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Fernstudium oder Fokus auf fachliche Weiterbildung?


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Hallo,

ich suche (wie viele andere vor mir) ein bisschen Input zum Thema Weiterbildung per Fernstudium.
Ich habe 2016 meine FiAe Ausbildung sehr gut abgeschlossen und arbeite seitdem als interner SAP ABAP Entwicklerin/Beraterin. Gehalt/Background siehe hier, netto sind es aktuell ~2.000€ (brutto habe ich gerade nicht im Kopf).

Ich überlege schon seit langem, ob ich mich ohne Studium abgehängt habe. Meine damaligen Mitazubis haben mittlerweile studiert oder sind noch dabei, ich habe damals eigentlich ein Studium für mich ausgeschlossen (zu theoretisch, hohes Niveau etc.). Ich fühle mich beim AG grundsätzlich wohl, wohne in der Nähe (und werde hier bleiben), und freue mich auf die anstehenden Projekte und Weiterbildungsmaßnahmen, die langsam an Fahrt aufnehmen. Ich möchte aber auf Dauer einfach eine deutliche Gehaltssteigerung sehen und mich hier attraktiver machen, ohne zwangsweise Firmenhopping zu betreiben.

Studium Plus beim AG ist eine Möglichkeit, aber drei Jahre wieder mit Azubigehalt und wenig freien Tagen ist nicht sehr verlockend. Das Thema Familiengründung steht in den nächsten 5 Jahren an, und da mache ich mir natürlich schon über die Finanzen und Zukunft viele Gedanken. Ich überlege daher, ob ein Fernstudium (IUBH) ohne Präsenz + Reduzierung auf 80% sinnvoll für mich ist und sich vor allem die Investition in die Studienkosten lohnen. Noch habe ich keine Kinder und bin zeitlich flexibel, daher denke ich gerade "wenn nicht jetzt, wann dann".
Meine Vorgesetzten habe ich schonmal ein Studium nett "angedroht", dadurch habe ich die Teilprojektleitung für ein Modul im S/4-Projekt bekommen, was so langsam anläuft. Das wird sicher auch zeitintensiv und ist eine tolle Chance, allerdings weiß ich auch, wie konservativ und "deutsch" unsere Geschäftsführung ist, die letztendlich über jede Gehaltserhöhung und jeden internen Karriereschritt entscheidet. Da kann ein Studium sicher nicht schaden.

Was denkt ihr? Sicher ist das auch ein bisschen "Jammern auf hohem Niveau", SAP Beratung ist selbst intern kein schlechtes Steckenpferd und wir bekommen durch das anstehende S/4 Projekt viele gute Schulungen (und nette Einträge im Lebenslauf ;)) geboten.

Bearbeitet von Degurina
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Schwierig. Ich denke du bist jetzt schon unterbezahlt. Wechseln willst du auch nicht unbedingt, würde aber am meisten Sinn machen mit Blick auf das Gehalt. Studium alleine muss zumindest kurzfristig auch nicht zu mehr Geld führen außerdem muss man das auch erstmal erfolgreich zu Ende führen. Und dann noch Familienplanung in den nächsten 5 Jahren, möglicherweise in Teilzeit gehen plus Elternzeit etc? Schwierige Situation.

 

 

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Hast du schon mal deinen direkten Vorgesetzten ganz frech nach einer Gehaltserhöhung gefragt? Wenn nein, mach mal, wenn ja, was hat er gesagt? Mehr als deine ~3k Brutto dürfen schon drin sein.

Bzw frag direkt was du machen muss um eine Gehaltserhöhung zu bekommen und sammle Argumente warum du der Meinung bist eine zu verdienen (gut abgeschlossene Projekte, mehr Aufgaben übernommen, schneller wie an Anfang da mehr Erfahrung in Bereich XY... eigentlich alles, außer vom AG bezahlte Schulungen :)).

Zum Thema "wenn nicht jetzt, wann dann" möchte ich anmerken, dass ich durchaus Frauen kenne die Kinder bekommen und Studium "zusammengelegt" haben und sagen, dass das die beste Idee war die sie je hatten. Kommt natürlich auf das Kind an, aber wenn es kein Windelterrorist ist und man sich recht frei bewegen kann ist ein (fast) Vollzeit(Fern)Studium möglicherweise machbar.

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vor 1 Stunde schrieb Maniska:

Hast du schon mal deinen direkten Vorgesetzten ganz frech nach einer Gehaltserhöhung gefragt? Wenn nein, mach mal, wenn ja, was hat er gesagt? Mehr als deine ~3k Brutto dürfen schon drin sein.

Ja, wenn auch nie nach einer konkreten Zahl. Ich war bisher erstmal froh, dass ich von meinem Einstiegsgehalt von 2100 Brutto schnell weg war ;)

Hier ist leider die Firmenpolitik, dass die Geschäftsführung über jede Erhöhung entscheidet, und die ist einige Ebenen (4 aktuell) über mir. D.h. mein Gruppenleiter bzw. eher erst der Abteilungsleiter argumentieren bei der Bereichsleitung, die dann mit der GF diskutieren muss. Meine Vorgesetzten entscheiden da nichts direkt, sondern können nur anstoßen, was ich auch jährlich beim MA-Gespräch immer nochmal selbst anstoße.
Mit Projektleitung + Papier durch ein Studium (und notfalls Angebot der Konkurrenz, was ich mittlerweile in Betracht ziehe) habe ich da bessere Chancen, hoffe ich jedenfalls.

 

vor 1 Stunde schrieb Maniska:

Zum Thema "wenn nicht jetzt, wann dann" möchte ich anmerken, dass ich durchaus Frauen kenne die Kinder bekommen und Studium "zusammengelegt" haben und sagen, dass das die beste Idee war die sie je hatten.

Finde ich interessant. Je nach Fernuni ist das Finanzielle während der Elternzeit sicher ein großes Problem, aber die zeitliche Komponente kann man vorher sicher schwer abschätzen, da habe ich schon alles Varianten im Freundeskreis erlebt, von Selbstständigkeit mit drei kleinen Kindern über Teilzeit nach wenigen Wochen bis hin zu verlängerter Elternzeit aufgrund von psychischen Problemen. Leider hat niemand in meinem Umkreis Familie und Studium gleichzeitig bewältigt, ich habe da also keine Erfahrungswerte.

Bearbeitet von Degurina
erg.
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vor 17 Stunden schrieb eneR:

Kosten für den Bachelor WI/Info ca. 2000 € gestreckt auf mehrere Jahre an der Fernuni Hagen. Fast ein schnapper. 

Preislich unschlagbar, aber die bieten leider nur ein reines Informatik-Studium an, falls ich die Website richtig interpretieren. Man sagt ja pauschal, dass ein Bindestrich-IT-Studiengang "leichter" ist.
Mein Ziel generell ist, mich inhaltlich in der Entwicklung besser aufzustellen (aktuell hauptsächlich "ABAP", als richtiger ITler fühlt man sich dabei nicht ;) ), aber auch die Beratung und das Projektmanagement macht langsam richtig Spaß. Ich bin kein klassischer Nerd, mit Netzwerktechnik & Co. habe ich nicht viel am Hut, von daher glaube ich, dass ich an einem reinen Informatik-Studium alleine wegen der Motivation scheitern werde.

Nur, was ist wichtiger bzw. besser anerkannt im Lebenslauf? "Hauptsache Bachelor" oder "Hauptsache staatliche Uni", unabhängig von der Note?

 

Weil ich es vorher überlesen hatte:

Am 11.12.2019 um 19:32 schrieb eneR:

Wechseln willst du auch nicht unbedingt, würde aber am meisten Sinn machen mit Blick auf das Gehalt.

Ich schließe einen Wechsel nicht kategorisch aus, aber ich bin regional verwurzelt und werde für einen Job nicht quer durchs Land ziehen oder stundenlang pendeln. Solch ein Karrieremensch bin ich nicht.
Die Alternativen in der Gegend sind gehaltstechnisch ähnlich aufgestellt, für einen größeren Sprung müsste ich vermutlich ins Ruhrgebiet oder FFM pendeln, jeweils mindestens 1,5h Fahrzeit einfach.

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vor 22 Stunden schrieb eneR:

Kosten für den Bachelor WI/Info ca. 2000 € gestreckt auf mehrere Jahre an der Fernuni Hagen. Fast ein schnapper. 

Unschlagbar ist auch deren Abbrecherquote: Über 70%, sagt man. Für den 2000€ "Schnapper" gibt es halt keine Betreuung. Da heißt es: Vogel friss oder stirb. Mit einer recht hohen Wahrscheinlichkeit sind die 2000€ also aus dem Fenster geworfen.

Es gibt in der Tat nur sehr wenige berufsbegleitende Fernstudienangebote in Informatik (Bachelor) an staatlichen UNIVERSITÄTEN, aber es gibt sie.

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Ob diese Art des Studium einem liegt oder nicht muss natürlich jeder für sich selber Wissen. Ich wollte halt nur mal einen Weg zeigen der nicht 15.000€ kostet. Und wer genau sagt denn, dass die Abbrecherquote bei über 70% liegt? Ich mein, mal schnuppern kostet ja auch nicht viel.. das könnte ja schon mal ein paar Abbrecher erklären. Sich dann mal, nur zum schnuppern, an einer IUBH oder FOM oder sonstigen FHs anmelden nur um dann mal ein Semester für 1500€ zu schnuppern... kommt natürlich seltener vor bzw. wird vorher sehr gut durchdacht, oder?

Wenns eine FH sein soll, könnte auch das Verbundstudium interessant sein. Da gibt es allerdings min 4 Präsenzsamstage plus Klausuren im Semester. Ist halt schon einer Fahrerei...

 

Und welche staatlichen Unis kennst du noch, die Informatik anbieten? 

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Hagen selbst tut sich (aus nachvollziehbaren Gründen) schwer damit offizielle Zahlen preiszugeben.

Aber schau mal hier. Zeit-Online ist als Quelle denke ich seriös genug: https://www.zeit.de/2010/52/C-Fernuni

Klar kann man das probieren. Man sollte aber daran denken nicht zu lange zu probieren. Wenn man nach 5 Jahren das Handtuch wirft, hält sich der finanzielle Schaden zwar in Grenzen, aber die Zeit ist verloren. Zeit ist bekanntlich auch Geld ;-)

Eine nette Übersicht über berufsbegleitende Fernstudiengänge Informatik gibt es hier: https://www.studieren-berufsbegleitend.de/studiengaenge/informatik/

Neben Hagen sehe ich da noch 2 Unis (Kaiserslautern und Erlangen)

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Und die 70% dürfte eine durchschnittsschätzung der FuH sein. Mich würde es nicht wundern,  wenn da die Abbrecherquoten bei den Informatik Studiengängen bei über 90% liegen. Mein Freund, mit dem ich das Bachelor Studium absolviert habe, hat dort seinen Winfo Master angefangen und die Modulskripte die ich da gesehen habe sind einfach nur mehrere hundert Seiten Fliesstext in S/W Druck (richtig nice bei Grafiken...). Dazu halt mächtig theoretisch, Uni halt.

Ich würde das nicht empfehlen, wenn es nicht unbedingt ein Uni Abschluss sein muss (z.B. für eine Promotion o. Ä). Auch kriegt man dadurch kein gutes Bild, wie ein Studium denn wäre. Es ist zwar günstig zum ausprobieren, aber wenn das Fazit dann ist, ein Studium wäre nichts für einen, obwohl man mit einem Verbundsstudium, jeder privaten FH oder privaten Uni im Ausland klargekommen wäre, dann wäre das sehr schade. Immerhin sind die Verdienst Möglichkeiten nach einem Studium schon beträchtlich und auch die Kosten einer privaten FH haben sich dann meist binnen eines Jahres durch das Mehrgehalt armotisiert. 

Bearbeitet von Cloudnaut
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Buahh! Wenn man mal genauer hinschaut:

Momentan gibt es 5256 Bachelor Studenten in Informatik:  https://www.fernuni-hagen.de/arbeiten/statistik/semesterzuordnung/studstat/ws-19-20/angebot.shtml

Und pro Jahr schließen ca. 50 ab. https://www.fernuni-hagen.de/arbeiten/statistik/absolventen/ba.shtml 

90% Abbrecher sind dann noch stark untertrieben :-(

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Ich würde mal nicht so steil gehen auf solche Statistiken. :p  Wenn ich mir deshalb schon einmache brauche ich gar nicht starten...

Und von Abbrecher liest man da nichts. Man sieht nur eine Zahl für eingeschriebene und eine Zahl für bestandene Abschlussprüfungen. Aber das zu diskutieren ist müßig... ich hab da doch auch keinen genauen Einblick. Auch studiere ich da nicht. Muss halt jeder selber Wissen.

Und wenn ich mir die FAU angucke, das ist ja eher IT-Sicherheit als Informatik. Und Kaiserslauten sehe ich mal gar kein Informatik. An der Stelle kann man dann auch schon auf das Fernstudium Forum verweisen. Dort werden und wurden solche Diskussionen auch ständig geführt.. ist quasi alter Käse.

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vor 42 Minuten schrieb eneR:

Ich würde mal nicht so steil gehen auf solche Statistiken. ?  Wenn ich mir deshalb schon einmache brauche ich gar nicht starten...

Die Schätzung der 70% kommt ja von der FuH. Mit einmachen hat das übrigens eher nichts zu tun, eher mit einer privaten Risiko/Chancen Abschätzung. Das Ergebnis kann da durchaus sein, dass man trotzdem ein Studium an der FuH wählt, man geht dann aber meist auch stärker ins Studium mit mehr Klarheit, weil man sich schon mal mit mehr Dingen beschäftigt hat, als nur mit den Werbetexten auf der Seite der FuH und auch die Alternativen evaluiert hat. 

Es ist einfach so, dass ein nebenberufliches Studium oft nicht am Inhalt scheitert, sondern an den persönlichen Lebensumständen, die nicht zur Organisation der Studiengänge passen. Und hier gibt es halt sehr viele verschiedene Modelle in Deutschland. Die FuH ist eigentlich eher eine Universität, die ein reguläres Präsenzstudium als Fernstudiengang mit Skripten statt Betreuung anbietet. Vollzeit oder Halbtags unterscheidet sich nur in der Anzahl der Module. Es ist somit eigentlich nicht primär an die Bedürfnisse von berufstätigen bzw. "Professionals" gerichtet. Besonders deutlich  sieht man das bei Studiengängen wie  Psychologie, Jura, Kulturwissenschaften usw., wo einschlägige Vollzeit Praktika von mind. 6 Monaten während des Studiums erwartet werden. Für berufstätige ist das gar nicht mehr machbar. Man muss also zwangsläufig pausieren. Das ist also eher für Leute die da Vollzeit statt an einer Präsenzuni studieren und noch nicht berufstätig sind. 

Bearbeitet von Cloudnaut
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Ich stimme dir fast überall zu. Wobei diese Zahl von 70% auch schon wieder 10 Jahre alt ist. Und ob die Abschlussquoten von privaten Anbietern so viel besser ist darf man auch bezweifeln. Wenn ich da schon 15.000€ oder mehr auf den Tisch legen soll, wirkt es nahezu geschäftsschädigend wenn diese das mit "Wir haben nur eine Abbruchquote von 40%" o.ä. bewerben. Deswegen würde ich da ehrlich gesagt auch nicht alles glauben.

Und das manche Studiengänge wie Psychologie u.a. ein Vollzeit-Praktikum beinhaltet ist auch nur richtig und dient der Qualität. Da wird schließlich mit Menschen gearbeitet etc... aber wir driften ab und sollten eher in unserem IT Umfeld bleiben. ? 

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Am 14.12.2019 um 15:02 schrieb eneR:

Ich stimme dir fast überall zu. Wobei diese Zahl von 70% auch schon wieder 10 Jahre alt ist. Und ob die Abschlussquoten von privaten Anbietern so viel besser ist darf man auch bezweifeln. 

Bezweifeln darfst du alles^^ ,  allerdings sind die seriösen privaten Hochschulen  im Regelfall sehr transparent. Natürlich auch zu Marketing Zwecken. So kannst du oft auf der Webseite schon die Abbrecherquoten einsehen und es gibt alle Jahre wieder Erhebungen über Durchschnittsnoten, Karriere- und Verdienstverläufe der Absolventen. 

Am 14.12.2019 um 15:02 schrieb eneR:

Wenn ich da schon 15.000€ oder mehr auf den Tisch legen soll, wirkt es nahezu geschäftsschädigend wenn diese das mit "Wir haben nur eine Abbruchquote von 40%" o.ä. bewerben. Deswegen würde ich da ehrlich gesagt auch nicht alles glauben.

Naja wer damit nicht glänzen kann, der schweigt sich dazu lieber aus wie die FuH es tut. Ansonsten sind die privaten Hochschulen ebenso an die Deutschen Hochschulgesetze gebunden und hinter guten Abschlussquoten einen Marketing motivierten Betrug zu wittern halte ich schon für ziemlich Hahnebüchen. Das wäre wirklich ein Skandal. 

Am 14.12.2019 um 15:02 schrieb eneR:

Und das manche Studiengänge wie Psychologie u.a. ein Vollzeit-Praktikum beinhaltet ist auch nur richtig und dient der Qualität. Da wird schließlich mit Menschen gearbeitet etc... 

Die FuH bietet keine klinische Psychologie an und bildet eher Psychologen aus die dann in Wirtschaftsunternehmen im Marketing o. Ä. arbeiten. Aber das ist auch ziemlich egal, ich wollte damit ohnehin nur aufzeigen dass der Aufbau des FuH Studiums sich nicht primär an berufstätige richtet und die FuH im Selbstverständnis auch keine Hochschule ist, die Professionals mit einem akademischen Grad zum nächsten Karriereschritt verhilft. Das Selbstverständnis der FuH ist es eine universitäre Ausbildung für Leute anbieten zu können, die aus unterschiedlichsten Gründen keine Präsenz Universität besuchen können. Das ist der Geist der die FuH atmet. Muss man einfach wissen. Hat halt seine Vor- und Nachteile die man für sich persönlich abwägen muss. 

P.S.

Am 14.12.2019 um 15:02 schrieb eneR:

Wenn ich da schon 15.000€ oder mehr 

Die BSc. Studiengänge kosten I'm Schnitt 12.000€. Das Geld sollte man aber ohnehin nicht überbewerten. Davon kriegste bis zu 42% von der Steuer zurück und der Rest, der sich über 3 Jahre verteilt, hast du im Schnitt mit dem ersten Jahresgehalt nach dem Studium wieder raus. Zumindest Leute, die noch sehr früh in ihrer Karriereentwicklung stehen. 

Bearbeitet von Cloudnaut
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Erstmal danke für euren Input bisher.

Was ich definitiv nicht möchte, ist eine hohe VorOrt-Präsenz(edit: Betonung auf hohe Präsenz, a la jeden Freitag+Samstag) und klassische Uni-Vorlesungen (egal ob digital oder im reallife), weshalb ich die FU Hagen für mich ausschließe. Ein Freund hat an der FU nebenberuflich studiert und ich habe seinen Stress mit den Terminen mitbekommen. Auch die Scripte sind oberflächlich sehr trocken und massig. Da erhoffe ich mir von einer spezialisierten Hochschule wie die IUBH mehr Betreuung bzw. zugeschnittenes Lernmaterial für den Preis, daher habe ich mal Infomaterial für WInfo angefordert.
Das Fernstudium-Forum werde ich mir auch anschauen, danke!

Mein Ziel ist kein Master oder eine spätere Beschäftigung in der Forschung. Dafür bin ich nicht der Typ, bin eher praktisch veranlagt. Mir geht es in erster Linie um den Abschluss und darum, grundlegendes Theorie-Wissen zum Thema WInfo aufzubauen. Die Ausbildung war inhaltlich dahingehend ja echt ein Witz.

Was die Einschreibungs- vs. Abschlusszahlen angeht: An einer Fu Hagen ist die Hemnis, sich mal einzuschreiben, sicher geringer als einer höherpreisen Hochschule. Von daher sind solche Zahlen nur bedingt aussagekräftig für mich. Da schätze ich persönliche Erfahrungen mehr.

Bearbeitet von Degurina
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vor 4 Stunden schrieb Cloudnaut:

Die BSc. Studiengänge kosten I'm Schnitt 12.000€. Das Geld sollte man aber ohnehin nicht überbewerten. Davon kriegste bis zu 42% von der Steuer zurück und der Rest, der sich über 3 Jahre verteilt, hast du im Schnitt mit dem ersten Jahresgehalt nach dem Studium wieder raus. Zumindest Leute, die noch sehr früh in ihrer Karriereentwicklung stehen. 

Stimme ich zu. Wollte nur darauf aufmerksam machen, dass es auch für unter 5stellig geht.

Am wichtigsten ist es aber, dass man dabei bleibt und den Abschluss macht. Wenn dann scheitert es zumeist an mangelnder Zeit oder fehlender Motivation, nicht an den Kosten.

 

Bearbeitet von eneR
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vor 2 Minuten schrieb eneR:

Wenn dann scheitert es zumeist an mangelnder Zeit oder fehlender Motivation, nicht an den Kosten.

Motivation wird wahrscheinlich doch das größte Problem sein. Ich bin mehr der Praktiker, und Hausarbeiten schreiben ist nichts, was mich am Studium reizt.

Vielleicht sollte ich mal ein paar Bewerbungen schreiben und schauen, wo mein Marktwert liegt. Evtl. gibt es ja Feedback bzgl. fehlender Bachelorabschluss.

AKtuell glaube ich, dass ich mit fachlicher Weiterbildung (SAP Schulungen + Projekte) mehr erreiche als mit einem Studium. Wenn ich jetzt studieren sollte, müsste ich meine Arbeitszeit reduzieren. Das würde mich aus den aktuellen Projekten eher herauskegeln.
Andererseits verbaue ich mir nichts, wenn ich mich erstmal aufs Fachliche konzentriere. Klar wäre es cool vor einer möglichen Elternzeit ein deutlich höheres Gehalt zu erzielen, aber bis dahin hätte ich meinen Bachelor eh noch nicht.

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Was du machen kannst: Die "Ekelscheine" wie Mathe z.B. an der FU Hagen ablegen (da kostet es am wenigsten) um diese dann ggf. beim Bildungsträger deiner Wahl anrechnen zu lassen.

Entweder du bestehst und kannst anrechnen lassen, dann ist alles i.O.; oder du bestehst, kannst nicht anrechnen lassen, kannst aber den Stoff schon, auch alles i.O. ODER du fällst mit Pauken und Trompeten durch, stellst fest "Studium blöd" und weißt dann zumindest das.

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Ja gibt im Studium generell einige Brecher und Hürden die man nehmen muss. Gerade die 10 CP BWL Module können schon sehr umfangreich sein. Also umfangreich im Sinne von 800 Karteikarten auswendig lernen. So ein Modul ist mir im Studium aber nur 2-3 mal begegnet. Da kraucht man aber auf dem Zahnfleisch. 

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vor 10 Stunden schrieb Degurina:

 nicht den "zertifizierten SAP Berater" oder wie auch immer man das nennt.

Wäre das nicht die "richtige" fachliche Vertiefung?

Mal aus meiner Sicht: Bin Anfang des Jahres zum SAP SCM Teamlead aufgestiegen und habe die fachliche und disziplinarische Führung von 5-6 Inhous-SAPlern unter mir. Bin der einzige ohne Studium im ganzen Team. Hab nur den FIAE vor 15 Jahren abgeschlossen und dann noch den staatl. gepr. Betriebswirt gemacht. Den Betriebswirt hab ich nach der Ausbildung "nur" gemacht, da im Ausbildungsbetrieb, nach eher mageren Einstiegsgehalt, mit anfänglichen schnellen Aufstiegen in den Entgeldgruppen ein Level erreicht war, über das man mit reiner Ausbildung schwer weiter aufstieg.

Der Betriebswirt hat mir am Ende nur einen Händedruck meines Chefs eingebracht. Am Gehalt hat sich da nichts geändert, warum auch, hab ja die selber Arbeit wie vorher erledigt.

Erst die Wechsel weg vom Ausbildungbetrieb haben deutliche Gehaltssteigerungen ermöglicht (>25%). Bin dann sogar noch mal zurück zum Ausbildungsbetrieb (dann war das höhere Gehalt auf einmal auch kein Problem mehr, die Hütte brannte halt).

Ich habe keine SAP Zertifikate, auch kaum SAP Weiterbildungen belegt. Das meiste habe ich mir angelesen bzw. gelernt, wenn ich es brauchte. Angefangen habe ich im LE in der Entwicklung, mittlerweile bewege ich mich entlang der gesammten Prozessketten/-module im SCM, Entwickler aber kaum noch. Hab aber einiges an Projekterfahrung angesammelt.

 

Du scheinst deine zukünftige Rolle noch nicht gefunden zu haben. Willst du tiefer in die Entwicklung (Eclipse mit ADT, UnitTests, MVC, DesingPattern) einsteigen? Gehst du in die Modulbetreuung und unterstützt die Fachbereiche dabei ihre Prozesse im SAP abzubilden (Anforderungsanlyse, Prozessdesing, Umsetztung per Customizing) oder gehst du ins Projektmanagment (weg von der fachlichen Tiefe hin zur Organisation)? Oder als Generallist von allem etwas (ist mein Weg).

Nimm doch das anstehende Projekt und probier dich aus. Schau welche Teile dir Spaß machen. Mit einer erfolgreichen S4/HANA Einführung bist du den meisten SAPlern aktuell weit vorraus (alle reden davon, aber wirklich gemacht hat es noch keiner). Schau das du viele schöne Zettel sammelst (SAP Schulungen) die wollen die Personaler sehen.

Nach der Einführung weißt du wahrscheinlich wo du hin willst. Dann überleg dir wie du da hin kommst. Ein Studium schadet nie, gibt aber auch noch andere Abschlüsse. Auch der Schwerpunkt sollte passen (wieso Informatik, ich hatte im mit einem Logistk-Studium geliebeugelt).

Kenne jetzt deinen AG nicht, wenn da seit Jahren ein SAP läuft, bis auf der HANA Einführung aber kaum große Projekte anstehen, würde ich spätestens nach der Umstellung über einen Wechsel nachdenken. Ich stehe aber auch auf größere Projekte: SAP RollOut in neue Werke, Modul-Einführungen, Remodelierung der konzerninternen Warenflüsse inkl. Änderung der OrgEbenen, Aufbau neuer Mandanten zur Abbildung neuer OTC Prozesse, etc... reizen mich deutlich mehr, als ein bestehendes System zu warten und am Leben zu halten. In solchen Projekten ist die Lernkurve sehr hoch und die machen sich entsprechend gut im Lebenslauf. Und der Wechsel wird sich deutlich spührbar im Gehalt niederschlagen.

Wenn du doch lieber bei deinem AG bleiben willst: Mach dir einen Namen in den höheren Ebenen mit guten Leistungen. Versuch selber mit den Leitungsebenen in Kontakt zu kommen (geht über die Projektleiterschiene noch am einfachsten). Ist deutlich einfacher ein höheres Gehalt zu bekommen, wenn die Entscheider nicht einfach über irgendeine Person entscheiden, sondern mit dem Namen ein Gesicht und eine Erfolgsstory verbinden können. 

Ich hätte auch noch eine SD/LE Teamstelle frei, wenn du ortsunabhängig bist...wir würden auch besser bezahlen....einen geeigneten entwickelden Berater findet sich aktuell nicht so leicht....

Gruß Bockreiter

 

Bearbeitet von Bockreiter
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