krankheiten gibt es ein RĂŒckfallpotential, abgesehen von der allgemeinen Annahme, psychisch kranke Menschen sein nicht LeistungsfĂ€hig. Das ist dann halt ein K. O. Kriterium.  Bearbeitet 16. August 20196 j von Konketea
16. August 20196 j vor 16 Minuten schrieb Konketea: und gerade bei psychischen Krankheiten gibt es ein RĂŒckfallpotential ... und damit so etwas nach Mögichkeit nicht passiert, geht man offen und ehrlich damit um.
16. August 20196 j vor 21 Minuten schrieb MarcoDrost: ... und damit so etwas nach Mögichkeit nicht passiert, geht man offen und ehrlich damit um. Diese Aussage ist halt nur schnell geschossen und auf den ersten Blick logisch. Der Punkt ist doch der, entweder er ist gesund oder er ist nicht gesund. Vorausgesetzt er ist wieder Gesund: Inwiefern sollte ihm die Offenheit vor einer erneuten psychischen Krankheit bewahren? Und wieso unterstellt ihr ihm ĂŒberhaupt damit indirekt, er wĂ€re nicht vollstĂ€ndig genesen? Dazu sagt er ja nichts. Bei deiner Aussage steckt wohl die Annahme hinter, der Arbeitgeber wĂŒrde ihn dann bei anfallender Arbeitsbelastung in besonderer Weise berĂŒcksichtigen. Das gleiche sagt @charmanta auch aus ("Grenzen kennen") . Genau das ist aber in meinen Augen der Fehlschluss. Entweder er ist gesund, dann kann man ihn behandeln wie jeden anderen Mitarbeiter, oder er ist nicht gesund, dann will man ihn in den meisten FĂ€llen nicht.Bei Offenheit zeigt man ihm dann VerstĂ€ndnis, aber den Job kriegt er dann trotzdem nicht. Wenn er gesund ist, braucht er seine Krankheit nicht ausdetaillieren, denn er ist nicht darauf angewiesen, aus Mitleid einen Job zu kriegen oder das fĂŒr ihn bei anfallender Arbeit eine Extrawurst abfĂ€llt. Ich habe auch nicht den Eindruck bei seinem Post , dass er darum bittet. Vielleicht kann der Threadersteller dazu noch mal nĂ€heres erlĂ€utern. Meine Annahme ist momentan, er ist wieder genesen. Bearbeitet 16. August 20196 j von Konketea
16. August 20196 j Ich habe mit Depris im beruflichen Umfeld leider Erfahrung ( nicht an mir selbst ). Da passt es leider, dass man nicht vollstĂ€ndig genesen ( das dauert sehr lange ) erstmal wieder versucht sich einzubringen und genau dafĂŒr muss man seine Grenzen kennen. Gibt sicher nicht viele AG, die auf sowas RĂŒcksicht nehmen ... aber einer wĂŒrde reichen
16. August 20196 j Er schreibt er ist an einer psychischen Krankheit erkrankt. Woraus leitest du da eine Depression ab? Das kann auch etwas völlig anderes sein. DarĂŒber hinaus hat er keine Angabe gemacht, ob er genesen ist oder nicht. "Depris" ist auch ein flapsiger Begriff fĂŒr eine echte depressive Störung. Meist bester Freund ist depressiv, der kann deswegen in Intervallen immer wieder wochenlang das Haus nicht verlassen und sich melden. Wer an sowas erkrankt, der ist grundsĂ€tzlich nicht arbeitsfĂ€hig und muss in die Therapie und nicht an den Schreibtisch. Bearbeitet 16. August 20196 j von Konketea
16. August 20196 j vor 5 Minuten schrieb Konketea: DarĂŒber hinaus hat er keine Angabe gemacht, ob er genesen ist oder nicht. Der TE schreibt: vor 19 Stunden schrieb schurik2050: Seit 2017 bekomme ich ERwerbsminderungsrente. Â
16. August 20196 j vor 22 Minuten schrieb MarcoDrost: Der TE schreibt: Seit 2017 bekomme ich ERwerbsminderungsrente. Das habe ich gelesen, aber das sagt kaum etwas aus - oder ? Bei einer Ewerbsminderung geht man davon aus, dass die Person noch 3-6 Stunden am Tag arbeiten kann. WĂ€re es weniger, dann wĂŒrde er die volle Erwerbsminderungsrente bekommen. Wenn bei ihm beispielsweise 2017 festgestellt wurde, dass er noch 3 Stunden arbeiten kann, dann muss ja irgendwas passiert sein, wenn er sich jetzt wieder einen Vollzeitjob zutraut. Das ist ja nichts was man sich aussucht (ala "oh ja ich hĂ€tte dann doch lieber wieder mehr Geld, geh ich halt 8 Stunden arbeiten auch wenn man Ă€rztlich attestiert hat das ich zu mehr als 3 Stunden nicht in der Lage bin"). Oder er arbeitet sowieso schon 6 Stunden und fĂŒhlt sich einfach wieder fit genug, auch 8 Stunden zu arbeiten und die letzte ĂberprĂŒfung ist einfach nicht mehr aktuell.. Die PrĂŒfungen der Ewerbsminderung sind auch völlig unterschiedlich. Manchmal findet eine regelmĂ€Ăige ĂberprĂŒfung durch den Arzt statt, manchmal gibt es auch nur einen Fragebogen. Daher kann man sich bei so einer Aussage noch kein Bild ĂŒber den Krankheitsverlauf machen. Ich bin daher davon ausgegangen, dass er wieder gesund ist und die vollen 8 Stunden arbeiten kann. Alles andere erschien mir nicht plausibel. Bearbeitet 16. August 20196 j von Konketea
16. August 20196 j Autor Danke fĂŒr eure RĂŒckmeldungen. Die Krankheit die ich habe ist leider chronisch, lĂ€sst sich mit den Medikamenten aber gut behandeln. Ich kann mich als stabil bezeichnen. Ziel fĂŒr mich ist es in Rahmen der MaĂnahme, die ich im Moment in der Werkstatt mache ein Praktikum auf dem ersten Arbeitsmarkt zu machen. Ich wohne in Koblenz, da gibt es schon einige Firmen, bei denen ich Praktikum machen könnte. Ich bekomme Erwerbsminderungsrente, weil ich nicht mehr als 3 Stunden (zurzeit) arbeiten kann. Ich darf auch leider kein Auto fahren, sodass es schwierig ist, eine Stelle zu finden wo man kein FĂŒhrerschein braucht. Ich werde wie schon geschrieben erstmal mich fĂŒr ein Praktikum bewerben, vielleicht ergibt es sich daraus mehr. Evtl. wĂŒrde die Rentenversicherung auch eine Weiterbildung als KostentrĂ€ger finanzieren. Â
18. August 20196 j Gut wenn es um ein Praktikum zur Wiedereingliederung geht und du parallel noch in Behandlung bist, sieht die Sachlage natĂŒrlich völlig anders aus. Wahrscheinlich ist jetzt auch kein Praktikum mit einer 40h/Woche angedacht, sondern es wird so denke ich ja eine Empfehlung deines Arztes geben wie viele Stunden zumutbar sind? In dem Fall macht es natĂŒrlich nur Sinn, den Arbeitgeber direkt darĂŒber in Kenntnis zu setzen. Ich denke da wird ein Praktikum auch einfacher zu finden sein als eine regulĂ€re Vollzeitstelle. Im Anschreiben wĂŒrde ich dann auch offen damit umgehen. Allerdings empfehle ich das Anschreiben nicht hauptsĂ€chlich zur ausdetaillierung der Krankheit zu nutzen. Das wĂŒrde ich kurz und knapp halten um auch die angedachten Stunden zu platzieren. Viel mehr wĂŒrde ich im Anschreiben herausarbeiten, dass du den Job ja grundsĂ€tzlich machen kannst, beton hier ruhig deine Berufserfahrung. FĂŒr den Leser sollte die Motivation genauso klar sein, wie du uns sie hier dargelegt hast. Du willst wieder Arbeiten und nicht, weil du seitens der ARGE o. Ă. dazu genötigt wirst. Nur so aus Interesse, ist dein Ziel spĂ€ter wieder eine Vollzeitstelle oder Teilzeit auch denkbar? Ggf. wĂŒrde ich mal schauen was öffentlichen Dienst ausgeschrieben ist oder in sozialen Einrichtungen. Die sind da meistens flexibler und nehmen auf Krankheiten und Behinderungen noch mal ein Tacken mehr RĂŒcksicht als Privatfirmen. Das aber nur als Tipp. Bewerben wĂŒrde ich mich natĂŒrlich ĂŒberall.  Bearbeitet 18. August 20196 j von Konketea
Erstelle ein Konto oder melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben.