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Bockreiter

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  1. Bockreiter

    Jetzt versteh ich den "Fachkräftemangel"...

    Wo rüber wird hier eigentlich diskutiert? Über die "Hürde" Abschlussprüfung mit zu geringer Durchfallquote? Über die Qualität der Lehrkörper? Über den kaufmännischen Anteil der FI Ausbildung? Oder der Anteil der anderen Fachrichtung, den man ja so wie so nie braucht? ... Ich gehörte zu den 50% der 1000 Studenten die im ersten Semester an der RWTH AC in linearer Algebra "ausgesiebt" wurden. Ist es wirklich erstrebenswert eine so hohe Durchfallquote zu haben? Wie groß wäre das Geschrei wenn bei der FI Abschlussprüfung auf einmal 50% durchfallen würden? Ist es wirklich so schlimm Prüfungsfragen offen zu stellen, so das der Prüfer möglichst viele Punkte für verschiedene Antworten geben kann? Einfach waren die Prüfungen nie, ohne Wissen kommt man dort nicht sehr weit, aber Durchfallen will doch auch keiner. Und entwerten tut die Abschlussprüfung auch keinen, gehen ja nicht alle mit ner eins nach Hause. Es ist manchmal schwer die richtige Lösung zu geben, wenn es vermeintlich mehrere Lösungen gibt. Und wer dann evtl. sogar mehrere richtige Lösungen präsentiert, hat die eins auch wirklich verdient. Nach 18 Jahren diverser Schulformen (Abi, BS, Fachschule) ist mir auch so jeder Lehrertyp untergekommen. Von Pfeifen bis hin zu sehr guten. Aber da brauche ich mich nur in meiner Abteilung umschauen, da gibt es genauso Pfeifen, wie auch Genies. Bei mir in der Klasse waren aber auch immer genügend Mitschüler, denen es ganz Recht war, wenn der Lehrkörper nicht zu viel gefordert hat. Konnte ich nie nachvollziehen, denn ich wollte gefordert werden um etwas zu lernen. Aber solange sie mich in meinem Lernen nicht behindert haben, waren die mir eh egal. Wieviel BWL braucht denn der FI wirklich? Ich war über 15 Jahre in der SAP Welt als Entwickler tätig. Der ganze BWL Kram war also mein tägliches Brot. Jemand der Flugzeugsimulatoren programmiert wird da eher weniger mit am Hut haben. Ein wenig BWL Wissen schadet doch niemanden und wirklich schwer ist es doch auch nicht. Und wer weiß wo man nach ein paar Jahren landet? Ich bin mittlerweile Leiter im Bereich WarehouseMangemant. BWL gehört dabei immer noch zu meinen Tätigkeiten, jetzt aber eher in der angewandten Form. Ich bin auch immer Mal wieder mit FiSi Themen konfrontiert, meistens wirklich oberflächlich, das wenige aus der Ausbildung aber reicht damit ich Probleme schneller einordnen kann (z.B. Druckerprobleme, Verbindungen zu externen Systemen,...) und evtl. auch selber prüfen kann. Es fällt einem auch leichter mit FiSis aus anderen Fachbereichen zu kommunizieren, wenn man versteht worüber man spricht. Die FI Ausbildung ist so wie sie von der Industrie mit der IHK aufgestellt wurde, in der Basis Recht breit, bietet aber schon von Anfang an zwei Spezialisierungen. Vertiefen kann/muss man dann zum Ende der Ausbildung/Anfang des Berufslebens weiter. Ich war eigentlich sehr zu frieden mit dem Rahmenlehrplan und der Prüfung (die verhauene GH2 Mal außen vor). Gruß Bockreiter
  2. Bockreiter

    FiSi oder ITA mit anschl. Studium?

    Wieso nicht Ausbildung mit Fachabitur? Generell möglich: http://www.fachabitur-nachholen.de/berufsschule.html Kennt nur fast keiner... Da es genügend Azubis gibt die ihre Ausbildung erst gar nicht antreten oder direkt wieder hinschmeißen, würde ich an deiner Stelle bei einer glücklosen dies jährigen Ausbildungsplatzsuche, nochmal intensiv ab August dahinter klemmen. Viele Unternehmen stellen dann auch nochmal ein. Die IHK hilft meistens bei der Vermittlung... Gruß
  3. Bockreiter

    Fachkräftemangel - Gründe und Auswege

    Bin dann wohl so eine Ausnahme ;-) war die ersten zwei Lebensmonate als Partnermonate zu hause, dann noch mal Lebensmonat 7 - 12. Kenne viele "Ausreden" wieso Väter nicht zu Hause bleiben können, aber wenig nachvollziehbare. Väter sind immer unersetzbar und der AG spielt deshalb angeblich nicht mit! Mein AG war auch nicht begeistert, hatte aber keine Wahl da Rechtsanspruch. War auch der erste Vater der mehr als die zwei Partnermonate genommen hat, was bei vielen Männern eigenartige Kommentare zu Tage gefördert hat. Ob es meines Karriere geschadet hat, bestimmt nicht, denn der AG passte nicht zu mir, hab mir einen familienfreundlicheren AG gesucht. Ich hab kein Prob damit, wenn man nicht auf "Neu-Papa" machen will, aber dann steht halt dazu. Hab ich auch im Freundeskreis; klassisches Rollenmodel, von beiden gewollt&gelebt, kann auch passen. Aktuell hat sich wieder Nachwuchs angemeldet. Diesmal will meine Frau länger zu Hause bleiben, ist auch ok, Dank Elterngeld-Plus werden es für mich sechs Monate mit einer Reduzierung auf 20h/Woche. Auch nach der Elternzeit werde ich in Teilzeit bleiben. Da meine Frau eine Führungsrolle besetzt, ist Teilzeit dort nicht möglich bzw. schwer einzuhalten (Überstunden/Termine im Nachmittag). Aber auch dort stehen noch Gespräche an, eine Reduzierung der Stunden insgesamt sollte auch bei Ihr möglich sein. Zum Gender-Gap: Meine Frau arbeitet in der Pflege: führt knapp 30MAs und ist für ca. 75 Bewohner zuständig. Strotz Schicht/Wochenenddienst verdient sie weniger als ich, ohne Führungs-/Budgetverantwortung in der IT. Gerecht? Zumindest bekommen sowohl bei ihr wie auch bei mir hier Frauen und Männer das gleiche für die gleiche Tätigkeit. Gruß Bockreiter
  4. Bockreiter

    Im Beruf ankommen

    Wobei da in meinen Augen auch die Erfahrung mit rein spielt. In der Ausbildung/als Berufsanfänger kann man noch nicht alle Techniken/Möglichkeiten kennen. Da macht es schon Sinn, nach Vorgaben zu programmieren. Wenn die Erfahrung/das Wissen steigt sollte man aber irgendwann selber entscheiden können, wie genau man etwas sinnvoll implementiert. Wieder kehrende Probleme werden meist ähnlich gelöst. Wenn man x Schnittstellen codiert und auch die auftretenden Fehler/Probleme ausgemerzt hat, dann ist man deutlich besser in der Lage eine Schnittstelle zu entwerfen. Entwirft man das erste mal eine Schnittstelle, ohne jegliche Schnittstellen-Vorerfahrung, wird man deutlich mehr "Fehler/Schwachstellen" in der Schnittstellendefinition/-implementierung haben. Wer aber nach 10 Jahren BE immer noch nicht in der Lage ist Lösungen für Problemstellung zu konzeptionieren/designen und weiterhin nur nach Vorgaben implementiert, sollte sich mal hinterfragen. Auch der TE steht noch am Anfang (1 Monat wirkliche Berufspraxis), hat somit wenig Erfahrung und steht vor einem Wald voller neuer Dinge/Möglichkeiten. Jetzt gilt es die verschiedenen möglichen Wege kennen zu lernen um Problemstellungen zu lösen. Ein Kundiger, den man nachdem Weg fragt, kann da sehr hilfreich sein. Mit der Zeit kennt man die besten Wege in diesem Wald und kommt so schneller/besser/bequemer ans Ziel. Wenn man dann in diesem Wald heimisch geworden ist, wird es Zeit auch mal die ausgetreten Wege zu verlassen und neue Wege aus zu probieren. Natürlich wird man sich am Anfang immer mal wieder verlaufen, landet in Sackgassen und muss Wege mehrmals beschreiten bis man am Ziel ist. Das gehört dazu. Alle mal besser als den großen Wald zu scheuen, ihm den Rücken zu kehren und sich zu Hause zu verstecken. Gruß Bockreiter
  5. Bockreiter

    Urlaub an Zwischenprüfungstermin

    Bist du denn zur fraglichen Zwischenprüfung von deinem Betrieb bereits angemeldet worden? Wenn die Anmeldung noch nicht erfolgt ist, brauchst du auch nicht von der Prüfungsanmeldung zurück treten. Gruß Bockreiter
  6. Bockreiter

    Wirtschaftsinformatik Ausbildung und dann FiAE?

    Das Grundproblem bei diesem "staatlich geprüften Wirtschaftsinformatiker": Abschluss nach saarländischen Landesrecht, der genau an einer Schule angeboten wird. Aber gleichzeitig gibt es noch den "geprüften Wirtschaftsinformatiker (IHK)" als Weiterbildung (OP), dann noch den "staatlich geprüften Betriebswirt Wirtschaftsinformatik" ebenfalls als Weiterbildung. Und dann noch unzählige "studierte" Wirtschaftsinformatiker und die Wirtschaftsinformatiker von anderen Einrichtungen (SLG/ILS) Die FI Ausbildung gibt es mit zwei Fachrichtungen, deutschlandweit! Mit dem "staatlich geprüften Wirtschaftsinformatiker" dürfte man bundesweit mehr Erklärungsbedarf haben, welchen Abschluss/Ausbildung man jetzt genau hat. Ein FI wird es da einfacher haben. Wenn die schulische Ausbildung aber lokal im Saarland bekannt und qualitativ wirklich sehr gut ist und man eh lokal verwurzelt ist, sollte man im Anschluss an die Ausbildung sicher eine Junior-Stelle bekommen. Mit ein paar Jahren Berufserfahrung interessiert der genau Abschluss dann eh nicht mehr. Wenn aber eh ein Studium angestrebt wird, wäre ein Duales Studium sicher die bessere Wahl, da man in der gleichen Zeit ebenfalls zwei Abschlüsse erlangt, aber deutlich mehr Praxiserfahrung sammelt. Gruß Bockreiter
  7. Ich hab auch schon wegen des Geldes gewechselt, hab es bereut und wieder korrigiert. Auch der aktuellen Stelle lag eine Entscheidung zwischen zwei Angebote zugrunde. Aber für mich ist Geld nur noch ein Baustein in einem Gesamtgefüge. Da zählen neben der fachlichen Seite, Weiterbildungsangebote und Aufstiegsmöglichkeiten aber auch Arbeitszeitmodell, Urlaubstage, Fahrzeiten,... dazu Mir ist ein 9to5 als Gleitzeit incl. Überstundenausgleich hier um die Ecke deutlich mehr wert, als Vertrauensarbeitszeit mit abgegoltenen Überstunden und dazu noch eine längere Anfahrt incl. Berufsverkehr. Da können mich selbst 1000€ netto und eine noch so spanende Aufgabe nicht locken. MfG Bockreiter
  8. Bockreiter

    Vertragsangebot - Consultant DWH

    Ist das Gehaltsgefüge der neuen Firma insgesamt niedriger oder ist der Gehaltsabschlag in deinen Wissenslücken für diese Tätigkeit begründe? Wann wird aus dem Junior ein Senior und was bedeutet das Gehaltstechnisch? Kann man da evtl. auch vertraglich festhalten. Bei der Reisebereitschaft kommt es auch ein wenig drauf an, wie dort Zeiten gerechnet werden. Musst du acht Stunden beim Kunden Vorort sein und die Fahrzeit kommt extra obendrauf (als Arbeitszeit oder als Freizeit)? Wie wird gereist (Firmenwagen?). Gruß Bockreiter
  9. Bockreiter

    Unzufrieden beim neuen AG, was tun?

    Aber genau darüber musst du dir klar werden. Was "bringt" dir die Rückkehr zum alten AG. Dafür musst du dir aber auch klar werden, wohin dein beruflicher Weg gehen soll. Zurück in ein super Arbeitsklima incl. Gehaltssteigerung hört sich erst mal sehr gut an, wie sieht es aber mit Aufstiegschancen bzw. Entwicklungspotential (fachlich Spezialisierung/Einstig in Leitungsposition) aus? Wenn du in ein/zwei Jahren wieder feststellst, auf der Stelle zu treten und nichts mehr dazu gelernt zu haben, war die Rückkehr wohl die schlechtere Wahl. Definieren deine Traumstelle in fünf Jahren und schaue wo du diese, wie erreichen kannst. Wenn der alte AG deine Wünsche erfüllen kann, wieso nicht. Aber wenn nicht, prüfe ob es nicht eine andere Firma gibt, die dich dort hin bringt. Gehalt ist nicht alles, evtl. lohnt es sich Weiterbildungen schriftlich zu vereinbaren oder die Spezialisierung in die neue Stellenbeschreibung auf zunehmen. Du kennst den AG und weist was realistisch ist, fordere es ein. Ich habe ähnliches hinter mir, allerdings waren die Zeiträume größer: Ausbildungsbetrieb mit 10 Jahren BE verlassen, neuen AG nach zwei Jahren wieder zurück zum alten Betrieb verlassen. Die Motivation der Rückkehr lag aber hauptsächlich im privaten Bereich (wieder Herstellung einer vernünftigen WorkLiveBalance nach der Geburt des ersten Kindes). Beim neuen AG habe ich aber auch über ein halbes Jahr gebraucht, um mich einzuleben. In der Probezeit hätte ich auch häufig, wegen vielem das Handtuch werfen können, aber mit der Zeit wurde einiges besser (z.B. Verhältnis mit den Kollegen und den anderen Fachabteilungen), einige Probleme blieben aber und die Fahrerei von täglich 2*78km wäre nur mit einem Umzug änderbar geblieben. Ich bin aber nicht einfach zu meinem alten AG zurück, sondern habe parallel auch nach anderen Stellen geschaut, es gab auch zwei konkrete Angebote (einmal mit deutlich mehr Gehalt). Es gab längere Gespräche mit dem alten AG über meine neue Stelle/Funktion und die Rahmenbedingungen meiner zukünftigen Arbeit. Einfach zurück auf meine alte Stelle wollte ich nicht, sonst hätte ich mich damals nicht wegbewerben müssen. Ich mach zwar ähnliches wie zuvor, aber mit mehr Verantwortung und einem anderen Standing (der ewige Azubi-Stempel ist weg). Auch die weitere Entwicklung wurde angesprochen/skizziert, aber ich kenn den Laden hier gut genug um auf die angedeutete Bereichsleiterstelle nicht zu sehr zu hoffen. Erst nach diesen Gesprächen war mir klar, dass mich eine Rückkehr nach vorne bringen und zusätzlich noch in die "gewohnte" Umgebung zurückkehren lies. Gruß Bockreiter

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